Sonntag, 12. Januar 2020
Sich über den Schmerz erheben …
Die meisten Menschen identifizieren sich mit ihren Schmerzen und Problemen, Sorgen und Nöten, Ängsten und Leiden. Wir sagen dann: „Es sind MEINE Schmerzen“ oder „ICH HABE Schmerzen.“ Wir BESITZEN unsere Schmerzen ebenso wie wir auch Geld, Dinge, ein Haus oder ein Auto besitzen und unser EIGEN nennen. UNSERE Schmerzen GEHÖREN zu uns. Sie sind unser „Hab und Gut“. Es sind UNSERE Schmerzen und niemand darf sie uns wegnehmen.

Irrigerweise WOLLEN wir natürlich dennoch unsere Schmerzen so schnell wie möglich loswerden. Dies ist paradox. Wir identifizieren uns mit UNSEREN Schmerzen und wir wollen sie gleichzeitig NICHT haben. Und warum werden wir unsere Schmerzen NICHT los? - Weil da OHNE diese Schmerzen dann ein großes Loch, eine gähnende Leere wäre. Uns würde „etwas“ Fehlen. Uns würde etwas Gewohntes fehlen, etwas, das wir sehr gut kennen und das uns lange Zeit begleitet hat(te).

Oftmals begleiten uns Schmerzen seit unserer Kindheit - meistens zunächst als seelisches Leid. Erst im Laufe unseres Lebens manifestiert sich dieses seelische Lied dann in körperlichen Symptomen, sodass wir es auch tatsächlich sehen, berühren und anfassen (oder stellvertretend operieren) können.

Warum gibt es nun überhaupt Schmerz?
Weshalb gibt es Schmerz in/auf dieser Welt?
Was soll das? Und wer hat sich diesen „Blödsinn“ ausgedacht?

Im Himmel gibt es keinen Schmerz.
Im Paradies ist alles schön, herrlich und vollkommen.
Unsere Seelen leiden im Himmel keinerlei Schmerzen, Sorgen oder Nöte.
Hat Gott Schmerzen? Nein, natürlich nicht.

INKARNATION IST SCHMERZ.

Inkarnation in einen Körper IST Schmerz. Die feinstofflich-formlose Seele ist ein Energiefeld reiner, freier, göttlicher Liebe (ist ein Aspekt von Gott), und wenn sie auf Erden in einen Körper inkarniert, so wird sie in eingesperrt. Sie wird in diesem Körper gefangen gehalten und ist begrenzt. Dies MUSS Schmerzen verursachen. Hier entsteht also Schmerz durch Inkarnation des Formlosen in eine Form. Und dies SOLL und muss auch so sein …

Denn die Seelen KENNEN KEINEN SCHMERZ …

Schmerzen KÖNNEN wir NUR mit einem Körper erleben.
Schmerzen KÖNNEN wir NUR auf der Ebene von FORM erfahren.
Das Formlose KANN NIEMALS Schmerzen erfahren/fühlen/leiden.
Das Formlose ist NICHTS. Und NICHTS kann nicht Schmerzen leiden, weil Nichts nichts ist.

Die Schöpfung brauchzt(e) also ETWAS, das Schmerzen leiden KANN. Und dieses ETWAS ist beispielsweise ein Körper. Auch ein Stein ist ein Gegenstand, doch ein Stein denkt nicht und hat keine Nervenzellen. Hier unterscheiden sich Menschen und Steine. Tiere und Pflanzen fühlen auch Schmerz und Leid, jedoch nicht so bewusst wie wir Menschen und in einer anderen, subtileren Qualität.

Es können also NUR FORMEN, die denken, Schmerzen bewusst fühlen/wahrnehmen.

Und UM Schmerzen erfahren, fühlen und wahrnehmen zu KÖNNEN, MUSS die Seele in eine Form, die Nervenzellen hat und Gedanken denken und Gefühle fühlen KANN, inkarnieren. Und dies ist beispielsweise der Mensch.

Und warum?
Warum ist dies wichtig und sinnvoll?

Weil die Seele sich auf diese Weise weiterentwickeln kann. Wenn im Paradies/im Himmel nur immer alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist, so findet KEINE Entwicklung statt.

NOT macht erfinderisch.
AUA macht schlauer.
Aus FEHLERN lernt man.
Probieren geht über studieren.

Und der Seele ging es darum, Entwicklung zu erfahren. Hierfür musste die eigentlich „heile, fertige Seele“ ihr Heilsein und ihr Fertigsein „vergessen“, um sich selbst auf dem Weg ihrer Entwicklung zu erfahren. Dies macht Spaß. Dies ist Freude. Und wir kennen dies auch schon, zum Beispiel von Computerspielen. Unser Spaß/unsere Freude ist es, die verschiedenen Levels zu schaffen und somit unseren Fortschritt (unsere Entwicklung) zu erleben/zu erfahren. Haben wir ALLE Levels geschafft, so sind wir fertig. Doch dieses Fertigsein ist nicht besonders erfüllend. Der Weg dorthin war erfüllen. Deshalb kaufen wir uns ein neues Computerspiel und spielen die nächste CD mit den nächsten Herausforderungen. Und ganz genau so inkarniert die Seele in immer neue Zeitalter und Gott spielt immer neue „Computerspiele“, die wir dann LEBEN nennen.

Und wohin soll die Reise gehen?
Wohin soll uns all dies letztendlich führen?
Was ist das Ziel dieser Entwicklung oder dieser „Spiele“?

Ein Zwischenziel/eine Zwischenetappe ist die Bewusstwerdung. Solange die Seele feinstofflich-formloses NICHTS ist, kann sie sich NICHT ihrer selbst bewusst werden. Wie sollte sich das NICHTS selbst erkennen können, wenn es doch NICHTS IST?

Es musste also zunächst einmal ETWAS erschaffen werden, damit es überhaupt ETWAS gibt, das erkennen KANN. Und dieses ETWAS ist die Welt/der Kosmos der Formen. Und innerhalb dieses Kosmos der Formen hat sich dann über Jahrmillionen die Spezies Mensch heraus gebildet, die nun alle Voraussetzungen für eine Bewusstwerdung erfüllt.

Der Mensch hat (seit Adam und Eva) ein Selbstbewusstsein. Indem Adam und Eva vom Apfel vom Baum der Erkenntnis abgebissen haben, hatten sie Erkenntnis über ihr Dasein erlangt. Natürlich ist dies eine Metapher. Jedes Baby ist im Mutterleib noch im Paradies und erkennt sich NICHT. Und auch das Neugeborene weiß noch nichts von seiner Existenz. Der Prozess der Selbsterkenntnis bzw. das „vom Apfel abbeißen“ dauert also ungefähr von unserer Geburt bis zum sechsten Lebensjahr. Während dieser Zeit bildet sich unser Ego aus.

HIER kommt nun also im Zusammenhang mit Schmerz auch unser liebes Ego mit ins Spiel. Denn es ist unser EGO, das a) Schmerz empfindet und b) das Leben persönlich nimmt und c) alles auf sich bezieht. Tiere und Pflanzen fühlen/spüren auch Schmerzen, doch sie nehmen sie NICHT persönlich. Sie hadern nicht mit ihnen und sie ärgern sich nicht über sie. Sie wollen es NICHT ANDERS haben, denn sie leben ihr Leben voll Hingabe ans Jetzt.

Wir Menschen haben mit unserem Ego jedoch auch unseren Freien Willen erhalten, der es uns ermöglicht, alles, was wir erleben/wahrnehmen/erfahren, zu bewerten und zu beurteilen. Und dann können wir auswählen und NEIN oder JA sagen, was wir ablehnen und was wir haben wollen. Und Schmerzen lehnen die meisten Menschen ab.

Jedoch NICHT ALLE !!!

In Indien gibt es Menschen, die ihren Körper über die Straße rollen. Es ist eine Form von Meditation: Schmerz-Meditation. Und auch ein Bergsteiger, der den Gipfel bezwingen will, nimmt Mühsal, Anstrengungen und Schmerzen bereitwillig in Kauf. Die Schmerzen sind seine Herausforderung. Ebenso stellen sich Extrem- und Leistungssportler, Freeclimber, Akrobaten, Künstler, Rennfahrer und all diejenigen Menschen, die ihren Körper für extreme Leistungen trainieren, bereitwillig dem Schmerz. Und sogar beim Sex erzielen einige Menschen aus Schmerz einen Lustgewinn, der sie anspornt, motiviert und zusätzlich stimuliert. Schmerz ist also nicht per se negativ geprägt, sondern manchmal auch mit positiver, motivierender - ja euphorisierender - Wirkung.

Und sogar unser ganz normales Alltagsleben ist voll von Schmerz, den wir erfüllend finden. Wir brauchen uns lediglich unsere Berufswelt anzuschauen. Da ist der Null-Acht-Fünfzehn-Job doch eher langweilig. Viel interessanter, spannender und abwechslungsreicher sind Jobs, die uns persönliche Herausforderungen bieten. Wenn Probleme gelöst und Lösungen gefunden werden müssen, dann sind wir geistig und mit unserer Kreativität gefordert. Ob in Forschung oder Wissenschaft, in einem Museum, bei einem Eventausstatter, im Alltag eines Handwerkers oder auf einer Baustelle - überall müssen individuelle Lösungen gefunden werden. Und manchmal raufen wir uns die Haare und die Probleme bereiten uns Schmerzen - doch wenn wir die Lösung dann gefunden haben, fühlen wir uns erfüllt, stolz und sich ganz begeistert. Und wir bekommen Anerkennung, Beifall und Zuspruch, was uns gut tut und was auch eine Ausdrucksform von Liebe ist.

Schmerzen im Privatleben, im Persönlichen, in der Partnerschaft, in der Familie sind hingegen meistens weniger erfüllend, sondern in der Regel nervig, langatmig, frustrierend und auf Dauer krank machend. Aber auch in den persönlichen zwischenmenschlichen Beziehungen zu Arbeitskollegen können diese belastenden und uns eher herunter ziehenden Seiten/Anteile von Schmerz zum Tragen kommen.

Immer wenn wir etwas persönlich nehmen, wiegt es SCHWER in unserem Leben. Immer, wenn wir etwas gar nicht so persönlich nehmen, gelingt uns die Lösung auf spielerischer Art und Weise und wir fühlen uns stimuliert und positiv erfüllt. So ist es zumindest bei den „Herzmenschen“.

Bei den „Ego-Menschen“ verhält es sich genau anders herum. Es gibt für sie eigentlich keine Dinge/Aufgaben, die sie NICHT persönlich nehmen. Sie nehmen ALLES persönlich. Wenn ihnen etwas gelingt, dann fühlen sie sich erfüllt und bereichert. Und wenn ihnen etwas misslingt, dann sind sie total niedergeschlagen. Sie identifizieren sich total mit dem, was sie tun und erleben hierdurch alle Gefühle von „himmelhoch jauchzend“ bis „zu Tode betrübt“.

„Dies ist doch normal“ werden jetzt einige denken. Ja - für alle unbewussten Menschen ist dies ganz normal. Für Menschen, die sich auf dem Weg zum erwachten Herzensmenschen befinden, ist dies schon nicht mehr normal und selbstverständlich, denn diesen Menschen gelingt es immer häufiger, etwas ÜBER den Dingen zu stehen und „die Welt und die Geschehnisse nicht mehr immer so persönlich zu nehmen“ (oder auf sich zu beziehen).

Noch einmal zurück zu dem Ursprung von Schmerz …

Als Seele im Himmel waren wir als die Energie-Essenz von Liebe im Paradies zuhause. Wir brauchten nichts und hatten alles. Schmerz, Mangel und Entbehrungen waren uns unbekannt. Um Gefühle fühlen zu KÖNNEN und um uns als LIEBE erfahren zu KÖNNEN, mussten wir dieses Paradies verlassen. Wir als Seele inkarnierten in einen Menschen-Körper.

Dieser Körper ist dazu gemacht, UM Mangel, Schmerz und Entbehrungen zu erfahren, damit er sich hieraus entwickeln kann, UM DANN die Herrlichkeit des Paradieses BEWUSST erfahren zu KÖNNEN. Die Liebe KANN sich selbst als Liebe NUR DANN erfahren, wenn sie zuvor den Umweg durch die Dunkelheit des „Nicht-Liebe-Seins“, der Unbewusstheit und des Schmerzes, gemacht hat. Und unser „Fortbewegungsmittel“ auf diesem „Umweg“ war/ist unser Ego (zusammen mit unserem Körper). Mit Hilfe unseres Ego haben wir unser Liebesein vergessen und können es „wie fremd“ neu entdecken. Licht im Licht könnte sich niemals als Licht erkennen.

Sind wir als Seele nun also in einen Körper inkarniert, so braucht zwar die Seele nichts, doch unser Körper schon.

FORM BRAUCHT FORM, um überleben zu können.
Die eine Form ernährt sich von der anderen Form.
Es entstehen wechselseitige Abhängigkeitsbeziehungen.
Unser körperliches Überleben ist an Bedingungen geknüpft.
Wird uns die FORM, die wir als Nahrung brauchen, entzogen, so sterben wir.

Und unser Ego hat einen Ego-Schmerzkörper, der von Schmerzen lebt. Dies kann Liebeskummer sein. Und es können körperliche Schmerzen sein. Weltlicher Schmerz ernährt unser Ego prachtvoll. Unser ego bleibt am Leben und wächst und gedeiht. Deshalb lieben wir es, uns zu BESCHWEREN und zu jammern und zu klagen, uns als Opfer zu fühlen und uns ungerecht behandelt zu fühlen, uns zu ärgern und uns minderwertig zu fühlen, uns uns selbst gegenüber autoaggressiv zu verhalten, uns Steine in den Weg zu legen, uns zu blockieren und uns das Leben (selbst und gegenseitig) schwer zu machen. Auf diese Weise DARF unser Ego weiter leben. Unser Ego labt sich an all dem Schmerz.

Deswegen fällt uns das ERWACHEN ja auch so schwer: Weil dann unser Schmerzkörper, also der Emotionalkörper unseres Ego - und damit unsere weltliche Ego-Identität - sterben würde. Um als Herzensfeld LEBEN zu KÖNNEN, müssten wir lebendig sterben - wir müssten unsere Kindheits-Ego-Ich-Identifikation mit all den hierzu gehörigen Mustern, Vorstellungen, Prägungen, Ansichten, Meinungen, Konditionierungen, Gewohnheiten, Werten und Normen sterben lassen. Erst NACH dem Tod unserer Kindheits-Ego-Ich-Identifikation könnten wir in der FREIHEIT unserer wahren Herzensfeldliebe und in Frieden jenseits von Abhängigkeiten leben. Tod bedeutet also LEBEN. Und als Ego zu LEBEN bedeutet Tod sein. Und so sind Leben und Tod wechselseitig dasselbe.

Auf der Ego-Ebene des Erfahrens, Fühlens und Erlebens verstehen wir unter LIEBE eben dieses VONEINANDER ABHÄNGIG SEIN. Folglich sind auch die meisten Liebesbeziehungen Abhängigkeitsbeziehungen. Wir haben subjektiv das Gefühl, dass wir den anderen BRAUCHEN. Wir WOLLEN unsere LIEBE an den anderen adressieren. Und gelingt dies nicht so, wie wir es uns vorstellen, spüren wir Schmerz.

Können wir unsere Liebe nicht an jemand anderen - an einen Partner - adressieren, so wissen wir nicht wohin mit unserer Liebe. Zur Not versuchen wir als Helfer anderen zu helfen. Dass wir uns auch selbst lieben könnten, auf die Idee kommen wir NICHT.

FORM BRAUCH also FORM zum Überleben. Diese Abhängigkeit garantiert/sichert uns viele, viele Erfahrungen, Gefühle - und Schmerzen. Und aus diesen Schmerzen heraus wachsen wir, entwickeln wir uns weiter, finden neue Lösungen und wachsen schließlich über uns hinaus. Bis wir eines Tages sogar ÜBER DEN SCHMERZ hinaus wachsen …

Doch bis dies soweit ist, BRAUCHEN wir den Schmerz als Entwicklungshelfer. Unser Schmerz ist unser bester spiritueller Lehrer. Er hält stets genau die richtige Lektion für uns bereit. Das Leben hat jede Lerneinheit und Übung perfekt und optimal für uns getimet, vorbereitet und bereit gestellt.

Zu dumm nur, wenn wir dann versuchen, „den Unterricht zu schwänzen“, indem wir die Schmerzen versuchen mit Medikamenten wegzumachen/zu unterdrücken. So können wir uns NICHT weiter entwickeln und treten auf der Stelle - bis uns die Hölle heiß gemacht wird. Und derzeit brennt die Erde ganz real an allen Ecken und Enden.

Was ist nun der „Krankheitsgewinn“ von Schmerz?

Schmerz zieht unsere Aufmerksamkeit vom AUSSEN ab und lenkt sie unmissverständlich zu uns nach innen. Wir werden vom Leben gezwungen, uns selbst wahrzunehmen. Hierbei ist natürlich auch unser Körper „außen“, denn unser wahres „Innen“ ist unser spirituelles Selbst. Doch unser Körper ist uns schon mal näher als all die Konsum-Dinge und die vielen Vorstellungen und Erwartungen da draußen in dieser Welt um uns herum. Und unser Körper ist uns näher als die Erwartungen, Ansichten und Meinungen DER ANDEREN.

Wenn wir Schmerzen leiden und krank sind, dann können uns die anderen mal … Wenn wir Schmerzen leiden und krank sind, dann tut es uns nicht einmal leid, den anderen NEIN sagen zu müssen. Wir selbst sind uns einfach mal am nächsten. Unser Schmerz lässt uns keine Wahl. Und dies ist durchaus ein Krankheitsgewinn.

Doch viele Menschen finden FUNKTIONIEREN wichtiger als nach innen schauen, werfen Pillen ein und verpassen ihre spirituelle Lerneinheit. Ihre Seele KANN NICHT REIFEN/WACHSEN. Sie bleiben auf der Strecke.

Oftmals machen wir die schmerzhaften Krankheitssymptome für unser Kranksein verantwortlich. Doch so ist es NICHT. NICHT die schmerzhaften Krankheitssymptome verursachen unsere Schmerzen, sondern es verhält sich genau anders herum: Die in uns selbst schwingende Energie von (seelischem) Schmerz verursacht unsere schmerzhaften Krankheitssymptome.

