Dienstag, 12. Februar 2019
Wie kann ich loslassen?
Loslassen leicht gemacht …!

Hier gibt es heute nun endlich die ultimative Loslass-Lösung …

Wir alle tun uns ja so unheimlich schwer mit dem Loslassen. Das Loslassen von Vorstellungen, Gedanken, Gefühlen, Menschen, Erwartungen, Glaubenssätzen und Identifikationen fluscht einfach nicht. Dies ist so, weil wir uns mit all diesen „Dingen“ identifizieren bzw. weil unser Ego sich mit all diesen „Dingen“ ihnen identifiziert. Und wir identifizieren uns unsererseits mit unserem Ego.

Jetzt gibt es die Lösung für alle Menschen, die in diesem Nicht-Loslassen-können-Modus feststecken …

Die Grundlage der nun gleich folgenden Übung ist:

Die Fantasie ist unsere Realität!

Unsere Fantasie ist die Realität unseres Herzensfeldes. Unser Ego orientiert sich, wie wir wissen, am Außen, an den Dingen dieser Welt und an allem, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Unser Herzensfeld hingegen hat gar keinen „Sinn“ (außer unserem Spürsinn/unserer Intuition), deshalb orientiert sich unser Herzensfeld auch NICHT am Außen, sondern am Innen, an der Liebe in uns selbst.

Und nun gilt folgendes: Das Herzensfeld hat letzten Endes immer Recht. Die Liebe „gewinnt“ immer. Nur dies will unser Ego nicht wahrhaben. Unser Ego kann die Wahrheit unseres Herzensfeldes (die universale Liebe) nicht ausstehen. Unser Ego muss sie weg machen, bekämpfen, ungeschehen machen und vernichten. Unser Ego kann die wahre (universale, reine, göttliche) formlose Liebe a) nicht wahrnehmen, hat b) vergessen (dass es selbst aus ihr hervorgegangen ist) und hat c) immense Angst vor ihr, weil es sie nicht (er)kennt. Die universale (reine, göttliche) Liebe ist ja formlos und feinstofflich. Zugleich ist sie eins mit unserem Herzensfeld und wir finden sie sicher verborgen (und gut versteckt vor unserem eigenen Ego) tief in unserem Innen.

Im Zusammenspiel von Innen und Außen, von Herzensfeld und Ego, von unserem formlosen Sein und der Welt gilt nun folgendes:

1) NICHT unser Außen bestimmt unser Fühlen, sondern unser Innen bestimmt unser Fühlen.

Und 2) NICHT unser Außen bestimmt unser Innen, sondern unser Innen bestimmt unser Außen.

3) Weil unser Innen unser Außen bestimmt und unser Außen unser Fühlen, glauben wir, dass unser Außen unser Fühlen bestimmt, dabei bestimmt unser Innen unser Außen, das dann unser Fühlen bestimmt.

Alles klar? – Nö, natürlich nicht. Die Schöpfung ist halt ein Verwirrspiel …

Dies bedeutet: NICHT die Umstände verursachen unsere Gefühle, sondern unsere Gefühle verursachen die Umstände. Was wir JETZT (in uns) fühlen (wie wir jetzt schwingen) sorgt dafür, dass wir Ereignisse magnetisch in unser Leben hineinziehen (unbewusst erschaffen), die zu genau dieser Schwingung (die wir bereits JETZT in uns haben, passen. Im Alltag erleben wir dann zum Beispiel, dass wir schlechte Laune haben und dass noch mehr schlechte Laune dazu kommt. Oder etwas läuft schief, sodass wir uns ärgern, und es kommt immer noch mehr Ärger hinzu und wir erleben geradezu eine Pechsträhne …

Zudem bestimmen IMMER unsere inneren Bilder unsere Stimmung. Dies können wir ganz leicht überprüfen an folgendem Beispiel:

Beispiel I) Du liest jetzt diese Zeilen auf Deinem Handy oder auf Deinem Computer. Du siehst also den Bildschirm und diese Worte. So weit so gut. JETZT fühle bitte einmal bewusst in Dich hinein, wie Du jetzt schwingst beim Blick auf das Display. Wie fühlst Du Dich jetzt gerade innerlich? Welche Stimmung nimmst Du wahr? Welche Energie ist in Dir vorhanden? - Gut. Wir nennen diese Energie jetzt einmal Energie A.

Beispiel II) Jetzt stellst Du Dir innerlich bewusst etwas Schönes vor, beispielsweise einen tollen Urlaubstag mit bestem Wetter und guter Laune, netten Menschen und prima Stimmung an einem Ort, wo Du Dich so richtig wohl fühlst. Die Sonne lacht und Dein Herz lacht auch. DIESE Energie nennen wir nun Energie B.

Und wie Du unschwer bemerkt haben wirst, kannst Du auf das Display gucken und parallel in Deinen inneren Bilderwelten Sonne und den tollen Urlaubstag sehen/genießen. Es geht beides gleichzeitig. Und Du kannst sogar bewusst hin und her switchen. Und sobald Du nach innen zu Deinen Fantasiebildern schaust und in Deiner Fantasie die schöne Urlaubsstimmung genießt, überlagert die innere Energie die äußere. Dies ist IMMER so, denn es gilt: WOHIN DU DENKST, ENERGIE DU LENKST. Und dies ist wirklich UNABHÄNGIG davon, ob etwas real (in dieser Welt) oder fantasievoll (in unseren inneren Bilderwelten) ist.

Beispiel III) Dieses Phänomen wird jetzt noch deutlicher, wenn Du Dir nun in Deinen inneren Bilderwelten etwas Negatives oder sogar etwas Schlimmes vorstellst. Zum Beispiel einen schlimmen Eisenbahnunfall: Der Zug ist entgleist und liegt neben den Schienen. Die Fensterscheiben sind zerbrochen. Im Gras liegen zahlreiche Verletzte. Es ist Schreiben und Wehklagen zu hören. Blut und schwer verletzte Personen machen uns schwer betroffen. Du und andere Menschen kämpfen um das Überleben der Unfallopfer. Wir nennen diese Energie jetzt C. Und Du bemerkst, wie Du jetzt in Dir eine ganz andere Schwingung/Energie fühlst als bei A und B.

Das Außen ist und bleibt dabei das Display von Deinem Handy/Computer. Das Außen ist unverändert. Doch indem sich Deine inneren Bilderwelten verändert haben, veränderte sich auch Deine Stimmung.

Und dies wollen wir uns nun zu Nutze machen …

Und damit wir dabei mehr Spaß haben, denkst Du jetzt noch einmal bewusst an Beispiel II und Energie B: an den wunderschönen Urlaubstag mit Licht und Sonne und guter Laune …

Du kannst diesen Urlaubstag deshalb so richtig gut genießen, weil Du zuvor all diejenigen Energien losgelassen hast, die Dir bisher das Leben schwer gemacht haben. Und wie dieses Loslassen jetzt kinderleicht funktioniert, das erfährst Du in der nun folgenden Übung.

Wir steigen jetzt also ein in Deine inneren Fantasie-Bilderwelten, weil GENAU DA im Innen unsere Veränderung stattfinden muss. Wir müssen etwas bei uns im Innen verändern, wenn sich in unserem Außen etwas verändern soll. Die nun folgende Übung ist in der Ich-Form geschrieben, damit alles bestens funktioniert …

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Ich atme einmal tief ein … und aus …

Und ich spreche innerlich: Ja, ich bin bereit, ganz viel alten Kram und alte Energien sowie alle möglichen Fremdenergien jetzt loszulassen …

Und ich lege meine linke, flache Hand jetzt (für einen Moment und solange ich mag) auf mein Herzensfeld und atme bewusst tief ein … und wieder aus … und spüre dabei mein JA zum Loslassen …

JA, ich lasse jetzt bereitwillig los …

Und nun stelle ich mir in meinen inneren Bilderwelten mein inneres Schloss vor. Was im Weltlichen mein Körper ist, ist jetzt in diesem Moment in meiner Fantasie mein wunderschönes, inneres Schloss [einige kennen dieses Schloss bereits von der Methode der Transformationsfabrik aus dem Buch „Eine Neue Ordnung“ …].

Und jetzt und hier und heute ist der Tag, an dem ich bei mir aufräume. JA - ICH RÄUME AUF. Ich räume jetzt endlich bei mir in meinem inneren Schloss auf …

Ich räume in mir auf.
Ich mache klar Schiff.
Ich schmeiße all den alten Krams auf.
Ich trenne mich von all den verstaubten Sachen.
Ich trenne mich von all dem schnöden Krempel.
ICH RÄUME JETZT AUF.

Und hierzu bestelle ich in meiner Fantasie jetzt „die Heinzelmännchen von Köln“ zu mir in mein inneres Schloss. Sie haben sich schon solange Zeit nicht blicken lassen. Jetzt dürfen sie endlich einmal wieder aktiv werden und in mir aufräumen.

[Das Gute ist: Die „Heinzelmännchen von Köln“ dürfen wir in unseren Fantasie-Bilderwelten sehr wohl sehen, denn unsere Fantasie ist das Reich unseres Herzensfeldes. Allein unser Ego darf die Heinzelmännchen NICHT erblicken. Denn unser Ego würde sie in der dinglichen, feststofflichen Welt der Formen sehen wollen. Erblickt unser Ego die Heinzelmännchen „real“, so verschwinden sie auf nimmer Wiedersehen …]

Und während die Heinzelmännchen nun in uns fleißig sind und aufräumen, stelle ich an alle Fenster meines inneren Schlosses große Förderbänder. Und die Heinzelmännchen tragen all die vielen alten Sachen, die kein Mensch mehr braucht, zu den Fenstern und legen sie auf die Förderbänder. Und die Förderbänder befördern die Sachen direkt in den bereitstehenden Müllcontainer.

Und ist ein Müllcontainer voll, so kommt ein LKW (ein Lastwagen), und holt den Müllcontainer ab und stellt auch gleich einen neuen Müllcontainer hin.

Und ich schaue dem munteren Treiben zu, wie die Heinzelmännchen wieselflink alles aufräumen, aufs Förderband legen. Wie das Förderband die Sachen zum Container befördert. Wie die Sachen im Müllcontainer landen. Und wie die Lastwagen die Müllcontainer abholen und direkt zum Recyclinghof der Transfromationsfabrik bringen.

All dies geschieht jetzt in diesem Moment feinstofflich IN MIR. Ich weiß NICHT, WAS GENAU die Heinzelmännchen wegschmeißen. Ich weiß nur, dass sie all das wegschmeißen, was mich blockiert, was mich behindert, was mich einschränkt, was mir schlecht tut und was wirklich endlich weg kann.

All das, was ICH BIN, bleibt natürlich da.
All das, was mein Herzensfeld IST, bleibt.

Nur all die Fremdenergien, Vorstellungen, Konditionierungen und Glaubenssätze, die wirklich längst über dem Verfallsdatum sind, werden jetzt entsorgt und abtransportiert …

Und dieses Aufräumen und Loslassen erlaube ich jetzt und atme meine Zustimmung mit einem tiefen Atemzug bewusst in mich ein …

und mit meinem Ausatmen sage ich ein bereitwilliges, freies: „JA GERNE, es darf jetzt so sein …“

Und ich fühle, wie ich innerlich freier werde. Ich fühle, wie wieder Licht in mein inneres Schloss kommt. Das Licht fällt durch die Fenster und es wird heller in mir. Ich fühle, wie meine inneren Räume luftiger, offener und freier werden. Ich fühle, wie ich selbst in mir wieder mehr Platz, mehr Raum und mehr Freiheit bekomme.

Und dies gefällt mir gut …!

Und während die Heinzelmännchen noch weiter herum wuseln und die Förderbänder laufen und die LKWs fahren, nehme ich nochmals einen tiefen Atemzug … und mit meinem Ausatmen sage ich noch einmal ganz bewusst ein befreiendes: „JA GERNE. Ich lasse jetzt gerne alles Alte und Fremde los …“



Und so langsam lichtet sich das Feld. In meinen inneren Räumen ist jetzt viel mehr Licht. In meinem inneren Schloss ist jetzt mehr Leichtigkeit, mehr Lebendigkeit, mehr Platz/Raum zum Spielen und mehr Freiheit. Ja - IN MIR SELBST ist jetzt mehr Licht und Leichtigkeit und Lebendigkeit und Freiheit …

Und während im Hintergrund die Heinzelmännchen weiter fleißig herum huschen und die Förderbänder rattern, steige ich auf und reise einmal zum Store des Universums. Ich gehe auf der Lichtstraße direkt zum Supermarkt des Quantenfeldes und schaue, was ich mir dort für schöne, neue „Sachen kaufen“ kann …

Und in der Auslage sehe ich Liebe …
und Licht …
und Freude …
und Heilung …
und Gesundheit …
und Leichtigkeit …
und Lebensfreude …
und Frohsinn …
und Gelingen …
und Gnade …
und Herrlichkeit …

Und all diese wundervollen Energien packe ich in meinen Einkaufswagen und bezahle an der Kasse mit meinem Lächeln. Meine Bezahlung ist meine Erlaubnis. Ja, meine Bezahlung ist, dass ich es erlaube, dass diese Energien jetzt zu mir kommen dürfen. Und ich vereinbare als Liefertermin den Zeitpunkt, sobald die Aufräumarbeiten bei mir zu Hause in meinem Schloss abgeschlossen sind.

Und so gehe ich den Lichtweg wieder zurück zu meinem inneren Schloss und spreche innerlich zu mir selbst: „Das habe ich jetzt wirklich gut gemacht. Ich freue mich schon auf die neuen „Sachen“ …!

Und ich atme einmal bewusst tief ein … und mit meinem Ausatmen spreche ich: „JA, so ist es gut …“



Und all diese inneren Bildern lasse ich jetzt so wirken. Die Heinzelmännchen dürfen heute den ganzen Tag und auch noch morgen und übermorgen weiter herum wirbeln und fleißig in mir aufräumen. Ich sehe die Förderbänder rattern und die Container und die LKWs, wie all der alte Kram abtransportiert wird.

Und innerlich freue ich mich schon über das Neue. Und ich sehe mich schon jetzt in meinem Schloss sitzen umgeben und umringt von den wundervoll-schönen Energien, die ich gerade eingekauft habe.

Aaahhhh - das tut gut …

Und so sehe ich in mir beide Bilder gleichzeitig vor meinem inneren Auge: die Förderbänder sowie auch, wie ich bereits gemütlich in meinem Lieblingssessel sitze in meinen hellen, freien, offenen, Licht durchfluteten Räumen voll Liebe und Herrlichkeit … - wunderbar …

Und ich atme all dies jetzt nochmals bewusst tief ein … und spüre beim Ausatmen mein tiefes inneres „JA“ hierzu … - herrlich !



Und nun bemerke ich, dass ich eigentlich die ganze Zeit nur auf Display/meinen Bildschirm schaue … - der vergleichsweise langweilig aussieht. In meinen inneren Bilderwelten habe ich gerade viel mehr und viel Tolleres erlebt.

Und dies macht mir Mut und ermuntert mich, mir viel häufiger und ganz bewusst etwas Sinnvolles, Positives in meiner Fantasie vorzustellen und zu erlauben, weil ich kapiert/verstanden habe, dass das Innen das Außen überlagert …

Im Hintergrund sehe ich weiterhin mein inneres Schloss, die Heinzelmännchen, die Förderbänder, die Container und die LKWs. Und ich sehe mich auch schon in meine Licht durchfluteten Räumen (sozusagen „in mich selbst“) neu einziehen. Genial!

Hier ist das schnöde Display und in mir ist (m)ein wundervolles, schönes Schloss mit Licht, Liebe, Freude und Herrlichkeit … - fantastisch, dass das so geht …!

