Wie Krankheit entsteht - Ursachen und Zusammenhänge
Krankheit ist ein sensibles Geschehen, bei dem unterschiedliche innere und äußere Einflussfaktoren dynamisch zusammenspielen. Meistens sagen wir dann: „Ich bin krank.“ Und die erste Frage hierbei ist: „WER ist dieses ICH?“ Und die zweite Frage ist: „Was ist KRANK?“

In diesem „neuen Modell“ zum Krankheitsverständnis können wir drei Aspekte unseres Daseins unterscheiden …

1) Unser Ego
2) Unser Herzensfeld
3) Unser ICH.

Und es gilt der Grundsatz: „Wohin Du denkst, Energie Du lenkst.“

Dies bedeutet: Dort, wo wir mit unserer AUFMERKSAMKEIT, mit unserem FOKUS, mit unserer KONZENTRATION und mit unserem BEWUSSTSEIN sind, DORT findet ein Energieaustausch statt. NACH dort fließt unsere Herzensfeld-Liebe und VON dort nehmen wir diejenige Energie auf, die dort vorherrschend ist.

Wenn wir beispielsweise an unseren Partner oder an unsere Eltern denken, dann fließt unsere Herzensfeld-Liebe von uns zu ihm/ihr. Und wir nehmen diejenige Energie auf, die gerade in unserem Partner/Vater/Mutter schwingt.

Zu beachten ist hierbei, dass unsere abgebende Energie aus unserem Herzensfeld zu dem anderen hin fließt. Während wir die aufnehmende Energie mit unserem Ego aufnehmen. Und da unser Ego Form ist, KANN unser Ego nur Form-Energie aufnehmen. Wir nehmen also die Ego-Energie unseres Gegenübers auf, sprich, wir nehmen die Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Erwartungen und unverarbeiteten Energien unseres Gegenübers in uns auf. Und dies taten wir schon damals als Kind gegenüber unseren Eltern. Und dies tun wir alle heute als Erwachsene gegenüber unserem Partner, unseren Arbeitskollegen, unserem Chef oder gegenüber wildfremden Leuten an der Kasse im Supermarkt. Wir sprechen hier von Empathie.

Empathie bedeutet: Wir fühlen, was der andere fühlt. Wir nehmen in uns wahr, wie es dem anderen geht.

Nun haben wir haben da also unser Ego, das Ego-Energie (Form-Energie) empfängt.
Und wir haben unser Herzensfeld, das die Energie der formlosen Liebe sendet.
Und wir haben unser ICH.

Und mit unserem ICH können wir uns nun entscheiden, WO wir mit unserer AUFMERKSAMKEIT, mit unserem FOKUS, mit unserer KONZENTRATION und mit unserem BEWUSSTSEIN sein wollen. Wen oder was nehmen wir in unser BEWUSSTSEIN und wen oder was haben wir in unserem GEWAHRSEIN.

BEWUSSTSEIN = in mir = ich bin
GEWAHRSEIN = außerhalb von mir = ich bin NICHT

Dies ist sehr wichtig, denn als ein energetisches Wesen das in seiner Essenz feinstofflich-formlos ist, KÖNNEN wir uns selbst nur definieren über das, was wir NICHT sind. Wir KÖNNEN uns niemals erfahren, als das, was wir sind, denn wir sind ja feinstofflich-formlos und somit haben wir keine Form (keinen festen Körper). Und ohne Form und Körper KÖNNEN wir nichts erfahren und fühlen. Das NICHTS ist eben NICHT wahrnehmbar. Folglich ist alles, was ich wahrnehme, NICHT ICH. Denn ich bin in meiner Essenz formloses NICHTS.

Die meiste Zeit unseres Lebens sind wir uns unseres NICHTS und unserer formlosen Essenz NICHT bewusst. Stattdessen identifizieren wir uns mit „etwas“. Wir identifizieren uns mit unserem Körper, mit unserem Namen, mit uns als Person, mit unserem Charakter, mit unseren Hobbys und Leidenschaften, mit unseren Vorlieben und Abneigungen, mit unseren Gefühlen, Gedanken, Vorstellungen, Erwartungen, Glaubenssätzen, Prägungen, Konditionierungen, Automatismen, Abwehrmechanismen, Vermeidungsstrategien und Reaktionsmustern. Doch all dies sind wir NICHT! Denn wir sind ja NICHTS.