Das Innen verursacht das Außen.
Erst innen. Dann außen.
Das Innen ist zuerst da. Das Außen folgt dann nach.
Das Außen ist die Folge (die Manifestation) dessen, was schon lange IN UNS gärt und brodelt.

Und dies gilt für ALLE Krankheitsbilder von Hüftschmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen über Blinddarmentzündung, organische Beschwerden und Kinderkrankheiten bis hin zu gebrochenen Knochen, Schnupfen, Grippe, Masern, Allergien und Krebs. Eine innere Disharmonie besteht in uns so lange, bis der Körper sie zum Ausdruck bringt, weil wir es sonst nicht bemerken/wahrhaben wollen würden. Und selbst dann leugnen wir es ja immer noch weiterhin. Der Körper springt ein an denjenigen Stellen, wo unser Geist zu schwach ist und wo wir uns in unserem Leben nicht trauen NEIN zu sagen gegenüber einem anderen Menschen bzw. JA zu unseren eigentlichen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Herzensangelegenheiten.

Warum? - Weil dies das Resultat von Erziehung ist. Wir sind als Kinder dazu erzogen worden, unsere wahren Bedürfnisse (z.B. frei zu spielen) zu unterdrücken und ein angepasstes Leben zu führen. Und nun haben wir den Salat …

JEDE Krankheit ist eine Entzündung. ETWAS in uns entzündet sich. IN UNS befinden sich Brandherde und Konfliktzonen. Die Vorstellungen der Welt (des Außen, der Gesellschaft, unserer Eltern, der anderen, unseres eigenen Ego) kollidieren, streiten, bekämpfen sich, bekriegen sich mit den Wünschen und Bedürfnissen unserer Selbstliebe, unseres Herzensfeldes, unserer Seele, unseres Inneren Kindes. Solange wir IN UNS kämpfen, manifestiert sich dieser innere Kampf immer wieder im Außen und wir werden niemals Frieden finden KÖNNEN.

Schmerzen sind an Zeichen dafür, WO WIR INS UNS MIT UNS KÄMPFEN. Unser Schmerz lokalisiert sehr präzise genau diejenigen Themen, Konfliktpunkte und inneren (seelischen) Auseinandersetzungen, bei denen es IN UNS gerade hoch her geht. Wo wir in Unfrieden mit uns selbst liegen.

Wir bringen uns selbst häppchenweise um.
Wir morden uns selbst in uns selbst Stück für Stück.
Wir schnüren uns selbst die Luft ab.
Wir foltern uns selbst.

Immer Ego gegen Herz.
Immer das Außen gegen das Innen.
Immer die Vorstellungen und Erwartungen der Welt gegen die Wahrheit unserer Herzensfeld-Selbstliebe.

DORT GENAU ENTSTEHEN UNSERE SCHMERZEN.

Für uns selbst fühlt es sich jedoch subjektiv ANDERS an. Nämlich genau anders herum. WIR fühlen uns von den anderen bedrängt, bekämpft, bedroht und in die Ecke getrieben. Unser Ego fühlt sich von der Liebe in seiner Existenz gefährdet - und so ist es ja letztendlich irgendwie auch …

Und zugleich ist es so NICHT …

Denn wenn WIR uns von DEN ANDEREN bedrängt, bekämpft, bedroht und in die Ecke getrieben fühlen, so spiegeln DIE ANDEREN lediglich unser eigenes Ego. Dies bedeutet, unser EIGENES EGO, das im anderen (durch den anderen) sichtbar wird, bedrängt, bekämpft, und bedroht uns und treibt uns in die Ecke.

Und WEN genau?
Wer sind WIR denn, wenn UNSER EGO im anderen sichtbar wird?

Wir machen Erfahrungen mit dem Ego des anderen.
Wir fühlen die Gefühle vom Ego des anderen.
Das Ego des anderen fühlt sich durch unser Ego bedrängt, bekämpft, bedroht und in die Ecke getrieben.
Egos kämpfen gegen Egos.

Jedoch … - im Auftrage der LIEBE … - Damit wir uns erkennen und dann erwachen (erwachsen sein) und Bewusstheit erlangen dürfen/können.

Somit IST LIEBE SCHMERZHAFT, denn Liebe schenkt uns Schmerz, damit wir uns selbst erkennen und dann lieben können - wenn wir uns ÜBER die Identifikation mit unserem Schmerz erhoben haben …

Und auch DAS LEBEN IST SCHMERZHAFT, denn LEBEN ist die Erfahrungswelt, in der die reine, universale, göttliche Liebe als FORM in Erscheinung tritt. Und Leben ist gekennzeichnet durch ENTSTEHEN und VERGEHEN, durch Geburt und Tod, durch Einatmen und Ausatmen, durch Anspannung und Entspannung, durch Licht und Schatten, durch die Dynamik von Auf und Ab, bei der immer „etwas“ da ist und „etwas anderes“ fehlt, also schmerzhaft vermisst werden muss.

Und wie können wir uns nun ÜBER den Schmerz erheben?
Wie gelingt dies?
Wie KANN uns dies gelingen?

Am einfachsten mit Quantenheilung … - Quantenheilung ist nichts weiter als JA zu sagen zu ZWEI (oder mehr) Punkten (Wahrheiten, Erkenntnissen, Gegebenheiten) im Feld des universalen Bewusstseins. Meistens sagen wir zu irgendetwas NEIN, denn wir hadern mit dem Leben, wir ärgern uns über das, was passiert, wir sind genervt/frustriert von unserem Schicksal und wir wollen „etwas“ anders haben. Und … - WIR SELBST glauben, eine Lösung finden zu KÖNNEN.

(Doch dies KANN nicht gelingen. Denn Probleme KÖNNEN NICHT auf der Ebene gelöst werden, auf der sie entstanden sind. Und wenn Egos Probleme erschaffen haben, dann können Egos diese Probleme NICHT selbst lösen. Probleme KÖNNEN nur auf einer DARÜBER liegenden Ebene in eine für ALLE Beteiligten GEWINNbringende Lösung gewandelt/überführt - und somit in Wohlgefallen aufgelöst - werden.)

Bei der Quantenheilung finden NICHT WIR persönlich eine Lösung, sondern wir sagen NUR „JA“ und erlauben dem Feld, dass das Leben selbst die geeigneten Lösungen finden darf. Unser Ego KANN also NICHT stolz darauf sein, eine Lösung gefunden zu haben. Quantenheilung funktioniert deshalb, weil diese Art der „Heilung“ am Ego vorbei geschieht. Das Ego kann sich mit keinen Lorbeeren schmücken. Es stellt lediglich den Rahmen bereit, in dem die Schöpfung aus sich selbst heraus Neues schöpfen kann und darf.

Mit Quantenheilung über den Schmerz hinaus wachsen bedeutet nun zum Ersten, JA dazu zu sagen, dass jetzt in diesem Moment der Schmerz existiert. Dieses JA ist unser erster Punkt. JA, wir erkennen an, dass es weh tut.

Und indem wir anerkennen, dass es weh tut, fühlen wir in diesem Moment IN UNS, dass es weh tut, dass es uns TATSÄCHLICH schmerzt. Und wir fühlen UNTER oder HINTER dem körperlichen Schmerz eine tiefe Traurigkeit auf seelischer Ebene, dass die Wahrheit ANDERS ist, als wir es uns in unseren Vorstellungen/Erwartungen vorgestellt/erträumt hatten.

Nun haben wir bereits den zweiten Punkt zu fassen. Der erste Punkt ist unser körperlicher Schmerz. Der zweite Punkt ist unser seelischer Schmerz, also unsere tiefe, innere Betroffenheit und Traurigkeit HINTER dem körperlichen Schmerz. Und auch hierzu sagen wir JA und erkennen mit unserem JA unsere Gefühle von Traurigkeit, Enttäuschung, vielleicht auch Wut, Hass, Groll, Ärger, Ungerechtigkeit u.s.w. an.

Und jetzt nehmen wir das Bild der Transformationsfabrik zu Hilfe. Und wir stellen uns vor unserem inneren Auge vor, wie wir dem körperlichen Schmerz sowie die unter/hinter dem Schmerz verborgen liegenden Gefühlen die Tür unseres inneren Schlosses öffnen. Wir öffnen unsere Schlosstür und heißen all diese Energien bereitwillig IN UNS willkommen. Sie dürfen DA SEIN. Wir sagen JA zu ihnen.

Und sie dürfen eintreten in uns und sich in dem Kronsaal unseres inneren Schlosses niederlassen. Dort an den reich gedeckten Tischen gibt es Essen und Trinken und die Gefühle können tanzen und lachen und miteinander Spaß haben fiderallala.

Und dann, wenn die Gefühle aus sich selbst heraus meinen, dass ihre Zeit gekommen ist, dann dürfen sie weitergehen durch die GOLDENE TÜR auf der anderen Seite des Kronsaals und weiter durch den langen Gang bis vor das Schloss zu den Bussen, die zur Transformationsfabrik fahren. Und dort dürfen sie aussteigen, beim Pförtner ihren Ausweis vorlegen, in die Transformationsfabrik eintreten und in den Umkleidekabinen ihre Kostüme/Verkleidungen, die sie als Gefühle/Energien hier auf der Welt trugen, ausziehen. Und schließlich dürfen sie in den Swimmungpool der Transformationsfabrik springen und baden und planschen. Und aus den Schornsteinen der Transformationsfabrik erstrahlt ein wunderschöner, farbenprächtiger Regenbogen, der die erfolgreiche Transformation anzeigt. Die Gefühle, Emotionen und Energiefelder haben sich wieder in die reine, göttliche LIEBE, aus der sie einst entstanden sind, zurück verwandelt …

Die Energien sind heimgekehrt in den Himmel.
Die Energien sind heimgekehrt ins Licht.
Wir waren für sie „der Lichtkanal ins Lichtportal“.

Ein anderes Bild hierfür kann auch sein:
Wir sind ein „Feuer der Transformation“.

Und nun erlauben wir sogar noch einen dritten Punkt. Neben körperlichen und seelischen Schmerzen können wir uns nun als dritten Punkt das genaue Gegenteil dieser Schmerz vor unserem inneren Auge vorstellen: Herrlichkeit, Freude, Glückseligkeit, Heiterkeit, Leichtigkeit, Gesundheit, Vitalität, pure Lebensfreude, Frieden, Licht, Wonne, Gnade. Und auch zu diesem dritten Punkt sagen wir JA.

Und nun öffnen wir - nachdem all die Energiefelder von Schmerz DURCH die Goldenen Tür zur Transformationsfabrik gegangen sind - wieder unsere Schlosstür und erlauben, dass das NEUE, das SCHÖNE, das LICHT DER LIEBE in uns eintreten DARF. Hierzu sagen wir JA.

Und dieses Energiefeld vom Licht der Liebe darf sich nun in unserem Kronsaal niederlassen und bei uns/in uns BLEIBEN. Hierzu sagen wir jetzt JA.

Wir sagen also dreimal JA …
JA zum körperlichen Schmerz …
JA zur seelischen Schmerz (Traurigkeit) …
JA zum Licht der Liebe (Wonne , Herrlichkeit) …

Und nun darf das Leben (die Schöpfung) selbst entscheiden, WIE diese NEUE Erfahrung von Herrlichkeit für uns aussehen soll. Wir erlauben es einfach und sind gespannt, was geschieht.

Und noch etwas …
Wir können noch etwas erkennen …

Wir waren niemals wirklich krank …
Und das Leben war auch niemals ungerecht zu uns …

Wir sind freiwillig als Seele in einen Menschkörper inkarniert …
Wir haben uns freiwillig auf das Abenteuer „Schmerz“ eingelassen …
Der Schmerz existierte nur solange, wie wir unser Heilsein VERGESSEN hatten …

Wir waren immer heil und gesund. Unser Körper hat lediglich wie eine Anzeigetafel (wie ein Messgerät) angezeigt, wie es uns gerade seelisch geht. Und wir können jetzt erkennen: Unsere Anzeigetafel war heil. Sie funktionierte bestens. Sie war vollkommen intakt. Unser Körper hat als Anzeigetafel exakt diejenigen Messwerte angezeigt, die wir sonst übersehen hätten - die wir NICHT bereit waren anzuerkennen. Unser Körper hat uns lediglich diejenige Wahrheit vor Augen gehalten (auf dem Silbertablett serviert und „um die Ohren gehauen“), die wir verdrängen wollten. Wir können dankbar sein, dass unser Körper so ausdauernd, hartnäckig, beständig und zuverlässig gearbeitet/funktioniert/angezeigt hat.

Wir waren immer heil. Das einzige, das kaputt war, war unsere Bereitschaft, die Wahrheit anzuerkennen. Doch auf diesem Weg des Kaputtseins konnten wir viel lernen und uns entwickeln und uns unserer selbst bewusst werden. Und genau so sollte es ja sein, denn genauso funktioniert Entwicklung. Es ist also alles richtig gelaufen.

„Ich erhebe mich über meinen Schmerz“ bedeutet also, dass wir uns nicht mehr weiterhin mit unserem Schmerz identifizieren, sondern ihn als Hinweis auf eine Wahrheit, die wir bisher ablehnten, erkennen und anerkennen. In diesem Sinne können wir nun unseren Schmerz dankbar annehmen, umarmen und lieben.

Wir waren niemals kaputt.
Wir waren niemals krank.
Wir hatten niemals Schmerzen.

Wir lebten in der Illusion, Schmerzen zu erleiden.
Wir lebten in der Illusion, krank zu sein.
Wir lebten in der Illusion, uns als Opfer zu fühlen.

Weil wir genau DIESE Erfahrungen machen WOLLTEN. Wie könnte die universale Liebe, die wir ja sind, jemals Opfer sein oder sich als Opfer fühlen? Wie könnte Gott jemals Opfer sein oder sich als Opfer fühlen? Niemals! Und wie selbst SIND Gott - tief in unserem Herzensfeld der Liebe. Wir als universale Liebe mussten unser Liebe-Sein vergessen, um uns überhaupt als Opfer fühlen zu KÖNNEN.

Und wir als universale, reine, göttliche Liebe sind vor allem eines: formloses, feinstoffliches NICHTS. Und NICHTS KANN KEINE Schmerzen haben. Wie sollte NICHTS Schmerzen haben KÖNNEN? Im NICHTS ist nichts, was schmerzen KÖNNTE.

Nur ETWAS kann Schmerzen haben. Nur auf der Ebene der FORMEN können überhaupt Schmerzen existieren. Nur auf der Ebene von Formen sind Mangel, Abhängigkeiten und wechselseitige Bedingungen wahrnehmbar. Nur FORMEN - nur ETWAS - KANN Schmerzen leiden. Indem wir uns ÜBER unsere Identifikation als FORM (Ego) erheben, KÖNNEN wir niemals mehr Schmerzen als UNSERE Schmerzen empfinden.

Natürlich können wir mit „unserem“ Körper auch noch weiterhin Schmerzen empfinden, doch nicht IN UNS, sondern außerhalb von uns. DIE FORM erfährt den Schmerz - NICHT WIR. Wir können „von oben“ beobachten und zuschauen, wie die FORM unter dem Schmerz leidet. Und wir können es bei unserem eigenen Körper sowie auch bei anderen Menschen ERLAUBEN, dass Formen Schmerzen fühlen und wahrnehmen DÜRFEN - doch NICHT WIR SIND der Schmerz, es SIND NICHT UNSERE Schmerzen, sondern es sind Schmerzen, die von den FORMEN (unser Körper, andere Menschen) erfahren werden.

Und letztendlich ist sogar unsere Erde „nur“ eine solche FORM. Auch unsere Erde leidet Schmerzen. Doch der Schmerz dieser Erde ist NICHT UNSERER Schmerz. Es sind die Gefühle von Schmerz, die von der FORM Erde erfahren werden. Und wir sehen dies „von oben“ mit an, als wenn wir im Theater auf dem Rang sitzen. Und es gibt Tragödien und Komödien - und BEIDE haben einen hohen Unterhaltungswert.

Natürlich SIND wir energetisch auch zugleich diese Erde - aber eben „nur“ energetisch. Die FORM, die Erscheinung an der Oberfläche, ist NICHT die Essenz der Liebe, sondern lediglich ein Ausdrucksform, eine Verkleidung, ein Kostüm, in dem die Liebe Lust hat, Erfahrungen zu machen. (Es ist wie beim Kinderfasching, wo das Kind ein Kind bleibt, ganz gleich WELCHE Verkleidung es anzieht. Doch man sieht/erkennt das Kind unter der Verkleidung eben nicht mehr.)

Indem wir uns ÜBER den Schmerz erhoben haben, sind wir zu Lebzeiten im Himmel angekommen und schauen dem Schauspiel der Formen und der Egos auf der Erde gemeinsam mit Gott und den Engeln von oben zu. Nichts davon ist persönlich zu nehmen. Wir haben keinerlei Identifikationen mit den Formen und den Schmerzen.

Wohl können/dürfen wir Mitgefühl haben. Ja. Doch nur, um dann gleich im nächsten Augenblick darüber zu lachen, was dort auf der Bühne des Lebens für ein Schauspiel aufgeführt wird - zu unserem Ergötzen.

Natürlich ist diese Haltung unmöglich für Egos, die in dieses Schauspiel involviert und mit ihm verwoben und verstrickt sind. Doch jeder DARF zu Lebzeiten sein Schauspiel-Kostüm ausziehen und sich alles (das Leben) einmal aus einer anderen Perspektive anschauen - und sich amüsieren … - im Sinne von FREUDE an der Vielfalt der Gefühle, die dort aufgeführt werden. So machen wir es ja auch im Kino … - Das Leben ist nichts anderes als „Kino für Gott“ …

Das NICHTS, das wir in unserer Essenz sind, kann NICHT „unter etwas“ leiden, denn es ist ja NICHTS. Leid, Schmerzen, Gefühle, Schuldgefühle und schlechtes Gewissen - ja auch „auf der Flucht sein vor etwas“ oder Angst haben vor etwas - all dies exsistiert NUR auf der Ebene der Formen. Wir KÖNNEN und DÜRFEN in diesem SPIEL DER FORMEN, in diesem SPIEL DES LEBENS, so viel mitspielen, wie wir möchten. Doch wir KÖNNEN und DÜRFEN auch jederzeit eine Auszeit nehmen, aussteigen und in den Zuschauerraum wechseln, wenn es uns auf der Bühne des Lebens „zu bunt wird“ - wenn die Egos sich nur noch gegenseitig die Köpfe einschlagen. Wir dürfen frei wählen, ob wie in dem Kinofilm, denn Gott sich anschaut, mitspielen wollen oder als Engel neben Gott sitzen und uns einen Film bloß anschauen. Und wir können uns sogar unseren eigenen Film zusammen mit Gott anschauen, den Film unseres Lebens, in dem wir mitgespielt haben/mitspielen - und zwar nicht erst am Ende unseres Lebens, wenn wir sterben - auch jetzt schon in unserem Alltag …!