Im Hintergrund darf das Aufräumen und Loslassen nun noch weiter von statten gehen. Auch ohne dass ich ständig bewusst daran denke, geht der Prozess weiter und weiter. Hin und wieder erinnere ich mich dann daran und schau auch mal, wie der Stand der Dinge ist. Ich schau einfach mal „in mir nach“ und sehe dann die fleißigen Heinzelmännchen, die Förderbänder, die Container, die LKWs sowie mein inneres Schloss …

Und ich spüre ganz deutlich in mir: „Jetzt ist tatsächlich alles gut! So darf es jetzt sein. JA. So darf es jetzt sein!“

Und so belasse ich es jetzt hier und heute. Und ich bin gespannt (und auch ein kleines bisschen aufgeregt), was nun in meinem „realen Leben“ so alles geschieht …

Danke.





Björn Geitmann
Buchautor „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
www.datgeitman.de/lichtschule
Schleswig, den 12.02.2019



Montag, 11. Februar 2019
Wie spielen Körper und Geist zusammen?
Der Körper gleicht einen schwachen Geist aus!

Ist unser Geist schwach, so gleicht unser Körper unseren schwachen Geist aus. Führe mich nicht in Versuchung heißt es in alten Schriften. Ist unser Geist empfänglich dafür, den Verlockungen, von denen unser Körper gerne kosten/probieren möchte, nachzugeben, so gleicht unser Körper unsere geistige Schwäche aus.

Auch wenn wir nicht „Nein“ sagen können, gleicht unser Körper unsere geitige Schwäche aus. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, dass wir uns eine Schutzschicht zulegen und körperlich dicker werden als eigentlich nötig. Und auch Neurodermitis ist ein solches Phänomen: „Fass mich nicht an“ möchte unser Geist sagen und traut sich nicht, es zu tun. Er hätte dabei ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle.

Bei allen Gelegenheiten und Situationen, in denen in uns ein schlechtes Gewissen sowie Schuldgefühle entstehen, gleicht unser Körper aus. Er (er)findet eine Ausrede, einen wichtigen Grund, ein für den anderen nachvollziehbares Argument, eine plausible Erklärung. Die einfachste Begründung ist immer: Ich bin krank. Ich kann leider nicht.

Unser Körper spielt uns hierbei durchaus in unsere Karten. Unser Körper spielt uns zu. Er unterstützt uns optimal. Er liefert uns die Gründe, Ursachen und Symptome, die wir brauchen, um „Nein“ sagen zu können, ohne dass wir mit Worten „Nein“ sagen und den anderen zurückweisen müssten. Unser Körper sagt stellvertretend für uns „Nein“. Und dieses „Nein“ können wir dann mit gutem Gewissen sagen: Ich bin krank. Ich kann leider nicht.

Es ist unfair, wenn wir uns dann auch noch über unseren Körper ärgern, dass er krank ist und mit ihm schimpfen und sauer auf ihn sind. Wir erkennen nicht, dass unser Körper liebevoll mit uns ko-operiert und auf der Ebene von Wahrheit und Authentizität zu-sammenarbeitet. Unser Körper sagt (bringt zum Ausdruck), was wir uns nicht zu sagen trauen, weil wir unser Gegenüber nicht verletzen mögen. Lieber werden wir krank, als dass wir dem anderen weh tun. Wir nehmen liebevoll Rücksicht auf die Gefühle des anderen.

Diese Gefühle des anderen sind jedoch die Gefühle seines Ego. Und genau genommen stimmt nicht einmal dies. Genau genommen sind es die Gefühle unseres eigenen Ego, das uns der andere spiegelt (dies muss keiner verstehen, es ist aber so). Wir können hier also erkennen, dass wir unser eigenes Ego (das uns der andere spiegelt) nicht verletzen. Somit nehmen wir auf unser eigens Ego Rücksicht, weil wir uns mit ihm identifizieren. Wir wollen unserem eigenen Ego nicht weh tun. Und damit lassen wir ihm seine Vorstellungen - und entwickeln uns selbst nicht weiter.

Dies ist die Tragödie daran. Unsere Rücksichtnahme verhindert und blockiert Entwicklung und Fortschritt, inneres Wachstum und weiter gehen. Unser eigener Geist ist noch zu schwach. Er ist noch nicht so weit und er ist noch nicht bereit, uns in unserer eigenen Kraft, Größe und Stärke zu ernennen, anzuerkennen, zu sehen und zu würdigen. Bewusstseinswachstum ist also Geist-Wachstum. Und unser Geist ist das denken unseres Herzensfeldes, unsere Inspiration, unsere Intuition sowie unsere natürlich Kreativität.

Der Geist der Menschen im Mittelalter war noch weniger weit entwickelt als unser Geist heute. Und in der Steinzeit war noch weniger Geist existent. Unser menschlicher Geist entwickelt sich also ganz offensichtlich. Und Schmerz ist sein Lehrer.

Schmerz zeigt uns die Lektionen, die wie geistig noch zu lernen haben. Schmerz zeigt uns, welche Hausaufgaben wir wieder einmal verschusselt haben. Schmerz drängt uns dazu, uns geistig weiter zu entwickelt. Wir dürfen, wir sollen, ja wir müssen erkennen - wer wir sind und wie das Leben und die Schöpfung funktionieren. Warum? Um eines Tages bewusst (anstatt wie heute unbewusst) erschaffen zu können. Und zwar bewusst und weise. Bewusst und habgierig, das hat es in der Vergangenheit schon mehrfach gegeben. Es geht um bewusst uns weise …

Und hierfür braucht es einen starken, kraftvollen, machtvollen Geist, den wir mit der Kraft unseres bewussten Bewusstseins (unserer Bewusstheit) souverän führen, lenken und leiten. Ja, wir selbst sind dann die göttliche Liebe, die unseren Geist führt und lenkt und leitet. Das Außen gibt es dann nicht mehr, weil es in uns selbst eingegangen ist. Wir selbst sind innen und außen in einer Einheit. Entweder … oder … hat sich aufgelöst und transformiert zu sowohl als auch.

Wer kann von sich sagen: Ich bin Herr meiner Sinne. Ich wider-stehe allen Versuchungen leicht. Und Versuchungen können sein: schmackhaftes Essen, leckere Getränke, attraktive Menschen, Sex, Geld, die Dinge dieser Welt, Hab und Gut, Ansehen, Status, Ruhm und Ehre, ein guter Ruf, Bekanntheit, Berühmtheit, Beliebtheit, Wissen und Macht. Wer verzichtet freiwillig, gerne und bereitwillig auf alle diese Ego-Attribute? Wer begnügt sich damit, einfach zu sein? Und mit dem schlichten Sein glücklich und zufrieden zu sein?

Ein kraftvoller, starker, machtvoller Geist bleibt souverän in sei-nem Einssein mit der universalen Liebe. Er bleibt ihr treu. Er bleibt der Wahrheit der Liebe treu. Er lässt nichts auf Äußerlichkeiten kommen, sondern spürt in sich selbst allein in die Wahrheit dieser Wahrheit. Es gibt für ihn keinen einzigen Zweifel. Der weise Geist und das Gefühl von Sicherheit und Klarheit sind miteinander ver-schmolzen und ein und dasselbe.

Für welches Ego ist eine solche Entwicklung vorstellbar? Für wel-ches Ego ist eine solche Entwicklung attraktiv?

Die meisten Egos bevorzugen die Gefühle von Zweifel, Angst, Schmerz, Unsicherheit und Ungewissheit, weil damit so ein schönes Kribbeln, so eine kitzelige Spannung entsteht. Gewissheit birgt in sich keine Spannung. Damit ist Gewissheit vergleichsweise langweilig, zumindest für unser Ego. In dem Vorhandensein von Alternativen fühlt unser Ego seine Lebendigkeit. Diese Vorstellung von Leben müsste unser Ego aufgeben, wenn es Gewissheit zu seinem neuen Ich erklären wollen würde.

Heute, jetzt und hier genügt es, von all diesem erfahren zu haben. Nun dürfen diese Energien in uns wirken und die nächsten Schritte ganz von alleine initiieren und in die Wege leiten …



Sonntag, 10. Februar 2019
Die Wahrheit sprechen ...
Wie können wir damit umgehen, wenn wir uns immer wieder falsch verstanden fühlen …?

Es ist das Schicksal der Wahrheit, dass sie vom Ego NICHT verstanden werden KANN!

Wer dies akzeptiert, distanziert sich von seinem eigenen Ego, löst die eigene Ego-Identifikation auf und hat nie wieder schlechte Gefühle, wenn er/sie NICHT verstanden wird.

Denn es gilt: „NICHT verstanden werden“ ist die Normalität der Wahrheit.

Wir können uns nun entscheiden: Wollen wir Wahrheit sein und akzeptieren wir, dass Egos uns NICHT verstehen. Oder wollen wir verstanden werden, dann müssen wir darauf verzichten, die Wahrheit zu sein.

Wir können uns selbst erlauben, dass Menschen die ebenfalls Wahrheit sind (also in guter Verbindung mit ihrem Herzensfeld stehen) jetzt in unser Leben eintreten und uns in Liebe begegnen dürfen. Der große Preis, den wir hierfür bezahlen müssen, ist: Wir müssen verabschieden und loslassen, anderen helfen zu wollen. Ja - wir müssen unsere Helferleidenschaft (unser Helfer“syndrom“) loslassen und schmerzlich verabschieden. Wir sind dann nicht mehr wichtig, weil wir wichtig sind oder weil wir helfen, sondern wir SIND einfach nur noch, weil wir eben SIND.

ICH BIN weil ICH BIN. Punkt.
Mehr SINN gibt es da nicht.

Doch dann wird und ist das Leben wundervoll, weil die Blumen des Herzens endlich erblühen dürfen und nicht mehr von den Egos (die die Blumen der Liebe und der Wahrheit hässlich finden) platt getrampelt werden …



Der Ego-Schmerzkörper
Der Begriff des „Ego-Schmerzkörper“ wurde von Eckhart Tolle geprägt. Unser Ego wohnt in seinem Schmerzkörper. Dort lebt es und es ernährt sich von Kummer, Leid und Schmerz. Das Dasein unseres Ego gründet sich auf Mangel, folglich empfindet unser Ego subjektiv immer, dass ihm etwas fehlt. Und dieses Fehlen schmerzt natürlich.

In der Geschichte der Schöpfung ist die Existenz des Ego-Schmerzkörper wichtig und sinnvoll. Ja, Schmerz als solcher ist wichtig und sinnvoll. Obgleich Schmerz natürlich schmerzhaft und unschön, quälend und schrecklich ist, brauchen wir den Schmerz für unser Erwachen. Denn ohne Schmerz ist kein Erwachen möglich. Unser Schmerz rüttelt uns sozusagen wach.

Das Ego hat ja vergessen, dass es Liebe ist. Unser Ego ist vollkommen unbewusst. Es identifiziert sich mit unserem Körper sowie mit unserer Geschichte, mit uns als Person, mit allem was wir kön-nen und mit allem, was wir haben. Das zentrale Merkmal unseres Ego ist seine völlige Unbewusstheit. Wir schlafen sozusagen. Und wie will man jemandem, der vollkommen unbewusst ist, bewusst machen, dass er unbewusst ist. Beziehungsweise wie will man jemandem, der schläft, bewusst machen, dass er schläft. Da er ja schläft/unbewusst ist, kann er sein schlafen/unbewusst sein nicht bewusst wahrnehmen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

Diesen Teufelskreis können wir nicht mit schlauen Worten oder Wissen durchbrechen. Unser Verstand taugt dafür nichts. Jeder Mensch, der an einer Abhängigkeitserkrankung leidet, weiß, wie sehr man in diesem Taufelskreis feststeckt. Zwar ist unsere Erkenntnis der erste Schritt zur Besserung, aber es müssen weitere Schritte folgen. Allein die kognitive Erkenntnis reicht eben nicht aus. Was wir brauchen ist eine emotionale Erkenntnis. Wir brauchen ein Fühlen, das uns erkennen lässt.

Und hier hebeln sich diejenigen Menschen aus, die das Fühlen ausgestellt, abgestellt und unter den Teppich gekehrt haben. Sie fühlen eben nicht mehr ihre Gefühle. Selbst wenn sie Schmerzen haben, ignorieren sie ihre Schmerzen. Die gesamte Menschheit geht auf genau diese Weise mit der Welt um. Wir ignorieren den Schmerz (unserer Umweltzerstörung) und machen einfach weiter wie bisher. Die Gewohnheit sitzt am längeren Hebel.

Und um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, gibt es den Schmerz. Denn schreckliche Schmerzen müssen wir fühlen, ob wir dies nun wollen oder nicht. Das Schmerzen weg machen durch Me-dikamente ist also äußerst ungesund, weil wir damit unsere Leidenszeit nur verlängern. Wir müssen in unserem Leben etwas verändern (nämlich unsere Vorstellungen loslassen und geistig erwachen) anstatt den Schmerz zu betäuben.

Das Leben ist nun noch verworrener und noch verwobener. Denn es geht nicht nur um unseren eigenen Schmerz, sondern der Schmerz, den wir selbst haben, ist gar nicht nur unser eigener Schmerz. Vielmehr spiegeln wir unserem Gegenüber (als Kind gegenüber unseren Eltern, als Erwachsener gegenüber unserem Partnern), was das Problem unseres Gegenübers auf seiner seelische Ebene ist. Und zugleich ist genau dies auch unser eigenes Problem, unsere eigene innere Blockade, die wir jedoch bei uns selbst nicht sehen und nicht bearbeiten können. Für die Bearbei-tung und Auflösung unser eigenen, inneren Blockade brauchen wir zwingend den anderen, unser Gegenüber.

Und dann geschieht folgendes: Wir versuchen unseren Partner zu verändern, zu manipulieren und su weiter. Er/sie soll sich anders verhalten. All dies ist richtig, denn es hilft dem anderen tatsächlich in seiner Entwicklung (wenn er dies denn erkennen würde) - doch für uns geht es nicht darum, dass der andere sich verändert (wir brauchen ihm lediglich unsere gut gemeinten Ratschläge (die sich auch wie Schläge anfühlen) zu sagen und müssen ihn im nächsten Augenblick auch schon wieder frei lassen). Für uns selbst geht es darum, dass wir selbst uns verändern. Unser Gegenüber dient uns lediglich als Projektionsfläche für unsere eigene Entwicklung. Wir tun also gut daran, uns selbst in dem zu erkennen, was wir von dem anderen verlangen und fordern. Und es ist mehr als sinnvoll, wenn wir all die Ratschläge, Hinweise und Aufforderungen, die wir dem anderen gegeben haben, dann selbst in unserem eigenen Leben umsetzen, berücksichtigen und entsprechend leben und uns genauso verhalten.

Um zu wissen, was wir selbst verändern sollten und müssten, dient uns der andere also als Spiegel und Projektionsfläche. Was wir ihm/ihr sagen, sagen wir uns selbst. Was er/sie verändern sollte, sollten wir selbst verändern. Was bei ihm falsch/verkehrt läuft, läuft bei uns selbst falsch/verkehrt. Was wir bei dem anderen auf körperlicher, weltlicher, realer Ebene bemängeln, liegt bei uns selbst auf seelischer Ebene im Argen. Und weil es bei uns auf seelischer Ebene im Argen liegt, können wir es bei uns selbst auch nicht sehen. Doch weil es bei unserem Gegenüber auf körperlicher Ebene im Argen liegt, können wir es dort sehr gut sehen. Und weil wir unsere eigene seelische Ebene übersehen, glauben wir, dass nur unser Partner sich zu verändern braucht. Nein! Er kann sich gar nicht verändern, weil er dazu verdonnert ist, uns zu spiegeln, wie es uns selbst seelisch geht! Und solange sich bei uns seelisch nichts verändert, wird sich bei unserem Partner körperlich auch nichts verändern. Wir sind alle miteinander verstrickt und dürfen von- und miteinander lernen.