Doch um Erfahrungen machen und um Gefühle fühlen zu KÖNNEN, MÜSSEN wir uns mit „etwas“ identifizieren, sonst wäre das Leben ja belanglos und uns wäre alles egal. Identifikationen sind also sehr, sehr hilfreich, um Erfahrungen und Gefühle überhaupt machen und erleben zu KÖNNEN.

WAS wir fühlen, das hängt davon ab, WO wir mit unserem Fokus sind. Es gilt (wie bereits gesagt): „Wohin Du denkst, Energie Du lenkst.“ Und hierzu haben wir unseren freien Willen. Mit ihm können wir denken, an wen wir wollen. Und wir haben auch noch unser Bewusstsein. Wir wissen also um unsere Existenz und wir nehmen uns als getrennt von den anderen wahr (oder wer spirituell schon recht weit ist, nimmt sich auf der Ebene der Formen als körperlich getrennt von den anderen wahr und zugleich im Energetischen als eins mit allem).

WOHIN wir unseren Fokus lenken können wir bewusst steuern. Diese Fähigkeit haben Pflanzen und Tiere NICHT. Sie folgen einfach nur ihren Instinkten. Dank unseres Bewusstseins können wir unseren Fokus und unsere Aufmerksamkeit bewusst hier hin oder dort hin lenken.

Und jetzt geschieht folgendes …

Lenke ich meinen Fokus zu mir selbst und nehme ich beispielsweise JETZT bewusst wahr, wie ich ruhig einatme und ausatme, so bin ich bei mir. Ich bin ganz bei mir. Ich atme jetzt ruhig ein und aus und nehme bewusst wahr, wie die Luft ein und aus strömt und wie mein Brustkorb sich sachte hebt und senkt. Dies nehme ich JETZT parallel zum Lesen dieser Worte wahr. Durch diese bewusste Konzentration auf mich selbst, bin ich jetzt verbunden mit mir in meiner Essenz. Ich bin jetzt verbunden mit der formlosen Energie meines Herzensfeldes. Ich horche und spüre nach innen und finde sehr leicht einen Zugang zu meiner Intuition. Es fällt mir jetzt in diesem Zustand sehr leicht, meine innere Stimme zu hören. Ich atme einfach weiter ruhig ein und aus und dies ist fast schon wie eine kleine Meditation. Ich bin in diesem Moment einfach SEIN und damit OHNE meine Story, OHNE meine Geschichte, OHNE mein Alter und OHNE meine Probleme. ICH BIN mein Atem. Ich bin meine Essenz. Ich bin NICHTS.

Und so lese ich nun weiter und achte dabei weiterhin bewusst auf meinen Atem, wie die Atemluft ein und aus strömt und wie ich ganz bei mir bin. Die Worte, die ich lese, nehme ich in meinem Gewahrsein außerhalb von mir wahr und in meinem Bewusstsein habe ich meinen Atem. Mein Atem ist jetzt an erster Stelle und hat Priorität … ich atme bewusst ein … und aus … - und die Worte auf dem Display sowie alles um mich herum ist nachrangig.

Dieser Zustand ist sehr gesund. Und wenn wir für uns Heilung erbitten, können wir uns diesen Wunsch sehr leicht selbst erfüllen, einfach durch dieses bewusste Atmen. Je häufiger wir unser Ein- und Ausatmen bewusst wahrnehmen, desto gesünder SIND wir.

Und ich atme bewusst ein …
Und aus …
Und ein …
Und aus …

. . .

Und nun begeben wir uns einmal bewusst in das „Land der Krankheiten“. Das „Land der Krankheiten“ sind all diejenigen Energien, die wir in ihrer Qualität als „abweichend“, als „anders“, als „störend“ und als schmerzhaft wahrnehmen. Der innere Frieden unseres gleichmäßigen, natürlichen, gesunden Ein- und Ausatmens ist gestört. „Jemand will etwas von uns“ oder „wir fühlen uns unter Druck“ oder „da werden Erwartungen an uns gestellt“ oder „es wächst uns alles über den Kopf“. Das, WAS uns stört, dringt von außerhalb von uns zu uns vor und auf uns ein. Ganz platt gesagt, ist es das Außen, das uns krank macht und überhaupt krank machen KANN. Denn in unserem Inneren finden wir unser Herzensfeld, unser Inneres Kind und unsere Selbstliebe. Die KÖNNEN uns NICHT krank machen.