Das Bewusstsein, NICHTS zu sein, eröffnet uns die Dimension, Frieden zu finden in Freude - in einer Eu-Freude - in einer Freude OHNE Gegenteil. Das NICHTS IST FRIEDEN, denn dort gibt es NICHT „etwas“, über das man sich streiten könnte.

Als Menschen sind wir immer beides und immer beides gleichzeitig …
… Krieg und Frieden …
… Schmerz und Wonne …
… Angst und Liebe …
… Opfer und Beobachter/Zuschauer …
… Erde und Himmel …
… Ego und Herzensfeld …
… Körper und Geist/Seele …
… Verstand und Intuition …
… denken/fühlen und spüren …

Indem wir unseren Fokus bewusst auf diejenige Rolle lenken, wie wir uns jetzt erfahren möchten, nutzen wir unseren Freien Willen bewusst. Mit unserem BEWUSSTSEIN fühlen wir dasjenige, was wir jetzt (in uns) erfahren (fühlen) möchten. Gleichzeitig und parallel hierzu ist in unserem GEWAHRSEIN (außerhalb von uns) auch alles andere da, nur eben momentan NICHT als Erfahrung.

Dies ist dann WAHRE FÜLLE …
… das gleichzeitige, achtsame Wahrnehmen von GEWAHRSEIN und BEWUSSTSEIN.
… das gleichzeitige, achtsame Wahrnehmen von Außen und Innen.
… das gleichzeitige, achtsame Wahrnehmen von Ego und Herz.
… das gleichzeitige, achtsame Wahrnehmen BEIDER Seiten ein und derselben Medaille.
… das gleichzeitige, achtsame Wahrnehmen von Schmerz und Frieden HINTER dem Schmerz.



Donnerstag, 9. Januar 2020
Die Legende von Babylon - frei nach B. Geitmann Verstehen wir die Sprache unseres Herzens und unserer eigenen Liebe?
Die Legende von Babylon und was geschah, hat uns auch heut' noch allerhand zu sagen. Die Leute riefen: „Lasst uns bauen den höchsten Turm, der jemals auf Erden stand! Hinaus über alle Wolken in den Himmel. Denn wir wollen Gott nah sein.“ Und so setzten sie an zu bauen das größte Bauwerk, das Menschen je erschufen - hinaus über alle Wolken in den Himmel.

Was war der Irrtum bei diesem Projekt?

Die Menschen wollten Gott nah sein und glaubten, ihn im Himmel zu finden. Doch sie übersahen dabei, dass Gott wie auch der Himmel, in uns selbst zuhause sind. Gott ist die Liebe in unserem Herzen.

Und so verlor sich die Menschheit an ihre Vorstellungen, wer Gott sei, sowie all die Dinge dieser Welt. Die Menschen versuchten, mit den Dingen dieser Welt Gott nah zu sein. Doch dies konnte nicht gelingen …

So verstanden sich die Menschen selbst nicht mehr. Die Menschen verstanden ihr eigenes Herz, ihre eigene Liebe nicht mehr. Die Menschen verstanden ihr eigenes Herz nicht, weil sie sich an die Welt der Dinge verloren hatten. Das Interesse an den Dingen, Sachen und Objekten ging ihnen „über alles“. Die glitzernde Welt von Gold und Geld, Hab und Gut und Besitztümern hatte die Menschen verschluckt.

Dadurch, dass die Menschen denken, können sie bewerten und beurteilen. Und mit ihrem bewertenden Denken verstanden sie die Sprache ihrer eigenen Liebe nicht mehr. Und weil ein jeder Mensch andere Bewertungen und Urteile hat, verstehen sich die Menschen auch untereinander nicht mehr.

Allein die Sprache der Liebe eint alle Menschen - wie auch alles Leben. Und solange die Welt der Dinge mit ihrem unsere Sinne betörenden Schein heller strahlt als die Liebe unserer Herzen - und solange die Menschen sich von all den oberflächlichen Erscheinungen in den Bann ziehen lassen und die Gegenstände und Objekte anbeten, vergöttern und zu ihnen aufschauen, wird es niemals Frieden geben in unserer Welt.

Den Frieden finden wir nur HINTER all den Dingen, die an der Oberfläche sichtbar sind. Frieden ist schon jetzt da. Frieden finden wir jederzeit in dem mit unseren Sinnen NICHT wahrnehmbaren Feld der reinen, göttlichen Liebe (der Liebe unseres eigenen Herzensfeldes). In dem Moment, in dem wir unseren Fokus vom Außen abziehen und zu uns selbst nach innen hinschauen, treten die weltlich-dinglichen Erscheinungen in den Hintergrund und unsere Herzensfeld-Selbstliebe in den Vordergrund - und Frieden ist da …

Allgegenwärtig …

https://youtu.be/2XYDExT2bIs



Dienstag, 7. Januar 2020
Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht …
Das neue Jahr ist da. Ich habe gerade einen Moment der Ruhe zu fassen. Für mich als Unterhaltungskünstler ist in den Wintermonaten immer eher wenig los. Und heute morgen sprang nun mein Ego auf den Plan und fragte mich: „Was WOLLEN wir machen? Was können wir tun?“

Klar - für das Ego ist Nichtstun, Nichts-um-die-Ohren-haben, keine-Projekte-am-Start-haben der blanke Horror. Unser Ego kann Langeweile einfach nicht ausstehen. Es MUSS das Nichts füllen - mit was auch immer. Zur Not mit Meditation.

Und hierdurch entsteht ein WARTEN. Wir warten darauf, dass endlich wieder ETWAS passiert. Die wenigsten Menschen (Egos) können mit Nichtstun etwas anfangen (geschweige denn es genießen).

Und genau HIER ist ein entscheidender, wichtiger Punkt zu finden: Unser Herzensfeld, das Leben, die Schöpfung, unsere innere Stimme, unser Inneres Kind, unsere Intuition versorgen uns ganz von alleine und ganz automatisch mit allen für uns relevanten Impulsen. Und wenn gerade mal KEIN Impuls von ihnen kommt, dann entsteht eben in uns eine LEERE. Wir langweilen uns. Wir warten. Und wir sind ungeduldig, wann endlich wieder etwas passiert.

Diese Gefühle: Leere, Langeweile, Ungeduld, warten, Frustration und unbefriedigt sein können wir jetzt in uns selbst erkennen, freundlich begrüßen und mit dem Bild der Transformationsfabrik in uns willkommen heißen und bewusst genießen. Und dann können wir diese Energien/Emotionen durch uns und durch die Goldenen Tür weiter zur Transformationsfabrik gehen/abfließen lassen.

Es gibt die alte Geschichte von Abraham, dem ein Sohn verheißen wurde. Doch weil er schon sehr alt war und seine Frau bisher unfruchtbar, glaubten sie beide Gott nicht ganz, wurden ungeduldig und ergriffen selbst die Initiative. Abraham und seine Frau konnten es nicht abwarten, bis Gott sein Versprechen erfüllte. Und so bekam er „einen Sohn der Ungeduld“ und dann noch den Sohn, den Gott verheißen hatte. Und natürlich stellte sich auch der dazu gehörige Ärger bald ein.

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Manches braucht einfach seine Zeit.
Reifung kann man nicht beschleunigen.
Ein Apfel braucht so lange, wie er braucht, bis er reif ist.

Meistens überbrücken wir die Zeiten des Heranreifens, indem wir uns mit anderen Dingen beschäftigen, ablenken (in den Fernseher gucken) oder uns etwas Neues vornehmen. Und dann ist plötzlich das neue Vorhaben viel wichtiger und spannender als das, was in Ruhe heran reift. Wir verlieren das Eigentliche (die Liebe) aus dem Blick.

HIER ist die Wurzel von Unheil zu finden. Wenn unser Herzensfeld, das Leben, die Schöpfung, unsere innere Stimme, unser Inneres Kind, unsere Intuition gerade mal KEINEN wichtigen Impulsen für uns haben, dann fühlen wir uns leer. Es ist nichts los. Und diese LEERE füllt dann unser Ego mit irgendeiner beliebigen Beschäftigung. Unser Ego hat keine Lust, einfach abzuwarten und Tee zu trinken und denkt sich deshalb EIGENE Sachen/Projekte/Vorhaben/Ziele aus.

Vor lauter Begeisterung für die eigenen Projekte verliert unser Ego jedoch das Eigentliche, die Herzensangelegenheiten, die Liebe aus dem Blick. Und wenn die Frucht der Liebe dann reif ist und gepflückt werden könnte (wenn unsere Zeit REIF ist für den nächsten Schritt), dann ist unser Ego so sehr mit seinen eigenen Vorhaben beschäftigt und in seine eigenen Projekte/Ziele vertieft, dass es NEIN zur Liebe sagt, „Ablenkung“ nicht vertragen kann, die Impulse des Himmels als Störung empfindet und keine Zeit zum Ernten hat. Wieder warten - doch diesmal muss die Liebe auf die Bereitschaft des Ego warten. Also ein Verschieben auf später. Und so verpasst unser Ego die Anwesenheit, die Präsenz der Liebe.

Und noch etwas passiert: ALLES, was unser Ego anpackt, KANN schief gehen. Zugleich gilt: ALLES, was unser Herz initiiert, gelingt! Es gelingt IMMER! Doch unser Ego findet sehr viel Gefallen daran, wenn das Leben SPANNEND ist. Das ist mehr Action. Diese Spannung des scheitern Könnens ist für unser Ego viel faszinierender als das sichere Gelingen im Namen der Liebe. Und deshalb ist das Ego von seinen eigenen Projekten viel faszinierter als von den Vorhaben unseres Herzens. Insbesondere Spiele mit Verlierern und Gewinnern zählen zu den größten Leidenschaften unseres Ego - himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt sein bedeutet für unser Ego Lebendigkeit pur. Das Hoffen und Bangen - die große Spannung zwischen Freude und Schmerz.

Bei Vergleichen, Wettkämpfen und Spielen mit Gewinnern sind wir voller Ehrgeiz, Adrenalin und Motivation. Beim Reifen hingegen fehlt jede Action. Da ist einfach nichts los.

Was braucht beispielsweise ein Apfel zum Reifen?
Nicht viel.
Vor allem Wasser und Sonne.

Und dies wissen auch die Menschen unbewusst. Und deshalb machen sie Urlaub und fahren an die See und trinken statt Wasser Alkohol und legen sich draußen am Strand in die Sonne. 6 Wochen haben die berufstätigen Menschen im Jahr als Zeit zum Reifen - also um sich in Ruhe aus sich selbst heraus weiterentwickeln zu können. Wir nennen dies dann „Erholungsurlaub“. Den Rest der Lebenszeit müssen sie funktionieren und verpassen das Reifen vollständig.

Ich selbst spiele nun gerade mit diesen Gedanken und mit einer neuen inneren Haltung. Ich probiere etwas Neues aus. Ich probiere aus, wie es sich für mich und mein Ego anfühlt, wenn ich die Leere erlaube und sogar genieße. Wenn ich „aktiv nichts tue“ und wenn meine Haupttätigkeit REIFEN ist.

Lustigerweise ist REIFEN ein Teekesselchen, also ein Wort mit ZWEI Bedeutungen. REIFEN ist einmal das Heranreifen einer Frucht. Und dann ist es auch der Autoreifen. Dies bedeutet, wir rollen im Leben richtig gut vorwärts wie ein Reifen, wenn wir uns Zeit für unser REIFEN nehmen. Und dies probiere ich jetzt einmal bewusst aus.

REIFEN aktiv und bewusst zu tun, bedeutet, nichts zu tun und vor allem, nichts Bestimmtes tun zu WOLLEN, nichts Konkretes besonders WICHTIG zu finden, sondern einfach nur ganz offen zu sein für den jetzigen Moment. Ich habe mir angewöhnt, mir etwas Konkretes auf den Zettel zu nehmen und dann auch etwas ganz anderes zu erlauben. Heute zum Beispiel will ich unsere Dachrinne endlich einmal sauber machen, doch jetzt schreibe ich hier diese Worte. Und so dürfen Inspirationen meines Geistes frei fließen. Wunderbar. Was ich mir „so wichtig“ vorgenommen habe, kann ich auch später noch machen. Auf diese Weise bleibe ich immer offen für die Impulse des Lebens …

… inzwischen ist etwas Zeit vergangen. Der Tag neigt sich dem Ende. Ich lese meine Zeilen nochmal durch, bevor ich sie abschicke. Und ich bemerke: Ich habe die Dachrinne NICHT sauber gemacht, sondern ich habe unsere Buchenhecke geschnitten. Dies war vorrangig dran bevor sich die neuen Triebe ausbilden, was an einigen Stellen schon zu beobachten ist. Ich habe also auch im zweiten Anlauf etwas anders getan, als ich eigentlich wollte - weil es aus dem Jetzt heraus passender war. Vielleicht reinige ich die Dachrinne morgen. Mal schauen …

Das Spannende am REIFEN ist, dass wir NICHTS aktiv dafür TUN können. Es geschieht einfach. Es passiert einfach aus sich selbst heraus. Es vollzieht sich auf ganz natürliche Art und Weise. Wir können es weder beschleunigen noch verzögern. Es geschieht in seinem eigenen Tempo/Rhythmus. Und nicht nur bei Äpfeln und Birnen, sondern auch bei Kindern, bei unserem Körper (z.B. bei Heilung nach einer Verletzungen). Und auch unsere spirituelle REIFUNG unterliegt ihrem ganz eigenen Timing.

Und nicht einmal die Mönche in einem Kloster können REIFUNG beschleunigen. Alles, was sie tun können, ist, der Reifung optimale Reifungsbedingungen zu bieten - nämlich Stille, Wasser, Luft und Licht. Doch hierzu müssen wir nicht in ein Kloster gehen, dies können wir auch in unserem Alltag, indem wir uns bewusst, achtsam, präsent und gegenwärtig wahrnehmen mit unserem Befinden, unseren Gefühlen, unserem Atmen und in unserem Tun/Verhalten.

Rituale KÖNNEN hier ein Krücke sein - doch auch nicht mehr. Denn jedes Ritual wird schnell ZU WICHTIG genommen. Und dann bekommen wir Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen, wenn wir das selbstauferlegte Ritual nicht erfüllen. Dabei geht es NICHT um das Ritual, das ja nur eine Krücke ist, sondern es geht um unsere Gegenwärtigkeit und Achtsamkeit - um unsere Selbstliebe, die wir bewusst fühlen, leben und jeden Moment wieder neu frisch einatmen.

Uns selbst mit Gegenwärtigkeit, Präsenz und Achtsamkeit fühlen, beobachten und wahrnehmen ist „Lust am Reifen zu haben“. Sozusagen uns selbst beim Reifen zuschauen und dies genießen. Erst, wenn wir lange genug GEREIFT sind, sind wir REIF - und damit wieder ein Stück gewachsen, bis wir schließlich erwachsen (erwacht) sind.

Es lohnt sich also, die LEERE und die Langeweile NICHT mit Aktionismus zu füllen, sondern das REIFEN in seiner Qualität des Reifens bewusst zu genießen, bewusst zu fühlen und bewusst und dankbar zu würdigen und wertzuschätzen.

Immer, wenn wir auf etwas WARTEN, so sind wir erfüllt mit der Energie des Mangels und von Hadern, weil das Nächste ja noch nicht da ist. Wer mit der Energie von Hadern heranreift, wird bei der Ernte bitter schmecken anstatt süß. Das Liebliche und Schöne bleibt auf der Strecke. Die Kunst ist also, NICHT zu warten und zu hadern, sondern das REIFEN entspannt zu genießen, zu würdigen, wertzuschätzen und als Prozess, der nun mal Zeit braucht, dankbar zu feiern. Wer dies kann, entschleunigt sich ganz von alleine, führt ein entspanntes Leben, tut etwas für seinen gesunden Blutdruck, harmonisiert sich selbst und sein Leben und beugt jedem Burnout effektiv vor.

„ICH REIFE“ kann also unsere neue „Tätigkeit“ sein.
„ICH REIFE“ kann unsere neue Hauptbeschäftigung sein.
„ICH REIFE“ kann unser neues Lebensmotto sein.

Und dann - um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen - können wir auch noch mit der kühnen, selbstbewussten, inneren Überzeugung heranreifen, dass wir mit REIFEN - wie auch immer - genügend Geld verdienen und ein reich erfülltes Leben führen, sodass wir wahrhaftig zufrieden, gesund und glücklich sind. Das Leben selbst wird schon gut für uns sorgen. Unser Herz, unsere Liebe und unser Inneres Kind sind immer für uns da und wissen am besten, was für uns das Optimale/Perfekte ist. Darauf können wir uns voll und ganz verlassen!

Und wir … - wir REIFEN einfach so vor uns hin, OHNE an uns oder an anderen Menschen zu zupfen, zu zerren oder zu ziehen (denn auch die anderen haben ja ein Recht darauf, in ihrem ganz eigenen Timing/Rhythmus zu reifen) ...

… denn auch Gras wächst nun mal nicht schneller, wenn man daran zieht - und dies gilt für alle Menschen, Tiere, Pflanzen und für alles Leben - und sogar für unsere Seele, unseren Geist, unsere Spiritualität und unser Erwachen ( = unser spirituelles erwachsen Werden) …



Montag, 6. Januar 2020
Rollenspiel und Fremdenergien
Was ist für uns eigentlich LEBENSFREUDE?
Was ist für mich ein erfülltes Leben?

Wenn wir auf DIE ANDEREN Menschen eingehen?
Oder wenn wir AUF UNSER HERZ (unser Inneres Kind) eingehen?

Hier darf sich natürlich jeder Mensch so entscheiden, wie er/sie es möchte. Und sehr viele Menschen fühlen sich erfüllt, wenn sie AUF DIE ANDEREN eingehen. So wurden wir in unserer Kindheit ja auch konditioniert. Ständig mussten wir auf unsere Eltern eingehen und auf deren Bedürfnisse, Wünsche und Ge- und Verbote Rücksicht nehmen.