Björn Geitmann
Buchautor „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
www.datgeitman.de/lichtschule
Schleswig, den 10.02.2019



Samstag, 9. Februar 2019
Was können wir vom Drachen-steigen-lassen lernen?
Wir Menschen sind Körper, Geist und Seele. Was können wir lernen und erkennen, wenn wir den Kindern zuschauen, wie sie bei kräftigem Wind ihren Drachen steigen lassen?

1) Es braucht Wind - starken Wind. Wir kennen dies auch von Flugzeugen, wenn sie starten: Flugzeuge starten immer GEGEN den Wind und NICHT MIT dem Wind. Und auch wir Menschen können besser GEGEN den Wind uns zu neuen Höhen aufschwingen, als wenn und ständig der Hintern abgewischt wird …

Und dann bleiben noch die Fragen offen …

2) Was ist der Drache?
3) Wer hält die Schnur?
4) Wer oder was ist die Schnur?
5) Wie verhält es sich bei einem Lenkdrachen mit zwei Schnüren?

Wenn wir unser Wissen erweitern wollen, so brauchen wir NICHT schlaue Bücher zu lesen, es genügt vollkommen, die Natur, unser Leben, das Spielen unserer Kinder sowie die Bilder, die uns das Leben schenkt (unsere Lebenssituationen), aufmerksam zu beobachten. Aus diesen Bildern können wir sehr viel mehr erkennen und lernen als aus jedem wissenschaftlichen Buch. Und es macht auch noch Spaß.

In diesem Sinne ist jede Lebenssituation - ja das gesamte Leben - eine Metapher, eine Parabel, ein Gleichnis, eine Bildgeschichte, deren Inhalt tiefer geht als das, was wir an der Oberfläche zu erkennen meinen.

Wofür steht nun also der Drache? - Er steht für unsere Seele, die sich aufschwingt. Sie KANN sich nur dann aufschwingen, wenn sie gehalten wird. Wird sie von keiner Schnur, keinem Band gehalten, so taumelt sie orientierungslos wie ein Blatt im Winde durch die Lüfte. Zwar ist die Seele ohne Schnur vollkommen frei, doch sie bleibt nicht frei in der Luft, stattdessen wird sie irgendwo stranden oder sich in den Zweigen eines Baumes verfangen. Und dann liegt sie wie ein Käfer auf dem Rücken und kann sich aus eigener Kraft nicht mehr aufrappeln. Spaß und Freude hat die Seele/der Drache nur dann, wenn sie/er an einer Schnur gehalten wird. Dann freuen sich die Kinderherzen und der Drache tanz lustig am Himmel seinen Tanz.

Wer hält die Schnur? - Klar, ein Mensch, ein Ego. Das Ego hält die Schnur fest. Oder allgemeiner: das Irdische. Die Welt hält die Schnur, damit die Seele im Himmel tanzen kann.

Und wer oder was ist nun die Schnur? - Die Schnur ist unser Geist - schließlich sind wir Körper, Geist und Seele. Unser Körper hält die Schnur fest. Und unser Geist verbindet das Ego mit der Seele. Unser Geist ist das verbindende Element. Ebenso wie die zarte, dünne Schnur, ist unser Geist fast unsichtbar - und doch so wichtig. Denn wenn die Schnur durchreißt, so taumelt der Drache/unsere Seele fort und stürzt ab.

Und was ist, wenn wir einen Lenkdrachen haben? Was sind ZWEI Schnüre? - Mit EINER Schnur können wir unseren Drachen zwar halten, aber nicht bewusst mit ihm spielen. Wir können ihn nicht LENKEN. Die zweite Schnur ist erforderlich, um den Drachen lenken zu können. So brauchen wir also zwei Hände und zwei Schnüre, um unsere Seele lenken zu können. Doch was ist die zweite Schnur? Ein zweiter Geist?

Ja, ganz genau. Wir haben ZWEI Geist-Ebenen, nämlich unsere Intuition (der Geist unseres Herzens = unser Spüren) und unseren Verstand (der Geist unseres Kopfes = unser Denken). Und nur wenn Denken und Spüren gut zusammenspielen, können wir unsere Seele aufsteigen lassen, fliegen lassen und lenken. Weder unsere Intuition alleine noch das Denken alleine können lenken. BEIDE (Kopf und Herz) müssen harmonisch zusammenspielen.

Und wer oder was ist der Wind? Ohne Wind kann sich unser schöner Drache nicht in die Lüfte erheben. Es braucht „Gegenwind“, damit der Drache aufsteigen kann. Bei Flaute, wenn sich kein Lüftchen regt, wenn alles friedlich ist, dann bleibt unser Drache am Boden. Und auch wenn zu viel Wind ist, wenn Sturm und Orkanböen uns den Hut vom Kopf pusten, ist es zu viel des Guten. Dann würde die Drachenschnur reißen. Es braucht also ein gesundes Mittelmaß, damit unser Drache (unsere Seele) aufsteigen, ihr Dasein genießen und am Himmel tanzen kann.

Der Wind sind unsere Probleme, Sorgen und Nöte, unser Alltagsstress und all die vielen Herausforderungen und Aufgaben, denen wir uns in unserem Leben stellen müssen. Ohne Aufgaben und ohne Herausforderungen, KANN unsere Seele nicht reifen, nicht spielen, nicht wachsen. Und sie KANN sich nicht zu neuen Höhen aufschwingen. Hierbei ist ein gesundes Maß wichtig. Zu wenig ist lahm und unser Drache (unsere Seele) bleibt am Boden. Und bei zu viel reißt die Schnur.

Wir können also vom Drachen-steigen-lassen sehr viel über das Leben lernen. Und schauen wir uns andere Lebenssituationen an, so stecken auch in ihnen ebenso viele Botschaften, Erkenntnisse und Lerninhalte, wie beim Drachen-steigen-lassen. Überall spiegelt das Außen unser Innen …



Freitag, 8. Februar 2019
Wenn wir Freude fordern, haben wir WENIGER Freude …
Unser Leben ist einfach wunderbar paradox …

Stellen wir uns einmal folgende Situationen vor: Miriam hat keine Lust dazu, ihre Kinder (schon wieder wie jeden Abend) ins Bett zu bringen. Sie wünscht sie irgendwie mehr Freude dabei. Sie möchte mehr Spaß haben. Ja, sie WILL mehr Freude. Sie fordert geradezu, dass es ihr mehr Spaß bringen muss, wenn sie ihre Kinder abends ins Bett bringt.

Und Axel, ihrem Freund, ergeht es ganz ähnlich jeden Tag aufs Neue. Er stöhnt jeden morgen darüber, dass er keine Lust mehr dazu hat, schon wieder zu seiner Arbeit zu fahren und wie jeden Tag seinen Job abzureißen, nur um Geld zu verdienen. Auch er wünscht sich irgendwie mehr Freude. Er möchte mehr Freude bei der Arbeit haben. Ja, er WILL mehr Freude. Er fordert es geradezu, dass es ihm mehr Spaß bringen muss, wenn er seine Arbeit verrichtet und Geld für ihr täglich Brot verdient.

Was geschieht, wenn Miriam und Axel (jeder in der jeweiligen Lebenssituation) es FORDERN, dass sie mehr Freude haben? Was passiert, wenn sie unbedingt mehr Freude haben WOLLEN? Es hört sich ja zunächst sehr gewaltig an: Ich WILL mehr FREUDE haben! Sie beide fordern MEHR FREUDE. Die FREUDE SOLL in ihrem Leben MEHR Raum einnehmen. Das WOLLEN sie beide unbedingt.

Doch das Leben ist paradox …

Solange BIS es schöner, freudvoller und leichter ist, solange haben die beiden KEINE Freude. Sie verlangen zwar nach MEHR Freude, fühlen aber WENIGER Freude.

Wie wäre es nun, wenn sie die Sache auf den Kopf stellen würden? Wie wäre es, wenn Miriam beim „Kinder ins Bett bringen“ und wenn Axel „bei seiner Arbeit“ WENIGER Freude ERLAUBEN würde? Was würde dann passieren?

Wenn sie sich entscheiden, auch mit WENIGER Freude zufrieden zu sein, dann wären sie bereits JETZT zufrieden. Solange sie MEHR Freude fordern und ständig darauf warten, dass sie eines Tages endlich mehr Freude haben, bleiben sie frustriert und UNzufreiden.

Unser Alltagsgedankenmuster für mehr Jammern und mehr Frust lautet also …

MEHR zu fordern (selbst wenn wir mehr Freude und mehr Glück fordern) bedeutet, dass wir die ganze Zeit im JETZT unzufrieden sind …

Drehen wir den Spieß einmal um, so gilt anders herum der Zauberspruch für mehr Glück …

WENIGER zu ERLAUBEN bedeutet, schon JETZT zufrieden zu sein und somit bereits jetzt MEHR zu HABEN …

Wie heißt es so schön …

„Weniger ist mehr …“



Donnerstag, 7. Februar 2019
Was ist eigentlich Scham?
Unter Scham verstehen wir ein Gefühl von Verlegenheit oder auch die Angst vor oder die erfahrene Bloßstellung. Scham ist etwas sehr nahes, sehr persönliches und tritt durch eine Verletzung unserer Intimsphäre auf. Hierbei geht es um das Bild, was wir selbst oder andere von uns haben.

Darüber hinaus kann Scham auf dem Glaubenssatz beruhen, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht zu entsprechen.

Unser Schamgefühl ist häufig von vegetativen Erscheinungen wie Erröten oder Herzklopfen begleitet. Dies bedeutet: Es geht uns an die Nieren. Das Gefühl ist echt, authentisch und lebensbedrohlich (auf seelischer Ebene). Manchmal geht es einher mit typischen Gesten wie dem Senken des Blickes. Die Intensität unseres Schamgefühls reicht von flüchtiger Anwandlung bis hin zu tiefster Beklommenheit. Häufig tritt Scham bei empfundener Entblößung oder in Zusammenhang mit einem Ehr- oder Achtungsverlust im sozialen Umfeld auf.

Über diese Aspekte hinaus kann Scham auch durch Verfehlungen oder empfundene Unzulänglichkeiten (Peinlichkeiten) ANDERER, mit denen wir uns eng verbunden fühlen (Familienangehörige, Verwandte, Freunde, Kollegen), ausgelöst werden. Wir bezeichnen dies dann als „sich fremdschämen“, was soviel wie eine „stellvertretende Betroffenheit“ bedeutet.

Der Gegenspieler zu Scham ist Stolz.

Wir können hieran leicht erkennen, dass sowohl Scham wie auch Stolz zwei Gefühle sind, die unser Ego charakterisieren. Wenn wir uns „unangemessen“ verhalten oder wenn wir „unseren Namen verlieren“ oder wenn wir uns „entblößt fühlen“, so schämen wir uns.

Sehr gebräuchlich ist Scham als „Instrument“ in der Erziehung unserer Kinder. Wir sagen dann: „Schäm Dich!“ Hiermit installieren unsere Eltern in uns einen Glaubenssatz, wie es „falsch“ oder „richtig“ ist, sich in dieser Welt zu verhalten.

Scham hängst also sehr eng zusammen mit Formen: mit unserem Verhalten, unserem Denken und unserer (kindlichen, natürlichen) Kreativität, Vitalität, Lebensfreude, Lebendigkeit und Ausdrucksbereitschaft. Scham bringt zum Ausdruck, wie wir gelernt haben, dass wir unsere Gefühle und Impulse in angemsesner Weise zeigen und zum Ausdruck bringen (dürfen). Leben wir unsere Gefühle und Impulse (nach den Wertevorstellungen unserer Eltern) NICHT in angenessener Weise, so „sollen wir uns was schämen“.

An diesem Punkt „zerbricht“ dann etwas in uns - nämlich unser gesundes Selbstwertgefühl, unsere Lebensfreude, unsere innere Lebendigkeit. Und dieses „zerbrochen sein“ bringen wir zum Ausdruck, indem wir unseren Blick senken. Wir sind (innerlich) tot, gestorben, unsere Lebendigkeit ist dahin. Und dann versuchen wir in mühsamen Therapiesitzungen und langatmigen Selbstfindungsseminaren diejenigen Anteile von uns wieder zu finden, die unsere Eltern vernichtet haben - weil wir uns lieber was schämen sollten …

Natürlich sind hieran NICHT unsere Eltern Schuld. Sie haben ihrerseits lediglich die Muster und Wertevorstellungen ihrer Ahnen und der Gesellschaft bedient. Sie haben es gut gemeint, uns zu Menschen zu erziehen, die „man“ achten und anerkennen kann. Und hierzu gehörte eben, die eigene Lebendigkeit, Lebensfreude sowie Gefühle NICHT zu zeigen und NICHT offen zu leben, sondern zu unterdrücken und unter den Teppich zu kehren - und da liegen sie bis heute.

Ich persönlich sagen immer: „Peinlichkeit ist Lebensfreude!“ Hiermit breche ich in meinem Leben diese Schamschwelle auf. Ich verdienen meinen Lebensunterhalt als Unterhaltungskünstler (www.datgeitman.de/delectatio) und schenke den Menschen mit meinen bunten Kostümen und Aktionen kleine Momente der Freude. Mir macht das sehr viel Spaß, doch meine Kinder schämten sich für mich, als sie in der Pubertät steckten.

Den Blickkontakt halten bedeutet also, innerlich aufrecht zu sein, zu sich selbst und zu seinem eigenen Verhalten, Auftreten und Sein zu stehen, sich treu zu sein und sich so zu lieben, wie man ist. Dies ist gelebte, praktizierte SELBSTLIEBE. Es geht darum, es eben NICHT DEN ANDEREN recht zu machen.

Und in Bezug auf das „sich fremdschämen“ bedeutet dies, auch unsere Eltern und die uns nahestehenden Menschen, mit denen wir uns identifizieren, ebenfalls aufrecht anzunehmen, zu ihnen zu stehen, ihnen die Treue zu halten und sie so zu erlauben, wie sie sind. Dies ist dann gelebte NÄCHSTENLIEBE. Hier gilt es, die eigene Identifikation mit dem anderen aufzulösen und den anderen freizugeben, dass er/sie sich frei entfalten und leben darf. „Der andere darf anders sein als ich“ - auch wenn es mein Kind oder meine Mutter/mein Vater oder mein Partner ist.

Eine gesunde, neue Haltung im Sinne einer inneren Neuen Ordnung, könnte sein: „Anders sein ist normal! Anders sein ist Lebensfreude. Anders sein macht diese Welt bunt und schön.“ Die Andersartigkeit ist unsere Normalität, NICHT das „angepasst sein“ und NICHT das „gleich sein“! Wenn wir das „anderes sein“ annehmen, akzeptieren und sogar lieben (können), dann brauchen wir nichts mehr zu bewerten, zu beurteilen oder zu verändern. Alles darf einfach so sein, wie es ist. Jeder Mensch darf einfach so leben, wie er/sie es möchte. Und ich kann ihm aufrecht in die Augen schauen und ihn und mich gleichermaßen in Liebe annehmen …



Mittwoch, 6. Februar 2019
Wie funktioniert das Erschaffen?
Schöpfer sein ist kinderleicht.
Erschaffen kann jeder …

Wir können das Erschaffen mit einem Musikinstrument vergleichen, zum Beispiel einer Gitarre. Das Musikinstrument „ist das Quantenfeld“ und birgt in sich das Potenzial, unendlich viele Musikstücke spielen zu können. Doch momentan, wenn es unbenutzt in der Ecke steht, klingt es nicht. Wir selbst werden zum Erschaffer und Spieler des Instruments und entlocken ihm sein Potenzial, wenn wir eine Seite „des Quantenfeldes“ zum klingen/schwingen bringen.