Krankheit kommt also IMMER von außen …

Denken wir jetzt beispielsweise einmal an unseren Partner oder an unsere Mutter oder an unseren Vater. In dem Moment, in dem wir an einen anderen Menschen denken, wandert unser Fokus ab. Er schwenkt vom Innen zum Außen. Wir „schweifen ab“. Wir „verlieren uns selbst“. Wir nehmen plötzlich diesen anderen Menschen in unser BEWUSSTSEIN und setzen ihn damit auf Platz eins. Unser Fokus, unsere Konzentration und unsere Aufmerksamkeit sind bei diesem Menschen. Dieser Mensch hat jetzt IN UNS Priorität. Und unser eigenes Atmen ist ins Gewahrsein gerutscht. Und es ist sogar noch weiter weg entglitten, denn wir nehmen uns selbst und unser eigenes Atmen nicht einmal mehr unbewusst wahr. Schwupp, sind wir uns selbst entglitten …

In dem Moment, in dem wir an jemand anderes denken, WERDEN WIR zu dem anderen. Die Energie des anderen schwingt plötzlich in uns und hat unser eigenes „Atem-Bewusstsein“ verdrängt. Das besonders Tragische hieran ist nun, dass wir unseren Fokus ja nicht mehr nach innen richten, sondern nach außen. Und solange wir unseren Fokus zu uns nach innen richten, konnten wir uns selbst feinstofflich-formlos in/mit der Energie unseres eigenen Herzensfeldes wahrnehmen. Doch in dem Moment, wo wir unsere Innen-Fokussierung auflösen und unsere Aufmerksamkeit NACH AUSSEN richten, VERLIEREN wir unseren eigenen Herzensfeld-Kontakt und schalten um auf Ego-Modus.

Dieses Umschalten geschieht voll automatisch. Es passiert einfach. IMMER, wenn wir zu uns nach innen horchen, schwingen wir in der Energie unseres Herzensfeldes. Und IMMER, wenn wir unsere Wahrnehmung, unsere Sinne und unsere Aufmerksamkeit (Fokus, Konzentration, Bewusstsein) oder unsere Gedanken nach außen richten, SIND WIR EGO.

Dies bedeutet: WIR KÖNNEN NIEMALS Herzensfeld SEIN, solange wir nach außen schauen!

Und jetzt kommt unser freier Wille und unser ICH nochmal ins Spiel: Mit unserem ICH und mit unserem freien Willen können wir nun bewusst entscheiden, ob wir nach außen oder nach innen schauen/blicken möchten. Blicken wir zu uns selbst nach innen und horchen beispielsweise auf unseren Atem oder auf unsere innere Stimme, auf unsere Intuition, auf unser Bauchgefühl, so sind wir in Verbindung mit unserer Liebe und mit unserem Herzensfeld. Blicken wir jedoch nach außen, so sind wir selbst als Ego aktiv. Wir handeln und agieren aus unserem eigenen Ego heraus und wir nehmen die Welt um uns herum durch die Prägungen und Konditionierungen (durch den Filter) unseres Ego wahr.

Außenorientiert = Ego
Innenorientiert = Herzensfeld

Für alle möglichen weltlichen und körperlichen Erfahrungen ist der nach außen gerichtete Ego-Modus sehr hilfreich, gut, passend und hervorragend geeignet. Wir können Achterbahnfahrten genießen, die Welt erkunden, Beziehung und Partnerschaft (in klebriger Ego-Liebe mit allen Abhängigkeiten und dazu gehhörigen intensiven Gefühlen) erfahren, technische Geräte benutzen und unseren Lebensstandard und Komfort genießen. Und all dies hat seinen Stellenwert und ist auf seine Weise auch wichtig.

Wollen wir jedoch geistig-spirituelle Erfahrungen machen und wollen wir der wahren Lieben begegnen, die Freiheit ist und alles erlaubt, so müssen wir uns nach innen orientieren und aus unserem Innen heraus leben. Unsere innere Stimme führt uns hierbei. Sie ist zwar sehr leise, doch wenn wir den weltlichen Lärm (inklusive aller Gedanken, Vorstellungen und Erwartungen sämtlicher Egos) außen vor lassen, können wir sie gut hören.