Verkürzt können wir also die Frage stellen:
WAS ERFÜLLT MICH?
WENN ICH AUF DAS EGO DER ANDEREN EINGEHE?
ODER WENN ICH AUF DIE LIEBE MEINES HERZENSFELDES EINGEHE?

Wir brauchen auf das Herzensfeld DER ANDEREN NICHT einzugehen, weil im besten Falle der andere SELBST auf sein Herzenfeld eingeht.

Wie ist es nun, wenn ein Mensch "aus sich selbst heraus" etwas tut? Ist das nun Ego oder nicht?

ALLES, was wir zum Ausdruck bringen, bringen wir mit/durch unser Ego zum Ausdruck.

Wenn wir etwas aus uns selbst heraus zum Ausdruck bringen, so tun wir dies NICHT mit unserem KONDITIONIERTEN EGO (UEgo = unbewusstes Ego = geprägtes Ego = Kindheits-Ego-Ich-Identität), sondern mit unserem "neuen" Ego (EEgo = erwachtes Ego = erwachsenes Ego = dienendes Ego). Uns stehen also ZWEI Egos zur Verfügung.

Und im unglücklichsten Fall (und zugleich in den MEISTEN Fällen) haben wir eine TOLLE Herzensfeldidee, einen super Geistesblitz, eine grandiose Inspiration - und bringen diese Energie der Liebe dann MIT UNSEREM UEgo zum Ausdruck - das heißt, im Einklang mit den Regeln, Ge- und Verboten, Konditionierungen und Prägungen, die wir als Kind eingetrichtert bekommen haben.

Wenn ein Künstler FREI sein Bild malt, so spielt sein EEgo frei auf. Die KUNST ist ein Raum, in dem die Regeln des Alltags NICHT gelten. Schau Dir den Hühnerbaron an (https://www.spirit.community/easymedia/image/1379-der-h%C3%BChnerbaron/) oder "meine 1000 Gesichter" (https://www.spirit.community/easymedia/image/1444-die-1000-gesichter-des-bj%C3%B6rn-geitmann-rollen-machen-echt-spa%C3%9F/). Künstler und Unterhaltungskünstler bewegen sich außerhalb der Regeln und Normen der Gesellschaft (so wie früher der Hofnarr) und können sich dort FREI entfalten. Die allgemeinen Bewertungen und Beurteilungen der Gesellschaft gelten in der Kunst nicht.

Habe ich einen Auftritt als Unterhaltungskünstler oder male ich ein schönes Bild, so spiele ich mich aus meinem Herzen mit meinen EEgo, mit meinem "erwachten", erwachsenen, dienenden Ego. Es dient meinem Herzensfeld und meiner Liebe.

Doch wenn ich meiner Partnerin gegenüber sitze und Tee trinke, dann reagiere ich auf sie und spiegel ihr ihr eigenes Ego. Ich verhalte mich ihr gegenüber mit ihrem Ego. Und ich begegne meinem eigenen Ego, das sie mir spiegelt. Ihr Verhalten repräsentiert MEIN UEgo.

IMMER, wenn wir REAGIEREN, handeln wir aus der Ego-Energie des anderen heraus. Immer, wenn wir auf andere Menschen reagieren, wird DEREN Schatten (durch uns) sichtbar. Wenn ich auf Dich reagiere, so handel ich als Dein Ego. Wenn Du auf mich reagierst, so bist Du NICHT Du selbst, sondern handelst als mein Ego.

Nur wenn wir AGIEREN ...
Nur wenn wir aus uns selbst heraus handeln ...
Dann sind wir unsere Herzensfeld-Energie.
Dann wird unsere Liebe sichtbar.

Ist Ego nun Fremdenergie?
Und was ist, wenn ein Medium etwas "channelt"?
An dieser Stelle wird es nun kniffelig.

Denn was ich gesagt habe bedeutet, dass JEDER Therapeut seinem eigenen Ego begegnet und NUR SELBSTGESPRÄCHE FÜHRT.

Und so ist es auch.

... zumindest solange man unbewusst ist ...
... und das sind wir alle immer und immer wieder - ich natürlich auch ...

Natürlich beherrschen manche/einige Therapeuten und auch viele Medien diese Zusammenhänge und nehmen ihre eigenen Emotionen sowie die Emotionen der Klienten bewusst wahr und können sie parallel und gleichzeitig NEBENEINANDER fühlen und benennen. Sie können also erkennen und benennen, wie es dem Klienten gerade geht und wie es ihrem eigenen Ego "im Klienten" gerade geht. Diese feine Differenzierung ist eine hohe Kunst. Doch die Möglichkeit, von Energien verschaukelt und eingelullt zu werden und somit zu falschen Annahmen zu gelangen, ist immer gegeben.

Was sind denn nun eigentlich Fremdenergien?

Sagen wir mal so: Die einzige Energie, die KEINE Fremdenergie ist, ist die LIEBE. ALLES andere ist Fremdenergie, Lug und Trug, Fake, Illusion, Spielerei, Gaukelei, Traum, irreal. Und natürlich ist ALLES Liebe. Und zugleich auch NICHT.

Hierzu mein Beispiel vom Rummelpottlaufen und vom Verkleiden: Zu Sylvester verkleiden sich die Kinder, klingeln an der Haustür (wie zu Halloween), singen Lieder und bekommen Naschi. Wir Menschen sehen nur die Verkleidung, das Kostüm, die Erscheinung an der Oberfläche (Hexe, Vampir, Zauberer, Clown, Pirat, Räuber, Pinguin ...). Und dann glauben wir, "das sei echt" ...

Und auch im realen Erwachsenenleben glauben wir, der Polizist sei echt ...
Wir glauben die Kassierin sei echt ...
Wir glauben der Einbrecher sei echt ...
Wir glauben die Apothekerin sei echt ...

Doch sie tragen alle nur ein Kostüm.

Zuhause zieht jeder Polizist seine Uniform aus und ist KEIN Polizist mehr. Und auch die Kassiererin, der Einbrecher und die Apothekerin ziehen ihre "Dienstklamotten" aus und SIND ES NICHT MEHR.

Die Kinder UNTER der Verkleidung sieht und erkennt keiner. Den Menschen UNTER der Uniform erkennt keiner (bei Demonstrationen schmeißen die Leute Steine gegen die Polizisten). Die Lieber UNTER der Oberfläche erahnt niemand.

LIEBE ist ÜBERALL DARUNTER - doch NICHT an der Oberfläche zu erkennen.

WIR LASSEN UNS VON DER OBERFLÄCHE ABLENKEN, TÄUSCHEN UND INS BOCKSHORN JAGEN.

Und WIR REAGIEREN in unserem ALLTAG stets auf die Erscheinungen an der Oberfläche, fast NIE auf den Kern der Liebe darunter.

Kann denn ein Mensch überhaupt etwas Eigenes tun OHNE zu reagieren, also OHNE fremdgesteuert zu sein?

IMMER wenn wir REAGIEREN, tun wir, was DAS EGO DES ANDEREN UNS TUN LÄSST.

Wir handeln FREMDGESTEUERT.

Und so handeln wir die meiste Zeit unseres Lebens fremdgesteuert!

Doch jetzt kommt der Clou, der Witz, die Paradoxie ...

Unser Ego identifiziert sich mit der Oberfläche.
Und unser Ego glaubt, es sei jemand.
Unser Ego glaubt, aus sich selbst heraus zu handeln.
Unser Ego fühlt sich tatsächlich subjektiv selbstbestimmt, obgleich es die Anordnungen der Fremdenergie-Impulse des Ego des anderen brav befolgt. Wir handeln als Spiegel und tun, was das Ego des anderen uns tun lässt/diktiert/befiehlt. (Doch wir bemerken dies NICHT).

WENN wir DER LIEBE dienen würden, so würden wir AUCH fremdgesteuert handeln. Die Liebe würde uns führen, lenken und leiten - NICHT WIR SELBST!

Und unser Ego tut ALLES Erdenkliche dafür, um NICHT von der Liebe fremdgesteuert zu werden. Stattdessen lassen wir uns lieber von anderen Egos fremdregieren in dem Irrglauben, wir würden selbstbestimmt handeln. Doch in ALL unserem Tun und Handeln verhalten wir uns gesellschaftskonform, angepasst, brav, artig, unauffällig und entsprechend der Ge- und Verbote sowie entsprechend der sozialen und gesellschaftlichen Konventionen. Niemand fällt aus der Rolle. Niemand schert aus. Alle sind brav und artig.

WIR KÖNNEN NUR FREMDGESTEUERT HANDELN ... !!!

Entweder werden wir von der Ego-Energie (Fremdenergie) der anderen Menschen regiert und gesteuert. Oder wir werden von der Liebe gelenkt.

DAS EINZIGE, was wir tun können, um uns selbstbestimmt zu fühlen, ist, dass wir uns mit der Energiequelle identifizieren. Und deshalb identifizierten wir uns als Kinder mit unseren Eltern. Deswegen identifizieren wir uns bis heute mit der Gesellschaft (mit dem Kollektiv), in dem wir leben.

Und wir KÖNNEN uns auch mit DER LIEBE identifizieren. Wenn wir uns mit der LIEBE identifizieren, dann fühlt es sich für uns so an, als handelten wir eigenständig und selbstbestimmt, wenn wir liebevoll handeln.

WIR SIND, mit wem wir uns identifizieren.

Aus uns selbst heraus, sind wir NICHTS.
Nur reines Potenzial.
Wir sind ein leerer Eimer und können alles sein.
Wir können JEDE Verkleidung und JEDES Kostüm anziehen. Indem wir uns damit identifizieren, werden die entsprechenden Erfahrungen machen.

Kinder spielen OHNE Plan. Sie spielen einfach um des Spielens Willen. Und natürlich planen sie dabei stets den nächsten Schritt. Auch Menschen spielen und planen, zum Beispiel Flughäfen. Und dann "kommt es anders, als man denkt" und man muss neu planen.

Pläne sind kurzfristige Ziele, die sinnvoll sind, jedoch NICHT zur Erreichung, sondern um für den eigenen Weg eine Richtung zu haben und während des Weges Erfahrungen zu machen und Gefühle zu fühlen. Je nach Verkleidung/Kostüm können wir unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Ich mache als Clown andere Erfahrungen wie als Zauberer, obgleich ich derselbe Mensch UNTER der Verkleidung bin.

Das Leben ist ein Spiel.
Die Erde ist die Bühne des Lebens.
Alle Egos sind die Schauspieler auf der Bühne und sind in das Spiel involviert.
Sie spielen ihre Rollen, fühlen authentisch ihre Gefühle und reagieren aufeinander.
Und die Herzensfelder sitzen auf dem Rang und schauen sich das Schauspiel von oben an.
Das ist beste Unterhaltung. Weshalb sonst würden wir ins Theater gehen? Wir fühlen uns GUT unterhalten.

Wir fühlen und von Filmen im Kino und vom Schauspiel im Theater bestens unterhalten. Und unsere Seele (unser Herzensfeld, die Engel, Gott) fühlen sich bestens von dem Schauspiel der Egos auf der Bühne des Lebens (Erde) bestens unterhalten. Ob Tragödie oder Komödie - die Unterhaltung ist GUT.

Da lacht das Herz und die Zuschauer klatschen begeistert in die Hände.

ALLES ist Spiegel.
Das Kleine spiegelt sich im Großen und umgekehrt.
Das weltliche Theaterspiel ist nur ein Spiegel für das göttliche Theaterspiel der Schöpfung.

Und es ist gut, zwischendurch auch mal die Bühne zu verlassen und sich das Schauspiel der anderen vom Rang aus anzuschauen ...



Samstag, 21. Dezember 2019
Wir haben KEIN Mitspracherecht in unserem Leben …
Wir haben KEIN Mitspracherecht in unserem Leben …

Der Mensch ist KEIN Schöpfer.
Schöpfer zu sein ist lediglich der anmaßende Irrtum unseres Ego …

Wir haben KEIN Mitbestimmungsrecht in unserem Leben. Was geschieht, das geschieht. Wir können nur NEIN oder JA sagen zu dem, was geschieht. Mit unserem freien Willen können wir NICHT gestalten, sondern nur das Jetzt, wie es ist, mit unserem NEIN ablehnen oder mit unserem JA annehmen.

NICHT WIR sind der Gestalter (Schöpfer, Erschaffer), sondern das Leben selbst ist der Gestalter (Schöpfer, Erschaffer). Als Mensch sind wir lediglich NEIN-Sager (Rebell, Gegner) oder Ja-Sager (Fan, Befürworter) …

Dies wird den meisten Menschen nicht passen, und doch ist es so …

Wir haben KEIN Mitspracherecht, wie schnell unser Herz schlägt.
Wir haben KEIN Mitspracherecht, wie unser Magen verdaut.
Wir haben KEIN Mitspracherecht, welche Hormone ausgeschüttet werden.
Wir haben KEIN Mitspracherecht, wie der Sauerstoff in unser Blut kommt.
Wir haben KEIN Mitspracherecht, wie unsere inneren Organe arbeiten.

Alles geschieht ganz von alleine OHNE unser Zutun.

Das Leben ist KEINE Demokratie, sondern eine Diktatur.
DAS LEBEN bestimmt, wo der Hase lang läuft.
Das Leben gestaltet mit Schicksalsschlägen unseren Weg.

In unserem Alltag schenkt uns das Leben immer wieder Impulse. Diese Impulse hat das Leben selbst erschaffen. Die Impulse kommen aus dem Feld. Und nun trifft ein Impuls bei uns im Leben ein. Der „Postbote des Lebens“ überbringt den Impuls des Lebens an unser Körper-Geist-Seele-System.

Und unser Ego kann zu diesem Impuls NEIN sagen.
Und unser Ego kann zu diesem Impuls JA sagen.

Wenn unser Ego zu dem Impuls des Lebens JA sagt, dann hat unser Ego selbst NICHTS erschaffen, sondern lediglich erlaubt, was in unserem Leben jetzt geschehen darf. Das Leben selbst war Erschaffer/Schöpfer. Und das Ego ist lediglich Mitmacher.

Die einzige Möglichkeit für unser Ego, selbst zu erschaffen, ist, dass wir NEIN sagen zu den Impulsen des Lebens. Dann weisen wir die Impulse des Lebens zurück und machen etwas ANDERES. Auf diese Weise können wir mit unserem Ego durch unser NEIN selbst etwas erschaffen. Wir erschaffen etwas, was ANDERS ist als das, was das Leben sich ausgedacht hat. So agieren wir mit unserem alten Ego ständig.

Unser altes Ego reagiert auf die Impulse des Lebens und will es ANDERS haben. Es ist mit der Krankheit, mit dem Plattfuß, mit der Kündigung, mit der Absage u.s.w. NICHT einverstanden und legt Widerspruch ein. Unser Ego erhebt eine Klage und geht dagegen an. Unser Ego klagt das Leben an.

Und unser Ego lebt in der Illusion, dass es selbst gestalten und erschaffen KÖNNTE. Wir wollen einen Beruf erlernen. Wir wollen einen Job ausüben. Wir bestimmen wohin wir in den Urlaub fahren. Wir bestimmen welches Auto wir kaufen. Wir entscheiden, wie unsere neue Wohnzimmergarnitur aussehen soll. Wir überlegen uns, wie wir unsere Wohnung streichen.

Doch ist es tatsächlich so, dass WIR SELBST entscheiden? Nein. Das Leben stellt uns eine Auswahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Das Leben offenbart uns ein Buffet an Optionen. Doch diese Auswahl ist eine begrenzte, limitierte Auswahl. Das Leben offeriert uns seine Vorauswahl an Wirklichkeiten. Und wir fühlen uns WIE ein Schöpfer, indem wir aus dem „Topf der bereits erschaffenen Möglichkeiten“ eine für uns passend erscheinende Variante auswählen. Doch dies ist nicht Erschaffen. Dies ist bereits Erschaffenes Konsumieren.

Dass unser altes Ego glaubt, selbst Schöpfer zu sein, ist a) eine Täuschung, b) eine Illusion und c) eine totale Selbstüberhöhung. Der einzige Schöpfer, den es gibt, ist die Schöpfung selbst. Das Leben selbst ist der Schöpfer. Wir Menschen ERFAHREN lediglich, was die Schöpfung bereits erschafft hat. Wir erschaffen NICHT selbst, sondern wir bezeugen lediglich die Wirklichkeit gewordenen Optionen.

. . .

Tiere erfahren ebenfalls diese Schöpfung, jedoch UNBEWUSST. Sie nehmen alles so hin, wie es ist. Sie wollen es nicht anders haben. Wir Menschen erfahren diese Schöpfung BEWUSST. Und weil wir unsere Erfahrungen BEWUSST erfahren, glauben wir - ja bilden wir uns tatsächlich ein, wir selbst hätten sie verursacht oder gar erschaffen. Nein, so ist es nicht. Wir sind lediglich Zeuge dessen, was geschieht OHNE jede eigene Verantwortung.

„Dann kann ja jeder machen was er will …“

JA - genauso ist es. Jeder kann machen, was er will. Dass wir uns durch Regeln und Gesetze selbst begrenzen ist einfach die Erfahrung, die wir gerade machen. Dass wir meinen, selbst die Verantwortung für unser Handeln und unser Tun zu tragen, entspricht unserem Weltbild. Doch so ist es nicht. Die Schöpfung selbst trägt die Verantwortung, nicht wir Menschen. Wir sind vollkommen frei und brauchen lediglich zu fühlen und zu bezeugen, was passiert.

Und wenn jeder macht, was er will, dann fühlen wir eben genau das …

Und wenn jeder im Zeichen, im Namen und im Sinne der universalen Liebe macht was er will, dann wird es sogar wunderschön und herrlich sein. Dass wir FREIHEIT mit Anarchie assoziieren liegt daran, dass viel Schreckliches passiert, wenn unser Verstand, also wenn die Egos, machen, was sie wollen. Und Egos wollen ihren Schmerzkörper ernähren und sorgen deshalb für sehr viel neuen Schmerz. Und dies tut natürlich vielen Menschen weh.

Momentan macht der Mensch ohnehin, was er will, und dies tut schon jetzt vielen Tieren weh. Wir leben schon in einer Konsumhaltung verbunden mit absoluter Verantwortungslosigkeit der Natur und der Umwelt gegenüber. Täglich sterben Fische und Tiere am Müll der Menschen. Wir machen schon jetzt was wir wollen. Wir fahren Auto einfach so zum Spaß. Wir reisen einfach just for Fun in den Urlaub und verjubeln die Ressourcen und Rohstoffe dieser Erde. Wie wir leben, das ist bereits die Hölle - zumindest für die Schildkröten in den Fangnetzen und für die Fische, die unseren Plastikmüll schlucken und elendig krepieren. Das Elend ist nur bei uns selbst noch nicht angekommen. Und solange wir selbst nicht körperlich, sondern nur seelisch in unseren eigenen Fangnetzen aus Gedanken und Vorstellungen eingeschnürt sind, bilden wir uns ein, wir würden in Freiheit leben und wir seien gesund und munter.

