Donnerstag, 20. Februar 2020
SELBST-SCHUTZ IN DER SPIRITUALITÄT
Immer wieder fragen Menschen, die sich der Spiritualität und den damit verbundenen Energie-Wesen-Welten öffnen: Wie kann ich mich schützen? Natürlich spielt das Thema Schutz, sich schützen und Selbstschutz auch in der Spiritualität eine große Rolle. Aber für wen eigentlich? Wer will wen schützen?

Und da haben wir es auch gleich schon wieder. Wenn es ein Du gibt, das sich schützen will, dann bist nicht DU dieses Du, sondern dieses Du ist Dein Ego-Du, das etwas will! DU brauchst Dich nicht zu schützen. DU als reine LIEBE, DU als reine WAHRHEIT, DU als reines göttliches LICHT, DU als göttlicher FRIEDEN brauchst keinen Schutz und brauchst Dich nicht zu schützen.

Schützen willst Du etwas. Schützen willst Du etwas, das noch nicht erkannt hat, dass es SELBST Schutz ist. Schützen willst Du etwas, das sich als von der Wahrheit, dem Göttlichen, der Liebe, dem Licht, dem Frieden getrennt wahrnimmt. Und ganz ehrlich: Dieses Etwas brauchst Du nicht zu schützen. Ganz im Gegenteil: Du kannst Dich freuen, wenn es vergeht.

Der Anteil von Dir, der spirituell erwachen möchte, sehnt sich sogar danach, dass es vergeht. Dieser Anteil sehnt sich danach, dass sich dieser Ego-Anteil, der sich Sorgen um sich macht, in Wohlgefallen auflöst.

DU in Deinem göttlichen Sosein bist Schutz.
DU in Deinem göttlichen Sosein brauchst keinen Schutz.
DU in Deinem göttlichen Sosein bist SELBST Schutz! DU BIST es.
Du brauchst es nicht.
Du BIST es!

Es gibt also nichts, was geschützt werden müsste. Es gibt nichts Schutzwürdiges. Die reine göttliche LIEBE brauchst Du nicht zu schützen. Sie ist die Basis-Energie, die Grundschwingung von allem, was es gibt. Aus ihr ist alles, aber auch wirklich ALLES hervorgegangen: das Gute wie auch das Schlechte. Und DU brauchst Dich darum nicht zu kümmern. Die göttliche Liebe ist das Einzige, das alle Zeiten überdauert und immer währt.

Wenn Du das Gefühl und das Bedürfnis hast, etwas in Dir vor etwas da draußen schützen zu müssen, dann beobachte, wer was vor wem schützen will. Wollen ist immer Ego.

Das SEIN will nichts!
Das Sein IST einfach.
Das SEIN existiert als SEIN.

Es existiert als SEIN im Formlosen ebenso wie in der Form, in dem, was sich materiell manifestiert hat. Das SEIN ist alles. Es ist alles. Es ist alles inklusive dessen, vor dem Du Dich meinst, schützen zu müssen.

Das bedeutet: Solange Du meinst, Dich vor etwas vom SEIN schützen zu müssen, solange schützt Du Dich vor dem SEIN selbst.

Ja, genau! In Dir ist ein Automatismus aktiviert, mit dem Du Dich vor dem SEIN schützt!

Und wer will sich vor dem SEIN schützen? Klar – natürlich kann dies nur einer sein: Dein Ego. Natürlich will sich Dein Ego vor dem SEIN schützen. Das ist sein ganzer Lebenszweck. Der Existenz-Sinn des Ego ist es, sein eigenes SEIN zu vergessen und alle aber auch wirklich alle Tricks und Mechanismen anzuwenden und auszukosten, die das Vergessen aufrecht erhalten. Und ICH (dieses ICH bin nicht ich, der Buchautor, sondern es ist Gott oder das Leben oder das Universum, das durch mich zu Dir spricht), also ICH sage Dir: Du brauchst Dich nicht zu schützen. Du bist sicher. Dein ICH BIN kann niemals verletzt oder geschädigt werden. Sicher!

Dein Ich bin kann niemals verletzt oder beschädigt werden! Es gibt und Du hast also keinen Grund, irgendetwas von Dir vor einem Aspekt des SEINS schützen zu müssen! Ehrlich nicht!


MIT DEM GEFÜHL DES BEDROHTSEIN UMGEHEN

Nichtsdestotrotz fühlt sich Dein Ego von etwas bedroht. Und Du fühlst und spürst dieses Bedrohtsein-Gefühl. Und das ist auch wahr! Das Bedrohtsein-Gefühl ist richtig! Aber nicht DU bist bedroht, sondern Dein Ego. Und das ist es auch tatsächlich und ganz real und wahrhaftig. Dein Ego ist in diesen Zeiten tatsächlich und ganz wirklich und echt in Gefahr. Das Bedrohtsein-Gefühl Deines Ego ist begründet.

Doch nicht DU als göttliches ICH bist bedroht, sondern Dein Ego ist bedroht. Und da versucht Dein Ego natürlich alles, um sich aus dieser Bedrohung zu befreien.

Und JETZT tritt Dein freier Wille auf den Plan. Denn JETZT bist DU gefragt. Dieses Du, das jetzt gefragt ist, ist … Ja, wer ist es denn?


DU BIST MEHRERE DUs

Ich erkläre es Dir. Du hast oder bist drei DUs (wahrscheinlich sogar noch viel mehr, aber hier und jetzt genügen uns diese drei Dus).

Du bist einmal das göttliche DU. Dieses DU ist Dein göttliches ICH BIN. Es ist Dein im göttlichen SEIN seiendes ICH. Es ist Deine Essenz. Dein bei Gott sein. Das ist also das eine, Dein wahres DU.

Und dann gibt es Dein Ego-Du. Dieses Du schreibe ich meistens nicht mit Großbuchstaben, sondern als Du. Dieses Ego-Du ist Dein ganz normales, irdisches Ich. Es ist Dein Ego-Ich. Es ist Max Meier oder Melanie Mustermann. Es ist Deine Identifikation in diesem Leben. Es ist Deine Person und Deine Persönlichkeit. Und dazu gehört auch Deine Geschichte, Dein Lebenslauf, Deine Krankheiten, Deine Sorgen und Nöte, Deine Probleme und Neurosen, Dein ganz normaler weltlicher Alltag, Dein Wunsch nach Anerkennung und Dein Bedürfnis, richtig verstanden werden zu wollen. Du gehst mit diesem Alltags-Du einkaufen. Du feierst. Du triffst Freunde. Du treibst Sport. Du gehst zur Arbeit. Du hast Hobbys. Du hast Familie mit Frau und Kindern. Oder Du hast keine Familie und lebst einfach in einer Partnerschaft (glücklich oder mit oder ohne Probleme). Oder Du lebst alleine als Single (glücklich oder mit oder ohne Probleme). Vielleicht hast Du einen Hund oder eine Katze. Vielleicht reitest Du. Oder Du liebst es, Fahrrad zu fahren, zu wandern, die Natur zu genießen. Oder Du bist mehr der Stadtmensch. Vielleicht liebst Du Kultur und Musik. Vielleicht bist Du Künstler und sehr kreativ. Vielleicht hast Du eine gute Meinung von Dir, und vielleicht hast Du eher Minderwertigkeitsgefühle. All diese Dinge Deines alltäglichen Lebens gehören zu Deinem ganz normalen Alltags-Du (bzw. Alltags-Ich).