Mit unserem ICH entscheiden wir also, ob wir Ego sein und erfahren möchten, oder ob wir Herzensfeld sein und erfahren möchten. Und in dieser Entscheidung sind wir tatsächlich frei (außer, dass unser Ego beleidigt ist und herum bockt und schimpft und zetert, wenn wir es im Regen stehen lassen).

Doch wie entsteht nun Krankheit?
Und was ist „krank“ überhaupt?

„Krank“ können wir als „vom Gesunden abweichend“ ansehen. Doch was ist „gesund“? Welches Verhalten ist „gesund“? Ist „die Mehrheit“ gesund? Ist dasjenige gesund, was „die meisten“ machen? Was in meinem Körper ist krank oder gesund?

Verstehe wir Krankheit als einen Hinweis unseres Körpers auf eine Dysbalance in unserem Körper-Geist-Seele-System (also als ein psycho-somatisches Geschehen) dann „ist Krankheit gesund“. Es ist gesund, von unserem Körper, dass er uns durch die Krankheit auf unser Fehlverhalten hinweist. Im Grunde genommen GIBT ES NUR GESUND. Krank ist allenfalls unser krampfhaftes Festhalten an überalterten Verhaltensmustern und Vorstellungen, die längst über dem Verfallsdatum/Haltbarkeitsdatum sind. Krank ist also NICHT mein Körper, sondern mein Körper reagiert DURCH Krankheit in „gesunder“, natürlicher Art und Weise auf mein fehlerhaftes Verhalten, auf mein „nicht im Fluss sein“, auf meine Blockade gegenüber der universalen Lebensenergie.

Krankheitssymptome sind also Zeichen eines vitalen, gesunden Körpers, der merkt, dass etwas im Argen liegt und dies deutlich macht. Insofern ist Krankheit ein Zeichen von körperlicher Gesundheit. Paradox - doch so ist es …

Und unser Körper MUSS die Missstände durch schmerzhafte Symptome anzeigen, denn sonst würden wir die Fehlermeldungen allzu leicht überhören. Es MUSS also so weh tun, dass wir uns (oder andere Mensch sich) um uns kümmern.

Wie heißt es doch so schön: „Unser Körper spricht dort, wo unser Geist zu schwach ist.“ Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Unser Körper ergreift Partei für unseren Geist, für unsere Liebe, für unser Herzensfeld, in denjenigen Situationen, in denen Ego-Fremdenergien widernatürlich unseren Körper regieren.

Und dann gibt es da noch eine zweite Form der körperlichen Krankheit: das Suchtverhalten. WENN unser Körper sich an ein krankhaftes, schädliches, selbstschädigendes (Ego)Verhalten gewöhnt hat (zum Beispiel Alkohol, Zigaretten oder auch bestimmte Ego-Verhaltensmuster, Rituale, Gewohnheiten und Automatismen), dann reagiert unser Körper bei Veränderungen mit Entzugserscheinungen, weil unserem Körper plötzlich das Gift fehlt. Unsere Zellen haben sich so sehr an den regelmäßigen Konsum der Giftstoffe oder von giftigen Ego-Fremdenergien (Verhaltensweisen, Vorstellungen, Erwartungen, Abhängigkeiten) gewöhnt, dass uns der Entzug massive Symptome einer Erstverschlimmerung beschert. Es wird zunächst erst mal deutlich schlimmer/schlechter, bevor es dann besser wird.

Als Kind machte es uns krank, Ego-Fremdenergien in uns aufzunehmen. Als Erwachsener macht es uns nun krank, unseren schädlichen (aber gewohnten) Konsum von Ego-Fremdenergien zu beenden. Dieses Phänomen stellt sich nun wie folgt dar …

Als Kind waren wir Herzensfeld und ständig mit unseren Eltern zusammen. Die Energien unserer Eltern prägten uns. Unsere Eltern füllten IHRE Energien in den „leeren Eimer“ unseres Ego und mit der Zeit reifte unser Ego heran und wuchs und gedieh und bildete genau diejenigen Eigenschaften und Charakterzüge aus, die es von unseren Eltern abguckte und erlernte. Im Grunde genommen IST unser Ego unsere Eltern. Unser Ego ist ziemlich identisch mit dem Ego unserer Eltern, wobei sich natürlich die Energien von unserer Mutter und unserem Vater in uns bereits mischten und zum Teil gegenseitig aufhoben/auflösten. Deswegen ist unser Ego eine harmlosere Variante als das Ego unserer Eltern.