Nein, das sind wir nicht. Wie es jedem von uns seelisch geht, das spiegeln uns der brennende Regenwald, die umkippenden Seen, die Todeszonen der Ostsee, die strandenden Wale und Delfine, die mit Öl verschmierten Wasservögel, die in Fischernetzen gefangenen Meerestiere und die Pottwalmägen voller Müll wieder. Der Zustand der Erde spiegelt unsere eigene seelische Gesundheit/Krankheit/Elend wieder, doch wir wollen unsere innere, seelische Wahrheit nicht sehen …

. . .

Unser neues Ego (unser erwachtes Ego) verhält sich anders. Es hat nichts mehr zu tun. Es sitzt nur da und sagt immer nur JA zu allen Impulsen, die das Leben uns schenkt. Und dann kommt darüber hinaus unserem neuen Ego eine sehr wichtig, sehr wertvolle neue Aufgabe zu: Es beobachtet sich selbst in seinem Tun und fühlt die dazugehörigen Gefühle.

Unser neues Ego tut nichts mehr von sich aus. Unser neues Ego tut nichts mehr, weil es selbst dieses oder jenes jetzt tun WILL. Sondern unser neues Ego erlaubt dem Leben, dass das Leben mit unserem Körper-Geist-Seele-System etwas tut. Unser neues Ego schaut zu, wie mit unserem Körper etwas getan wird. Unser neues Ego ist Diener aus Leidenschaft. Das Leben macht etwas mit uns und unser Ego schaut dabei zu, beobachtet, fühlt, nimmt wahr und erlaubt alles.

Unser neues Ego ist einfach nur Zeuge. Es zeichnet auf, nimmt wahr, dokumentiert und beobachtet. Es tut nichts Eigenes mehr aus sich selbst heraus, sondern es lässt mit sich tun bzw. es erlaubt, dass mit unserem Körper etwas getan wird.

Die Selbstbestimmtheit unseres alten Ego ist vorbei und vorüber. Unser neues Ego gibt sich dem Fremdbestimmtsein bereitwillig hin, freiwillig und voll Hingabe. Nicht mein, sondern DEIN Wille geschehe. Wir geben uns den Impulsen des Lebens hin und sagen JA.

So wie das Leben unser Herz, unsere Verdauung, unsere Atmung, unsere Hormone, unsere Organe und alle inneren Prozesse und Abläufe bereits erfolgreich steuert, kontrolliert und gestaltet, so darf das Leben nun auch unser äußeres, irdisches, sichtbares Leben gestalten. Wir geben uns hin und sind einverstanden, willenlos zu sein. Unser „letzter Wille“ ist, dass der Wille der Liebe/des Lebens geschehe. Wir erlauben, dass der Wille des Lebens, der Wille der Schöpfung, der Wille der universalen Liebe geschehen und DURCH uns zum Ausdruck kommen darf.

Bisher kamen DURCH uns immer nur unsere eigenen Ego-Vorstellungen zum Ausdruck. Jetzt darf endlich wieder die LIEBE selbst DURCH uns zum Ausdruck kommen.

Wir verzichten freiwillig auf unser Mitspracherecht in Form von NEIN-Sagen gegenüber den Impulsen des Lebens. Denn natürlich haben wir mit unserem freien Willen dieses Mitspracherecht auch weiterhin noch, doch es macht nun keinen Sinn mehr, davon weiterhin Gebrauch zu machen. Es macht deshalb keinen Sinn, weil wir ja sehen wohin es uns geführt hat: wir leben in einer völlig zugemüllten Welt. Bei jedem Musik-Festival und in allen Weltmeeren baden wir im Müll. Und all dieser Müll repräsentiert/spiegelt unsere Vorstellungen. Jede Plastiktüte ist eine Überzeugung, eine Ansicht, eine Meinung, ein Gedanke von unserem Ego. Doch all diese Vorstellungen bringen nichts. Sie sind einfach nur Müll.

Und sie sind sehr langlebig - das können wir auch erkennen. Denn Plastikmüll bleibt ewig bestehen - ganz so wie die Vorstellungen all der Milliarden Egos dieser Welt.

Das Leben weiß es besser als wir mit unserem Verstand.

Wir dürfen dem Leben gegenüber JA sagen und ihm in seiner Gestaltungskraft vertrauen. Es gestaltet so oder so nach seinem Belieben, auch wenn wir NEIN sagen, präsentiert uns das Leben seinen Weg der Liebe immer und immer wieder neu. Wir DÜRFEN alle Umwege gehen, MÜSSEN dies aber nicht mehr weiterhin zwanghaft tun. Jedes NEIN ist ein neuer Umweg. Jedes JA ist eine Abkürzung ins Glück.

. . .

Natürlich NICHT für unser Ego. Für unser Ego ist jedes NEIN eine Abkürzung ins Glück seines Schmerzkörpers und jedes JA ist sein drohender Tod. Denn in Gegenwart der Liebe kann unser altes Ego mit seinem eigenen Willen nicht überleben.

Unser neues Ego dient uns allein als Ja-Sager, als Beobachter, als Gefühle-Fühler und als Zeuge. Es dient dem Leben, indem es unseren Körper entsprechend den Impulsen des Lebens führt, lenkt, leitet und steuert. Und dabei denkt es NICHT, sondern führt einfach aus und beobachtet und fühlt und nimmt wahr und sagt JA. Unser neues Ego lebt/wirkt aus einer Leere (und zugleich Fülle) des Seins heraus. Unser neues Ego agiert aus unserer inneren Stille heraus und folgt den „Anweisungen“ der Impulse des Lebens.

Ein völlig anderes Leben.
Eine völlig andere innere Haltung.
Eine vollkommen neue Wahrnehmung unseres Daseins.

Und wer möchte, probiert dies einfach mal aus: Vielleicht für eine Woche oder nur für drei Tage oder zunächst für zwei Stunden. Einfach mal ausprobieren.

Versuch macht klug …

Und vielleicht macht es ja sogar Spaß und bringt Freude …

Der universalen Liebe bereitwillig zu dienen muss einfach schön sein … - was sonst …?



Ego überkreuz - Empathie – Wie wir uns gegenseitig spiegeln …
Ego bedeutet „ICH“. Mit diesem ICH können wir zwei verschiedene ICHs meinen. Zum einen können wir unser weltliches ICH meinen, also uns als Person bzw. unseren Körper mit unseren Fähigkeiten, Charaktereigenschaften und Persönlichkeitsmerkmalen (alles womit wir uns identifizieren). Oder wir können uns zum anderen mit diesem ICH als eine größere Energie sehen/verstehen/begreifen, also als (die universale) Liebe, als das Alleins, als die universale Lebensenergie oder sogar als Gott.

„In meiner Welt“ benutze ich den Begriff EGO als das ICH, das eine FORM hat, das wir als Person oder Körper mit einem Verstand sind und das erlerntes Wissen und konditioniertes Verhalten reproduzieren kann. Während ich das ICH auf der Ebene des Alleinsseins oder der universalen LIEBE als „ICH als Herzensfeld“ verstehe, deren inneres Wissen durch unseren GEIST (unsere Inspiration) zum Ausdruck kommt.

„In meiner Welt“ sieht es nun so aus, dass wir als Menschen sozusagen ZWEI sind: Wir sind Ego und Herzensfeld und damit sind wir FORM und formlose Liebe. Und bei allem, was wir im Leben tun oder machen, gibt es ZWEI Richtungen: Wir können senden oder empfangen. Wir können uns selbst zum Ausdruck bringen oder etwas von den anderen aufnehmen. Wir können „von innen nach außen“ leben oder „von außen nach innen“. Es ist wie ausatmen und einatmen. Und wir sind BEIDES.

Wenn wir EINATMEN, also AUFNEHMEN, so nehmen wir empathisch all diejenigen Energien in uns auf, die gerade um uns herum sind. Oder wir nehmen diejenigen Energien auf von denjenigen Menschen oder Orten, an die wir gerade denken. Wenn wir im AUFNEHMEN-Modus leben, so fühlen wir IN UNS körperlich, was gerade außerhalb von uns existiert. Wir befinden uns im Empathisch-Sein-Modus.

Und diejenigen Energien, die wir AUFNEHMEN (eintamen), können von Pflanzen, Tieren, schönen Blumen und aus der Natur stammen. Oder sie können auch von anderen Menschen stammen. Stammen die Energien von anderen Menschen, so nehmen wir in der Regel die EGO-Energien der anderen in uns auf und fühlen sie. Dies bedeutet: WIR FÜHLEN IN UNS KÖRPERLICH, wie das Ego des anderen sich gerade fühlt. Und dies KANN hin bis zu körperlichen Symptomen wie Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Zahnschmerzen und allen möglichen anderen Krankheitssymptomen, körperlichen Leiden, Schmerzen und Problemen führen.

Es KANN also sein, dass zum Beispiel das EGO UNSERES PARTNERS (oder Arbeitskollegen) gerade ein seelisches Problem hat (zum Beispiel ob es sich auch in diesem Jahr wieder so gehört, bestimmte Menschen zu Weihnachten zu besuchen) und dass unser Partner seelisch unter Schmerzen und inneren Qualen leidet. Möglicherweise ist dies unserem Partner nicht einmal bewusst. Doch WIR spüren plötzlich SEINE/IHRE seelischen Schmerzen empathisch körperlich IN UNS. Auf diese Weise entstehen VIELE Krankheitssymptome, die gar nicht unsere eigenen, persönlichen Schmerzen sind, sondern die wir liebevoll empathisch von unserem Partner aufgenommen haben.

Warum? - Weil es hierfür a) gute Gründe gibt und weil dies b) zu unserer eigenen spirituellen/seelischen Entwicklung positiv beiträgt. „Aua macht schlauer …“ „Not macht erfinderisch ...“ Und wir können „mit dem Ego des anderen körperliche Erfahrungen machen“, die wir mit unserem eigenen Ego niemals erfahren könnten (weil unser eigenes Ego ANDERS konditioniert ist als das unseres Partners). Wir erweitern also unseren Horizont.

Soweit zum Thema EINATMEN bzw. der AUFNEHMEN-Modus.

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Jetzt schauen wir uns mal das AUSATMEN bzw. den „SICH-ZUM-AUSDRUCK-BRINGEN-Modus“ an.

Wenn wir UNS ZUM AUSDRUCK BRINGEN (wenn wir (unsere Liebe) ausatmen), dann bringen wir unser Herz, unsere Liebe, unser Inneres Kind frei zum Ausdruck. Wir leben uns in Freiheit und Unbekümmertheit. Dieses SICH-ZUM-AUSDRUCK-BRINGEN ist kein „um … zu …“, wir wollen nichts erreichen oder bezwecken, sondern das, was wir tun, ist Selbstzweck und Freude in sich selbst. Wir brauchen kein „Bitte“ oder „Danke“ und auch keine (besondere) Aufmerksamkeit. Wir sind nicht abhängig von den Kommentaren, Sprüchen und Urteilen der anderen. Wir leben und bringen uns zum Ausdruck zu unserer eigenen Freude. Wir leben uns in unserer Selbstliebe.

In diesem Sinne leben wir uns aus unserem Herzensfeld heraus. Die LIEBE aus unserem Innern kommt im Außen zum Ausdruck. Vielleicht indem wir etwas Kreatives tun oder fantasievoll wirken, spielen oder gestalten.

Und nun ist es „in meiner Welt“ so, dass ich sage: Immer, wenn wir aus uns selbst heraus AGIEREN, dann leben wir unsere Liebe, dann leben wir aus unserem Herzensfeld heraus, dann bringen wir unsere Selbstliebe zum Ausdruck, dann darf sich unsere Intuition frei entfalten. Wir sind aus uns selbst heraus inspiriert und begeistert und wir folgen frohen Mutes unserem Bauchgefühl und unserer Inneren Stimme.

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Und immer wenn wir REAGIEREN, dann haben wir ZUVOR Energie aus dem Außen aufgenommen und bringen EGO-Energie zum Ausdruck. Uns selbst SCHEINT es nur so, als würden wir agieren, doch in Wirklichkeit REAGIEREN wir auf äußere Umstände. Und das, was wir machen und tun, ist durch unsere Gefühle und Gedanken induziert/verursacht/motiviert, zum Beispiel aufgrund von Angst, von Minderwertigkeitsgefühlen, von Sorgen, von Wut, von Trauer, von Mangel, von „sich falsch verstanden fühlen“, von Grübeleien und Gedankenkreisen oder auch aufgrund von erlernten Konditionierungen aus unserer Kindheit.

Und nun „ist es in meiner Welt so“, dass ich sage: Wir KÖNNEN NICHT UNSER EIGENES EGO LEBEN!

Wir können NUR unser Herzensfeld, unsere Liebe leben. Wenn WIR UNS LEBEN, dann leben wir uns aus unserem Herzensfeld, aus unserer Liebe heraus. Und WENN wir ETWAS ANDERES als unsere Selbstliebe leben, DANN leben wir die EGO-Energie VON ANDEREN. Entweder leben wir UNSERE LIEBE oder wir leben DAS EGO DER ANDEREN. Und „die anderen“ können unser Partner, unsere Eltern, der/die Arbietskollege/in, ein Freund, eine Bekannter, der Nachbar - ja, jeder x-beliebige Mensch - sein.

WIR KÖNNEN UNSER EGO NICHT SELBST LEBEN!

UNSER EGO können wir nur im Außen erkennen. UNSER EGO können wir erkennen, wenn DIE ANDEREN UNSER EGO zum Ausdruck bringen. UNSER EGO können wir nur erkennen, wenn DIE ANDEREN UNSER EGO leben. Das Verhalten DER ANDEREN ist eben NICHT DEREN Verhalten, sondern es ist DAS VERHALTEN UNSERES EIGENEN EGO.

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Wann ist eigentlich unser Ego entstanden?

UNSER EGO ist in unserer Kindheit entstanden. Wir waren anfangs sozusagen „ein leerer Eimer“. Und weil JEDER Mensch die Gabe/Fähigkeit der Empathie besitzt, haben WIR als Kinder, während wir viele Jahre lang zu Mama und Papa hingeschaut haben, DEREN EGO-Energie IN UNS aufgenommen. UNSER EGO ist also das Ego unserer Eltern. Sowie darüber hinaus natürlich auch aus der Gesellschaft/aus dem Kollektiv von damals aufgenommen. Oftmals haben wir einen Schwerpunkt und etwas mehr von Mamas oder Papas Energie.

Doch auch hierbei gilt: EGO ÜBERKREUZ!

Denn wenn Mama und Papa sich verliebt in die Augen schauen, dann nimmt Mama Papas Ego-Energie auf und Papa nimmt Mamas Ego-Energie in sich auf. Und somit verhält es sich so, dass, wenn das Mädchen viel zu Mama hinschaut, sie viel Ego-Energie von Papa aufnimmt, weil Mama diese Ego-Energie empathisch von Papa aufgenommen hat. Und wenn der Junge viel zu Papa hinschaut, dann nimmt er viel Ego-Energie von Mama auf, weil Papa viel Ego-Energie empathisch von Mama aufgenommen hat - zumindest wenn Mama und Papa und Kind zu dritt etwas zusammen machen. (Im Faco-to-Face von Kind und Mama oder Kind und Papa sind Mama und Papa natürlich überwiegend durch die Ego-Energie ihrer eigenen Eltern geprägt.)

Eine Spezialsituation ist natürlich bei Alleinerziehenden. Dort schwingt entweder die Ego-Energie des Ex-Partners, wenn beide noch miteinander hadern und sich in den Haaren liegen - oder es schwingt einfach die Ego-Energie der Eltern (bzw. Großeltern und Vorfahren/Ahnen), die dann maßgeblich in den Erziehungsalltag der alleinerziehenden Mutter (des alleinerziehenden Vaters) mit einfließt.

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Nur wenn WIR AGIEREN, leben wir uns von innen nach außen. Wir leben unsere Intuition und unsere inneren Impulse frei, kreativ und fantasievoll. Wir leben UNS in unserer Selbstliebe und bringen unser Herzensfeld zum Ausdruck.

Wenn wir „das Feld sondieren“ und schauen, wie es dem anderen geht und auf wen wir Rücksicht nehmen sollten, dann leben wir uns von außen nach innen. Wir nehmen die EGO-Energie DER ANDEREN auf und fühlen sie körperlich IN UNS. Entsprechend REAGIEREN wir so, wie DIESE Ego-Energie des anderen uns steuert, führt, lenkt, leitet und instruiert. Wir „sind NICHT ganz Herr/Dame unserer Sinne“, sondern wir leben und agieren wie fremdgesteuert. Die Ego-Energie des anderen „besetzt uns“ sozusagen und „macht etwas mit unserem Körper“. Wir fühlen empathisch, wie das Ego des anderen sich fühlt. Und wir verhalten uns genauso, wie es optimal für unsere eigene und auch für die Entwicklung des anderen ist, um erwachsen zu werden und um zu erwachen. Oftmals geht dies mit unangenehmen Trigger-Reizen einher.

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Unsere Kindheits-Ego-Ich-Identität entstand damals als Kind (die Sache mit dem leeren Eimer). Viele Erwachsenen identifizieren sich bis heute mit dieser Kindheits-Ego-Ich-Identität ohne dies zu wissen. Diese Kindheits-Ego-Ich-Identität bildet eine feste Einheit von unserem Körper und unseren verinnerlichten, konditionierten, inneren Mustern.

Solange wir Kinder waren, hatten wir noch gar kein eigenes Ego. Wir haben lediglich unseren Eltern deren Ego gespiegelt (dies machen übrigens unsere Kinder heute uns gegenüber ganz genauso). Nach 18 Jahren Kindheit haben wir alle Ego-Gefühle unserer Eltern so verinnerlicht und automatisiert, dass wir glauben, wir seien sie. Wir identifizieren uns zu nahezu 100% mit der Ego-Energie unserer Eltern.

WIE UM ALLES IN DER WELT KANN MAN DIES ALS ERWACHSENER AUFLÖSEN?