Und bevor wir zu dem dritten Du kommen, erkenne ich gerade, dass es da sogar noch ein viertes Du gibt. Dieses vierte Du ist die Energie, von der Du fremdgesteuert wirst. Es sind all die Verhaltensweisen, Moralvorstellungen und Muster, die Du als Kind gelernt und verinnerlicht hast und die sich heute für Dich wie zu Dir gehörig anfühlen. Doch sie sind nicht Deine. Sie sind nur übernommen. Es sind übernommene Energien in Form von Mustern. Du wurdest sozusagen programmiert, fremdprogrammiert. Und damit wird schon deutlich, dass daraus höchstwahrscheinlich ein Problem erwächst, denn Deine Selbst-Programmierung, die DU als Seele Dir gegeben hast, weicht höchst wahrscheinlich von der Fremd-Programmierung, die Du als Kind durch Deine Umwelt erfahren hast, ab. Und diese erfahrene (oder oftmals erlittene) Fremd-Programmierung hat Deine Selbst-Programmierung überschrieben – zumindest ‚sich darüber gelegt‘. Denn unter dieser Fremd-Programmierung ist Deine Selbst-Programmierung natürlich noch erhalten.

Du kannst es Dir so vorstellen wie in einem alten Gewölbekeller: Da wurden vor Urzeiten wunderschöne Bilder an die Wand gemalt. Es sind wunderschöne ganz ursprüngliche Wandmalereien. Und im Laufe der Zeit wurden sie einfach überpinselt. Die Wand wurde einmal ‚neu grundiert‘, und dann wurden darauf neue, modernere, ‚zeitgemäßere‘ Bilder gemalt. Und schließlich wurden auch diese wieder übermalt, und das ganze Kellergewölbe wurde neu verputzt. Für Archäologen oder Kunsthistoriker ist es eine sehr mühsame aber zugleich auch sehr befriedigende Aufgabe, die alten Bilder und Malereien wieder freizulegen und dann zu restaurieren. Und genau in diesem Prozess befindest DU Dich gerade innerlich, spirituell, seelisch, energetisch.

Gleiches habe ich in meinem Haus erlebt. Als wir einzogen, haben wir den modernen Laminat-Fußboden erst einmal rausgerissen. Darunter haben wir einen alten Teppichboden gefunden. Und unter diesem schrumpeligen Teppich lag ein wunderschöner Holzfußboden als Fisch-Gräten-Parkett. Ein wahres Schmuckstück! Er wurde überdeckt, versteckt und überlagert von ‚moderneren‘ Belägen. Und so wurde auch Dein ursprüngliches Selbst-Programm überschattet durch die Fremd-Programme.


MEIN FREIER WILLE

Und jetzt kommen wir endlich zu Deinem dritten DU. Wir hatten als erstes DU Dein göttliches SEINs-ICH, als zweites Dein Alltags-Ego-Ich, als viertes Dein Ich-werde-fremdgesteuert-Ich (durch die gesellschaftlichen oder durch Erziehung bedingten Dir von außen auferlegten Muster. Du kannst dieses vierte Ich auch „man-Ich“ nennen, weil wir als Kind immer und immer wieder gehört haben: Das tut man aber so). Und jetzt kommen wir zu Deinem dritten DU beziehungsweise ICH.

Dieses dritte ICH ist Dein, wie ich es in diesem Zusammenhang nennen würde, Höheres ICH. Dieses von mir als das Höhere Ich bezeichnete ich ist nicht das gleiche höhere Ich, wie Du es vielleicht woanders schon mal gehört hast, zum Beispiel in dem Stufenmodell von Sigmund Freud. Für mich sitzt diese dritte ICH ‚unterhalb‘ des SEINs-ICH und ‚über‘ dem Ego-Ich.



Dein SEINs-ICH ist reines Bewusstsein. Es ist göttliche Bewusstheit. Es ist gedankenfreies Gewahrsein ohne Worte. Es ist pures Geschehen-Lassen und Bejahen. Es ist reine, göttliche LIEBE, die alles bedingungslos akzeptiert.

Dein HÖHERES ICH ist in diesem Modell Dein freier Wille. Und mit Deinem freien Willen entscheidest Du vor allem eines: Wo JETZT Dein Fokus liegt. Du bestimmst, worauf DU Dich JETZT gerade konzentrierst. Du entscheidest, wo Du mit Deiner Aufmerksamkeit bist. Und da, wo Du mit Deiner Aufmerksamkeit bist, da ist Deine Energie! Und das, was Deine Energie erhält, das wächst, das verstärkst Du, dem gibst Du Deine Kraft!



Montag, 17. Februar 2020
Lebendig sterben … um zu leben …
Wir leben in einer Welt, in der so manches schief zu laufen scheint. Könnte es auch sein, dass das Schieflaufen voll im Plan der Schöpfung liegt?

MEINE Frage ist: WAS IST DER SINN DAHINTER?

Gottes Schöpfung ist ja in sich selbst sinnvoll, gut und reine Liebe.

Die Urvölker, die Indianer, die Kulturen, die sich eins mit der Natur fühlten, WAS HATTEN SIE? Und WAS FEHLTE IHNEN, WAS WIR heute HABEN?

ES MUSS einen tieferen SINN geben, dass die Menschheit nicht einfach auf der Stufe der Urvölker stehen geblieben ist.

Wenn damals alles gut war, warum ist es nicht gut geblieben?

Weshalb MUSSTEN Schmerz und Leid über uns KOMMEN?

Wozu?

Welche Antworten können wir akzeptieren, tolerieren und annehmen?

Irgendetwas MUSS damals gefehlt haben, wohin die Schöpfung bzw. die Seele der Menschheit sich noch hin entwickeln wollte.

Aus meiner Beobachtung stellt es sich mir wie folgt dar: Die Urvölker lebten LEBENDIG im Einklang mit der Natur. Wir heute leben anders. Wir leben heute a) NICHT in Einklang mit der Natur und b) NICHT lebendig. Sondern "wir leben tot".

Dies ist etwas GANZ BESONDERES!

Wie könnte das Leben den Tod leben?
Wie könnte das Leben den Tod erfahren?
Wie könnte das universale Bewusstsein erfahren und fühlen, wie sich Todsein anfühlt?

WIR MENSCHEN VON HEUTE FÜHLEN UND ERFAHREN GENAU DIES.

Wenn wir sterben, dann lebt unsere Seele wieder auf.

In dem Moment, in dem unser irdischer Körper tot ist, kann/darf die Seele wieder lebendig Seele sein.

Doch in unserer zivilisierten Welt von heute macht die Seele die einzigartige Erfahrung, das Todsein zu leben, das Todsein zu erfahren, das Todsein bei lebendigem Leibe zu fühlen. Dies ist genial, wundervoll und Herrlichkeit pur - wenn auch auf der Schattenseite der "Licht-Prozent-Skala".

Natürlich wettert unser Verstand gegen diese Sichtweise an, doch unsere Seele möchte ALLES erfahren und fühlen, auch den Schatten und auch das Todsein.

Plastikmüll ist ein wunderbares Symbol für das ewige Leben auf der Ebene unseres Ego - das ewige Todsein - das ewige Schmoren im Höllenfeuer ...

Es geht hierbei nur um einen einzigen Punkt: UM UNSERE VORSTELLUNGEN.

