Warum muss es den Tod geben?
Den Tod gibt es und es gibt ihn NICHT.

Es gibt den Tod nur in der Welt der Formen und Körper.
Es gibt den Tod und das Sterben als Erfahrung.

Es MUSS den Tod geben, denn er bedeutet das Ende.
Und es MUSS das Ende geben, weil NUR das Ende eine Erfahrung ist.

ICH BIN, wenn ich weiß, was ich NICHT BIN ...

Wenn ich den Tod, das Sterben und das ENDE mit meinem Körper erfahren habe, dann WEISS ICH, dass ich Tod, Sterben und Ende NICHT bin.

DENN ich BIN Unendlichkeit.
ICH BIN das ewiges Leben.
ICH BIN in meiner Essenz jenseits des Sterblichen.

Doch WIE würde ich "ewiges Leben" erfahren wollen?

Ich KANN "ewiges Leben" nur über das Gegenteil von "ewigem Leben" erfahren. Und das Gegenteil von „ewigem Leben“ ist Tod, Sterben und Ende.

Wir KÖNNEN auch „HEIL SEIN“ NICHT erfahren.
Wir können HEIL SEIN nur erfahren, indem wir ab und zu krank sind.

Und wir können auch „VERSCHMELZEN“ NICHT erfahren.
Wir können „VERSCHMELZEN“ nur erfahren über TRENNUNG bzw. über „getrennt sein“.

Wasser und Gase KÖNNEN miteinander verschmelzen, doch Körper KÖNNEN NICHT verschmelzen. Die Haut wird immer die Grenze eines jeden Körpers bilden.

Wir KÖNNEN uns in unserer Essenz NIEMALS erfahren.
Wir KÖNNEN uns in unserer Essenz NUR erfahren über das Gegenteil unseres essenziellen Seins.

HIER finden wir nun auch den GRUND für Schatten, Negativität, Schmerz, Leid und Angst ...

Es BRAUCHT das Gegenteil für die Erfahrung, was wir NICHT sind, um zu erkennen, was wir sind. Doch um DIES dann tatsächlich erkennen zu KÖNNEN, braucht es auch noch BEWUSSTHEIT. Und Bewusstheit (= Bewusstseins-Bewusstsein) KÖNNEN wir NUR durch unser Denken, durch unseren Verstand sowie über Schmerz erlangen. Alles, was NICHT schmerzt, nehmen wir NICHT dankbar und NICHT bewusst wahr bzw. zur Kenntnis.

Unser Schmerz lenkt unseren Fokus auf einen Punkt, der JETZT mit unserer Aufmerksamkeit (= Liebe) gesegnet werden möchte. Solange wir jedoch HADERN, versperren wir unserer Liebe den Zugang zum Schmerz und der Schmerz MUSS bleiben - solange, bis wir ihn bejahen und erlauben. Erst DANN kann/darf unsere Liebe den Schmerz küssen und damit auflösen.

Und so verhält es sich auch mit dem Tod. Solange wir mit dem Tod hadern, schmerzt er uns. Erst wenn wir den Tod lieben, löst er sich in Wohlgefallen auf (im Sinne von „er verliert seine Bedrohlichkeit“, wir geben uns ihm gerne und bereitwillig hin, denn wir lieben ihn ja, wir akzeptieren seine Existenz (im Irdischen) und wir umarmen ihn (diese Erfahrung) schon jetzt).