Hierfür hat sich die Schöpfung etwas Geniales einfallen lassen …

Wenn wir nun einen Partner haben, dann spiegelt uns unser Partner unser Ego - genau genommen die Ego-Energie unserer Eltern. Unser Partner schaut uns tief in die Augen, wir sagen uns gegenseitig „Ich liebe Dich“ und schwupp nehmen wir die Ego-Energie des anderen in uns auf - voll automatisch! Und der andere nimmt unsere Ego-Energie in sich auf.

Folglich begegnen wir nun NICHT unserem Partner, sondern wir begegnen UNSEREM eigenen EGO! Und „noch viel schlimmer“: Wir begegnen, wenn wir unserem Partner tief in die Augen schauen, der Ego-Energie unserer Eltern. - Kein Wunder also, wenn wir unseren Partner irgendwann nicht mehr ausstehen können, denn auch mit unseren Eltern haben wir ja so unsere Probleme.

WER oder WAS UNSER EGO IST, können wir also IN UNSEREM PARTNER SEHEN, ERKENNEN, beobachten und anerkennen - wenn wir dies denn KÖNNEN …

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Parallel zu diesem Phänomen des Spiegelns durch unsere Gabe der Empathie wurde unser KÖRPER während unserer Kindheit konditioniert. Wir waren es gewohnt, bestimmte Gefühle zu fühlen. Und bestimmte Programme und Programmierungen prägten unser Leben. (Diese Programmierung spiegelt uns unser Partner mit seinem Verhalten aufgrund UNSERES Ego.) Zugleich ist unser eigener Körper aber SÜCHTIG nach bestimmten Umgangsformen. Unser Hormonhaushalt verlangt nach einem ganz bestimmten Chemie-Cocktail, wie wir uns „wohl“ fühlen. Und hierzu gehören dann so unangenehmen Gefühle wie abgelehnt und zurückgewiesen werden, denunziert und diskriminiert werden, unterdrückt und erniedrigt werden, Gewalt (körperlich, seelisch), aggressives Verhalten, nicht beachtet werden, Ignoranz, mangelnde Wertschätzung, nicht verstanden werden und so weiter …

All dies KENNT UNSER KÖRPER. Und unser Körper hat ein Körperzellgedächtnis, in dem alles abgespeichert ist.

Vieles, was damals (in unserer Kindheit) gelaufen ist (als unser Ego geprägt wurde), war falsch - doch über die Jahre waren wir nichts anders gewohnt und so fühlt es sich heute vertraut, gewohnt und damit „richtig“ an. Und vieles, was heute schön, richtig und angenehm wäre, fühlt sich paradoxerweise „falsch“ an, weil wir es NICHT gewohnt sind und weil es uns NICHT vertraut ist.

Dies führt zu einem super paradoxen Leben, in dem wir ablehnen, wonach wir uns sehnen, und in dem wir immer wieder genau diejenigen Energien in unsere Leben hinein ziehen, die wir auf den Tod nicht ausstehen können.

Und genau genommen verhält es sich nun so …

Unser Partner HAT UNSER EGO und verhält sich in einer Art und Weise, dass er/sie mit seinem/ihrem Verhalten in uns genau diejenigen Gefühle auslöst, die früher (in unserer Kindheit) unsere Eltern in uns ausgelöst haben. Dies ist uns vertraut und gewohnt.

Und die Kunst besteht nun darin, NICHT unseren Partner hierfür verantwortlich zu machen, sondern UNSER EIGENES EGO im Verhalten des anderen zu erkennen. Und zugleich können wir uns selbst mit unserem Körper darin erkennen, dass dieser Körper nach seinem „Stoff“ (dem Chemie-Cocktail von damals) lechzt.

Auflösen können wir dies dann, wenn wir Körper und unsere Kindheits-Ego-Ich-Identifikation bewusst ENTKOPPELN und wenn wir zugleich auf unserer Körper-Ebene einen „neuen Stoff“ (einen anderen Chemie-Cocktail“) erlauben, zum Beispiel Annahme, Wertschätzung, Hochachtung, Liebe, Freude, positive Zuwendung, freundliche Zuwendung, positive Aufmerksamkeit. Einen solchen Transformationsschritt können wir zum Beispiel in einer Meditation vollziehen.

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Noch einmal die Zusammenfassung …

Wir nehmen empathisch die Ego-Energie der anderen auf.
Was wir fühlen, ist die Ego-Fremdenergie der anderen.

Wenn wir uns selbst leben (wenn wir agieren), SIND WIR LIEBE und FREUDE.

UNSER EGO können wir NICHT selbst erfahren/fühlen, sondern NUR BEIM ANDEREN sehen/erkennen.
Indem wir den anderen (bedingungslos) lieben, lieben wir UNSER Ego (im anderen).

Lieben wir NUR UNS SELBST, so lieben wir die Ego-Energie DER ANDEREN IN UNS.

AGIEREN bedeutet, uns aus unserem Herzen heraus frei in Liebe zu leben.
REAGIEREN bedeutet, auf Egos zu antworten und fremdgesteuert zu leben.
REAGIEREN bedeutet darüber hinaus, selbst aus dem eigenen Ego heraus zu handeln (diese Energie sind jedoch NICHT WIR SELBST, sondern es ist die Ego-Energie unserer Eltern und des Kollektiv).

WAHRE SELBSTLIEBE ist die liebevolle Umarmung von „altem Ego“ (unsere Kindheits-Ego-Ich-Identität, mit der wir die Vorstellungen unserer Eltern sowie der Gesellschaft bedienten), „neuem Ego“ (mit dem wir bereitwillig unserem Herzen dienen) und unserem Herzensfeld.

ERWACHSEN WERDEN bedeutet ERWACHEN und ist gleichbedeutend mit der Auflösung unserer starren Kindheits-Ego-Ich-Identität und das Bejahen und Begrüßen unseres „neuen Ego“, das Lust hat, bereitwillig unserem Herzensfeld zu dienen.

Nun steht unser „neues Ego“ als Steuermann am Ruder unseres Schiffes und unser Herzensfeld ist der Kapitän und gibt den Kurs an. Und wir fühlen uns im Vertrauen - selbst dann, wenn der Kapitän die universale Liebe ist und damit unsichtbar. Unser neues Ego empfängt SEINE Impulse dennoch zuverlässig telepathisch und weiß stets, in welche Richtung es weiter geht …

So ist es nun gut. Und jetzt kann Weihnachten kommen als DAS FEST UNSERER INNEREN SELBSTLIEBE, indem altes (Kindheits-)Ego, neues (erwachtes, erwachsenes) Ego und Herzensfeld sich in Harmonie und Liebe die Hände reichen …



Freitag, 20. Dezember 2019
Undank ist der Welt Lohn ...
Was assoziierst Du mit dieser "Volksweisheit" ...?

Ich persönlich denke, dass tatsächlich nur unser EGO Wert auf "Bitte" und "Danke" und all die Höflichkeitsformen legt. Unser Ego nimmt es persönlich und fühlt sich verletzt, wenn andere sich nicht an die Anstandsregeln halten, sich daneben benehmen und keine Rücksicht nehmen.

Unser Herzensfeld und die reine, göttliche LIEBE bewerten NICHT. Sie urteilen nicht und sie nehmen nichts persönlich (denn sie sind KEINE PERSON). Sie erlauben alles. Denn alles IST LIEBE. Weshalb sollte die Liebe etwas verurteilen, was eine Ausdrucksform ihrer selbst ist - selbst wenn es "der Gegenpol" ist.

"UNDANK IST DER WELT LOHN ..." könnte und hinführen in ein anderes Selbstverständnis.

Solange wir etwas tun, UM dafür ein DANKESCHÖN zu bekommen, UM dafür Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erhalten, UM uns gut zu fühlen und UM unsere Selbstzweifel zu beruhigen - solange BENUTZEN wir den anderen zum Aufpolieren/Aufpeppeln unseres Ego.

Wenn wir etwas tun, einfach weil WIR Lust haben, genau dies jetzt zu tun - völlig unabhängig von dem Applaus, dem Dank und der Wertschätzung DER ANDEREN - dann sind wir bei unserem tun in Freude und in Selbstliebe mit uns selbst verbunden und WIR BRAUCHEN DAS LOB DER ANDEREN NICHT.

Dies bedeutet NICHT, dass wir das Lob der anderen ablehnen und zurückweisen, doch wir sind NICHT ABHÄNGIG vom Dank, von der Aufmerksamkeit und von der Anerkennung DER ANDEREN. WIR SELBST LIEBEN UNS in unserem Tun und dies ist uns Freude und Erfüllung genug.

UNDANK IST DER WELT LOHN ... könnte uns aus der ABHÄNGIGKEIT vom Bitte-und-Danke-sagen-MÜSSEN befreien. Dies bedeutet NICHT den Umkehrschluss, dass Bitte und Danke verboten werden sollten. Es geht um unser Gefühl, ob wir uns auch dann WERT fühlen KÖNNEN, wenn niemand von außen uns dankt - einfach weil WIR SELBST MIT UNS FREUDE haben.

Solange wir etwas FÜR ANDERE tun, wollen wir natürlich das DANKE der anderen bekommen und sind enttäuscht, wenn wir es NICHT kriegen. Hier könnten wir nun den Schlüssel ins Schloss stecken und unsere Tür öffnen, hinter der wir UNSERE SELBSTLIEBE finden. Denn wenn wir nicht mehr andauernd FÜR ANDERE leben, ändern sich plötzlich alles. Alle Abhängigkeiten und auch unsere Opferrollen lösen sich in Wohlgefallen auf.

Wenn wir etwas in Selbstliebe FÜR UNS SELBST tun, dann braucht uns natürlicherweise NIEMAND zu danken. Und wenn wir unser ganzes Leben IN SELBSTLIEBE FÜR UNS LEBEN, auch dann braucht uns niemand DANKE und BITTE zu sagen. Wir machen und tun das, was wir machen und tun, ja FÜR UNS.

Dennoch wird das, was wir tun, FÜR ANDERE eine wahre Freude und Bereicherung sein, denn wir leben UNS aus unserem Herzens heraus in unserer Selbstliebe - und dabei MUSS GUTES rauskommen! Es kann gar nicht anders sein.

So leben Künstler. Sie leben aus ihrem Innern und erschaffen wundervolle Kunstwerke, die die Welt und die Betrachter bereichern, erfüllen und faszinieren. Auf diese Weise lebt der Künstler SICH und BEREICHERT DIE WELT.

Die Schlüsselwörtchen sind UM ... ZU ... und auch FÜR ...

Tun und machen wir etwas, UM (von anderen) ETWAS zu bekommen (Anerkennung, Dank, Aufmerksamkeit)?

Und tun und machen wir etwas FÜR ANDERE oder FÜR UNS (für unser Herz, zur Freude unseres Inneren Kindes)?

"Undank ist der Welt Lohn ..." KANN uns unserer Selbstliebe näher bringen, indem wir uns freiwillig von dem Lohn der Welt weniger abhängig fühlen ...



Donnerstag, 12. Dezember 2019
Was ist das Ego eigentlich wirklich? Wie können wir es erklären, begreifen oder verstehen?
Das Ego ist ein Energiefeld, das sein eigenes Gottsein/Liebesein vergessen hat.

Bevor unsere Seele inkarniert, ist sie Liebe und Licht. Alle Seelen entstammen Gott, der einen universalen Schöpferkraft/Schöpferliebe. Seelen sind also sozusagen Aspekte der einen, allumfassenden Liebe, die sich als Liebe inkarniert haben. Doch Seelen können keine körperlichen Erfahrungen machen und auch keine körperlichen Gefühle fühlen. Sie können sich als Liebe NICHT erfahren, NICHT erleben und NICHT bewusst wahrnehmen. Um dies zu können, müssen die Seelen in einen Körper inkarnieren. Somit muss die LIEBE in einen Körper inkarnieren, um sich als LIEBE erfahren, erleben, wahrnehmen und fühlen zu können.

Nun KANN der Wind sich NICHT als Wind wahrnehmen, wenn es nur Wind gibt.
Und auch das Licht KANN sich NICHT als Licht wahrnehmen, wenn es nur Licht gibt.
Und auch das Wasser KANN sich NICHT als Wasser wahrnehmen, wenn es nur Wasser gibt.
Und auch die Liebe KANN sich NICHT als Liebe wahrnehmen, wenn es nur Liebe gibt.

Wind, Licht, Wasser und Liebe KÖNNEN sich NUR DANN erfahren, wenn sie sich an ETWAS REIBEN können. Wind, Licht, Wasser und Liebe KÖNNEN sich NUR DANN erfahren, wenn sie sich an etwas, das ANDERS ist als sie selbst, reiben können.

Und diese ANDERE FORM, an der sich die LIEBE reibt, ist das Ego. Wenn eine Seele bzw. wenn die LIEBE in einen Körper inkarniert, dann "fällt sie" aus dem Himmel auf die Erde. Dann unternimmt die Seele (die LIEBE) eine Reise und begibt sich aus dem feinstofflichen, formlosen, rein energetischen Kosmos in das Gravitationsfeld der Erde (bzw. des Universums, der Galaxien, der Sonnensysteme). Und wenn die Seele (die LIEBE) DURCH die Erdatmosphäre "fliegt" bzw. DURCH die "Atmosphäre des Kosmos" (durch die "Atmosphäre" des stofflichen, physischen Universums), dann VERGISST sie sich selbst, dann VERGISST sie, dass sie Seele/LIEBE ist. Sie wird sozusagen "bewusstlos" (oder „sie schläft ein und beginnt zu träumen“).

Das Ego ist also eine Seele, die an Amnesie leidet. Genau genommen leidet sie an einer retrograden Amnesie (Retrograde Amnesie von lateinisch retro = rückwärts, ist eine spezielle Form der Amnesie, bei der Personen nicht mehr in der Lage sind, sich an Geschehnisse VOR einem bestimmten, meist traumatischen, Ereignis zu erinnern). Dieser Zustand ist vergleichbar mit einem Einschlafen und Träumen. Dann erscheinen uns die Traum-Wirklichkeiten vollkommen real und wir erinnern uns NICHT an unser Menschsein bei Tagesbewusstsein.

Und durch diesen TRICK DES VERGESSENS (bzw. den „Trick des Einschlafens“) ist es möglich, das die Liebe sich selbst als LIEBE NICHT mehr erkennt, selbst dann nicht, wenn sie direkt vor der Nase des Ego steht und behauptet, sie sei LIEBE.

Mit diesem TRICK DES VERGESSENS ist also die Seele als Ego inkarniert und Wasser kann sich als Wasser wahrnehmen, weil es vergessen hat, dass es Wasser ist. Wind kann sich als Wind wahrnehmen, weil er vergessen hat, dass er Wind ist. Licht kann sich als Licht wahrnehmen, weil es vergessen hat, dass es Licht ist. Liebe kann sich als Liebe wahrnehmen, weil sie vergessen hat, dass sie Liebe ist. Das Ego kann sich als ETWAS wahrnehmen, weil es vergessen hat, WER/WAS ES IST. Und dabei kann das Ego JEDE FORM annehmen, denn es ist ja eigentlich LIEBE und LIEBE IST ALLES. (Und auch wir KÖNNEN im Traum ALLES sein und ALLES erleben und träumen.)

Unser Ego nimmt sich aber immer nur als EINE Form wahr. Und es grenzt sich von all den anderen Formen ab. Dies passiert nun mal, wenn man unter retrograder Amnesie leidet. Es ist vielleicht erklärbar mit demenzkranken Menschen, die ihre eigenen Angehörigen als fremde Menschen abweisen, beschimpfen und nach Hause schicken. Sie haben ihre eigene Familie vergessen.

Dies ist NICHT SCHLIMM - ganz im Gegenteil. Es ist super schön. Denn wenn wir unsere Erdenzeit beenden, dann verlassen wir unsere Ego-Rolle und inkarnieren wieder als Seele im Himmel. Und hierbei VERGESSEN wir erneut. Wir vergessen, wer wir als Ego waren.

WIR VERGESSEN ALSO ZWEIMAL!

Wir vergessen unser SEELESEIN (unser Liebesein) wenn wir als Seele aus dem Himmel kommen und als Mensch auf der Erde inkarnieren.

Und wir vergessen unser EGOSEIN (unser Menschsein) wenn wir als Ego von der Erde gehen und als Seele im Himmel inkarnieren.

Oder anders ausgedrückt: Wir vergessen unser Egosein (unser Menschsein) wenn wir als Ego auf der Erde sterben und als Seele heimkehren in den Himmel.

Ego ist also ein Aspekt der universalen Liebe, der sein LIEBESEIN vergessen hat.
Und weil dies so ist, weiß unser Ego NICHT, wer oder was er/sie/es ist!!!

Und weil unser Ego nicht weiß, wer oder was er/sie/es ist, deswegen schaut unser Ego ständig NACH AUSSEN, wer es sein KÖNNTE. Doch es wird sich niemals finden oder sehen oder erkennen KÖNNEN, denn das Ego IST FORM und ein Ego KANN NUR FORMEN erkennen. Die universale Liebe ist aber KEINE Form, sondern formlos, feinstofflich, rein energetisch. Also wird unser Ego sich NIEMALS erkennen KÖNNEN, solange es auch sucht.

Und da es sich nie erkennt, fühlt es sich ständig getrieben und auf der Suche (ja fast auf der Flucht) und im Mangel.

Damit unser Ego nun überhaupt leben und existieren kann, muss es - da es selbst nicht weiß, wer oder was es ist - gesagt kriegen, was es tun oder lassen SOLL. Und hierzu ist unser Ego mit der Fähigkeit ausgestattet worden, lernen zu können. Unser Ego kann lernen und es kann konditioniert werden. Und so ist unser Ego mit unser Geburt wie ein "leerer Eimer", in den die Egos, die schon da sind, IHRE Werte, Normen, Vorstellungen, Ansichten, Regeln, Gesetze und Moralvorstellungen hinein pflanzen dürfen, auf das das neue Ego ihnen gleich sein möge.

Dies ist vergleichbar mit der Geschichte von Mogli im Dschungel. Mogli wusste nicht, dass er ein Mensch war. Er lernte von den Wölfen, wie das Leben funktioniert. Er lernte IHRE Regeln, denn er selbst hatte und kannte ja keine.