Unsere Vorstellungen stehen VOR uns und wir können die Liebe und das Herz dahinter NICHT mehr sehen.

Wenn wir unser Todsein sterben lassen würden, so würden wir wieder leben.

Doch was ist das, was uns im Todsein festhält?

Es sind allein unsere Vorstellungen.

GEFÜHLE sind WARM und lebendig.
GEDANKEN sind KALT und tot.

Vorstellungen sind Gedanken.
Solange unsere Vorstellungen leben, sind wir selbst tot.

Wir selbst können erst dann wieder lebendig leben, wenn wir unsere Vorstellungen sterben lassen.

Dies ist für uns sehr schmerzhaft, weil wir uns mit unseren Vorstellungen (Gedanken) identifizieren.

Unsere Auferstehung ist also, DURCH den Schmerz, der mit dem Sterbenlassen unserer Vorstellungen verbunden ist, HINDURCH zu gehen. In dem Moment, in dem wir unsere Identifikation mit unseren Vorstellungen sowie unsere Vorstellungen loslassen/sterben lassen, fahren wir auf in den Himmel (in unser eigenes Herzensfeld), kehren heim ins Licht, umarmen wieder unsere Gefühle und sind wieder ein warmer, lebendiger Mensch. Dies ist NICHT mit unserem körperlichen Tod zu assoziieren, sondern es geht allein um das Sterbenlassen unserer Gedankenkonstruktionen und Vorstellungswelten.

Wir als Herzensfeldmenschen können erst dann lebendig leben, wenn die Vorstellungen unseres Ego gestorben sind.

Wer ist JETZT bereit, das Gevatter Tod uns besuchen kommt, uns einen Besuch abstattet, und all unsere Vorstellungen und Identifikationen, Anhaftungen und Ego-Spielzeuge abholt ...?

Dies ist einer der Wege von Erleuchtung ...

Lebendig sterben ... um dann zu leben ...



Sonntag, 16. Februar 2020
Der Stausee - Wie wir einen neuen, guten Umgang mit unserer Wut finden …
In Band 3 des Buches „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“ hatten wir bereits die vier Grundgefühle Freude, Wut, Trauer und Angst kennengelernt. Dies ist jetzt ein Kapitel aus Band 4 (und das Kapitel umfasst im Buch 23 DIN A5 Seiten, nimm Dir also zum Lesen ganz in Ruhe etwas Zeit). Dass die Menschen beim Fühlen wählerisch sind und sich nicht über alle geschenkten Gefühle gleichermaßen freuen, ist von vornherein mit einkalkuliert in der Schöpfungsgeschichte. Diese Erkenntnis können wir jetzt hier in Band 4 gewinnen. Insofern ist es keine unliebsame Überraschung, wie es bisher den Anschein hatte, sondern der Freece im Lebensfluss ist auch Bestandteil der universalen Schöpfung. Die Blockade ist gewollt und hat System. Der Stopp ist gewünscht und Bestandteil des Plans. Dass wir Menschen uns nicht einfach über all unsere Gefühle freuen, sondern vor allem die negativen Gefühle abwehren, hat Methodik.

Daher wollen wir uns jetzt wie in Band 3 bereits angekündigt die Wut noch einmal etwas genauer anschauen, denn sie ist für unser Erwachen sehr wichtig. Zuvor noch eine kurze Zusammenfassung zu unseren Gefühlen: Freude und Traurigkeit sind die beiden Gefühle, die unser Inneres Kind fühlt. Freude ist die Anwesenheit von Liebe, und Traurigkeit repräsentiert die Abwesenheit von Liebe. Beide Gefühle fühlen wir stets im Jetzt, im gegenwärtigen Moment, im jetzigen Augenblick. So lange das, was wir gerade tun, dem inneren Impuls unseres Herzensfelds entspringt und Spaß und Freude bereitet, tanzt und lacht unser Inneres Kind vor Freude, macht Luftsprünge und alles ist gut. Wir begegnen uns selbst in unserer Selbstliebe und bringen sie authentisch zum Ausdruck.

Die beiden Gefühle Angst und Wut hingegen gehören nicht originär zu unserem Inneren Kind, sondern zu unserem lieben Freund Ego Stinkstiefel. Mit Angst und Wut nährt unser Ego unseren Schmerzkörper. Hierbei ist das Gefühl von Angst zumeist auf ein vor uns in der Zukunft liegendes Ereignis ausgerichtet. Wir haben Angst vor etwas. Während das Gefühl von Wut in der Regel rückwirkend mit Blick auf die Vergangenheit entsteht und zwar immer dann, wenn in unserem Leben etwas passiert ist, das wir uns eigentlich etwas anders vorgestellt haben. Beide Gefühle entstehen, weil unser Ego bestimmte Vorstellungen vom Leben hat. Und diese kognitiven, gedanklichen Vorstellungen unseres Ego machen uns dann die Gefühle von Angst und Wut.

Hierüber hinaus können wir noch die Gefühle von Traurigkeit und von Trauer unterscheiden. Traurigkeit gehört zu unserem Inneren Kind. Wir fühlen Traurigkeit, sobald die Liebe unseres Herzensfeldes in unserem Leben fehlt. Zum Beispiel, wenn unser Inneres Kind mal wieder in die Röhre guckt, weil Ego Stinkstiefel an unseren Herzenswünschen vorbei die Welt regiert/gestaltet.

Trauer hingegen ist (so wie auch Angst und Wut) ein Gefühl des Ego. Trauer ist ein „hängengeblieben Sein im traurig Sein“. Auch das Gefühl von Trauer ist eng verknüpft mit unseren inneren Vorstellungen. Wenn wir zum Beispiel einen geliebten Menschen verlieren, so sind wir beim Empfangen der Trauernachricht zunächst authentisch traurig. Dann gehen die Tage ins Land und immer, wenn wir uns an den Verlust erinnern, dann werden wir wieder traurig. Bei diesem sich an den traurigen Verlust Erinnern spielen unsere Vorstellungen eine große Rolle. Wir haben eine Vorstellung davon, wie wir es uns gewünscht hätten und realisieren dann, dass die Realität anders ist. Und in dieser Schleife hängen wir dann fest, bis wir den Verlust akzeptiert und die Realität angenommen haben.

Während wir uns noch in der Trauerphase befinden, schwingt in uns, parallel zur Trauer, eine Energie des Haderns. Wir sagen innerlich Nein zu dem, was (in der Vergangenheit) geschehen ist. Hierbei können uns die Gefühle von Trauer ganz unschön durchschütteln. Wir sind dann echt niedergeschlagen. Unser Ego trauert, hadert und fühlt Schmerzen des Verlustes (und nährt damit fein seinen Schmerzkörper). Doch auch während unserer Trauerphase können wir in Augenblicken der Gegenwärtigkeit die traurige Vergangenheit für einen Moment vergessen und den jetzigen Moment authentisch, echt und eins zu eins wahrnehmen (ohne weiter darüber nachzudenken).

Sind wir vollkommen präsent im Hier und Jetzt, so können wir, auch während der Trauerphase unseres Ego, mit unserem Inneren Kind lachen. Doch sobald der Jetzt-Moment vorbei ist und sich unser Ego wieder an „seine traurige Geschichte“ erinnert, trauert das Ego wieder und die natürliche Fröhlichkeit und Heiterkeit unseres Inneren Kindes ist dahin.