Unsere Kinderkrankheiten können wir verstehen als Integrationskonflikte. Immer dann, wenn wir als Kind empathisch eine Ego-Energie unserer Eltern aufgenommen haben, die im Widerspruch stand zu unserer eigenen Herzensfeld-Liebe, hatten wir einen inneren Konflikt. Wir mussten uns entscheiden. Und weil unsere Eltern so übermächtig waren, mussten wir uns selbst verraten. Wir mussten uns gegen unser Herz, gegen unsere Selbstliebe und für die Ego-Energie unserer Eltern entscheiden. Natürlich lief all dies vollkommen unbewusst ab.

Es war ein Verrat an uns selbst. Und dieser Selbstverrat machte uns damals als Kind verständlicherweise krank. Die unterschiedlichen Krankheitsbilder der Kinderkrankheiten bringen dies in ihrer Bandbreite wundervoll zum Ausdruck. Unser Körper erzählt uns schier wahre Geschichten von seinem Konflikt um die Integration der Ego-Fremdenergien unserer Eltern und dem damit einhergehenden Wegsperren und Verbannen unserer eigenen Herzensfeld-Selbstliebe.

In unserer Kindheit erlebten und erlitten wir auf diese Weise so manche innere Krise immer dann, wenn wir selbst in unserer Liebe „weniger wurden“, weil wir wieder einen Teil von uns wegsperren mussten. Zugleich bildeten wir ein fremdes Selbst aus. Indem wir die Ego-Energien unserer Eltern und der Gesellschaft, des Kollektiv, unserer Erzieher und Lehrer und Nachbarn und Verwandten und Bekannten in uns aufnahmen, identifizierten wir uns immer mehr und immer stärker mit eben diesen Ego-Fremd-Energien sowie mit den damit zusammenhängenden Vorstellungen und Erwartungen, gesellschaftlichen Konditionierungen, Prägungen, Regeln, Normen, Werten, angepasstem Verhalten und Moralvorstellungen.

Und weil wir in uns drinnen LIEBE SIND und weil LIEBE ALLES ERLAUBT, haben wir all dies erlaubt. Wir haben uns selbst bereitwillig weggesperrt und eine andere, neue, fremde, gesellschaftliche Identität angenommen. Und dies SIND WIR nun heute. Dies SIND WIR als Person, als Mensch, als Mann/Frau. Und damit wir trotz dieser Fremd-Ego-Identität ein fröhliches und gesundes Leben leben konnten, war unser System in der Lage, zu vergessen, dass wir da etwas weggesperrt haben. Zumindest auf unserer Handlungsebene im Alltag und in unserem Tagesbewusstsein „war es für uns so ok“.

Und wir fühlen uns nun als ein Mensch mit eben genau diesen angenommenen und übernommenen Fremdenergien. DIES SIND WIR. Dies ist unsere heutige Identität als Mensch. Und diese Identität ist sogar sinnvoll (auch wenn wir dies kaum glauben können). JA, es ist sinnvoll, diese fremde Identität angenommen zu haben, denn diese Ego-Fremd-Energie-Identität ist Form. Es ist eine Form (es sind viele Formen). Und NUR ALS FORM KÖNNEN wir Erfahrungen machen und Gefühle fühlen. Wären wir Herzensfeld geblieben, so wären wir Liebe geblieben, die immer alles erlaubt. Als immer alles erlaubende Liebe KÖNNEN wir aber KEINE Erfahrungen machen. Der Kontrast und die Abgrenzung würden fehlen.

Zudem ist die wahre Liebe feinstofflich-formlos. Und Formloses KANN keine Erfahrungen machen. Wir BRAUCHEN eine Form, wir brauchen etwas Feststoffliches, um „etwas“ wahrnehmen und fühlen zu können. Wir brauchen Gedanken und Vorstellungen, um Gefühle fühlen und um das Leben mit seinen Tiefen und Höhen genießen zu können. Es ist also alles richtig und gut und sinnvoll so, wie es ist. NIEMAND hat etwas falsch gemacht und unsere Eltern sind auch nicht „schuld“, sondern wir können ihnen dankbar sein, dass sie uns ihre Form geschenkt haben, damit auch wir Form annehmen konnten, um überhaupt Erfahrungen machen zu KÖNNEN. Also: „DANKE liebe Eltern …!“

So weit, so gut …

Was geschieht nun HEUTE, wenn wir als Erwachsener KRANK werden?