Und wie machen wir dies?

Wir Menschen hebeln uns beim Erschaffen oftmals immer und immer wieder damit aus, dass wir „in dieser Welt“ „etwas“ erschaffen (manifestieren, affirmieren) wollen. Wir wollen unsere „Realität“ verändern. Wir wollen in unserer dinglichen Welt „etwas“ regeln, abändern, umwandeln oder neu machen. Wir sagen „Nein“ zum Jetzt und wollen es „anders“ haben. Wir wollen, dass sich in unserem Außen etwas verändert. Und wenn dies nicht sofort gelingt, dann fangen wir an, an uns selbst zu zweifeln. „Mmmhh - schon wieder nicht geklappt …! Ich Versager. Es bringt ja eh alles nichts ...“

Hiermit ist jetzt Schluss!

Jetzt erschaffen wir das neue Erschaffen „mit Sicherheitsgarantie“!

Und wie?

Ganz einfach: Wir erschaffen NICHT mehr weiter im Außen, sondern wir erschaffen jetzt nur noch IM INNEN!

Wir erschaffen NICHT mehr weiter „in der Welt“, sondern wir erschaffen jetzt nur noch IN UNSEREN INNEREN BILDERWELTEN - IN UNSERER FANTASIE!

JEDER Architekt hat zu Beginn eines jeden Projektes als aller Erstes ein (Fantasie)Bild in seinem Kopf - und DANN, DANACH, an zweiter und dritter Stelle zeichnet er einen Plan und lässt das Haus bauen.

Erschaffen ist: Ich erschaffe in meiner Fantasie innere Bilder ganz frei nach meinem Geschmack.

Hierbei gilt: Ich brauche NICHT Schöpfer zu WERDEN, sondern ich bin es schon JETZT. Schöpfer/Erschaffer zu sein bedeutet …

Ich bestimme, was ich jetzt in meinen inneren Bilderwelten sehe.
Ich bestimme, was ich jetzt in meiner Fantasie sehe.

Und das, was ich DORT sehe, IST JETZT bereits erschaffen!
Das, was ich jetzt in meiner Fantasie sehe, IST JETZT bereits meine innere Realität!

Wir brauchen NICHT zu zweifeln!
Wir können uns wirklich jeden Zweifel sparen/schenken.

Wir können uns schließlich JETZT anschauen, was wir JETZT in unseren inneren Bilderwelten (in unserer sogenannten Fantasie) sehen, und DIES IST doch JETZT DA! Wir brauchen nicht zu überlegen oder zu zweifeln, OB wir etwas sehen - wir sehen es doch schon! Wir brauchen nicht zu überlegen oder zu zweifeln, OB wir „etwas halten“ oder erschaffen oder schöpfen können. DAS, was wir JETZT vor unserem inneren Auge sehen, HABEN WIR doch BEREITS ERSCHAFFEN – JETZT! Es ist schon da!

Erschaffen vollzieht sich NICHT im Außen, sondern in unserem INNEN, in unserem Geist, mit Unterstützung unseres Denkens sowie in unseren inneren Bilderwelten - in unserer Fantasie. DORT - in unserer Fantasie - ist alles, was wir erschaffen, JETZT da. Es IST SCHON DA. Es ist JETZT da OHNE jede Zeitverzögerung.

Der FEHLER, den viele Menschen beim Erschaffen machen, ist, dass sie ihre Fantasie (ihre inneren Bilder) wieder loslassen. Sie verlieren sie einfach wieder. Sie rutchen ihnen wieder aus der Hand bzw. aus dem Kopf - und dann denken sie andere Bilder - und dann noch wieder andere. Damit sich Fantasiebilder in der dinglichen Welt manifestieren KÖNNEN, müssen wir „bei der Stange bleiben“, wir müssen uns treu bleiben, wir müssen unsere Bilder klar vor augen behalten.

So wie den großen Persönlichkeiten wie Martin Luther King oder Nelson Mandela es gelungen, ihren Traum zu leben und ihre Vision Wirklichkeit werden zu lassen, so kann auch JEDER von uns „normalen Menschen“ seine Vision innerlich klar vor Augen behalten.

Es gibt hierbei jedoch EINE (Killer)Energie, die äußerst ungünstig ist, das ist die Energie von „Hoffnung“. Wenn wir sagen „Ich hoffe …“, dann ist eigentlich schon alles verloren … - wir wollen dies jedoch noch nicht wahrhaben …

Unter Hoffnung verstehen wir hinlänglich eine innere Haltung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, ohne dass wirkliche Gewissheit hierüber besteht. Unsere Hoffnung ist dabei auf die Zukunft ausgerichtet. Dabei kann die Hoffnung begleitet sein von der Angst, von Zweifeln und von der Sorge, dass das Erwünschte nicht eintreten wird. Zwar sagen wir „die Hoffnung stirbt zuletzt“, doch im Grunde genommen wissen wir oftmals schon, dass der Tod am längeren Hebel sitzt. Meistens ist hiermit gemeint, dass wir unsere Vorstellungen (Erwartungen, Träume, Wünsche) loslassen, gehen lassen, verabschieden und sterben lassen müssen.

In dieser Beschreibung (in diesem Verständnis) von „Hoffung“ sind folgende Haken enthalten …

Hoffnung ist …
… ohne wirkliche Gewissheit …
… auf die Zukunft ausgerichtet …
… begleitet von Angst, Zweifeln und Sorge …
… etwas stirbt …

Hoffnung bezieht sich hierbei IMMER auf weltliche Ereignisse, also auf Ereignisse im Außen. „Und da kann man wirklich nur Hoffnung haben …“

Wenn wir das Erschaffen heute NEU erschaffen wollen, dann müssen wir aufhören zu hoffen und wir müssen aufhören, im Außen erschaffen zu wollen - denn wir sind NICHT Gott der Schöpfer …

Doch sind wir individuelle Aspekte des allumfassendes Gott-Schöpfers und als solche KÖNNEN wir auch erschaffen, nur eben NICHT im Außen, sondern NUR im Innen.

Erschaffen wir in unserer Fantasie, so können wir JETZT sofort überprüfen und feststellen, WAS wir erschaffen haben. Wir brauchen hierfür KEINE Hoffnung, denn WAS wir JETZT in unseren inneren Bilderwelten sehen, das sehen wir ja JETZT „live und in Farbe“ innerlich vor uns.

In diesem Sinne können wir also das „Prinzip Hoffnung“ beerdigen und stattdessen das „Prinzip Leben“ installieren … - und DIESES neue Prinzip installieren wir JETZT in unserer Fantasie!

… ich bin mir gewiss, was ich in mir sehe …
… ich sehe meine inneren Bilder JETZT …
… ich bin mir ganz sicher bezüglich meiner inneren Bilder …
… etwas wird in mir geboren und lebt …

Hiermit haben wir das „tote“ „Prinzip Hoffnung“ umgewandelt/transformiert in ein lebendiges „Prinzip Leben“.

Unsere Fantasie IST unsere Lebendigkeit.
Unsere Fantasie IST unsere Kreativität.
Unsere Fantasie IST unsere Schöpferkraft.
Unsere Fantasie IST unsere Erschaffenskraft.
Unsere Fantasie IST unser Geist.
Unsere Fantasie IST die Basis unseres Menschseins.
Unsere Fantasie IST alles, was wir haben.

Deshalb sollten wir sie mehr nutzen ...
Deshalb sollten wir sie sinnvoller nutzen ...
Deshalb sollten wir sie geschickter einsetzen ...
Deshalb sollten wir mehr in und mit ihr leben ...

Unsere Kinder sind noch fantasievoll …
Unsere Kinder sind noch lebendig …

… bis wir es ihnen abtrainiert haben …
… bis wir sie auf Leistung gedrillt haben …
… bis wir ihre Intuition vernichtet haben …
… bis wir ihre Fantasie mit Wissen zugeschüttet haben …
… bis wir unsere Kinder innerlich abgetötet haben …

Und dies nenen wir dann „eine gute Erziehung“. Es sind „artige, brave Kinder“ - fantasielos, unkreativ, still und stumm, unlebendig, vor der Glotze hockend, mit dem Handy spielend, vor dem Tablett sitzend, abgestumpft, abgeschaltet, weg gemacht, abgetötet - und wir sagen: „diese Kinder sind unsere Zukunft …“

Wir können Fantasie, Kreativität und Lebendigkeit - am besten „lebendige, kreative Fantasie“ - als neues altes Gut des Menschseins reanimieren und wiederbeleben. Wir können „lebendige, kreative Fantasie“ neu kultivieren, feiern, leben und sich frei entfalten lassen. Wir können „lebendige, kreative Fantasie“ erlauben, fördern und initiieren.

Und wir fangen am besten BEI UNS SELBST an, indem wir als gutes Vorbild vorangehen und UNS SELBST „lebendige, kreative Fantasie“ erlauben und sie aktiv leben und zum Ausruck bringen - zumindest schon mal IN UNS SELBST - in unserer Innenwelt …

Wir können ja in einer Meditation anfangen - das ist doch besser als nichts!

Und dann können wir uns erlauben, „lebendige, kreative Fantasie“ für unser bewusstes Erschaffen zu gebrauchen, zu nutzen und anzuwenden.

Wir können hierbei auf ZWEI Arten und Weisen erschaffen!

Wir können Gefühle erschaffen ODER konkrete Situationen.

JEDE Lebenssituation und jedes Ereignis (jede Erfahrung) birgt in sich ZWEI schöpferische Aspekte:

a) das Außen und
b) das Innen

beziehungsweise …

a) die Situation (so wie sie ist) und
b) unsere Gefühle.

Wir Menschen können immer nur EINES von beiden erschaffen - das andere müssen wir frei lassen und dabei offen sein für Überraschungen. Wünschen wir uns BEIDES, so ist es KEIN Wünschen mehr, sondern es ist eine Bestellung - und auch dann wird das Universum unsere Bestellung erfüllen und uns anschließend mit einer SITUATION UND mit GEFÜHLEN in völlig anderem Zusammenhang überraschen.

Wünschen/erschaffen wir eine konkrete Situation, so müssen wir bereit sein, uns von den dazugehörigen Gefühlen ÜBERRASCHEN zu lassen.

Wünschen/erschaffen wir Gefühle (in Bezug auf einen bestimmten Lebensbereich wie z.B. Arbeit, Beruf, Familie, Finanzen, Partnerschaft, Gesundheit, Wohnen etc.), so dürfen wir gespannt sein, mit welcher konkreten Situation uns das Leben überrascht.

Ein Beispiel …

Jan-Peter wünscht sich eine schnittige Segeljacht. Davon träumt er schon so lange. Jetzt hat er vom Manifstieren erfahren und dass jeder Schöpfer/Erschaffer seiner Wirklichkeit ist. Und er probiert es gleich einmal aus. Er manifestiert sein Traum-Segelboot.

Und es dauert keine Woche, da kommt es schon „angeschwommen“. Im Anzeigenblatt seines Segelvereins entdeckt ein Kumpel Max von ihm eine Anzeige: „Na, wäre das nicht was für Dich?“ fragt ihn Max. Jan-Peter kann es kaum glauben. In einem Telefonat fragt er die wichtigsten Dateils ab – alles passt. Zusammen mit seinem Freund Max fahren sie sich das Schiff angucken. Sie können den Preis sogar noch etwas herunter handeln.

Drei Wochen nachdem Jan-Peter seinen Wunsch manifestiert hatte, schwimmt das Boot im Hafenwasser des Segelclubs und Jan-Peter strahl bis über beide Ohren.

Was Jan-Peter zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist, wieviel Arbeit so ein Boot macht. Wieviel Zeit und Geld er investieren muss. Wie sehr ihn seine Familie vermissen wird. Und wie sehr er sich über den Motorschaden ärgern wird – den er zum Glück selbst reparieren kann, indem er günstig einen baugleichen Austauschmotor auftreibt. Aber es ist einfach eine Menge Arbeit und Ärger …

--

Und hier noch ein zweites Beispiel …

Auch Marie-Luise spielt ihre Schöpferkraft, doch sie mach es anders. Sie manifestiert/erschafft sich „nur“ Gefühle. Sie denkt an ihre berufliche Situation und fühlt, wie sie sich in ihrem Job fühlen möchte …

Gut, toll und zufrieden möchte sie sein. Sie wünscht sich angemessene Anerkannung sowie Verantwortung - aber auch nicht zuviel. Außerdem super Kollegen, ein tolles Team, bereichernde Kontakte, erfüllende Tätigkeiten, gutes Geld, dass sie ein bisschen herumkommt zu tollen Orten und interessanten Menschen. Der Job soll gerne inspirierend sein und ihre persönliche Entwicklung optimal voran bringen. Auf der Herzensfeldebene ist alles fantastisch gut. Und so gibt sie ihren Wunsch ans Universum - bereit, sich überraschen zu lassen …

Es dauert keine zehn Tage, da kommt ihre beste Freudin mit einer Stellenanzeige zu ihr: „Da musst Du Dich unbedingt bewerben. Das ist bestimmt DER Traum-Job für Dich …!“

Marie-Luise runzelt die Stirn. „Ich? – Wieso sollte ICH mich dort bewerben. Die suchen eine Reiseverkehrskauffrau mit Erfahrung - ich bin Buchhändlerin.“

„Bewerb Dich trotzdem“, ermuntert ihre Freundin sie. „Wer weiß, wofür es gut ist …“

Mit tausend Zweifeln im Kopf setzt Marie-Luise ihr Bewerbungsschreiben auf. Ein bisschen Herzklopfen hat sie schon. Aber na gut, man muss dem Schicksal ja eine Chance geben. Noch ein schönes Bewerbungsfoto und ab in die Post …

Zwei Tage nachdem die Bewerbungsfrist abgelaufen ist, klingelt bei Marie-Luise das Telefon: „Einen schönen guten Tag. Vielen Dank für Ihre Bewerbungsmappe. Leider erfüllt ihr Profil nicht ganz unsere Erwartungen …“ - „Schiete, habe ich doch gleich gewusst“, fasst sich Marie-Luise an den Kopf. „Blöde beste Freundin. Wieso falle ich nur immer wieder auf sie herein?“ – Am anderen Ende der Leitung spricht die freundliche Stimme weiter: „Hätten Sie etwas dagegen, wenn wir Ihre Bewerbungsunterlagen an die Buchhandlung XY weiterleiten? Die suchen gerade eine neue Leitung für ihren Standort in ZZ. Wir arbeiten eng mit ihnen zusammen, da sie sich mit ihren Büchern auf Reisen in alle Welt spezialisiert haben.“

Marie-Luise ist baff. „J…, ja …, ja gerne. Ja sicher, leiten sie meine Unterlagen gerne weiter, so wie Sie es vorschlagen …“

Zwei Wochen gehen ins Land. Marie-Luise hat die Sache schon längt abgehakt. Da findet sie in ihrem Briefkasten Post aus ZZ. „Häh?“ denkt sie. Sie kann mit dem Absender nichts anfangen. „Wahrscheinlich schon wieder so’ne blöde Werbung. Komm, zack, ab in den Müll.“

Am Abend kommt Marie-Luises Mann Thorsten nach Hause. Gestern hatte er ein Schreiben von seinem Anwalt in den Müll geschmissen, weil die Angelegenheit erledigt schien, doch heute bekam er einen Anruf, dass da noch etwas zu regeln sei. Thorsten sucht also den Papiermüll durch, findet auch tatsächlich das von ihm gesuchte Schreiben und stolpert über den ungeöffneten „Werbebrief“.

„Darf ich Deine Werbe-Post aufmachen?“ ruft er durch die Wohnung.