Manchmal geht unser Gefühl von Trauer mit einem extremen Hadern, mit Zorn, Ärger und Wut einher. Dies erleben wir vor allem dann, wenn der Verlust besonders schlimm und unverhofft eintritt (zum Beispiel ein tragischer Unfall, schlimme Krankheit, Arbeitsplatzverlust, Trennung, Verlust von Hab und Gut, Mobbing). Hierbei ist das Zusammenspiel von Trauer und Wut sehr interessant: In der Regel entsteht unsere Trauer, weil das reale Leben anders verlaufen ist, als wir es uns vorgestellt haben. Doch weil wir eben genau diese Trauer nicht fühlen wollen, werden wir wütend. Unsere Wut versteckt sozusagen unsere Trauer. Unsere Vorstellungen sind zerplatzt oder wurden enttäuscht, wir sind traurig, und dann spüren wir, wie Wut in uns aufsteigt.

Es gibt tausend Möglichkeiten, warum wir uns aufregen und wütend werden können. Und dann wissen wir nicht wohin mit unserer Wut. Diese Wut ist ein extrem starkes Gefühl. Wut ist wirklich sehr machtvoll, kraftvoll, stark und Einfluss nehmend.

Im Sport machen wir uns die Power von Wut zunutze, indem wir unsere Kräfte mobilisieren, zum Beispiel beim Fußball, beim Volleyball, beim Handball, beim Eishockey, beim Leichtathletik oder in der Formel Eins. Für Spitzenleistungen sind uns Aggressivität und Adrenalin wirklich sehr hilfreich. Der Sport hat den großen Vorteil, dass wir dort unsere Aggressionen kanalisieren können.

Doch wie steht es um unsere Wut im Alltag? Nicht jeder kann, wenn er stocksauer ist, Holz hacken, joggen gehen oder Pappkartons klein treten. Da kann es passieren, dass wir etwas tun, das wir eigentlich gar nicht tun woll(t)en. Die Verletzungen, die wir dem anderen in unserem Wutausbruch zugefügt haben, entsprechen oftmals genau unserem eigenen Gefühl von verletzt worden Sein. Doch die Folgen lassen sich in der Regel nicht wieder rückgängig machen wie am PC, wo wir einfach nur „rückgängig machen“ klicken müssen und dann ist der vorherige Zustand wiederhergestellt. Was wir in unserer Wut angerichtet haben, diese Suppe müssen wir selbst wieder auslöffeln.

Wut ist eine enorm energiegeladene Kraft. Diese Energie lässt uns schier über uns hinauswachsen (im Positiven wie im Negativen). Deshalb hat die Gesellschaft alle möglichen Versuche unternommen und Gesetze erfunden, um der Wut Einhalt zu gebieten, um die Wut zu deckeln, zu reglementieren, zu sanktionieren und mit Strafen zu belegen. Die Menschen versuchen alles Mögliche, um ihrer Wut Herr zu werden.

In der Regel können wir uns den Mechanismus wie Wut entsteht wie folgt vorstellen: Ein Mensch, zum Beispiel Hannes, hat in der Vergangenheit eine Niederlage einstecken müssen. Er hat etwas Frustrierendes erlebt oder seine Vorstellungen wurden enttäuscht. In dem Moment der Niederlage/des Verlustes war er vor allem eins: traurig. Doch diese Traurigkeit war Hannes nicht bereit zu fühlen. Er lehnte sie ab. Deshalb breitete sich in seinem System das Gefühlvon Frustration und Wut aus.

Hannes weigert sich hartnäckig, einfach anzunehmen und zu akzeptieren, dass es so ist wie es ist. Er will es anders haben, nämlich so wie es seinen Vorstellungen entspricht. Und hierbei schaut er in die Vergangenheit (wo der Fehler passiert ist) und ärgert sich. Und er plant etwas für die Zukunft (wo er den Fehler ausgleichen will), anstatt im Jetzt das Jetzt anzunehmen wie es nun mal ist. Er lebt im Damals und im Bald. Seine Gedanken kreisen ständig um das, was geschah, und um das, was zukünftig geschehen soll. Und hierbeiverpasst er den gegenwärtigen Moment, den jetzigen Augenblick.

Jetzt, in diesem Moment, sitzt Hannes vielleicht am Frühstückstisch. Doch von dem köstlichen Geschmack seines leckeren Marmeladenbrötchens kriegt er vor lauter Ärger gar nichts mit. Seine Aufmerksamkeit ist nicht in seinem Mund beim Schmecken, sondern beim Formulieren des Beschwerdeschreibens. Er nimmt weder seine Atmung wahr noch wie er auf dem Stuhl sitzt. Er nimmt einzig seinen Ärger wahr, seine Wut, seinen Groll, weil er seine darunter liegende Trauer/Enttäuschung nicht fühlen will.

In Band 3 hieß der roten Faden: Wohin Du denkst, Energie Du lenkst. Dies bedeutet, dass ich meinen Joystick, meinen Fokus, selbst in meinen Händen halte. Wenn und so lange ich meinen Fokus (meine Aufmerksamkeit, meine Gedanken) bei dem Verlustereignis habe, fülle ich mein System mit der Energie meines Haderns und meiner Wut auf (eigentlich mit der Energie meiner Trauer). Obwohl das Ereignis selbst schon lange zurückliegt, tanke ich mich immer wieder neu mit dieser schweren Energie auf. Was kann ich in solch einer Situation tun, damit es mir besser geht?

Die Situation kann ich nicht verändern. Das Einzige, das ich verändern kann, ist meine Einstellung, meine innere Haltung zu dem was ist. Meine Vorstellung, meine inneren Bilder, Erwartungen und Wünsche waren meine Wahrheit und bildeten ab, was ich für richtig hielt. Sie repräsentierten meine Welt, meine Identität. Und diese ist nun zusammengebrochen. Und dieses Festhalten gilt es loszulassen. Das Leben hat mich desillusioniert. Darüber bin ich empört und kann traurig oder wütend sein.

Für mein Ego ist die Desillusionierung hart. Es muss sich nun ein anderes, neues Leben aufbauen jenseits der ursprünglichen Vorstellungen. Das Hauptgefühl hierbei für unser Ego ist: Ich muss. Und dieses Gefühl von ich muss mag unser Ego überhaupt nicht. Es lehnt es strikt ab, sich von anderen (vom Leben) etwas sagen, vorschreiben oder diktieren zu lassen. Unser Ego will selbst alleiniger Bestimmer, Obermufti, Kaiser, König, Papst und Schöpfer sein. Es stinkt ihm gewaltig, wenn ihm jemand etwas vor die Nase setzt, das nicht seiner eigenen Kreation entspricht.

Das Leben setzt sich hierüber hinweg. Als Ego-Menschen haben wir nun zwei Möglichkeiten, mit dieser Situation des Müssens umzugehen. Wir können a) weitsichtig nach vorne schauen und frühzeitig erkennen, wann das Leben welche Ampel auf Rot und welche andere Ampel auf Grün stellt. Und dann können wir uns freiwillig dafür entscheiden, wohin uns das Leben sonst drängen würde. Doch meistens b) verweigern wir, diese frühzeitigen Zeichen des Himmels zu unserem Vorteil zu deuten. Meistens bleiben wir uns auf dem einmal eingeschlagenen Weg so lange treu, bis wirklich gar nichts mehr geht. Und dann erfolgt ein Schicksalsschlag. Wenn das Leben erkennt, dass wir zum Sklaven unseres Ego geworden sind, dann geht mitunter ein großer, unfreiwilliger Ruck durch unser Leben. Wir werden einmal kräftig durchgeschüttelt. Es zieht uns den Boden unter den Füßen weg. Alles steht Kopf. Nichts ist hinterher mehr so, wie es vorher einmal war. Alles hat sich verändert.