Damals als Kinder wurden wir krank, wenn wir uns selbst verraten und fremde Form-Energien in uns aufgenommen haben. Und WARUM wurden wir dabei krank, wenn doch alles so seinen Sinn hatte? Weil auch Krankheit einfach eine Erfahrung ist. Und wir sind hier, um Erfahrungen zu machen. Und da gehören Krankheiten nun mal auch einfach mit dazu. Wir KÖNNEN Gesundheit nur dann schätzen, wenn wir zuvor Krankheit bewusst erlebt und erfahren haben.

Aus welchem Grunde werden wir nun HEUTE als Erwachsene krank?

Heute werden wir krank, weil der genau umgekehrte Prozess abläuft wie damals als Kind. Heute werden wir krank, weil wir einen Partner haben, der uns (im Auftrag der allumfassenden Lebensenergie) dabei hilft, die damals als Kind installierten Ego-Fremd-Energien wieder loszuwerden und aufzulösen. Das Krankmachende hierbei ist: Wir sind aufgefordert, unsere Identifikation aufzulösen. Und dies MUSS ja krank machen - zumindest auf der Ego-Ebene. Und da wir uns mit unserem Ego und mit unserem Körper identifizieren, bereitet uns diese Erlösung Schmerzen. Die Auflösung unserer Identifikation mit den Ego-Fremd-Energien ist eben KEINE pure Freude, sondern schreckliche Folter. - Und all das ist Leben und geschieht im Namen der universalen Liebe, denn unsere Seele möchte Erfahrungen machen/sammeln und Gefühle fühlen und hieran weiter reifen und sich entwickeln …

Wir dürfen also in unserem Leben zweimal Krankheit als Erfahrung genießen: Einmal als Kind, wenn wir die Ego-Fremd-Energien unserer Eltern in uns aufnehmen und dabei unsere eigene Selbst-Liebe ins dunkle Verlies wegsperren. Und ein zweites mal, wenn wir vom Kind zum Erwachsenen heran reifen und unsere Selbst-Liebe wiederfinden und dafür unsere Identifikationen mit den Ego-Fremd-Energien auflösen müssen.

Dieser Mechanismus garantiert uns ein wahrhaft erfülltes Leben. Wir sind reich und überreich beschenkt mit vielen Gefühlen. Das einzige, was wohl uns allen fehlt, ist unser bereitwilliges, offenes, bejahendes, annehmendes und authentisches JA-sagen hierzu …

Je schwerer er uns fällt, als Kind unsere Selbst-Liebe zu verraten, desto kranker werden wir. Und je schwerer es uns fällt, als Erwachsener unsere Ego-Fremd-Energie-Identifikation aufzulösen, desto kranker werden wir. Wenn wir starr und steif an unserer Identifikation mit den Fremdenergien unserer Eltern festhalten, dann blockieren wir uns selbst und erkranken schwer, schwerst, chronisch oder tödlich.

Als Kind waren wir unbewusst. Wir konnten nichts dabei tun, außer, es über uns ergehen lassen. Heute als Erwachsener sind wir dem ganzen NICHT hilflos ausgeliefert, denn wir haben ein gesundes Selbstbewusstsein ausgebildet und wir können unseren Fokus selbstbestimmt lenken. Im Detail passiert heute, wenn wir als Erwachsene krank werden, folgendes in uns …

Wir sind ein Mensch mit einem Charakter. Wir sind eine Person mit einer Geschichte. Wir haben eine eigene Identität. Wir sind JEMAND. Was wir NICHT auf dem Schirm haben, ist, dass ALL DIES Fremdenergien sind. Da wir dies NICHT wissen, identifizieren wir uns also mit Fremdenergien. Und ein sehr großer, bedeutsamer Anteil macht hierbei die von unseren Eltern übernommene Ego-Energie aus. Diese Energie ist in uns, schwingt in uns und wir identifizieren uns mit ihr. Und JEDES MAL, wenn wir an unsere Eltern denken, erneuern und bestärken wir DIESE Energie in uns.