„Ja – mach nur“, ruft es zurück.

Irgendwie hatte Thorsten da schon gleich so eine Vorahnung, als er nur den Umschlag gesehen hat. Mit einem verschmitzten Lächerln tritt er in die Küche: „Man muss das Glück nicht gleich in den Müll schmeißen, wenn der Postbote es freihaus liefert …“

Marie-Luise schaut auf den geöffneten Brief und stutzt: „Wie möchten Sie zu einem Vorstellungsgespräch am Datum, Ort, Uhrzeit in unserer Filiale XY in ZZ herzlich einladen. Wir freuen uns, wenn ihnen der Termin passt.“

Marie-Luise ist sprachlos …

Am Ende bekommt sie den Job und wird Filialleiterin. Die Hauptverantwortung trägt die Chefetage der Hauptverwaltung. Marie-Luise darf und soll sich „persönlich über attraktive Reiseziele informieren, um die Kundschaft besser beraten zu können“. Es stellt sich heraus, dass jeder Mitarbeiter der Buchhandlung ein Land oder Kontinent als persönlichen Schwerpunkt hat, sodass die Kunden zu allen Fragen und Themen stets einen kompetenten Ansprechpartner und Literatur, Bildbände, Reiseführer, Geheimtipps, Landkarten, Fahrtrouten und Erlebnisberichte mit sehr viel Hintergrundinformationen bekommen können.

Marie-Luise darf also weiterhin als Buchhändlerin arbeiten und kann sich neue Horizonte erschließen. Sie soll darüber hinaus gerne Reisende in ihre neue Buchhandlung einladen und Veranstaltungen organisieren, sodass die Kunden über Vorträge, Beamershows und Reiseberichte mit dem Thema „Reisen in aller Welt“ hautnah in Kontakt kommen. Das Reisebüro, bei dem sich Marie-Luise anfangs beworben hatte, ist natürlich auch immer mit dabei mit seinen Spezial-Reiseangeboten.

Marie-Luises Schöpfung ist hundert prozentig erfüllt worden. Sie hat sich Gefühle gewünscht und das Leben hat ihr die hierzu perfekt passende berufliche Situation geschenkt. Der neue Job ist gut und toll. Sie ist mehr als zufrieden, wird anerkannt, hat Verantwortung aber auch nicht zuviel. Sie hat super Kollegen und ein tolles Team. Die neuen Aufgaben bereichern und erfüllen sie sehr. Sie darf und soll sogar „ein bisschen herumkommen“, zu tollen Orten reisen und interessante Menschen kennenlernen. Sie knüpft bereichernde Kontakte. Der neue Job ist inspirierend und fördert ihre persönliche Entwicklung in optimaler Weise. Sie begegnet ihren KollegInnen und den vielen, wunderbaren Menschen auf Herzensfeldebene und auch die Chefetage begegnet Ihr zugewandt und sehr wertschätzend.

Das einzige, was anders gekommen ist, als Marie-Luise es sich gedachte hat, ist: sie muss umziehen in eine neue Stadt. Auch ihr Mann und ihre Familie müssen sich verändern. Oder sie muss Familie irgendwie anders organisieren z.B. als Fernbeziehung. Diesen Punkt hatte sie einfach in ihrer Schöpfung offen gelassen ...

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An diesen beiden Beispielen sehen wir: Das Universum bzw. das Leben liefert genau das, was wir bestellen, entweder „Sachen/Dinge“ (von denen wir glauben, dass sie uns glücklich machen) oder Gefühle. Und das, was wir NICHT beachten bei unserer Bestellung, diesen Spielraum nutzt das Leben/Universum für Überraschungen, die entweder noch weit über unsere Wünsche hinaus reichen oder a) Futter für unseren Schmerzkörper sind und/oder b) uns nötigen, unsere Vorstellungen loszulassen und/oder c) unsere Negativ-Waagschale auffüllen.

Im Beispiel von Marie-Luise wurden ihre Erwartungen und Vorstellungen weit, weit übertroffen. Sie wurde also durchaus auch positiv überrascht - nur eben auch negativ. In einer polaren Welt der Gegensätzlichkeiten müssen eben IMMER BEIDE Waagschalen betankt und aufgefüllt werden.

Zusammenfassung

Kennst Du den Spruch:

„Pass auf, was Du Dir wünschst, denn es könnte in Erfüllung gehen …!

Unsere Fantasie IST unsere Realität!

Anfangs ist unsere Fantasie (unsere inneren Bilder) „nur“ unsere innere Realität. Bleiben wir unseren Bildern (Fantasien, Glaubenssätzen, Ansichten, Überzeugungen, positiven Visionen) treu, so manifestieren sie sich (immer und immer wieder und ganz sicher) in dieser Welt und in unserem Leben.

Wir fühlen, was wir innerlich sehen!

Erschaffen geschieht JETZT.

Das, was ich JETZT in meiner Fantasie sehe, IST BEREITS ERSCHAFFEN und damit IST ES BEREIT meine innere Realität. Ich brauche nicht irgendwelche Zweifel zu haben, ob ich erschaffen kann - ich erschaffe JETZT, indem ich JETZT ein inneres Bild vom Leben bereits habe.

Ich bin in JEDEM Moment Schöpfer und erschaffer. Sobald ich einen Gedanken denke und/oder ein inneres Bild in meiner Fantasie sehe, war ich schon wieder als Schöpfer/Erschaffer aktiv! Ich erschaffe pausenlos Gedanken und innere Bilder. Ich kann gar nichts anderes tun, als erschaffen - außer ich bin gedankenleer in einer Meditation.

Meine inneren Bilder SIND MEIN LEBEN.
Meine inneren Bilder SIND MEINE REALITÄT.
Meine inneren Bilder SIND MEINE SCHÖPFUNG.

Ich brauche NICHT weiter zu überlegen, OB ich Schöpfer BIN, ich brauche nur nach innen in meine Fantasie zu blicken und mir anzuschauen, was ich JETZT in diesem Moment bereits ERSCHAFFEN HABE.

Habe ich DIES kapiert, angenommen, akzeptiert und verinnerlicht, dann lohnt es sich, bewusst zu denken und bewusst positive innere Bilder zu produzieren von …

Spaß …
Licht …
Liebe …
Glück …
Freude …
Lachen …
Tanzen …
Kraftort …
Himmel …
Frohsinn …
Vertrauen …
Heiterkeit …
Harmonie …
Sicher sein …
Gute Laune …
Leichtigkeit …
Herzensfeld …
Dankbarkeit …
Inneres Kind …
Geborgenheit …
Zufriedenheit …
Wertschätzung …
Gut versorgt sein …
Getragen werden …
Gehalten werden …
Eine bunte Blumenwiese …

Diese Bilder/Gedanken können wir ruhig andauernd im Kreis denken. Das ist schon ok. Und dann wird uns das Leben mit Situationen überraschen, die zu DIESER Energie passen. Es KANN gar nicht anders sein. Gleiches zieht Gleiches an.

WIR sind es, die den Impuls geben müssen, WAS wir anziehen wollen. Wenn wir Schönes in unserem Leben willkommen heißen wollen, so müssen wir VORHER Schönes in unserer Fantasie erschaffen haben. In dem Moment unseres inneren Erschaffens ist es auch schon da - und eigentlich bräuchten wir es im Außen dann gar nicht mehr, weil wir es ja im Innen schon haben. In unserem INNEN fühlen wir es ja schon, noch bevor es geliefert ist.

Natürlich wird das Außen dann nachziehen - jedoch NICHT, WENN wir darauf warten, dass es das tut. Denn würden wir warten, so wäre IN UNS KEINE Zufriedenheit, sondern das Gefühle/die Energie von „Warten“, „Mangel“ und Unzufriedenheit schwingen. Wir müssen also bereits vorher zufrieden sein. Es bringt NICHTS, etwas mit der Energie von „UM … ZU …“ zu fühlen, zu wünschen, zu menifestieren.

Erschaffen gelingt NIE mit Blick auf die Zukunft.
Erschaffen gelingt immer NUR mit Präsenz im JETZT.

Wenn wir bereits glücklich und zufrieden SIND, weil wir Zufriedenheit und Glück in unserer Fantasie erschaffen haben, dann KANN das Außen freiwillig nachziehen. Dies wird es aber NUR dann tun, wenn wir NICHT darauf warten, NICHT danach schauen und NICHTS erwarten.

ALLES, was wir haben, ist unser inneres Fantasiebild JETZT in diesem Moment in unserem Innen. Mehr Leben, mehr Fühlen, mehr Lebendigkeit, mehr Erfahrung als dieses Fantasiebild im Hier und Jetzt gibt es nicht und wird es niemals geben. Das Leben ist JETZT. Grundlage für mein Befinden im Jetzt sind meine inneren Bilder (meine Fantasie und meine Gedanken), die ich JETZT habe und selbst erschaffen habe.

Mir selbst als Schöpfer begegne ich JETZT in meiner Fantasie …

Und dies probiere ich JETZT sofort aus …


Björn Geitmann
Buchautor „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“ und
„Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
www.datgeitman.de/lichtschule



Dienstag, 5. Februar 2019
Wie entstehen eigentlich Illusionen bzw. Realität?
… durch unser Sehen …

Wir haben unsere fünf Sinne (schmecken, riechen, höhren, fühlen/tasten, sehen) sowie als unseren sechsten Sinn unsere Raum-Lage-Koordination (Gleichgewichtssinn) und außerdem als unseren siebten Sinn unsereren Spürsinn (unsere Intuition). Alle unsere Sinne nehmen wir sehr körpernah wahr IN UNS …

Wir schmecken in unserem Mund.
Wir riechen in unserer Nase.
Wir hören in unserem Ohr.
Wir fühlen/tasten mit unserer Haut.
Wir merken unser Gleichgewicht in uns.
Wir spüren unser Bauchgefühl/unsere Intuition in uns.

Wenn uns ein Sinn Schmerzen zufügt, dann fühlen wir diesen Schmerz IN uns …

Wenn etwas eklig schmeckt, so spucken wir es wieder aus.
Wenn etwas eklig riecht, dann halten wir uns unsere Nase zu.
Wenn etwas sehr laut/schrill ist, dann schmerzt unser Ohr.
Wenn etwas auf unserer Haut brennt, juckt, weh tut, dann versuchen wir, es weg zu machen.
Wenn wir aus dem Gleichgewicht kommen, dann versuchen wir unsere Mitte wieder neu zu finden.
Wenn wir ein komisches Bauchgefühl haben, so horchen wir nach innen, was es ist.

… nur mit unserem SEHEN, da verhält es sich etwas anders …

Beim SEHEN können wir zwei Arten von „Sehen“ unterscheiden: unser äußeres Sehen und unser inneres Sehen. a) Mit unseren äußeren Augen betrachten wir die Welt um uns herum. Und b) in unserer Fantasie können wir unsere inneren Bilderwelten anschauen.

Das Phänomenale beim SEHEN ist, dass wir NICHT wahrnehmen, dass wir die Welt IN UNS sehen. Wir schauen irgendwo hin und nehmen die Welt mit unserem Sehsinn als außerhalb von uns wahr. Mit unserem Finger können wir dann dort hinzeigen, wo „etwas“ ist: „Da ist das Auto. Dort ist das Haus. Da drüben steht der Baum. Da hinten sind die Berge.“

Dass, was wir im Außen sehen, wird jedoch natürlich IN UNS auf UNSERER Netzhaut in unserem Kopf abgebildet. Das Bild ist also IN UNS! Doch wenn wir in der Küche stehen und nach der Abwaschbürste greifen wollen, würden wir niemals auf die Idee kommen, in unseren Kopf zu fassen, sondern wir fassen im Außen zur Bürste.

Dies ist möglich, weil wir ZWEI Augen haben. Und mit diesen ZWEI Augen hat die Schöpfung uns die Illusion einer dreidimensionalen Welt geschenkt.

Unsere Augen sind also die Ursache unserer Außenorientiertheit und erschaffen die Illusion unserer dinglichen Welt immer wieder neu. Aus diesem Grunde schließen wir auch unsere Augen, wenn wir uns auf uns selbst konzentrieren wollen z.B. in Meditation. Und auch wenn wir uns schlafen legen verschließen wir unsere Augen vor der uns umgebenden Welt. Mit geschlossenen Augen bringen wir unsere volle Aufmerksamkeit zu uns nach innen. Wir finden Ruhe, Einkehr und inneren Frieden.

Wir können also feststellen: Unser SEHEN verknüpft uns mit dem Außen, während alle anderen Sinnen uns nach innen führen …

Wir schmecken innen.
Wir riechen innen.
Wir hören innen.
Wir fühlen/tasten innen.
Wir merken unser Gleichgewicht innen.
Wir spüren unser Bauchgefühl/unsere Intuition innen.

Allein unser SEHEN ist außenfixiert.

Spannenderweise gibt es nun bei unserem Sehen NICHT nur das äußere Sehen mit unseren weltlichen Augen, sondern auch ein inneres Sehen: unsere Fantasie, unsere inneren Bilder. Und wir können dies gleich einmal ausprobieren …

Wir können ganz bewusst jetzt auf den Bildschirm unseres Computers schauen und diese Worte lesen und auch den Bildschirm als Ganzes wahrnehmen sowie darüber hinaus auch noch den Ort, wo der Computer steht. All dies nehmen wir DA war, DA im Außen. DORT, außerhalb von uns. Wir können DAHINgreifen. Wenn wir „etwas“, was wir im Außen gesehen haben, haben wollen, dann müssen wir unseren Körper (unsere Hände) DORTHINbewegen. Dies ist eine Aktivität (eine Bewegeung) im Außen.

Und während wir nun diese Worte lesen und auf unseren Bildschirm schauen, können wir gleichzeitig und parallel hierzu IN unserem INNERN unsere inneren Bilderwelten sehen und wahrnehmen. Wir können uns jetzt zum Beispiel etwas innerlich vorstellen, beispielsweise einen Kraftort mit einem starken Baum auf einer Wiese und einer Bank davor, auf die wir uns setzen und wo wir uns ausruhen und jetzt Kraft tanken können.

Wir können also im Außen den Computer mit unseren weltlichen Augen sehen und zugleich, parallel IN UNS unseren Kraftort mit Baum und Bank. Beides SEHEN funktioniert gleichzeitig, parallel, simultan.

Wir können jedoch NICHT mit unserer Hand zu diesem Ort greifen und wir können auch NICHT unseren weltlichen Körper real-feststofflich zu diesem Ort HIN bewegen. In unserer Fantasie können wir uns natürlich auf dieser Bank am Baum sitzen sehen und einige Menschen können sogar die Bank und den Baum sinnlich fühlen und spüren. Doch die meisten Menschen nehmen das, was sie in ihren inneren Bildern sehen, NICHT sinnlich wahr. Es gibt hierbei jedoch eine Ausnahme …

Stellen wir uns einmal folgendes vor: Wir haben uns morgens, bevor wir zur Arbeit gefahren sind, mit unserem Partner heftig gestritten. Alles scheint kurz vor dem Aus zu sein. Die Trennung schwebt schier über uns (oder eine vergleichbar existenzielle, bedrohlich wirkende Verlustsituation). Und dann sitzen wir bei der Arbeit und versuchen, uns auf unseren Job zu konzentrieren. Dies wird uns wahrscheinlich nur schwer gelingen.

Immer wieder steigen in uns die gleichen Bilder hoch von der Streitszene am Morgen. Und jedes Mal durchfluten uns Gefühlswallungen von Ärger, Wut, Frustration, Trauer und Hadern, ganz so wie in der Situation am Morgen (oder sogar noch schlimmer). Wir kriegen Hitzewallungen, Kopfschmerzen, kalte (oder heiße) Füße. Uns wird abwechselnd warm und kalt. Vielleicht schüttelt es uns und wir müssen uns schier übergeben und zur Toilette rennen. Wir kriegen einen Nervenzusammenbruch, heulen uns bei unserer lieben Kollegin aus, hauen verzweifelt mit der Faust auf den Tisch oder lassen unsere Schultern sinken und sind nur noch ein Häufchen Elend.