Und diese komplette Veränderung katapultiert uns von dort, wo wir standen (in der Sackgasse an der Müllhalde) an einen völlig neuen Platz. Wir hätten auch freiwillig den Weg dorthin beschreiten können, haben wir aber nicht. Wir haben uns für dieses aus dem Leben gerissen Werden entschieden. Dabei können wir davon ausgehen, dass uns dies in diesem Leben nicht das erste Mal passiert, auch schon in früheren Leben werden wir ähnliche Erfahrung gemacht haben (weil wir seit x Leben zu stur, zu starrköpfig, zu hochnäsig und zu eingebildet sind). Hat uns nun dieser Schicksalsschlag ereilt, so liegt es an uns, ob wir hierzu Nein (Ablehnung) oder Ja (Annahme) sagen.

(Eine dauerhafte Verweigerung/Ablehnung/Zurückweisung der notwendigen Lebensveränderungen kann mitunter mit extremen gesundheitlichen Beeinträchtigungen einhergehen, wie zum Beispiel, wenn wir beim Eintritt ins Rentenalter nicht aufhören können weiterzuarbeiten und mit einem Schlaganfall zur Ruhe gezwungen werden. Oder wenn wir gegen Ende einer erfolgreichen beruflichen Karriere den Ausstieg nicht finden und körperliches Leid (zum Beispiel eine Lähmung) uns zur Ruhe zwingt. Oder ein gebrochenes Bein als Symbol eines Entwicklungsbruchs beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule).

Hadern mit anstehenden Veränderungen ist zwar menschlich verständlich, führt aber aus dem Lebensthema nicht heraus: Wir sind gefragt, die Energien bei Lebensübergängen zu erkennen, anzunehmen, zu bejahen und schließlich zu transformieren.

Wie gelingt es mir mit Leichtigkeit und Freude, die Energie meines Lebensthemas in mir im Namen der göttlichen Liebe willkommen zu heißen und ihr meine Tür zu öffnen, sie zu mir hereinzulassen, sie anzunehmen, sie zu bejahen und sie schließlich durch mich hindurch durch die Goldene Tür zu den Bussen zur Transformationsfabrik fließen zu lassen? Was brauche ich hierfür? Was braucht es dazu? Wie kann es jetzt noch besser sein? Und ich bitte die Engel und die himmlischen Wesen der Liebe, des Lichts, der Freude und des Friedens um optimale, perfekte und fantastische Hilfe, Unterstützung, Support, Begleitung und Beistand im Namen der göttlichen Liebe. Und ich entscheide: Ich erlaube mir, die Energie meines Lebensthemas JETZT zu empfangen und ich nehme die Hilfe und Unterstützung der Engel an. Dies ist mein freier Wille und mein freier Wille geschehe jetzt.

Inneren Frieden finde ich, indem ich Ja sage zu dem was ist, ganz gleich wie schrecklich es für meinen Verstand ist. Zum Glück werden wir in unserem Alltag (in der Regel) nicht andauernd von schlimmen Schicksalsschlägen heimgesucht. Dennoch hält auch unser ganz normaler Alltag genügend kleinere Erschütterungen und Erdbeben für uns bereit. Dies sind Situationen, die wir erst einmal gar nicht fassen können, wo uns der Mund offen stehen bleibt und wo wir die Hände über dem Kopf zusammen schlagen (und innerlich Nein, bloß nicht (schon wieder) rufen). Allzu oft erleben wir uns selbst dabei als hilflos. Das ist sehr unangenehm. Wir werden dann, wenn wir nicht zuvor resignieren, wütend.

Was sollen wir mit unserer Wut machen? Wir suchen also eine Lösung, wie wir am besten den Stöpsel aus der Badewanne rausziehen können. Wie erging es uns hierbei damals als Kind? Durften wir damals unsere Wut (überhaupt unsere Gefühle) ausleben? Waren wir traurig, so wurden wir getröstet. Mama und Papa mochten unsere Traurigkeit gar nicht, deshalb haben sie versucht, sie so schnell wie möglich wegzumachen.

Hatten wir Angst, so wurden unsere Ängste oft verharmlost, nicht so ernst genommen und beiseitegeschoben. Waren wir wütend, so war auch dies unerwünscht. Dies bedeutet, alle Gefühle, die nicht Freude waren, kamen bei den Erwachsenen nicht so gut an, wurden verharmlost, weggemacht und unter den Teppich gekehrt.

Und in Bezug auf die Wut ist diese Art, mit Gefühlen umzugehen, besonders heikel und gefährlich, denn Wut, die unter dem Teppich liegt, gärt dort vor sich hin. Und dann platzt sie irgendwann unkontrolliert hervor.

Wir schauen uns deshalb jetzt einmal eine ganz normale Alltagsszene im Sandkasten an: Da spielen Julia, Basti und Jonas mit Bagger und Schaufeln, mit Eimerchen und Förmchen. Und sie backen Sandkuchen. Alles ist harmonisch. Alles ist fein. Dann will Basti plötzlich ganz genau das Förmchen haben, das Jonas in Gebrauch hat. Und der Streit beginnt. Will haben kontra will behalten. Zwei unbewusste Egos führen Krieg um ein Ding, von dem sie sich die „große Erfüllung“ versprechen. Das Schöne daran ist: Die beiden kleinen Menschen machen eine Erfahrung. Sie erleben sich selbst mit ihren Gefühlen ganz authentisch und ganz echt. Und weil die beiden kleinen Kinder noch vollkommen unbewusst sind, sind sie zu einhundert Prozent mit ihrem Ego identifiziert.

Dieses Ego ist in diesem Kleinkindalter jedoch noch gar nicht zu einhundert Prozent ausgereift und ausgebildet. Aber auch vierzig bis sechzig Prozent reichen schon aus, um sich in der Sandkiste heftig um ein Plastikförmchen streiten zu können. Die Kinder streiten jetzt. Jetzt ist ich will haben und jetzt ist ich will behalten. Und die Wut, die Basti, der das Förmchen haben will, hat, verleiht ihm enorme Kräfte. Es schreit laut und fühlt sich stark.

Und dieses sich stark, groß und kraftvoll Fühlen ist auch wieder eine wertvolle Erfahrung für das Kind. Basti kann diese Erfahrung gut für sein weiteres Leben gebrauchen, wenn er sich später als Mann in der Welt der Erwachsenen durchsetzen will (und hier ist es echt tragisch, wenn die Erwachsenen einschreiten und damit dem Kind diese Erfahrung rauben).

Und auch Jonas, der das begehrte Sandförmchen hat und behalten möchte, gerät in Wallung, sobald er den „Angriff“ bemerkt. Auch Jonas wird wütend, weil Basti ihm etwas streitig macht. Auch in ihm steigt Wut auf. Und diese Wut macht auch Jonas stark und groß und er wächst über sich hinaus. Eine sehr wertvolle Erfahrung für seine persönliche Entwicklung.

Beide Kinder denken nicht über das nach, was sie tun. Beide Kinder handeln und artikulieren sich vollkommen unbewusst und vollkommen intuitiv und impulsiv. Doch welche (oder wessen) Impulse sind es denn, die da so lebendig hervortreten?