Und dann ist parallel zu dieser Ego-Energie unserer Eltern die Energie unseres Partners da (wenn wir keinen Partner haben, dann haben wir vielleicht eine gute Freundin, die uns ermutigt, neue Wege zu gehen oder ein schlaues Buch etc.). Das Leben lässt über/durch unseren Partner (oder unsere gute Freundin oder das Buch) die Original-Energie der reinen, göttlichen Liebe in unser Leben fließen. Wir werden mit universaler Liebe versorgt. Und DIESE Energie nehmen wir nun parallel zu der Ego-Fremd-Energie unserer Eltern in uns auf.

Indem wir an unsere Eltern denken und einen Moment später an unseren Partner (oder an unsere Freundin oder das Buch) nehmen wir also zwei in sich widersprüchliche, entgegengesetzte Energien in uns auf. Diese komplett diametral entgegengesetzten Energien treffen nun IN UNS aufeinander und ringen IN UNS um Vorherrschaft. Die Ego-Energien unserer Eltern versuchen unsere alte Identität weiterhin am Leben zu erhalten und die Energie der Liebe ersucht, eben genau diese Identifikation aufzulösen. IN UNS HERRSCHT KRIEG. In uns ist ein KAMPFGEBIET (unser KRIEG IN UNS ist DIE zentrale Ursache für die Kriege in dieser Welt!).

Und wir erleben dies dann als Entzündungen (Hautentzündungen, Erkältungskrankheiten, innere Entzündungen, Magenschleimhautentzündung etc.), allergische Reaktionen (ich kämpfe gegen mich selbst) und mitunter auch als Unfälle und andere Schicksalsschläge. Krebs ist in diesem Zusammenhang zu verstehen als ein „Wachstum im Schattenbereich“. Wir lassen den Schatten, also die Ego-Fremd-Energien unserer Eltern, in uns weiter wachsen. Manchmal sind bestimmte Themen betroffen, wie zum Beispiel Sexualität, Geschlechtsorgane oder auch andere innere Organe oder Blut als Lebenssaft. Krebs ist ein Festhalten am Alten, am Schatten, an unseren Identifikationen, die wir als Kind in Form von Ego-Fremd-Energien von unseren Eltern und der Gesellschaft unbewusst übernommen und vollkommen verinnerlicht haben.

Unsere Krankheiten bleiben bestehen, solange wir außenorientiert durchs Leben laufen. Wenn wir in Gedanken (bei den anderen) sind, wenn wir die Vorstellungen und Erwartungen unserer Eltern und der Gesellschaft erfüllen (wollen), wenn wir uns angepasst verhalten, wenn wir Rücksicht nehmen (auf die anderen), wenn wir es den anderen Recht machen wollen - dann sind wir NICHT BEI UNS, sondern dann sind wir immerzu im Außen und bei den anderen.

Und wenn wir von unterschiedlichen Menschen im Außen unterschiedliche, entgegengesetzte, sich widersprechende Energien in uns aufnehmen, dann fühlen wir in uns ständig das Gefühl: „Wir können es niemandem Recht machen. Jeder erwartet von uns etwas anderes.“ Und wenn wir es dem einen Recht machen, dann ist der andere enttäuscht und umgekehrt.

Die Lösung ist einfach und doch sieht sie keiner. Wir KÖNNEN die Lösung NICHT sehen, weil wir selbst Ego SIND und weil JEDES Ego IMMER nach außen schaut. JEDES Ego lebt außenorientiert. JEDES Ego orientiert sich in seinem Tun und in seinem Handeln und Denken am Außen. - Doch die Lösung werden wir NIEMALS im Außen finden können. Die Lösung liegt im INNEN. Doch nach innen schauen KÖNNEN wir NUR mit unserem eigenen Herzensfeld. Unser Ego KANN NICHT nach innen schauen. Das ist ihm viel zu langweilig. Deswegen mag unser Ego auch nicht meditieren …

Nach innen schauen bringt die lang ersehnte Heilung. Denn sobald wir nach innen schauen, widmen wir WEDER unseren Eltern, noch der Gesellschaft noch unserem Partner oder einem anderen Menschen, noch einem Buch oder einer CD oder einem Film unsere Aufmerksamkeit. Wenn wir nach innen schauen, dann widmen wir unsere Aufmerksamkeit allein uns selbst. Und dann begegnen wir uns in unserer Selbstliebe. HIER können uns selbst begegnen und HIER können wir endlich das Gefühl von „es anderen Recht machen wollen“ auflösen. Denn in uns ist niemand anderes außer uns selbst. Schauen wir zu uns selbst nach innen, geht es nur noch darum, es UNS SELBST Recht zu machen (und zwar in unserer Selbstliebe auf Herzensfeldebene). HIER finden wir endlich Frieden. Wir können Frieden NICHT im Außen finden - NUR IN UNS SELBST. Und von dort auch kann und darf sich dieser Frieden dann ausdehnen und ausbreiten in die Welt.