In solche einem Fall bestimmt NICHT die äußere Situation unser momentanes befinden. Das Büro ist angenehm warm geheizt. Der Schreibtisch ist aufgeräumt. Die Kollegen sind nett wie immer. Draußen lacht die Sonne. Im Nachbarbüro wird gescherzt. Der Kaffee schmeckt wie immer - nur uns selbst schmeckt er heute überhaupt gar nicht. Das heißt, sogar unsere Geschmacksnerven sind verändert.

In dolch einer Situation bestimmen tatsächlich unsere INNEREN Bilder unser Befinden. Wir sehen immer wieder die gleichen inneren Bilder vor uns und DIESE inneren Bilder lösen IN UNS körperliche Reaktionen aus.

Dies bedeutet: BEIDE Arten zu sehen haben auf uns einen realen Einfluss!

Und wir können sogar noch einen Schritt weitergehen. Wir könnten behaupten: NUR die INNEREN Bilder haben auf unser körperliches Erleben einen REALEN Einfluss!

Ja - NUR unsere INNEREN Bilder haben auf unser körperliches Erleben einen REALEN Einfluss!

Oder es gilt auch der Umkehrschluss …

Unsere äußeren Bilder haben auf unser körperliches Erleben KEINEN realen Einfluss!

Unsere äußeren Bilder haben nämlich NUR DANN auf unser körperliches Erleben einen realen Einfluss, wenn wir die äußeren Bilder zu unseren inneren Bildern MACHEN und SIE als unsere INNERE WAHRHEIT akzeptieren!

Allein unsere INNEREN BILDER erzeugen unser FÜHLEN!

Gehe ich beispielsweise im Urlaub Wandern durch wunderschöne Natur, so sehe ich mit meinen äußeren Augen diese schöne Naturlandschaft. Und dann nehme ich bereitwillig, freiwillig und gerne DIESE mit meinen äußeren Augen betrachteten Bilder IN MICH auf. Ich sehe sozusagen mit meinen äußeren UND mit meinen inneren Augen DAS GLEICHE!

Dieses SEHEN ist ein KOHÄRENTES Sehen. Ich sehe außen und innen DAS GLEICHE.

Wenn ich auf dieser Wanderung durch wirklich wunderschöne, grandiose, eindrucksvolle, imposante Natur an meine verstorbene Mutter denke, dann werde ich sofort traurig und all die Schönheit der mich umgebenden Natur ist fort. Meine inneren Bilder/Gedanken bestimmen, was ich fühle und wie ich mich fühle.

Nur wenn ich mit meinen Gedanken, mit meiner Aufmerksamkeit, mit meinem Geist im Hier und Jetzt voll bei der Sache bin, nur dann entsprechen meine inneren Bilder den äußeren Bildern und nur dann fühle ich das Jetzt, wo ich jetzt bin!

Noch einmal, weil dieser Satz ganz wichtig ist …

Nur wenn ich mit meinen Gedanken, mit meiner Aufmerksamkeit, mit meinem Geist im Hier und Jetzt voll bei der Sache bin, nur dann entsprechen meine inneren Bilder den äußeren Bildern und nur dann fühle ich das Jetzt, wo ich jetzt bin!

Es gilt: Wohin Du denkst, Energie Du lenkst …!

Ich FÜHLE das, wohin ich denke.
Ich FÜHLE das, was ich gerade INNERLICH sehe.

Machen wir uns DIESE Erkenntnis zu Eigen, so haben wir ein SEHR, SEHR machtvolles Mittel in der Hand, wie wir bewusst steuern können, wie wir uns fühlen wollen.

Es ist hiermit erklärbar, wie Menschen in Arbeitslagern überleben konnten: Sie hatten ihre Aufmerksamkeit bei schönen Dingen. Obgleich ihre Realität schrecklich war, haben sie sich innerlich mit positiver Energie betankt - und somit überlebt.

Die meisten Menschen machen es leider anderes herum: Sie haben eine (im Vergleich zu vor 500 Jahren) sehr komfortable Lebenssituation und denken dennoch ständig an Negatives, an Probleme, Sorgen und Krankheit. Und folglich prägt NICHT das Außen ihr Leben und ihr Befinden, sondern ihre inneren Bilder MACHEN, dass es ihnen schlecht geht (obgleich im Außen alles gut ist).

Wohin Du denkst, Energie Du lenkst …!

Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Realität!
Meine INNEREN Bilder bestimmen mein Fühlen!
Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Stimmung!
Meine INNEREN Bilder bestimmen, wie es mir geht!

Habe ich dies einmal geschnallt, so brauche ich wirklich NIE WIEDER jemand anderen dafür verantwortlich zu machen, wie es MIR geht, denn ich selbst halte jetzt den Zauberstab und den Zauber-Schlüssel für ein besseres, schöneres, lichtvolleres Leben in meinen Händen.

Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Realität!

Und hiermit kann ich nun spielen und experimentieren, ausprobieren und NEUE Erfahrungen sammeln. Meine INNEREN Bilder bestimmen meine Neue Ordnung. Einfach mit Hilfe meiner INNEREN Bilder erschaffe ich JETZT mein Leben NEU. Denn in meinen INNEREN Bildern ist mein neues Leben schon jetzt DA!

Es braucht keine Zeit.
Ich muss auf nichts warten.

Meine Fantasie arbeitet schneller als Lichtgeschwindigkeit.

Meine INNEREN Bilder bestimmen JETZT sofort meine neue Realität, meine innere Neue Ordnung, mein neues Lebensgefühl, mein neues, wundervolles Leben!

Und dies probiere ich JETZT sofort aus …



Sonntag, 3. Februar 2019
Warum fällt uns das „Nein sagen“ so schwer?
Wir alle kennen dieses Phänomen: Wir mögen einfach nicht „Nein“ sagen. Warum? Warum um alles in der Welt ist dies so?

Wir spüren intuitiv, dass wir mit unserem „Nein“ unser Gegenüber verletzen. Wir geben ihm/ihr einen Korb, erteilen ihm/ihr eine Absage, weisen ihn/sie zurück, wirken rücksichtslos und wirken womöglich egoistisch.

Auch beim „Nein“ sagen spielen die beiden Ebenen Ego und Herzensfeld eine Rolle. Wer sagt wem „Nein“?

Entscheidend dafür, ob wir uns trauen „Nein“ zu sagen, ist, welche Reaktionen wir zu erwarten haben. Springt unser Gegenüber womöglich im Dreieck? Oder geht er/sie uns möglicherweise an die Gurgel? Riskieren wir Sanktionen, unangenehme Konsequenzen oder negative Folgen?

Fest steht: Die Liebe können wir nicht verletzen …

Wahre Liebe erlaubt …
Wahre Liebe lässt frei …
Wahre Liebe lässt geschehen …

Wahre Liebe können wir deshalb nicht verletzen, weil sie formlos ist. Und was keine Form hat, kann man nicht pieksen, stechen, würgen, foltern, verletzen oder durchbrechen. Die wahre Liebe und unser Herzensfeld sind ein und dasselbe. Ebenso ist das Herzensfeld unseres Gegenübers wahre Liebe. Wir KÖNNEN also das Herzensfeld unseres Gegenübers NICHT verletzen.

Der einzige Kanditat in diesem Spiel, den wir verletzten KÖNNEN, ist unser Freund Ego. Unser Ego ist Form. Und diese Form können wir sehr wohl anpieksen, durchbohren, erstechen, würgen, foltern, verletzen oder durchbrechen. Wenn wir die Form verletzen, dann geht die Form kaputt. Und wenn die Form, mit der unser Ego sich identifiziert, kaputt geht, dann ist es selbst zerbrochen. Hier gegen setzt sich das Ego zur Wehr (und kämpft und probt einen Aufstand).

Es ist also immer das Ego unseres Gegenübers, das wir verletzen. Ein Herzensfeld KÖNNEN wir NICHT verletzen.

Und verletzt fühlt sich das Ego des anderen deshalb, weil es Erwartungen, Hoffnungen, Wünsche und konkrete Vorstellungen von dem hatte, was jetzt passieren sollte. Wenn wir „Nein“ sagen, dann müsste das Ego des anderen SEINE Vorstellungen loslassen, und dies will es auf gar keinen Fall.

Fast alle Egos identifizieren sich mit ihren Anhaftungen an ihre Vorstellungen!

Der Schmerz für den anderen ist also NICHT unser „Nein“, sondern das Loslassen der eigenen Vorstellungen (und Erwartungen). Meistens kommt es anders als man denkt …

Wir tun uns unsererseits nun so schwer mit dem „Nein“sagen, weil wir den anderen auf der Herzensfeldebene ja durchaus lieben. Wir fühlen uns ihm nahe. Nur was sein Ego sich da ausgedacht hat, das passt einfach nicht zu der Wahrheit unseres Herzensfeldes. Und nun stehen wir vor der Entscheidung: Wer soll in die Röhre gucken: UNSER Herzensfeld oder das Ego des anderen?

Und weil UNSER Herzensfeld Liebe ist und weil Liebe alles erlaubt und KEINEN großen Aufstand macht, deswegen lassen wir lieber unser Herzensfeld in die Röhre gucken als das Rumpelstilzchen-Ego unseres Gegenübers.

Der große Nachteil hieran ist: Unser Gegenüber verpasst damit den für ihn/sie JETZT notwendigen Entwicklungsschritt. Er/sie müsste „etwas“ loslassen. Er/sie müsste alte Ego-Vorstellungen und alte Ego-Muster loslassen. Das wäre jetzt DIE Chance! Doch weil das Ego dann so laut schreit, nehmen wir lieber Rücksicht auf die Schmerzen des Ego und vereitel damit diese geniale Möglichkeit für Entwicklung.

Wir unterliegen einem schweren Irrtum!

Wir favorisieren das Rücksichtnehmen. Auf andere Rücksicht zu nehmen ist für uns super wichtig. Doch auf WEN nehmen wir Rücksicht? - Auf die Befindlichkeiten des Ego! Und Ego-Energien sind zum Großteil Fremdenergien im System eines jeden Menschen. Und jedes „Nein“, das wir geben, wäre für den anderen die Chance, DIESE Fremdenergien jetzt loszulassen und endlich rauszuschmeißen! Im Grunde genommen spiegeln wir mit unserem „Nein“ lediglich das Nein unseres Gegenübers zu seinen eigenen Fremdenergien. Doch wir nehmen lieber Rücksicht und vereiteln und blockieren somit Entwicklung.

Wenn wir als Herzensfeld authentisch und echt sind, dann tut unsere Wahrheit schonmal dem ein oder anderen Ego weh. Das muss so sein, denn nur „Aua macht schlauer.“ Ohne Leidensdruck findet KEINE Entwicklung statt. Und unser Herzensfeld ist Liebe und sorgt für optimale Entwicklungsbedigungen bei unserem Gegenüber, indem es „Nein“ sagt und den Leidensdruck und damit den Entwicklungsdruck gezielt erhöht.

Es geht darum, dass wir als Ego alte Fremdenenergien, die weit über das Verfallsdatum hinaus in uns schwingen, endlich loslassen. Und jedes „Nein“, das wir kassieren, ist die Chance, um bei sich selbst sauber zu machen, aufzuräumen und verstaubte Vorstellungen loszulassen. Ernten wir ein „Nein“, so sagen wir eigentlich selbst zu dem „Nein“, wozu der andere „Nein“ sagt, doch wir selbst wissen dies nicht, weil wir unbewusst sind.

Von Herzensfeld zu Herzensfeld könen wir soviel „Nein“sagen wir wir wollen, das wir KEIN Herzensfeld verletzen. Auf der Ebene des Herzensfeldes fühlen wir Mitgefühl und Wohlwollen gegenüber dem anderen und haben authentisch Verständnis für das „Nein“, das uns entgegengebracht wird. Unser Herz erlaubt und gibt sich hin und alles ist gut. Unser Herzensfeld hat auch keine Vorstellungen. Es nimmt das Leben so, wie es kommt …



Warum müssen wir zweimal „Nein“ oder „Ja“ sagen?
Es genügt NICHT, einfach nur „Nein“ oder „Ja“ zu sagen: Wir müssen immer ZWEIMAL „Nein“ oder „Ja“ sagen. Warum ist dies so?

Wir Menschen sind mehr als „nur EIN Mensch“ - wir sind mehrdimensionale Wesen mit einem Ego und mit einem Herzensfeld. Und bei JEDER Entscheidung müssen unser Ego UND unser Herzensfeld „Nein“ oder „Ja“ sagen. Es macht Sinn, bei jeder Entscheidung zum einen bewusst aus unserem Ego (aus unserem Kopf mit unserem Verstand) zu entscheiden UND DANN auch noch bewusst aus unserem Herzensfeld heraus. Hierdurch entstehen dann die folgenden Entscheidungsmöglichkeiten …

a) Ego sagt „Nein“ und Herz sagt „Nein“ = Ein JA zum NEIN.
b) Ego sagt „Ja“ und Herz sagt „Nein“ = Ein NEIN zum JA.
c) Ego sagt „Nein“ und Herz sagt „Ja“ = Ein NEIN zum JA.
d) Ego sagt „Ja“ und Herz sagt „Ja“ = Ein JA zum JA.

Nur Möglichkeit a) und d) sind erfolgreich getroffene Entscheidungen. Bei Variante b) und c) hebeln wir uns selbst aus, wir blockieren uns selbst und wir kommen einfach nicht in die Pötte.

a) und d) sind kohärente, eindeutige Entscheidungen.
b) und c) sind inkohärente Entscheidungen.

Aus unserem Alltag kennen wir diese andauernden „Hüh-und-Hott-Entscheidungen“ nur allzu gut. Wir können unser Leben jetzt vereinfachen, indem wir ganz bewusst zum einen aus unserem Ego heraus „Nein“ oder „Ja“ sagen und dann zum anderen aus unserem Herzensfeld heraus. Bei NEIN-NEIN ist ebenso alles klar wie bei JA-JA.

Und auch bei NEIN-JA sowie bei JA-NEIN ist alles klar, nämlich NEIN!

DIESE JA-NEIN- und NEIN-JA-Entscheidungen erschaffen und manifestieren Schmerz, Leid, Kummer und Probleme in dieser Welt. Weil wir hin- und hergerissen sind - und weil zerrissen sein verdammt nochmal weh tut! Wir sind innerlich zerrissen, geteilt, halbiert, getrennt. Kopf und Herz streben in entgegen gesetzte Richtungen auseinander. DAS MACHT KRANK!

Wir sollten BEI JEDER Entscheidung ZWEIMAL entscheiden: einmal aus unserem Ego heraus und einmal vom Herzen her. Nur DANN wissen wir, woran wir bei uns sind.

Und wenn sich die beiden NICHT einig sind, dann hat das Ego seine Lektion zu lernen, denn unser Herz weiß es besser. Unser Ego muss seine Vorstellungen loslassen - auch wenn dies weh tut. Denn unser Herz wird seine Wahrheit (die Wahrheit der Liebe) niemals loslassen oder verraten.

NEIN-JA und JA-NEIN sind also „Prüfungen“ für unser Ego, Aufgaben, Herausforderungen, Anreize, Wachstumsimpulse, Entwicklungsschritte. Das, WAS wir da loslassen müssen, sind ALTE FREMD-Energien in unserem System, deren Haltbarkeitsdatum längst abgelaufen ist. Diese Energien (Vorstellungen, Gedanken, Ansichten, Meinungen, Willensbekundungen von unserem Ego) sind ALT UND ABGELAUFEN! Sie gehören auf den Recyclinghof der Transformationsfabrik - JETZT!