Das Herzensfeld würde niemals streiten oder haben wollen oder verteidigen. Es würde immer lassen (und deswegen lassen Kinder mit einem gesunden, vitalen Herzensfeld dann auch gerne und bereitwillig das Förmchen los, ohne sich darüber weiter zu grämen). Also ist auch hier in der Sandkiste bei unseren „süßen Kleinen“ schon unser lieber Freund und Kupferstecher Ego Stinkstiefel fleißig am Werke.

Das heranreifende Ego der Kinder möchte sich entwickeln, entfalten und ausprobieren. Ein ganz natürlicher Prozess. Und gelenkt und gesteuert werden die Kinder eben von den Impulsen ihres sich entwickelnden Ego (es gibt eben nicht nur die liebevollen Impulse unseres Herzensfeldes, sondern auch die kämpferischen Impulse unseres Ego). Und das Ego, das sich als getrennt von der göttlichen Liebe wahrnimmt (was ihm unbewusst echt Schmerzen bereitet, deswegen sucht es ja die göttliche Liebe in diesem Sandförmchen), hat nichts Sehnlicheres vor, als seinen Schmerzkörper immer schön zu füttern und zu nähren. Und da kommt dem Ego solch ein Streit in der Sandkiste gerade recht.

So lange sich die Eltern in Ruhe unterhalten und die Kinder diesen Ego-Entwicklungsschritt unter sich ausmachen, ist alles gut. Dann darf die Wut da sein und gelebt werden. Jedes Kind fühlt seine Wut auf seine Weise. Und jedes Kind findet eine geeignete Ausdrucksform für seine Wut (vieles gucken sich unsere Kinder bei uns Erwachsenen ab. Sie ahmen uns nach und sie machen uns nach. Wir sind Vorbild für unsere Kinder und die Kinder ordnen dem Ausdruck bestimmter Gefühle dann ganz bestimmte, konkrete Verhaltensweisen zu, die sie zuvor bei uns Erwachsenen beobachtet haben. Also nicht wundern, wenn sich das Kind genauso verhält, wie wir uns verhalten, selbst dann, wenn wir uns so gar nicht verhalten wollen).

Und wenn beide Kinder ihre Wut erlebt, erfahren, ausgelebt und zum Ausdruck gebracht haben, dann ist die Wut durch. Dann ist die Energie der Wut einmal offen und frei durch das Körper-Geist-Seele-System des Kindes hindurchgeflossen. Die Wut ist rein, hat sich gezeigt und ist wieder raus und alles ist gut. Und weil die Wut wieder rausgeflossen ist, deswegen spielen die Kinder dann auch nach ihrem Streit wieder ganz normal und friedlich neben- und miteinander. Alle Gefühle wurden gelebt und frei durchgelassen. Dies ist gesund!

Anders sieht es aus, wenn die Eltern von dem Streit um das Förmchen etwas mitbekommen. Dann springen sie auf und mischen sich ein. Und dann regeln die Erwachsenen da etwas in der Sandkiste und zwar mit ihrem Verstand. Und der Verstand der Erwachsenen dominiert die ganze Situation und bringt den natürlichen Energiefluss der Gefühle zum Stillstand. Der Verstand blockiert schlicht und einfach das Fließen der Emotionen.

Die Mutter oder der Vater ist ja nur deshalb aufgesprungen, weil der Streit um das Förmchen bereits in vollem Gange war. Dies bedeutet, die Energie von Wut ist bereits in die Körper-Geist-Seele-Systeme der Kinder hineingeflossen. Nun ist die Wut also drinnen in den Kindern. Adrenalin wurde ausgeschüttet. Die Zellen merken das. Aber wie kommt die Wut nun wieder raus aus den „armen“ Kindern? Der natürliche Abfluss ist blockiert durch den Eingriff des Erwachsenen. Der natürliche Fluss ist unterbrochen. Der Verstand verstopft das Abflussrohr der Emotionen.

Die Erwachsenen reden so lange auf die Kinder ein, bis sie klein beigeben und resigniert aufgeben. Gegen so viele Worte und so viele Gedanken hat kein Kind, haben keine Emotionen, eine Chance. Der Verstand, das große Ego der Mutter (des Vaters), hat die Situation an sich gerissen mit nur einem (unbewussten) Ziel: die optimierte und dauerhafte Versorgung von gleich drei Schmerzkörpern, nämlich Bastis, Jonas’ und Hildegards.

Hätte sich niemand eingemischt, so hätten die Egos der Kinder eine kurze Schmerzkörpererfahrung gemacht, doch die Energie von Wut wäre frei wieder abgeflossen. Die Kinder hätten nach ihrem Streit wieder in und mit der Energie ihres Seins, ihres Herzensfeldes weitergespielt. Indem sich Mutter Hildegard eingemischt hat, hat sie den natürlichen Energiefluss der Emotionen blockiert. Die Energie der Wut konnte nicht abfließen. Sie bleibt also im System der Kinder erhalten und ist sogar in das System des Elternteils hinübergeschwappt.

Dadurch, dass die Wut nicht gelebt werden und keinen Ausdruck erfahren durfte, haben alle Beteiligten noch lange gut von dieser Energie, denn sie bleibt auf Zellebene in allen drei Systemen erhalten (ohne Verfallsdatum).

Und wenn Kinder in ihrer Kindheit solche und ähnliche Situationen, in denen sie ihre Wut nicht fühlen und nicht ausleben dürfen, häufiger (oder sogar immer wieder) erleben, dann entsteht logischerweise ein massiver Wut-Stau in diesem Menschen (und in der Gesellschaft, in der Welt). Und irgendwann, irgendwo entlädt sich diese angestaute Wut dann unkontrolliert und ungezügelt (deswegen gibt es so viele schreckliche Kriege in der Welt. Der Krieg ist die legitimierte Form wie Wut gelebt und zum Ausdruck gebracht werden darf).

Nun bin ich (als Buchautor) selbst nachdenklich geworden bei diesen, meinen Worten, die ich hier schreibe, denn ich habe mich natürlich auch selbst schon eingemischt in die Streitigkeiten meiner Kinder. Und wenn ich es meinen eigenen Kindern verbiete, dass sie ihre Wut zeigen/leben, dann läuft da auch bei mir im System (unbewusst noch) etwas falsch. Jetzt versuche ich, aus meinen Fehlern zu lernen und wende die Inhalte meiner eigenen Bücher an: Ich praktiziere die Technik der inversen Projektion und projiziere das, was ich vor meinen Augen im Außen erlebe, auf mich selbst.

Ich verbiete also meinen Kindern, sich wütend zu streiten. Beziehe ich dies reflexiv auf mich selbst, so muss ich erkennen, dass ich es mir selbst verbiete, meine eigene Wut auszuleben. Upps, dumm gelaufen.

Diese Erkenntnis ist ja nun ziemlich übel (denn ich dachte, ich habe so viele schlaue Worte geschrieben, dann bin ich doch bestimmt auch schon ganz weit. Und nun erkenne ich selbst: nichts da, Pustekuchen. Ich kann mir lieber an die eigene Nase fassen und bei mir selbst anfangen).