Dieses „nach innen schauen“ (und bewusst nach innen atmen) ist nun FREI von jeglichen Vorstellungen und Erwartungen und Gedanken. IN UNS IST NICHTS. Denn wir selbst sind in unserer Essenz NICHTS. Wir sind feinstofflich-formlose Energie. Wir sind LIEBE. Und wahre Liebe erlaubt alles. Wir brauchen also NICHTS zu erfüllen, denn es ist ja ALLES erlaubt.

Und wie gelangen wir nun in unser eigenes INNEN? - DA kommen wir wieder bei unserem Atmen an. Gesund sind und werden wir, wenn wir bewusst atmen und unsere Aufmerksamkeit bewusst zu uns selbst nach innen lenken. IN UNS SELBST auf der Ebene unseres Herzensfeldes sind wir FREI von jeglichen Vorstellungen und Erwartungen. Auf dieser tiefen Seins-Ebene KANN es KEINE Konflikte und KEINE Krankheiten geben, weil da KEINE Form vorhanden ist. Es ist NICHTS da, was krank sein oder machen KÖNNTE. Wie sollte das NICHTS krank sein können, wo doch NICHTS da ist, WAS erkranken könnte?!

Diese tiefe Dimension des NICHTS unserer eigenen Essenz erreichen wir tatsächlich am leichtesten über unser bewusstes Atmen.

Und deshalb atme ich jetzt noch einmal bewusst ein …
Und aus …
Und ein …
Und aus …

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Noch einmal zusammengefasst …

Als Kind wurden wir krank, wenn wir Ego-Fremd-Energien in uns aufgenommen und unsere Selbstliebe verraten und weggesperrt haben.

Als Erwachsener werden wir krank, wenn wir unsere Aufmerksamkeit einerseits auf den Ursprung unserer Ego-Identifikation (also zu unseren Eltern und gesellschaftlichen Konventionen) ausrichten und zugleich diejenigen Energie in unser Bewusstsein nehmen, die versuchen, unsere Identifikationen mit unseren Ego-Fremd-Energien (aus unserer Kindheit) aufzulösen. Dann nehmen wir zwei sich widersprechende, entgegengesetzte Energien in uns auf, die IN UNS gegeneinander kämpfen. Und dies macht uns krank.

Die Lösung ist: Wir ziehen unsere Aufmerksamkeit und unseren Fokus bewusst vom Außen ab und konzentrieren uns nach innen. Dies gelingt uns am leichtesten mit unserem bewussten Atmen.

Wenn wir JEDEN Atemzug, den wir tätigen, BEWUSST wahrnehmen, werden wir IMMER gesund sein …!

Warum? Weil wir dann IMMER IN UNS SELBST ruhen und stets ganz bei uns selbst im Herzensfeld sind. Das Außen nehmen wir nur noch in unserem Gewahrsein wahr. Und mit unserem Bewusstsein, das unser „ICH BIN“ repräsentiert, sind wir stets bei uns selbst in unserer Selbstliebe …

Frei von jeglichen Vorstellungen
Frei von allen Erwartungen …
Frei vom Außen …
Frei von sämtlichen Äußerlichkeiten …

In Liebe und in Selbstliebe in unserem eigenen Herzensfeld mit uns selbst verbunden …

Und damit automatisch auch mit dem Großen Ganzen …

Denn unser Herzensfeld und das Quantenfeld (das Feld aller Möglichkeiten, das universale Feld des reinen Potenzials) sind ein und dasselbe …

Ich wünsche Dir nun von Herzen viel Spaß beim bewussten Ein- und Ausatmen …

Und allzeit gute Gesundheit …

Und ich atme bewusst noch einmal tief ein …
Und aus ..
Und nochmal tief ein …
Und aus …

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