Nur bei NEIN-NEIN und bei JA-JA ist alles ok. Hier sind sich Ego und Herzensfeld einig. Beide ziehen an einem Strang in dieselbe Richtung.

Und damit das „an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen“ auch bei den anderen Entscheidungen wieder möglich ist (die momentan noch mit JA-NEIN UND NEIN-JA behaftet sind), muss unser Ego SEINE Erwartungen und Vorstellungen vom Leben loslassen. ERST DANACH können Herzensfeld und Ego auch in diesen Angelegenheiten an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen …



Warum inkarnieren derzeit so viele Seelen?
Kann die eine Seele sich so oft teilen?

Seele, Licht und Liebe sind ein und dasselbe. Wir können die Liebe weder messen noch wiegen noch portionieren. Auch das Licht nicht. Liebe ist da oder weg. Licht ist da oder weg.

Da Liebe nicht teilbar oder vermehrbar ist, ist sie immer im Original existent. Und da Liebe und Seele dasselbe sind, ist das Herzensfeld eines jeden Menschen die Originalliebe (Originalseele).

Für das Erfahrungen machen gibt es Körper (Menschen) mit unterschiedlichen Qualitäten für unterschiedliche Erfahrungen. Kleine Menschen machen z.B. andere Erfahurngen als große. Es fließt dann alles zusammen und in das eine große Bewusstsein ein.

Wir finden überall auf der Welt sowie im Kosmos „Wachstum“. Die Pflanzen und Tiere wachsen. Das Bewusstsein wächst. Krebs ist unkontrolliertes, entartetes Wachstum. Auch die Menschheit scheint unkontrolliert und entartet zu wachsen. Ebenso entwickelt sich der technologische Fortschritt immer schneller immer weiter. Alles ist auf Wachstum aus.

Das ist gut so - solange, bis das Wachstum in die andere Richtung weitergeht. Wir können NICHT unser ganzes Leben lang einatmen, wir müssen auch irgendwann ausatmen. Momentan ist alles auf Wachstum im Sinne von „Vermehrung von Formen“ ausgerichtet. Es werden wachsen mehr Zellen, Körper, Dinge… - und sogar mehr Müll …

Wenn das universale Bewusstsein „fertig eingeatmet hat“, wird es ausatmen und sich entspannen und alles Erschaffene vernichten. Das gab es schon ein paarmal und es tut nur den Dingen weh, den Formen, die dann schrumpfen und vergehen. Und es tut nur denjenigen Egos weh, die sich mit Formen identifizieren. Kein Baum weint über die Blätter, die er fallen lassen muss oder die Äpfel, die auf die Erde plumpsen. Er gibt alles gerne und bereitwillig hin, ohne sich damit zu identifizieren oder anzuhaften.

Diese Aufgabe liegt nun vor uns: Hingabe an das Loslassen der Form.

Alles ist mit allem vergleichbar. Alles spiegelt sich wechselseitig wieder. Wir können die kosmi-schen Abläufe sogar mit einem Orgasmus vergleichen. Momentan steigt die Spannung und Erregung immer weiter an. Ich habe keine Ahnung, wie der kosmische Höhepunkt aussehen wird, aber danach tritt auf jeden Fall Entspannung ein …

Und das wundervolle ist: Im Moment dieses Höhepunktes können wir davon ausgehen, dass „etwas Neues“ gezeugt und geboren werden wird - was, das vermag ich nicht so sagen. Es wird „ein Kind kosmischen Bewusstseins sein“ - was auch immer unter „Kind“ zu verstehen ist. Eine neue Generation wird geboren werden, ein neues Leben, ein neues Bewusstseins-Kind, eine neue Daseins-Dimension, eine neue Existenz-Ebene. Etwas Neues, das aus dem NICHTS, aus dem Feld des reinen Potenzials, aus dem Quantenfeld hervorgeht, das es JETZT noch nicht gibt – lediglich als Möglichkeit, NICHT als Existenz …

Und offensichtlich haben viele Seelen ein Interesse daran, bei diesem „Show-Down“ mit dabei zu sein. Es ist vermutlich wie Weihnachten und Ostern und Sylvester und Geburtstag und Geburt und Tod alles auf einen Schlag.

Lang wird es nicht mehr dauern …

Das spüren wir wohl alle irgendwie …



Wann ist ein „Ja“ ein JA und ein „Nein“ ein NEIN?
Wie bei allem in der Welt kommt es beim Ja und beim Nein sagen auf die Sichtweise, den Blickwinkel, den Standpunkt drauf an.

Nein manifestiert.
Nein blockiert.
Nein staut den freien Fluss der Lebensenergie.
Nein „versteinert“

Es kommt hierbei NICHT auf das ausgesproche „Nein“ oder „Ja“ an der Oberfläche an, sondern auf die Tiefendimension (wir schauen uns das gleich noch etwas genauer an).

Wenn wir „Nein“ sagen, dann sagen wir eigentlich immer „Nein“ gegenüber „etwas“ im Außen (weil wir ja ohnehin außenfixiert sind/leben). Wir sagen beispielsweise „Nein“ zu einer Bitte und „Ja“ zu dem, was wir gerade selbst vorhaben.

Es kann aber auch sein, dass wir zu unserem Gegenüber „Ja“ sagen und „Nein“ zu uns selbst. Dann verraten wir womöglich unser Herzensfeld, um dem anderen einen Gefallen zu tun. Ist dies sinnvoll? - Nein, denn die Energie von Nein schwingt dann in unserem System.

Nur ein klares, kohärentes, authentisches Ja lässt die Lebensenergie frei fließen …

Ein Beispiel von Max und Mia: Mia bittet Max: „Max, magst Du bitte einmal den Kompost nach draußen bringen.“

Jetzt kann Max „Nein“ oder „Ja“ zu Mia sagen.
Oder er kann „Nein“ oder „Ja“ zu SICH sagen.

Vielleicht Max hat überhaupt kein Bock, Mia einen Gefallen zu tun. Oder aber, Max fühlt sich geschmeichelt, dass er gefragt wird, und hilft gerne. Oder aber Max hat das Gefühl, dass er Mia einen Gefallen schuldig ist. Oder Max hat gerade etwas Kreatives, Schöpferisches am Start, womit er weitermachen möchte.

Ja und Nein können wir also in verschiedenen Dimensionen betrachten.

Max sagt Nein zu Mia.
Max sagt ja zu Mia.
Max sagt Nein zu sich.
Max sagt Ja zu sich.

Doch dies ist nicht alles. Wir müssen die Ebene Ego und Herzensfeld noch mit dazu nehmen …

Max sagt Nein zu Mia mit ihrem Ego-Willen.
Max sagt Nein zu Mia in ihrem Herzen.
Max sagt ja zu Mia mit ihrem Ego-Willen.
Max sagt ja zu Mia in ihrem Herzen.
Max sagt Nein zu sich mit seinem Ego-Willen.
Max sagt Nein zu sich in seinem Herzen.
Max sagt Ja zu sich mit seinem Ego-Willen.
Max sagt Ja zu sich in seinem Herzen.

Wenn Max und Mia beide gerade im Herzensfeld präsent wären, dann würde Mia Max nur dann fragen/bitten, wenn es auch tatsächlich Max Herzenswunsch wäre.

Wenn Mia in ihrem Herzensfeld wäre, würde sie merken, dass es NICHT Max Herzensfeld entspricht, folglich würde sie Max gar NICHT erst fragen. All dies läuft telepathisch-mental-nonverbal-feinstofflich-energetisch ab.

Allenfalls Mias Ego würde Max mutwillig aus seinem Herzensfeld herausreißen. Und DANN müsste Max entscheiden, ob er Mias Ego-Wunsch/Vorstellung bedienen möchte oder ob er zu seinem Herzensfeld Ja sagt. Sagt Max zu seinem Herzensfeld Ja, dann wirkt dieses Ja auf Mia wie ein Nein - es ist aber ein Ja, das Max sich selbst gibt.

Gutes oder schlechtes Gewissen

Hierbei ist dann noch die Frage zu klären, ob Max sich sein Ja mit schlechtem oder mit gutem Gewissen gibt, also ob sein eigenes Ego sein Ja erlaubt oder verbietet. Wir haben also …

Max sagt Nein zu Mia mit ihrem Ego-Willen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Nein zu Mia mit ihrem Ego-Willen mit einem guten Gewissen.
Max sagt Nein zu Mia in ihrem Herzen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Nein zu Mia in ihrem Herzen mit einem guten Gewissen.
Max sagt Ja zu Mia mit ihrem Ego-Willen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Ja zu Mia mit ihrem Ego-Willen mit einem guten Gewissen.
Max sagt Ja zu Mia in ihrem Herzen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Ja zu Mia in ihrem Herzen mit einem guten Gewissen.
Max sagt Nein zu sich mit seinem Ego-Willen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Nein zu sich mit seinem Ego-Willen mit einem guten Gewissen.
Max sagt Nein zu sich in seinem Herzen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Nein zu sich in seinem Herzen mit einem guten Gewissen.
Max sagt Ja zu sich mit seinem Ego-Willen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Ja zu sich mit seinem Ego-Willen mit einem guten Gewissen.
Max sagt Ja zu sich in seinem Herzen mit einem schlechten Gewissen.
Max sagt Ja zu sich in seinem Herzen mit einem guten Gewissen.

Ein Ja mit einem schlechten Gewissen ist dabei in Wirklichkeit ein Nein.
Ein Nein mit einem guten Gewissen ist und bleibt ein Nein.
Ein Nein mit einem schlechten Gewissen ist erstaunlicherweise ein Ja.
Ein Ja mit einem guten Gewissen ist natürlich ein klares Ja.

Ein Ausflug in die Mathematik

Wir kennen dieses Phänomen aus der Mathematik:

Plus mal Minus = Minus
Minus mal Plus = Minus
Minus mal Minus = Plus
Plus mal Plus = Plus

Unterm Strich bedeutet dies a) wir brauchen nicht dem Gegenüber (dem Außen) „Nein“ zu sagen. Es genügt, wenn wir uns selbst „Ja“ sagen. Und wenn wir uns selbst „Ja“ sagen, dann kommt es b) darauf an, ob wir uns mit gutem Gewissen JA sagen können. Nur, wenn wir das Ja, das wir sagen, auch tatsächlich mit gutem Gewissen sagen können, nur dann ist es ein wahres JA.

Mit „Doppel-Nein“ Ja sagen

Können wir KEIN wahres Ja sagen, dann ist es besser, sich das Nein einzugestehen. Dabei grenzt es an Zauberei, was dann passiert: Wenn wir uns nämlich zu dem Nein tatsächlich bekennen (weil wir ja kein klares JA sagen KÖNNEN), innerlich aber spüren, wie wir zu diesem „Nein“ NEIN sagen - DANN ist es ein JA - und dieses Mal sogar ein echtes, kohärentes, klares JA, indem wir echt, authentisch und klar ZWEIMAL „Nein“ gesagt haben.

Auf diese Weise können wir „Ja“ sagen OHNE JA zu sagen. Wir können auch mit „Nein sagen“ „Ja sagen“ …

In unserem Alltag werden wir jedoch feststellen, dass wir schmerzhafte, leidvolle und unglückliche Alltagssituationen (die wir schon gewöhnt sind), NICHT mit einem Dop-pel-Nein belegen KÖNNEN. Sondern wir sagen innerlich „Ja“ zum „Nein“. Wir sagen beispeilsweise unbewusst „Ja“ dazu, dass unser Leben so schwer ist und dass wir uns als Opfer fühlen. Wir sagen: „Nein, ich will mich nicht als Opfer fühlen.“

Und was geschieht: NICHTS! Es ändert sich nichts!

Das Universum bildet „nicht“ nicht ab

Weil das Universum „nicht“ nicht abbildet versteht es …

„Nein, ich will mich als Opfer fühlen.“

Dies ist eine inkohärente Botschaft. Minus mal Plus gleich Minus.

Wenn wir sagen würden: „Ja, ich will mich als Opfer fühlen.“ Dann ist dies eine kohärente (in sich stimmige) Botschaft.

Mit der Formulierung „nicht“ kommen wie da auf keinen grünen Zweig. Die verwirrt nur und blockiert die Lebensenergie, weil sie für inkohärente, widersprüchliche Botschaften sorgt.

Eine klare Botschaft ist …
„Ja, ich will mich selbstbestimmt fühlen.“
Und: „Nein, ich lehne das Opfer-Sein ab.“

„Ja“ zur Selbstbestimmung.
„Nein“ zum Opfer-Sein.

Ja + Negativ-Formulierung = negativ
Nein + Positiv-Formulierung = negativ
Nein + Negativ-Formulierung = positiv
Ja + Positiv-Formulierung = positiv

Und das Wort „nicht“ wird vom Universum bei allem, was wir uns wünschen, geflissentlich überhört …!



Björn Geitmann
Buchautor „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
www.datgeitman.de/lichtschule
Schleswig, den 02.02.2019



Samstag, 2. Februar 2019
Müssen wir „immer auf Empfang sein“?
Dies ist ein sehr spannendes Thema, das, wenn man es auf unterschiedlichen Ebenen beleuchtet, zu sehr vielschichtigen Erkenntnissen führt …

Ebene 1 – Immer auf Empfang

Wir sind ständig auf Empfang. Wir sind immer erreichbar.

Worin besteht der Haken?

Wir sind ständig auf Empfang und wir sind immer erreichbar … - für die anderen, für das Außen.

Indem wir ständig auf Empfang und für die anderen immer erreichbar sind, haben wir uns ein Leben eingerichtet, in dem wir andauernd VON AUSSEN Signale, Worte, Sätze, Botschaften und Mitteilungen erhalten. DIES führt dazu, dass wir unsere eigene innere Stimme (Intuition, Bauchgefühl) in grandioser Art und Weise überhören.

Was würde geschehen, wenn wir in der gleichen Art und Weise, wie wir momentan mit unserem Handy für andere Menschen erreichbar sind, OHNE Handy für unsere eigene innere Stimme (für unsere eigene Intuition) offen und erreichbar wären? - Dann würden wir endlich wieder zu uns selbst finden und uns von unserem Herzensfeld vertrauensvoll führen, lenken und leiten lassen.

Derzeit ist es so, dass die vielen, vielen Nachrichten (die wir erhalten) uns beeinflussen. Wir lassen uns von IHNEN führen, lenken und leiten …

In grotesker Weise „brauchen“ wir unser Handy, um unsere Intuition weiterhin wirkungsvoll unterdrücken zu KÖNNEN. Hätten wir KEINE Handy, wären wir vermutlich alle schon längst erleuchtet (ohne viel dafür tun zu müssen) …

Ebene 2 – Das Außen will was von mir

Wir haben unser Handy ON und warten schier andauernd darauf, dass jemand anruft, dass jemand eine Nachricht schreibt und dass sich jemand bei uns meldet. Unser Handy ist auf Empfang, weil wir glauben, dass JEMAND ETWAS von uns will.

Kennen wir dieses Gefühl von irgendwo her? - Ja, richtig! Unsere eigenen Eltern wollten ständig und immerzu irgendetwas von uns. Kaum waren wir aus der Schule nach Hause gekommen, da kam schon die Frage: „Wie war es denn heute in der Schule? Erzähl doch mal!“ Unsere Eltern haben uns eigentlich NIE in Ruhe gelassen oder (Frei)RAUM gegeben. Und jetzt haben wir dieses „fremdbestimmt sein“ pervertiert und zu unserer Überlebensstrategie erklärt.