Warum verbiete es mir denn überhaupt selbst, meine Wut auszuleben? Dafür muss es doch einen Grund geben. Und den gibt es natürlich auch. Es ist nicht mein ganz persönliches, individuelles Thema, sondern es ist ein globales, gesellschaftliches. Wir Menschen haben es seit Generationen nicht gelernt, einen angemessenen Umgang mit Wut (und anderen Gefühlen) zu leben. Uns als Kindern wurde von unseren Eltern nie beigebracht, wie wir zum Beispiel Wut in geeigneter Weise leben, zeigen und ausagieren. Wer war denn Vorbild für uns als Kind zum Thema „Wut angemessen fühlen und ausdrücken“? Niemand!

Alle Eltern, Lehrer und die vielen anderen Erwachsenen haben uns lediglich beigebracht, wie wichtig es ist, Wut zu unterdrücken und zu kontrollieren. Denn sonst, so dachten sie alle, ist die Wut so gefährlich. – Doch nein, nicht die Wut ist gefährlich, sondern die unterdrückte Wut ist viel gefährlicher, weil sie sich unkontrolliert und unerwartet plötzlich und unerwartet Bahn bricht.

Durch das Deckeln der Wut ist der freie Fluss meiner eigenen Lebensenergie blockiert. Im Extremfall würde ich an meiner eigenen Wut ersticken. Es ist so ähnlich wie die Luft anhalten und dann irgendwann nicht mehr können und fast platzen. Doch für irgendetwas muss all dies doch nun gut sein. Selbst wenn die Lebensereignisse und Situationen und Menschen manchmal sinnlos und aberwitzig erscheinen, aus einer höheren Perspektive sind sie es nicht.

Ganz im Gegenteil, von einer höheren Warte aus hat alles, wirklich alles, einen tieferen Sinn. Welcher Sinn verbirgt sich also hinter dem Gefühlsstau? Wofür ist es gut, dass wir Menschen unsere Gefühle und die damit verbundenen Energien nicht fließen gelassen, sondern aufgestaut haben?

In unserer Welt finden wir erstaunlicherweise zu allen Fragen ein passendes Bild. Das Aufstauen von Gefühlsenergien (und hier ganz vorneweg die enorm starke und kraftvolle Energie von Wut) können wir uns vorstellen wie bei einem Stausee.

Bevor der Stausee gebaut wurde, floss und plätscherte das Wasser des Baches oder des Flusslaufes ganz gemütlich und ganz eben und gleichmäßig vor sich hin. Alles war gut im Fluss. An jeder Stelle des Bachlaufes beziehungsweise des Flusslaufes war „gleich viel“ Wasser. Das Wasser verteilte sich automatisch gleichförmig in dem gesamten Wasserlauf.

Dann bauten die Menschen eine Staumauer. Sie blockierten den Wasserlauf an einer Stelle und stoppten den Fluss in seinem Fließen. Das Wasser konnte nicht weiterströmen und blieb stehen. Die Staumauer staute das Wasser auf. Sie staute und staute und staute. Sie blockierte und blockierte und blockierte den Energiefluss des Flusses. Doch warum? Warum um alles in der Welt tun die Menschen so etwas?

Die Menschen bauen Staumauern, um Energie zu gewinnen, um Energie zu erzeugen! Und dieses Phänomen ist doch jetzt ganz erstaunlich und phänomenal! Durch das Aufstauen, durch das Blockieren, durch das Nein sagen bin ich als Mensch in der Lage, Energie zu erzeugen! Das ist doch der Hammer! Mit meiner Blockade erzeuge ich Energie.

Und schon die kleinen Kinder am Strand spielen mit diesem Phänomen ganz von allein und ganz natürlich. Sie bauen Sandburgen und Türmchen und Wälle und Kanäle und Staudämme am Strand. Und dann kommt die Flut und die Kinder beobachten, wie die Sanddämme das Wasser abhalten. Der Damm schützt ihre Sandburg.

Und wenn die Flut die Sandburg dann irgendwann doch platt gemacht hat, dann bauen die Kinder Teiche und Seen, in denen sie das Wasser sammeln und speichern. Und dann, wenn wieder ablaufendes Wasser ist, dann behalten die Kinder noch etwas von dem Wasser da, vielleicht um das Wasserloch den Krebsen als Swimmingpool anzubieten. Und wenn die Kinder dann ein klitzekleines Löchlein in die Sandmauer pieken, sodass das Wasser abfließen und hinausströmen kann, so bahnt sich das Wasser mit einer gewaltigen Kraft seinen eigenen Weg und das anfangs so kleine Löchlein wird im Nullkommanichts zu einem breiten, offenen Tor, das, wenn das Wasser erst einmal strömt, keiner mehr geschlossen kriegt. Hier wird die Energie von Wasser sehr schön sichtbar. (Und hierbei entspricht Wasser als eine Form im Irdischen der formlosen Liebe im „Himmlischen“, in Seelischen).

Bei dem großen, künstlich von Menschenhand angelegten Stausee können wir beobachten, wie sich die Art der Bewegung der Wassertröpfchen vor und hinter der Staumauer verändert hat. Bevor die Staumauer gebaut und das Wasser aufgestaut wurde, floss das Wasser gleichmäßig vor sich hin. Es war ein stetes Fließen und Strömen zu beobachten. Jetzt, nachdem die Staumauer erbaut worden ist, fließt und strömt das Wasser vor der Staumauer nicht mehr sonderlich schnell. Es ist ja ein Stausee und in einem See steht das Wasser eben still.

Doch auch hinter der Staumauer fließt das Wasser nicht besonders schnell, denn dort ist nur ein kleines Wasserrinnsal übrig geblieben. Der minikleine Bachlauf plätschert nur sachte vor sich hin. Es ist also vor und hinter der Staumauer nicht mehr viel Fließen und Strömen zu beobachten. Wo war all die Energie geblieben? In dem Stausee. Und auch wenn der Stausee noch so friedlich da lag, diese Stille trog. In der scheinbaren friedlichen Stille dieses aufgestauten Stausees verbarg sich eine enorme Kraft, eine unvorstellbare Energie.

Und ganz genauso wie mit dem Stausee verhält es sich auch mit uns Menschen. Jeder Mensch ist in sich solch ein Stausee geworden, ohne es zu wissen. Und das ist gut so! Ja, da ist nichts verkehrt dran und da ist auch nichts schiefgelaufen. Das ist alles gut und richtig so. Warum? Weil wir Menschen diese aufgestaute Energie brauchen. Wir brauchen diese aufgestaute Energie all unserer nicht gelebten Gefühle für unseren Aufstieg in die nächste Dimension.

Ohne Staumauer wäre das Flüsslein immer ebenso stetig dahingeplätschert. Es hätte kein Energiepotenzial, keine Energiedifferenz erzeugt werden (entstehen) können. Und ohne Gefühlsblockade wäre unser Leben immer einfach nur so eben dahingeplätschert. Wir würden noch in Urwaldhöhlen sitzen. Zwar wäre alles wunderbar im Fluss, aber es hätte kein energetisches Potenzial entstehen können.

Und dieses energetische Potenzial haben wir Menschen auch ganz weltlich erschaffen, indem wir zum Beispiel die Batterie mit Plus und Minus erfunden haben. Wir Menschen haben all unsere Gefühle samt der zu ihnen gehörigen Energien so lange unter den Teppich gekehrt, versteckt und verheimlicht, dass sich da eine Menge Energie angesammelt hat.