Und so ist "die Welt" sozusagen "der Dschungel", in dem unsere Seele "abgelegt wurde". Und die Menschen sind die liebevolle Wolfsfamilie (die Egos), die die Seele aufnehmen und nach ihren Werten erziehen. Die Menschen/Egos machen es wirklich so gut und so liebevoll, wie sie es können. Doch da auch sie schon von Egos aufgezogen worden sind, geben sie eben immer "das Falsche" weiter. Es wäre so, wie wenn Mogli seine eigenen Kinder wie Wölfe großziehen würde.

All dies ist nun KEIN Fehler, sondern "der Plan", denn NUR AUF DIESE WEISE ist BEWUSSTWERDUNG möglich. Die LIEBE MUSS sich selbst vergessen, um sich dann später ERKENNEN zu können.

Wir brauchen den Schatten (den Dschungel, die Ego-Welt, das Vergessen, die Negativität, das NICHT-Liebe-Sein). Nur mit diesem Vergessen ist ein Erinnern möglich. Und mit diesem Erinnern KANN sich dann die universale Liebe ihrer selbst bewusst werden (bzw. das universale Bewusstsein seiner selbst bewusst werden).

Unser Ego ist also ein Aspekt der universalen Liebe, der sein Liebesein vergessen hat.
Bzw. unser Ego ist eine Seele, die ihr Seelesein vergessen hat.

Und weil unser Ego die Liebe vergessen hat, KANN es lieblos handeln und so viel dummes Zeug machen. Bis uns selbst all dieses dumme Zeug so sehr weh tut und schmerzt, dass wir aus diesem (Alb)Traum erwachen und uns erinnern.

Und unsere Zeit, in der wir heute leben, scheint hier eine Epoche des Erwachens und der Bewusstwerdung zu sein, weil wir in so unheimlich kurzer Zeit so unendlich viel riesen großen Schmerz für so viele, viele Menschen und Tiere und Pflanzen erzeugt haben …

Aua macht schlauer …
Zwick mich, damit ich aus meinem Ego-Traum aufwache …

Bei Fragen erzähle ich gerne mehr ...



Mittwoch, 4. Dezember 2019
Maria und Josef - die spirituelle Weihnachtsgeschichte
Es war einmal vor langer Zeit, da zogen Maria und Josef durch das Land bis nach Betlehem. Sie gingen in ihre Heimat, um sich zählen zu lassen. Und als sich der Tag dem Ende neigte, da suchten sie eine Herberge. Sie brauchten einen guten Platz zum Schlafen, denn Maria, war schwanger. Sie trug das Kind der reinen, göttlichen Liebe in sich.

Und so suchten sie nach einer Herberge und klopften an die Tür. Der Wirt des ersten Gasthauses öffnete. Sie fragten nach einem Bett, doch sie wurden abgewiesen. Und auch der zweite und dritte Wirt wies sie ab. Niemand öffnete ihnen die Tür, um sie hereinzulassen. Schließlich erbarmte sich ihrer doch jemand, und sie durften sich bei den Tieren im Stall niederlassen. Es war nicht die gute Stube, es war nicht das Wohnzimmer. Es war abseits im Stall bei den Tieren im Heu und mit Stroh.


Unsere Gefühle klopfen bei uns an unsere Tür

Warum ich Dir diese Geschichte erzähle? Für mich spiegelt sie wieder, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen. Die Gefühle klopfen bei uns an unsere Haustür. Sie bitten um eine Herberge, um eine Bleibe. Sie bitten darum, eingelassen zu werden. Doch wir verweigern ihnen den Einlass. Wir knallen ihnen die Tür vor der Nase zu. Wir wollen sie nicht bei uns (in uns) haben.

Bei „unangenehmen“ Gefühlen wie Wut, Trauer, Angst, Aggressionen und Gewalt könnte man es ja noch verstehen. Aber in der Geschichte von Maria und Josef klopft nicht ein Monster oder ein Räuber oder ein Gruselrächer an die Tür, nein, es klopft die LIEBE selbst an die Tür. Maria trägt die göttliche LIEBE in sich, und die Wirtsleute verweigern sogar der göttlichen LIEBE die Gastfreundschaft.

Warum? Weil ihnen, wie allen Menschen, durch den „Trick des Vergessens“ sogar die reine göttliche LIEBE fremd geworden ist. Und dies soll so sein. Das ist nicht doof, sondern das ist Gottes Plan, wie wir noch sehen werden …


Wir können uns selbst beobachten

Wir können jetzt und hier und heute genau dies erkennen. Und dann können wir beim Erkennen beobachten, was wir fühlen. Beobachte Dich einfach JETZT, wenn Du diese Worte hier liest. Findest Du den göttlichen Plan toll, spitze, klasse? Oder haderst Du mit ihm? Findest Du ihn doof, blöd und sinnlos?

Es ist ganz gleich, ob wir positive oder negative Gefühle haben. Der Schritt, den wir JETZT tun können, ist, bewusst zu bemerken, welche Gefühle wir in diesem Moment fühlen.

Und dann gibt es noch die vielen Leser, die keine Gefühle haben. Dann beobachtest Du JETZT genau das, nämlich dass Du leer bist, dass Du nicht erfüllt von positiven oder negativen Gefühlen bist, sondern leer. Egal was Du fühlst oder nicht fühlst, Du kannst genau dies JETZT beobachten, wahrnehmen und achtsam erkennen.


Unsere Gefühle bewusst zu uns herein lassen

Wir können nun bewusst ein Weihnachtslied singen und unsere Gefühle bewusst zu uns herein lassen …

Die Tür mach auf, das Tor mach weit,
Dir selbst als Herr Dein‘ Herrlichkeit,
als König*, dem die Ehr gebührt,
er Dich zur Lieb‘ und Freud hinführt,
er Heil in Dein Leben bringt
und jauchzt und voller Freuden singt:
Hallelu Ja! Hallelu Ja!
Ich singe und spreche: Hallelu Ja.

*Und wer ist dieser König?
In der Bibel ist es das Christuskind in Marias Bauch.
In dieser Welt ist es Dein Inneres Kind in Dir.


Unsere Gefühle zu Gast in unserem inneren Schloss

Und jetzt schreiben wir die Geschichte von Maria und Josef neu! Wir machen JETZT einen neuen Anfang. Maria und Josef klopften an die Türen der Wirtshäuser. Und wir stellen uns JETZT vor, das wir selbst solch ein Haus haben. Es muss kein Wirtshaus wie in der Geschichte sein. Es kann auch ein Haus am Meer sein oder ein Schloss oder eine Burg oder eine Villa oder ein Holzhaus oder ein Haus im Wald oder ein Bauwagen oder ein Hochhaus oder, oder, oder …

Stell Dir vor Deinem inneren Auge Dein Haus vor. Das Haus, in dem Du lebst und wohnst und Dich wohl fühlst. So wie Deine Seele in Deinem Körper wohnt und zu Gast ist, so wohnst Du JETZT mit Deiner Seele zusammen in Dir in Deinem imaginären, inneren Haus, Palast, Schloss, Hütte oder Höhle.

Und in diesem Deinem Haus ist ein schöner, großer Raum oder Saal, Dein Wohnzimmer oder Tanzsaal. Mit Kronleuchter oder Kerzenschein, rustikal oder modern, mit Holz oder Marmor, ganz wie Du es magst. Und in diesem Saal oder Wohnzimmer stehen zwei Reihen großer Tische. Und es gibt ein sehr leckeres, sehr üppiges, sehr reichhaltiges Buffet. Es gibt reichlich zu essen und zu trinken für alle. Für alle Gäste.


Und wer sind unsere Gäste?

Unsere Gäste sind unsere Gefühle. Auf den Sitzplätzen an den Tischen sitzen Deine Gefühle. Sie schnacken miteinander. Sie plaudern. Sie verstehen sich gut. Sie lachen und scherzen. Und zwischendurch tanzen sie herum. Dann wieder holen sie sich noch etwas Leckeres zu essen. Und es geht ihnen allen richtig gut.

Die Gefühle, die an den Tischen sitzen, sind diejenigen, die Du bereits in Dir willkommen geheißen hast. Es sind all diejenigen Gefühle, die SEIN dürfen. Es sind die, denen Du Deine Erlaubnis gegeben hast, Deine Erlaubnis, dass sie sein dürfen. Sie haben von Dir sozusagen einen Lebensberechtigungsschein erhalten.


Es klopft an der Tür

Und nun nimmst Du wahr, dass es an der Tür klopft. Draußen an der Tür klopft jemand an. Wie Du unschwer erraten kannst, klopfen dort diejenigen Gefühle an, die noch nicht mit dabei sind. Es sind diejenigen, die noch keine Daseinsberechtigung von Dir erhalten haben. Es sind diejenigen, die Du bisher ausgesperrt hast. Und sie wollen rein. Sie bitten um Einlass.

Und Du spürst deutlich Dein Nein. Du hast Sie aus gutem Grunde bisher ausgesperrt und draußen vor der Tür gelassen. Das weißt Du und das können wir auch tatsächlich sehr ernst nehmen. Da Du nun zu den Menschen gehörst, die in ihrem Leben endlich wirklich etwas verändern wollen (das merkst Du schon daran, dass Du jetzt diesen Beitrag liest), wissen wir, dass Du mutig bist und wirklich weitergehen möchtest.


Unser freier Wille

Wir alle haben ja unseren freien Willen. Häufig ist unser freier Wille gar nicht wirklich frei, sondern wird von unserem schwatzhaften Ego in Grund und Boden geredet. Durch Meditation ist es uns leicht möglich, einen guten Kontakt zu unserem höheren Sein und zu unserem wahren freien Willen zu bekommen.

Und in dieser wahrhaftigen Freiheit können wir dann neu wählen und neue Entscheidungen treffen. Eine solche neue Entscheidung könnte zum Beispiel sein: „Ja, ich will. Ich will der göttlichen LIEBE (meinem Herzen) dienen und mich bereitwillig von ihr führen, lenken und leiten lassen. Das ist mein freier Wille, und mein Wille geschehe jetzt.“

Mit einer solchen Entscheidung ist klar, dass alles, was wir tun und machen, und auch die Worte, die wir sprechen, gut sind. Alles geschieht immer im Sinne und im Namen der göttlichen LIEBE beziehungsweise unseres Herzens. Also ist dies gut und wird zu unserer Genesung, Heilung und Entwicklung positiv beitragen (und zugleich auch die anderen Menschen hilfreich auf ihrem Weg unterstützen).


Auf uns Abenteuer

Wir schauen uns nun noch einmal unsere Gefühle an und zwar Deine bereits zu Dir gehörigen, integrierten Gefühle, die in lustiger Runde an den Tischen in Deinem Haus oder Schloss sitzen, wie auch die anderen, die gerade draußen an Deine Tür klopfen. Und Du spürst dieses Gefühl von: „Och nööööhhh. Muss das denn sein? Könnt ihr mich nicht einfach in Ruhe lassen?!“ Und natürlich könntest Du sie ignorieren oder Dich abwenden, so wie Du es all die Jahre gemacht hast. Doch sie werden weiter klopfen und weiter und weiter und weiter …

Und weil gerade Weihnachtszeit ist, machen wir nun einmal etwas ANDERS. Wir machen etwas NEUES und Ungewohntes. Wir machen es jetzt einfach mal anders als all die anderen …

Du stehst also innerlich auf und gehst zur Tür. Du willst aufmachen und spürst ein bisschen Herzklopfen. Das ist schon erlaubt. Du willst die Tür öffnen in dem Wissen, dass dort Maria und Josef stehen beziehungsweise die LIEBE in einer abgewandelten Form. Und bevor es nun tatsächlich losgeht, erzähle ich Dir noch ein weiteres ganz hilfreiches Bild …


Rummelpott laufen

Du kennst ja Fasching. Kennst Du auch Rummelpott-Laufen? Das ist so ähnlich wie Halloween. Bei uns in Schleswig-Holstein verkleiden sich die Kinder zu Sylvester und gehen von Haustür zu Haustür und singen Rummelpott-Lieder …

„Ol Vadder Bargmann,
hett een lang Rock an,
alln‘s wat he verdeen deit,
tut he in sin Rummelpott,
hua hua hua“.

Da klingeln also die Kinder an der Tür und hoffen, dass ihnen jemand aufmacht und ihnen ein Naschi gibt. Kommt uns doch irgendwie bekannt vor - oder? Die Kinder wollen keine Herberge (so wie Maria und Josef), sondern sie möchten nur ein Naschi in ihren Beutel. Aber es ist doof, wenn ihnen niemand die Tür öffnet. Das frustriert die Kinder. Es ist schön, wenn tatsächlich jemand aufmacht, ihnen zuhört und sich mit ihnen freut.

Die Kinder sind verkleidet. Sie sind verkleidet als Pipi Langstrumpf, Clown, Zauberer, Hexe und auch als Vampir, Gruselmonster und Waldschrat. Die Verkleidungen sehen manchmal wirklich sehr unheimlich und gruselig aus, aber trotz allem äußerlichen Grusel steckt unter der Verkleidung ein unschuldiges, fröhliches, liebes Kind. Warum erzähle ich Dir das?


Was können wir vom Rummelpott-Laufen lernen?

Mit den Gefühlen, die bei uns an unserer inneren Haustür klingeln, verhält es sich genauso wie mit den Rummelpott-Kindern. Unter jeder Verkleidung steckt die LIEBE. Alles was ist, ist aus LIEBE erschaffen. Die Essenz von allem ist LIEBE. Auch dann, wenn die äußere Hülle oder die oberflächliche Erscheinung furchteinflößend ist.

Als Menschen haben wir das Bewusstsein und das innere Wissen, dass der Kern von allem was ist, die reine göttliche LIEBE ist. Aus dieser göttlichen Liebe ist alles hervorgegangen und genau dorthin wird sich alles wieder zurückverwandeln, transformieren, wenn die Form ‚stirbt‘, beziehungsweise sich auflöst.

Diese Erkenntnis ist für uns sehr beruhigend, denn auch, wenn dort vor unserer Tür noch so gruselige Gefühle stehen, klingeln sie nur deshalb bei uns, weil sie von uns ein Naschi haben möchten und dann DURCH uns zurück und heimkehren wollen ins LICHT. Sie wollen uns als Lichtkanal ins Lichtportal nutzen und zurückkehren das Meer/den Ozean der universalen LIEBE, aus dem sie eint geboren wurden. Und hierbei können wir uns tatsächlich jedes Gefühl wie eine Energie-Wesenheit vorstellen, die tatsächlich eine eigene Intelligenz, eine eigene Ausdrucksform sowie eigene Ambitionen/Ziele/Absichten hat.

Und WIR sind dieses DURCH. Wir sind, da wir einen bewussten Geist haben, der Weg der Transformation für all diese Gefühle (Emotional-Wesenheiten). Wir sind der Lichtkanal ins Lichtportal. Wir Menschen sind der Fahrstuhl ins Licht für sämtlichen Geistwesen, verirrten Seelen, Energiewesen und Energieformen dieser Welt.


Empathisch sein

Unseren Job als DURCH brauchen wir nicht umsonst zu machen. Wir werden dafür reich und überreich belohnt. Vor der Tür warten Gefühle, die unsere eigenen Gefühle sind und die in unser eigenes Körper-Geist-Seele-System integriert werden wollen. Und es warten dort auch Fremdgefühle. Fremdgefühle sind vor allem solche, die nicht unsere ureigenen sind. Es sind die Gefühle von unseren Eltern, Partner/Partnerin, ArbeitskollegInnen, Freunden, Verwandten und Bekannten oder der Gesellschaft. Jeder von uns hat die naturgegebene Fähigkeit des Empathisch-Seins. Empathisch-Sein bedeutet, dass wir fühlen können, wie sich andere gerade fühlen. Wir spüren es nicht nur, sondern wir fühlst es im wahrsten Sinne des Wortes körperlich.

Diese Fähigkeit ist Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite wissen wir, wie es dem anderen geht, ohne dass er/sie es uns mir Worten gesagt hätte. Auf der anderen Seite fühlen wir uns schlecht, obwohl wir eben noch gut drauf waren, nur weil wir das Energiefeld unseren Gegenübers ‚aufgenommen‘ haben. Mitunter kann es sogar sein, dass wir fühlen, wie jemand sich fühlt (Partner, Eltern, beste Freundin) und dieser Jemand ist fünfhundert Kilometer weit weg.

Auf diese Weise können sage und schreibe bis zu 98 Prozent unserer Gefühle NICHT unsere eigenen Gefühle sein, sondern es sind die Gefühle ANDERER Menschen. 98 Prozent von dem, was wir fühlen, sind NICHT wir, sondern ist jemand anderes. 98 Prozent! Das bedeutet: Die meiste Zeit unseres Lebens fühlen wir nicht uns! Die meiste Zeit unseres Lebens sind wir „fremdgesteuert“, zumindest gefühlsmäßig.

Und wenn wir nicht in der Lage sind, meine eigenen zwei Prozent von den 98 Prozent Fremdgefühlen zu unterscheiden, dann identifizieren wir uns andauernd mit den Gefühlen anderer Leute! Vorzugsweise mit den Gefühlen unserer Eltern, die auch ihrerseits nicht ihre Gefühle lebten, sondern wiederum die Gefühle von ihren Eltern und Vorfahren. Wir leben also in unserem ganz normalen Alltag 98 Prozent alten Gefühlsklatsch von anno dazumal.

Und sogar 50 bis 100 Prozent unserer körperlichen Leiden sind ebenfalls NICHT unsere eigenen. 50 bis 100 Prozent unserer körperlichen Leiden gehören jemand anderem! Vorzugsweise unserem Partner oder unseren Eltern. Sehr extrem wird dies deutlich bei kranken Kindern. Kinder, die schicksalhafter Weise beispielsweise an Krebs erkrankt sind, tragen die schweren Rucksäcke ihrer Eltern. Sie erkranken körperlich aufgrund der nicht integrierten Gefühle und seelischen Traumata ihrer Eltern und Vorfahren. Krebs ist hierbei zu verstehen als unkontrolliertes Wachstum im Schattenbereich (das starre Festhalten an Vorstellungen, Konventionen und Konditionierungen), anstelle von bejahendem, freudvollem, ersprießlichem Wachstum unserer Seele in Richtung Licht.


Unsere Gefühle machen uns reich

Alle Gefühle, die unsere ureigenen Gefühle sind, heißen wir nun also gleich ganz herzlich willkommen. Sie dürfen sich zu uns in unseren inneren Raum an die lange Tafel setzen. Sie dürfen essen und trinken und tanzen und feiern und lachen fiderallala. Und sie dürfen einfach bei uns sein, ihren Platz einnehmen und uns bereichern und erfüllen.