Weil wir als Kinder keine Chance hatte, einmal ganz in Ruhe sein zu können, haben wir unbewusst einen Abwehrmechanismus installiert. Und der lautete: „Ich will ja auch gar nicht meine Ruhe haben. Ich will ja auch gar nichts alleine tun. Ich will mich ja auch germe ständig nach den Bedürfnissen der anderen richten. Ich will gar keinen Freiraum und brauche ihn auch überhaupt nicht.“

Unsere Handys setzen unsere aus unserer Kindheit stammende „keine-Zeit-für-mich-Erfahrung“ fort. Wir haben uns so daran gewöhnt, dass KEINE Zeit für sich selbst haben NORMAL ist, dass wir schier verzweifeln, wenn wir doch einmal Zeit für uns haben (wenn sich mehr als eine Stunde mal niemand bei mir auf dem Handy gemeldet hat). Dann freue ich mich nicht, dass ich Zeit mit MIR habe, sondern ich bekomme Panik, dass keiner mehr etwas mit mir zu tun haben will. Mit freier Zeit sind wir nicht glücklich, sondern plan- und orientierungslos, also unglücklich …

Ebene 3 – Nach unten schauen

Schauen wir auf unser Handy, so blicken wir nach unten. Wir haben es verlernt, nach oben zu sehen und zum Himmel aufzuschauen. Wir „stehen“ eben NICHT mehr „über den Dingen“, sondern lassen uns von der Welt und ihren Reizen verschlucken.

„Führe uns nicht in Versuchung“ - heißt es so schön. Ist ein Handy nun auch eine dieser Versuchungen oder ist es überlebenswichtiges Requisit in unserem modernen Alltag?

Wer mit dem Handy durch die Straßen und durch’s Leben läuft, bekommt von allem Drumherum nicht mehr viel mit. Dies ist im Straßenverkehr durchaus ein Problem. Doch ist die Entwicklung tatsächlich so schlimm? Immerhin gelingt es uns, den Fokus vom Außen abzuziehen und uns vollkommen auf uns zu fokussieren. Nur, dass dieses „auf uns fokussieren“ eben NICHT auf uns selbst ist, hin zu unserer inneren Stimme, sondern zu unserem Handy.

Aber grundsätzlich können wir erkennen: ES GEHT. Es funktioniert. Der Mensch ist in der Lage, den Versuchungen des Außen (des Drumherum) zu widerstehen - weil er das Außen vor lauter Handy gar nicht mehr wahrnimmt.

Da das Handy selbst ebenfalls ein solches Außen ist, wäre der nächste Schritt, die eigene Intuition als das eigene „innere Handy“ zu verstehen. DANN würde die ganze Sache tatsächlich einen Sinn machen.

Ebene 4 - Fernsehen

Handys sind ebenso wie Fernseher und Flachbildschirme, Computer und Laptops „Seelenabsauger“. In den Geschichten von Harry Potter waren es die Dementoren. In unserem „realen“ Leben sind es unsere modernen Medien.

Sie saugen unsere Seele ab.
Sie machen uns weg.
Sie lassen uns lebendig tot sein.
Sie verhindern Originalgefühle.
Sie vernichten Live-Erlebnisse.
Sie töten lebendiges Leben.

Warum ist dies so wichtig? - Es ist wichtig, um uns auch in Zeiten der Transformation noch weiter im Vergessen zu halten, obgleich die universale Bewusstseins-Energie schon um ein Vielfaches höher ist als noch vor 500 Jahren. Wir wären ALLE schon längst wieder bewusst, wenn wir nicht Techniken und „Spiele“ und Geräte entwickelt hätten, die uns im Unbewussten festhalten.

Dabei machen wir immer mehr Erfahrungen aus zweiter Hand. Wir machen immer mehr virtuelle Erfahrungen. Und diese virtuellen Welten sind möglicherweise schon eine sinnvolle und gute Vorbereitung auf ein „Leben ohne feststofflichen Körper“. Denn in unseren virtuellen Handy-Welten und PC-Spielen eifern wir mit, fiebern wir mit, sind voll und ganz bei der Sache, obgleich das virtuelle Erleben überhaupt gar nichts mit der augenblicklichen real-weltlichen Situation zu tun hat.

Wir lernen also (ohne dass wir dies bewusst lernen würden), uns in Jenseits-Welten „zu fühlen“, wahrzunehmen und Energetisches zu erleben. Es sind Trancezustände ähnlich einer Meditation, nur eben technisch von außen induziert.

Eine besonders magnetisierende Wirkung scheinen hierbei Stoffe und Elemente wie „die Metalle der seltenen Erden“ (spezielle Metalle und Legierungen) zu haben. Sie fesseln unseren Geist. Sie bündeln unsere Aufmerksamkeit und lenken unseren Fokus auf sich. Sie unterbrechen unseren Kontakt mit unserer Intuition.

Oder führen sie uns zurück zu einer ganz anderen „Form“ von Intuition …?

Ebene 5 – Mehr oder weniger Identifikation

Dank unserer Handys und Computertechnilogie leben wir bereits großenteils ein virtuelles Leben jenseits des real-weltlichen Lebens, so als ob wir die Dimension bereits gewechselt hätten. Der Unterschied ist nur, dass wir weiterhin unbewusst in dieser neuen Dimension leben. Die momentane Entwicklung führt uns zwar immer weiter hinein in die virtuellen Energiewelten, doch unser fehlendes Bewusstsein führt zu einer immer stärkeren Trennung von unserem Liebe-Sein sowie von unserer Herzensfeld-Intuition und zu einem sich noch immer weiter manifestierenden Vergessen.

Dies führt letztendlich dazu, dass wir beginnen, uns mit den Energiewelten zu identifizieren. Es entstehen also neue Identifikationen wie: Ich bin mein Handy der Marky XY (neueste Version). Ich bin der größte Flachbildschirm. Ich bin das schnellste Internet. Und wenn mein Handy kaputt ist, dann fühlt es sich so an, als sei ICH kaputt. Und ICH habe tatsächlich Schmerzen, wenn alle meine Bilder/Fotos, Kontakte und Nachrichten gelöscht oder verloren sind. Dies ist der Weg unseres unbewussten Ego.

Ein bewusstes Eintauchen in die Dimensionen der Energiewelten würde mit dem Erkennen einhergehen, dass sich Identifikation immer weiter auflöst. Das NICHTS ist nichts. Das Quantenfeld ist feinstofflich. Reines Bewusstsein ist formlos. Das Feld des universalen Potenzials ist ein Feld unendlicher NICHT manifestierter (also NICHT benennbarer) Möglichkeiten. In diesem NICHTS gibt es NICHTS, womit wir uns identifizieren könnten. DIES anzunehmen und sich diesem formlosen NICHTS hinzugeben ist möglicherweise ein Weg spiritueller, geistiger Bewusstwerdung.

Ebene 6 - Spiegel

Was können wir noch erkennen, wenn wir uns unser Sein von unserem Handy spiegeln lassen?

Wir können erkennen, dass wir sehr weit vernetzt sind. Jeder von uns hat über sein Handy sowie über die sozialen Plattformen im Internet x-hundert Kontakte und Follower und Freunde. Jeder weiß alles Mögliche von x-beliebig vielen Menschen.

Dieses globale „vernetzt sein“ hat jeden einzelnen privaten Menschen erreicht. Es ist NICHT mehr einer „höheren Schicht“ vorbehalten, Zugang zu geistigem Wissen und wichtigen Informationen zu haben. Heute hat JEDER Zugang zu allem. Diese Gleichberechtigung ist unabhängig von kultureller, religiöser, nationaler, geschlechtlicher oder sonst einer Zugehörigkeit. Sie ist altersübergreifend und kennt keine Grenzen.

Im Grunde erkennen wir hierdurch, dass wir irgendwie tatsächlich ALLE GLEICH und ebenbürtig sind.

Ebene 7 - Mobbing

Diese Gleichmacherei stinkt nun allerdings unserem Ego bis zum Himmel, deswegen benutzt unser Ego das Handy sowie auch die sozialen Netzwerke, um SEINE Ziele zu verfolgen und SEINEN Schmerzkörper zu nähren. Und wie könnte dies besser funktionieren, als sich selbst zu erhöhen, indem man den anderen erniedrigt.

Die Gleichheit und Gleichberechtigung, die im Grunde unser „gleich sein“ auf Herzensfeldebene wiederspiegelt, wird also von unserem Ego sofort wieder umgedreht, ins Gegenteil verkehrt, missbraucht, ins Negative verrückt und auf den Kopf gestellt. Wir könnten uns alle lieben, doch das Ego will lieber alle hassen und sich gegenseitig fertig machen.

Auf diese Weise spiegelt sogar unser Handy uns unsere Herzensfeldebene der Gleichberechtigung, der Liebe und der Vernetzung sowie auch, wie unser Ego mit dieser genialen Möglichkeit gegenpolig umgeht und Schönes zunichte macht und Schmerz erschafft.

Ebene 8 - Datenschutz ad absurdum

Auf der Herzensfeldebene wird der Datenschutz immer absurder, denn wir sind ohnehin ALLE EINS. Wenn die gesamte Menschheit im Grunde EIN göttlicher Körper ist, wieso ist es dann wichtig, dass die Daten von meinem kleinen Zeh vor meiner Nase geheim gehalten werden? Wieso darf meine Nase NICHTS von und über meinen kleinen Zeh wissen? Immerhin bewegt doch ER den Körper voran, an dem die Nase dran hängt.

Des Weiteren hat sich der Datenschutz ohnehin demnächst (wenn nicht jetzt schon) erledigt, denn es gibt immer mehr Menschen, die über mediale Fähigkeiten, über die Fähigkeiten von Geistheilern sowie über Sichtigkeit und Hellsichtigkeit verfügen, und die WISSEN sogar vieles, was der andere von sich selbst nicht weiß. Telepathie, Mentalkommunikation, Gedankenlesen, energetische Kommunikation werden in kürzester Zeit unsere Worte auf den zweite Platz verweisen.

Es ist doch SCHON JETZT so, dass uns (wenn wir einmal ehrlich sind) KEINER mehr etwas vormachen kann. Wenn wir Max Meier oder Mellanie Mustermann fragen: „Na, wie geht es Dir heute?“ und die antworten: „Prächtig, es könnte nicht besser sein!“, dann sagt uns doch schon jetzt unser Bauchgefühl, ob wir diesen Worten trauen und Glauben schenken können oder nicht. Und dieses „der eigenen Intuition mehr vertrauen als den Worten meines Gegenübers“, das wird immer mehr werden.

Unser Ego besteht natürlich auf den Datenschutz. Und hier können wir schon wieder sehr schön erkennen, welcher Mensch noch sehr viel Ego ist und wer schon im Herzensfeld angekommen ist. Denn den Menschen, die bereits im Herzensfeld angekommen sind, die haben a) nichts zu verbergen und wollen b) nichts geheim halten. Wozu auch? Es können c) gerne alle alles wissen und davon lernen.

Doch die Egos erfinden weiterhin eine Geheimhaltungsstufe nach der anderen und perfektionieren die Trennung und das sich Separieren und Individualisieren auf immer skurrilrere Art und Weise. Als Herzensfeld-Menschen können wir sie lassen. Irgendwann werden auch sie erkennen. Der Weg ins Bewusstseins-Bewusstsein (in die Bewusstheit) führt DURCH den Schmerz und … - „Aua macht schlauer …!“

Fazit

Die modernen Medien, Handy, Flachbildschirme, Computer und was es sonst noch so alles gibt, forcieren die Schere zwischen Egos und Herzensfeld-Menschen. Viele Menschen identifizieren sich unbewusst mit all den Dingen, die kein Mensch braucht. Manche benutzen diese technischen Errungenschaften dosiert und bewusst. Wenige verzichten gänzlich auf sie und hören lieber auf die eigenen, innere Stimme.

Wie navigiere ICH durchs Leben …?

Zum Abschluss noch das Beispiel von Susanne. Sie war mit ihrer Familie unterwegs, kam vom Land und befand sich auf dem Weg zu einem Familienfest in der Großstadt. „Wie gut, dass es Navis gibt. Ohne Navi würde ich den Weg niemals finden“, dachte Susanne.

Sie hatte sich die grobe Route vorher einmal im Computer angeschaut und wusste ungefähr den Stadtteil. Die genaue Adresse gab sie ins Navi ein. Ihre Familie stieg ins Auto und sie fuhren mehr als eine Stunde über die Autobahn, bevor sie die richtige Ausfahrt erreichten. An der nächsten roten Ampel schaltete Susanne das Navi ein. Die Zieladresse hatte sie ja zuvor bereits einprogrammiert.

Artig führte und lenke das Navi sie die großen Einfallstraßen entlang. Hier kannte sich Susanne auch ohne Navi noch gut aus. Aber es war ein beruhigendes Gefühl, dass das Navi sie führte.

DOCH: Wieso nur blinkt die Akkuanzeige so doof?

Susanne rüttelte am Zigarrettenanzünder. Nichts passierte. Susanne bekam Stress. Und dann, kurz vor der nächsten Abzweigung, schaltete sich das Gerät plötzlich ab. „So ein Mist“, fluchte Susanne. „Jetzt, wo ich es brauche, funktioniert es nicht mehr.“

„Ich glaube hier war es. Hier muss ich abbiegen …“

Völlig gestresst und sichtlich genervt schaltete Susanne das Navi nach der Abzweigung wieder ein. „3,5 km bis zum nächsten Abbiegen.“ Schnell schaltete sie das Navi wieder aus und fuhr erstmal weiter …

Nach 3 km schaltete Susanne das Navi wieder ein. 300m. Und schwupp, schaltete es sich selbst wieder aus …

„Verflucht …“

Nun ließ sich das Navi NICHT wieder einschalten. „Klar, jetzt, wo ich es bräuchte, funktioniert es nicht. Super.“

„Dann fahr doch nach Deiner Intuition, Mama“, blinzelte da ihre achtjährige Tochter von der Seite an. „Du schaffst das bestimmt auch so …“

Susanne guckte verdutzt.

„Ich glaube, da vorne müsstest Du gleich rechts abbiegen“, klang wieder die Kinderstimme vom Beifahrersitz.

„Ja, das habe ich auch gerade gedacht“, nuschelte Susanne.

Sie tastete sich vor …

„Hier müsste es irgendwo sein. Wie hieß die Straße noch …?“

Und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, tauchte mit einem Mal vor ihnen das Schild mit dem richtigen Straßennamen auf …

Susanne reflektierte dieses Erlebnis in ihrer Meditation am nächsten Tag. Und sie erschrak. Das Navi hatte IHR ETWAS gespiegelt. Sie selbst hatte sich Zeit ihres Lebens immer vom Außen führen, lenken und leiten lassen. Sie war stets abhängig von den Kommentaren und Ratschlägen der anderen gewesen. Und wenn das Außen sie nicht führte, fühlte sie sich hilflos und aufgeschmissen.

Es war ein wunderbar befreiendes Erlebnis, die Erfahrung zu machen, aus eigener Intuition heraus den richtigen Weg durchs Leben zu finden und das Ziel sicher zu erreichen.

Und Susanne beschloss: „So will ich das nun immer machen. Ich lasse Navis ganz gleich welcher Art (ob Menschen oder Geräte) weg und horche, was mir meine innere Stimme zuflüstert …“

Seitdem hat sich Susannes Lebensqualität deutlich verbessert. Zwar klappt nicht immer alles auf Anhieb einhundert prozentig, doch Susanne fühlt sich einfach befriedigter, erfüllter und lebendiger, weil sie viel mehr mit sich selbst in Kontakt ist und sich selbst aus ihrem Herzensfeld heraus führt und lenkt und leitet, ganz gleich was sie tut …



Björn Geitmann
Buchautor „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
www.datgeitman.de/lichtschule