Alle Gefühle, die Du zu Dir einlässt, zeigen sich für Deine Offenheit und für Deine Gastfreundschaft gerne und bereitwillig erkenntlich, und sie zahlen einen glänzenden goldenen Taler in Deine Schatzkiste, die direkt neben der Haustür beziehungsweise neben der Schlosstür steht. Dies ist ein symbolischer Akt und eine wichtige Geste der respektvollen Anerkennung und Dankbarkeit. Jeder Taler in Deiner imaginären Schatzkiste steht für ein Gefühl. Jedes Gefühl macht Dich reich. Und jedes weitere Gefühl macht Dich noch reicher.

Alle Gefühle zusammen, ganz gleich ob schöne oder weiniger schöne Gefühle, bereichern uns vielfach. Sie bereichern uns. Sie machen unser Leben reich. Sie erfüllen uns und geben uns das Gefühl, nachdem wir uns ein Leben lang gesehnt hast: erfüllt zu sein.

Je mehr Gefühle wir zu uns einlassen (ganz gleich ob schöne oder weniger schöne Gefühle), desto erfüllter, vollständiger und zufriedener werden wir uns fühlen.


Wir öffnen unsere Tür

Wenn wir jetzt unsere Tür öffnen, so können wir hieraus gleich eine Praxisübung machen. Stelle Dir einfach eine Situation vor, die Du noch nicht ganz verarbeitet und deren Gefühle Du noch nicht vollends integriert hast. Denk beispielsweise an den letzten Besuch bei Deinen Eltern (beziehungsweise bei Deiner Mutter oder bei Deinem Vater) oder denk an den letzten Zoff mit Deinen Kindern oder Arbeitskollegen oder Deinem Partner/Deiner Partnerin. Vor Deiner Tür warten die zu dieser Situation zugehörigen Gefühle. Sie warten auf Einlass. Und Du bist jetzt bereit und Du öffnest Deine Tür …

Die Gefühle, die vor Deiner Tür stehen, sind Energien in unterschiedlicher Verkleidung. Es ist LIEBE in allen erdenklichen Variationen. Und ganz gleich, wer dort vor Deiner Tür steht, Du sagst einfach: „Ich heiße Dich herzlich willkommen!“ Und Du bittest das Gefühl oder die Energiefelder zu Dir herein. „Hallo, herzlich willkommen! Kommt herein, bringt Glück herein!“

Und alle Gefühle, so wie sie da stehen, sind Dir dankbar, dass Du sie zu Dir einlässt, und sie zahlen gerne und breitwillig ihren obligatorischen Goldtaler in Deine Schatzkiste neben der Tür. Dann weist Du die Gefühle zu der reich gedeckten Tafel.

„Liebe Gefühle, ich freue mich, dass Ihr da seid. Die Tafel ist reich gedeckt. Bedient Euch gerne. Esst und trinkt und lasst es Euch gut gehen.“

Und die Gefühle dürfen so nun erst einmal in Dir SEIN. Du erlaubst es ihnen, in Dir zu SEIN. Du gewährst ihnen ihre Existenzberechtigung. Einige Gefühle wirst Du benennen können. Das ist aber nicht wichtig. Es genügt völlig, wenn Du Dir ihrer gewahr bist. Hierzu switcht Du am besten in die Beobachterrolle, als Observer oder in Dein Höheres Ich, sodass Du sozusagen über den Dingen stehst. Du bist nicht die Gefühle, die da herein kommen, sondern Du beobachtest nur die „lustige Gesellschaft“ von Gefühlen. Insofern fühlst Du gar keine Betroffenheit, sondern spürst lediglich ein waches Gewahrsein. Du nimmst das Geschehen einfach nur wahr (aus einer höheren Perspektive).


Der Weg zur Transformationsfabrik

Nach einer Weile erhebst Du innerlich wieder das Wort: „Liebe Gefühle, alle Gefühle, die nicht meine ureigenen Gefühle sind, sondern Fremdgefühle, ich bitte Euch: Wenn Ihr ausreichend gegessen und getrunken und Euch gut gestärkt habt, dann geht Euer Weg noch weiter. Dort drüben, auf der anderen Seites des Saals, dort seht Ihr eine Goldene Tür. Wenn Ihr meint, dass es an der Zeit ist, dann geht Ihr bitte eigenständig dort durch diese Goldene Tür und weiter bis nach draußen zu den Bussen. Ihr steigt bitte in die Busse ein. Die Busse fahren Euch dann direkt zur Transformationsfabrik. Mit dem Prozess der Transformation verwandelt Ihr Euch wieder in Euren göttlichen Ursprung der Liebe und kehrt heim.“

Alle Gefühle sehnen sich danach, heim ins LICHT zu kehren und freuen sich darauf. Sie gehen alle freiwillig, gerne und ganz in ihrem eigenen Rhythmus ihren Weg. Die Gefühle, die aus den Bussen aussteigen und in die Transformationsfabrik gehen, weisen sich beim Pförtner kurz aus, ziehen in der Umkleidekabine ihre Kostüme und Verkleidungen aus, springen in das „Schwimmbecken“ und geben sich dann dem Transformationsprozess hin.

Am Ende erscheint ein wunderschöner farbenfroher leuchtender Regenbogen über der Transformationsfabrik und göttliches Weißes Licht und reine göttliche Energie sprühen aus den ‚Schornsteinen‘ hervor. Diese gereinigte, pure göttliche Energie fließt zu einem Drittel in Dein System. Es ist das Dankeschön an Dich, dass Du den Gefühlen Deine Tür geöffnet hast. Diese Energie stärkt, stabilisiert und fördert Dich. Diese Energie hilft Dir, Deine ureigenen Gaben, Fähigkeiten und Talente im Namen der göttlichen Liebe zu entdecken, zu leben und weiterzuentwickeln. Diese Energie schenkt Dir Lebenskraft und Lebensfreude und füllt Dich auf mit reiner, göttlicher Liebe.

Das zweite Drittel der Transformationsenergie fließt zurück in die Ursprungssysteme, also in diejenigen Systeme, wo die Gefühle und Fremdenergien ihren Ursprung hatten und in alle Systeme, die siedurchlaufen haben (oftmals die gesamte Ahnenreihe oder die männliche oder die weibliche Linie).

Und das dritte Drittel fließt in das Energiefeld der Erde ein, also in das globale Feld der Menschheit und hebt damit weltweit die Schwingungsfrequenz aller Menschen an.


Dank an alle Menschen und Lichtarbeiter

Letztendlich ist jeder Mensch ein DURCH, ein Lichtkanal ins Lichtportal und ein Lichtarbeiter. Wer mit der Kraft seines Bewusstseins eigene und fremde Gefühle freiwillig und bereitwillig DURCH sich hindurch ins Licht fließen lässt, erlöst und befreit diese Welt von Schwere, Schmerz und Leid. Und deswegen leuchten zu Weihnachten auch so wunderbar viele Lichter und Kerzen, denn jede Kerzenflamme und jedes Ofenfeuer ist ein „Feuer der Transformation“ und damit ein Lichtkanal ins Lichtportal. Unsere Aufgabe ist es, die Tür/das Tor dieses Lichtkanals mit der Kraft unseres Geistes/Bewusstseins bewusst zu öffnen, sodass die Gefühle diesen „Fahrstuhl ins Licht“ benutzen können.


Ein Bus kommt …

Manchmal kommt es vor, dass ‚ein ganzer Bus kommt‘, ein ganzer ‚Bus‘ oder ‚Zug‘ voll Gefühlen. Dann liegt ein bestimmtes Erlebnis oder Ereignis an und alle mit diesem Ereignis verbundenen Gefühle kommen uns besuchen. Das ist OK, denn auf diese Weise können wir viele Gefühle in einem Rutsch lösen. Wir können sowieso immer gleich ‚alle Kumpels und Freunde‘ von einem Gefühl mit einladen, einzutreten und zu uns zu kommen. Das bereichert uns umso mehr, weil jedes Gefühl zahlt einen funkelnden goldenen Taler in unsere Schatzkiste, und die Energie des Transformationsprozesses fließt uns ja ebenfalls wieder zu und bereichert uns zusätzlich.

Wir reinigen unser System sowie auch das gesellschaftliche System und machen uns (alle) leicht(er). Denn alle Gefühle, die wir willkommen heißen, beschweren uns nicht mehr weiter. Wir kehren sozusagen freiwillig den ganzen alten Dreck unter den alten Teppichen hervor und recyceln/transformieren ihn. Es ist also wahrhaftig eine Win-Win-Situation für alle.


Weihnachten, das Fest der Liebe

Wir können Weihnachten als das Fest der Liebe nun also NEU verstehen. Gemeint ist unsere Liebe unseren eigenen Gefühlen gegenüber. Wir sollten damit aufhören, einige Gefühle zu bevorzugen und andere zurückzuweisen und damit zu diskriminieren. Gott macht zwischen den Gefühlen keinen Unterschied. Und wir sollten es ihm gleich tun und ebenfalls alle Gefühle gleichermaßen wertschätzen, achten, würdigen, annehmen und genießen.

Es geht eben eigentlich NICHT darum, WAS wir fühlen, sondern die eigentliche Freude „dahinter“ ist, DASS wir fühlen. Das Gefühle-Fühlen in seiner Qualität des Fühlen-Könnens ist das, was unserer Seele/unserem Herzen Freude bereitet. Das FÜHLEN als solches ist die eigentliche Freude. Die Qualität der Gefühle ist zweitrangig.

Es ist unser Ego, dass hier eine Auswahl getroffen hat. Uns dies kann man auch verstehen, denn körperliche Schmerzen fühlen sich nun mal sehr schmerzhaft an. Buddha sagte hierzu …

Schmerz ist unvermeidlich.
Leiden ist freiwillig.


Unser Herz hat alle Gefühle gleich lieb.
Unser Herz unterscheidet nicht.
Unser Herz erlaubt alles.
Und unser Herz liebt alles.

Und so dürfen wir gleichzeitig in uns wahrnehmen, wie unser Herz liebt und wie unser Ego fühlt. Bei Freude dürfen wir uns freuen, wie unser Herz und unser Ego sich beide gleichermaßen freuen. Und bei Leid und Schmerz, Ärger und Wut dürfen wir bewusst wahrnehmen, wie unser Ego diese Gefühle entsprechend seiner Natur ablehnt und wie unser Herzensfeld gleichzeitig und parallel zu unserem Ego diese Gefühle in Liebe annimmt, liebt, wertschätzt und würdigt.

Und so sind wir Menschen ZWEI: Wir sind Ego und Herz. Und wir dürfen in uns selbst einander die Hand reichen. Und wir dürfen für uns selbst in uns selbst eine Herberge sein mit all unseren Gefühlen, Seelenanteilen und Energien.

DIES ist dann wirklich Weihnachten, wenn wir selbst in uns selbst fühlen und spüren, dass wir uns selbst sowie auch allen Gefühlen ein offenes Zuhause sein mögen und können. Dies ist wahre Liebe und Selbstliebe.

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest …

In Liebe Dein/Euer

Björn Geitmann



Können uns Meditation und Gebete helfen, dass es uns gut geht?
Diese Frage wird in Anbetracht von Elektro-Smog und Umweltgiften in der Luft, im Wasser, im Boden und in den Nahrungsmitteln immer häufiger gestellt.

Die beste Methode in einem Raum/Umfeld positiver Energie zu leben, ist, wenn wir beten und dadurch den Raum um uns herum reinigen. Beten können wir hierbei verstehen als „eine Andacht an die Liebe“ oder als ein „bewusstes die Liebe würdigen“. Wenn wir uns der Gebetspraxis aus unserem Herzen und aus unserer Liebe heraus mit einem wachen, präsenten, reinen Geist widmen, verdünnisieren sich schädliche Stoffe und Energien aus unserem Umfeld.

Menschen, die mit einem bewussten Geist aus ihrer Liebe, ihrer inneren Freude, ihrem Vertrauen und ihrem Herzen heraus beten, reinigen den Raum um sich herum mit der Kraft der Liebe. Je nach Stärke des Gebetes können wir auf diese Weise unser Haus, unser Wohnviertel, unsere Stadt und die gesamte Gegend energetisch reinigen.

Die Gebetspraxis ist ein kraftvolles, machtvolles Tool. Viele Menschen unterschätzen dies. Ein in Liebe aus dem Herzen heraus gesprochenes Gebet ist ein sehr intensives LICHT DER LIEBE und strahlt bis weit über uns selbst hinaus.



Montag, 2. Dezember 2019
Was können wir tun, wenn uns das Erleben in dieser Welt der Polarität/Dualität zu schwer wird?
Was können wir dann tun?

Wir brauchen nicht zu warten auf ein Erwachen in weiter Ferne, denn die "nächste Dimension" ist schon jetzt da. Sie ist bereits jetzt in uns. Doch noch scheint sie uns verborgen zu sein, denn wir nehmen sie nicht bewusst wahr.

Doch sie ist DA!

Parallel zu unserem Alltagsbewusstsein haben wir ein "Bewusstsein der Liebe" oder ein "Herzensfeld-Bewusstsein" in uns. Wir brauchen NICHT auf ein SPÄTER zu warten. ALLES existiert parallel und gleichzeitig und ALLES ist schon jetzt da.

Es macht Spaß, parallel zu der "anstrengenden Dualität" ab und zu mal in die nächste Dimension zu hopsen und das Jetzt "von oben" anzuschauen und einfach zu lieben. Wir können uns vorstellen, wie die Engel selbst ebenfalls ein Engel zu sein und uns von oben "das Spiel des Lebens" anzuschauen. Wir sitzen auf unserem Platz auf dem Rang im Theater und schauen zu, wie die Menschen auf der Bühne des Lebens ihre Tragödie oder ihre Komödie spielen, erleben, erleiden und erfahren.

Mit unserem Körper sind wir selbst einer der vielen Schauspieler auf der Bühne, wo die Egos ihr Theaterstück aufführen und nicht wissen, dass die Engel belustigt und amüsiert von oben zuschauen. Und obgleich wir das Stück als Schauspieler spielen/aufführen, sind wir zugleich auch Engel und unser eigener Zuschauer.

Dann brauchen wir das Leben nicht mehr so ernst zu nehmen.
Dann verliert alles seine Verbissenheit.
Dann brauchen wir alles nicht mehr so persönlich zu nehmen.
Dann erhält alles eine gewisse Lockerheit.

Dies ist unsere Gabe als Mensch, die Perspektive wechseln zu können. Hierzu benutzen wir unseren GEIST, denn unser Ego KANN dies NICHT. Unser Ego ist verhaftet und identifiziert mit seiner eigenen körperlichen Existenz. Doch unser Geist ist frei. Er gehört niemandem und haftet an nichts an ...



Was wir anderen antun, tun wir uns selbst an … Was bedeutet dies?
Wenn ICH fühle, dass ich jemand anderem schade, dann fühle ich diesen Schaden des anderen IN MIR. Mache ich weiter, so schade ICH MIR weiter.

Damit meine ich das, dass es eigentlich gar keinen "ANDEREN" gibt. Es gibt nur GOTT und EINEN Menschen. JEDER Mensch sind wir selbst. Die eine Urseele, die wir in unserer Essenz sind, ist in Milliarden Form-Aspekten inkarniert. Auch Tiere und Pflanzen sind Inkarnationen von uns selbst als Urseele. Und das, was wir irgendeinem Aspekt des universalen Seins antun, tun wir immer uns selbst an.

Wir können dies vergleichen mit unserem Körper. Wenn ich als Mensch mich mit meinem Zeigefinger der rechten Hand identifiziere, dann bist Du vielleicht der Ellenbogen des linken Arms. Und was ich als Zeigefinger Dir als Ellenbogen antue, das fühlt/spürt unser gemeinsamer Körper. Wir bekommen dies schmerzhaft zu spüren, wenn die rechte Hand mit dem Hammer einen Nagel einschlagen möchte und wir hauen uns kraftvoll auf den linken Daumen. AUA - das tut weh.

Doch es tut ja NICHT der rechten Hand weh, sondern dem linken Daumen. Und DOCH tut es UNSEREM KÖRPER weh.

ALLE Menschen sind EIN SEELENKÖRPER.
Ja, sogar ALLES LEBEN ist ein Seelenkörper.
Uns hierzu gehört nicht nur alles Leben und Sein auf dieser Erde, sondern auch alle Sterne und Galaxien.

DAS UNIVERSUM IST UNSER WAHRER, EIGENTLICHER KÖRPER.

Und alles, was wir diesem Körper antun, tun wir uns selbst an.



Donnerstag, 28. November 2019
Was ist der Unterschied zwischen Verstand und Geist?
Jeder hat da seine ganz eigene Definition ...

Für mich ist unser Verstand unser Kopf, unser Denken, unsere Vernunft, unser erlerntes, kognitives Wissen, unser Ego. Unser Verstand ist Form. Unser Verstand repräsentiert all unsere Konditionierungen und erlernten Muster. Unser Verstand kann lernen, deswegen konnten wir auch konditioniert werden und Prägungen und Glaubenssätze verinnerlichen. Unser Verstand ist das Bild, das wir von uns haben, unsere "falsche Identität". Mit unserem Verstand leben wir in den Dimensionen Vergangenheit und Zukunft.

Hingegen ist unser Geist die Stimme unseres Herzens, also unsere innere Stimme oder die Stimme unseres Inneren Kindes, unser Bauchgefühl, unsere Intuition, unser inneres Wissen, der Beobachter in uns, unser "höheres Ich". Unser Geist kann nichts lernen. Er weiß alles und wusste schon immer alles. Unser Geist ist unsere "wahre Identität". Unser Geist ist formlos und existiert einzig und allein im Jetzt.

Als Mensch sind wir das Zusammenspiel von beidem. Unser Geist könnte sich OHNE unseren Verstand nicht ausdrücken, weil er formlos ist. Er BRAUCHT unseren Kopf und unseren Körper als FORM, um überhaupt in Erscheinung treten zu können. Der Geist könnte allein als Geist auch niemals irgendwelche Erfahrungen machen oder Gefühle fühlen.

Unser Geist ist ewiges Leben. Doch das irdische Leben ist Entstehen und Vergehen, Geburt und Tod, Anfang und Ende, Ebbe und Flut. Der Geist ohne Denken ist NICHTS und zugleich ALLES - jedoch OHNE JEDE ERFAHRUNG. Nur durch das Denken und durch unseren Verstand (also durch unser Ego) KANN der Geist sich überhaupt seiner Existenz bewusst werden.