Wie im Innen so im Außen. Nicht umsonst haben die Menschen Sparbücher. Wir Menschen sparen automatisch, intuitiv, instinktiv. Wir sammeln Bonus- und Treuepunkte für den Aufstieg in die nächste Dimension. Der Schritt nach oben ist kein kleiner Hüpfer über einen Graben, sondern es ist ein Riesensprung in einen völlig anderen (energetischen) „Raum“, auf eine andere Bewusstseinsebene.

Ein Quantensprung liegt vor uns! Und das hierfür erforderliche Energiepotenzial ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen den Wassermassen in dem riesengroßen Stausee und dem kleinen Rinnsal auf der anderen Seite hinter der Staumauer. Und dieses Bild übertragen wir jetzt auf unser Leben und unser Körper-Geist-Seele-System.

Um dies alles verstehen zu können, brauchen wir Menschen neue Bilder, neue Vorstellungen, neue Bezugsgrößen und neue Vergleichsebenen. Wir Menschen, die wir uns heute in dem Transformations-, Erwachen- und Bewusstwerdungsprozess befinden, wir müssen einen Umgang mit dem Stausee in uns finden. Wir tragen dieses enorme Energiepotenzial in uns. Leider verschleudern wir es momentan noch an unser Außen, indem wir zum Beispiel unsere Wut an anderen Menschen auslassen. Dies ist der falsche Weg! Wir müssen uns selbst (unser Körper-Geist-Seele-System) energetisch so verändern, dass wir leicht in der Lage sind, die Energie eines Stausees in uns zu halten!

Hierzu müssen wir uns energetisch und seelisch-mental ausdehnen. Wir müssen unseren Energiekörper aus der Begrenztheit heraus lösen, abkoppeln, und ihn weit machen für neue sphärische Dimensionen, Ebenen und Energiezustände. Bewusstseinserweiterung ist hier wörtlich zu nehmen. Ich weite mein Bewusstsein und dehne es von meinem begrenzten Menschsein aus über die Grenzen meiner Stadt, meines Landes, der Erde, unseres Universums und des Kosmos hinaus aus bis in die ewigen Weiten des galaktischen Multi-Space. Und ALL das BIN ICH.

Bevor wir in die unendlichen Weiten der galaktischen Multiversen eintreten, müssen wir als Menschen erst einmal unsere irdischen Hausaufgaben auf die Reihe kriegen und hierzu zählt ein neuer Umgang mit unseren Gefühlen. Wir müssen zum Beispiel einen eigenen, freien, neuen Umgang mit der Energie der Wut finden und kultivieren. Wir brauchen eine neue Kultur, in der es erlaubt ist, Wut authentisch zum Ausdruck zu bringen. Und hierzu gehört auch, dass ich meine Wut leben darf, so wie ich es möchte, freilich unter Berücksichtigung, dass alle anderen Menschen, Sachen, Gegenstände und Besitztümer von dem Ausleben meiner Wut unbehelligt bleiben. Ich erlaube mir, einen Weg zu finden, meine Wut zu leben und auszudrücken, anstatt sie an jemanden oder an etwas zu adressieren.

Mit Wut nein danke, so wie wir mit der Wut bisher umgegangen sind, kommen wir jetzt nicht mehr weiter. WUT TUT GUT könnte unsere neue Haltung der Wut gegenüber sein. Der Wut-Energie-Speicher-Prozess ist in der Menschheitsgeschichte bisher unbewusst abgelaufen. Die Menschen wussten nicht, was sie taten. Ihnen war nicht klar, dass sie innerlich am Stauseen Bauen und am Energie Horten waren. Jetzt haben wir dies erkannt.

Der nächste Schritt ist nun, bewusst und bejahend weiterzusparen, wenn dies denn sinnvoll ist. (In diesem Sinne lohnt es sich eigentlich, gezielt möglichst viele Frustrations- und Versagenserlebnisse zu erschaffen, um möglichst viel emotionale Energie in unseren inneren Energiespeicher/Stausee einzuspeisen als optimale Voraussetzung/als Startkapital für unseren Aufstieg.)

Der nächste Schritt ist dann, die angestaute Energie bewusst, dosiert und kontrolliert zu nutzen, wenn sie gebraucht wird. Das bewusste, dosierte und kontrollierte Nutzen der angestauten Energien ist vergleichbar mit dem gewollten Öffnen der Wasserdurchlässe bei der Staumauer. Das Personal kann mit der Wasserdurchlassmenge die Auslastung der Turbinen zur Stromerzeugung (Energiegewinnung) gezielt steuern. Und genauso sollten wir es auch machen.

Dies bedeutet, dass wir jetzt sehr bewusst mit unserem Joystick umgehen und nicht mehr wahllos mit ihm herumspielen sollten. Ich habe die Macht und die Steuerungskompetenz über meinen Fokus zurückgewonnen. Dies sollten wir ganz klar sagen können und auch authentisch in uns fühlen und spüren. Neu ist dann, dass ich meine Wut bewusst für mich nutzen kann. Es ist dann nicht mehr so wie früher, als die Wut mich gesteuert hat, sondern jetzt steuere und nutze ich meine Wut ganz gezielt im Sinne der göttlichen Liebe.

Ich (als Buchautor) erinnere mich noch an verschiedene Begebenheiten, wie ich auch schon „damals“ (noch auf der anderen Seite der Brücke, auf der Ego-Seite) unbewusst meine Wut für meine Herzensziele genutzt habe. Genau genommen fußt sogar der Beginn der Buchreihe „Eine Neue Ordnung – Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“ auf ganz genau diesem Phänomen. Ich nutzte meine Wut damals dazu, endlich einmal das zu tun, was ich als Ego mir (was meine verqueren Muster mir) schon viele Jahre lang versagt und verwehrt hatte(n). Ich plaudere einmal kurz aus dem Nähkästchen …

Damals, am 22. März 2017, erlebten wir als Familie einen Supergau, was gegenseitige Absprachen, gemeinsame Aktivitäten und Unternehmungen anbetraf. Und in der Folge dieses für mich vernichtenden Erlebnisses (meine Vorstellungen, Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse waren einfach kurzerhand mal implodiert und gestorben und hatten sich von der Bühne „meines Lebens“ verabschiedet), dieser für mich sehr enttäuschenden und schmerzenden Erfahrung, war ich echt wütend und zog mich aus dem Familienalltag sehr zurück.

Meine enorme Wut machte es mir möglich, mir zu erlauben, mich sehr egoistisch ganz auf mich selbst zu konzentrieren (in diesem Falle irrwitzigerweise auf mein Herzensfeld und die Wünsche und Bedürfnisse meines Inneren Kindes: nämlich endlich einmal ganz in Ruhe und ganz in mich versunken und von der Welt abgeschirmt spirituelle Überlegungen, Impulse, Eingebungen, Inspirationen, „Gedanken“, Erkenntnisse und Geistesblitze aufzuschreiben – ganz so wie ein Buchautor). Und auch wenn diese Zeit für alle große Veränderungen bedeutete, so kann ich im Nachhinein nicht einmal sagen, dass dies schlecht, doof oder sinnlos war. Nein, ganz im Gegenteil: Unser großer Familiencrash läutete eine Wende ein und förderte unsere persönliche Entwicklung. Was für ein Segen.

Doch wir hätten diese Wendung ohne diese Krise und die damit verbundenen Gefühle von Wut nicht freiwillig hingekriegt. Ganz so wie anfangs geschildert, so hatten auch wir uns hartnäckig geweigert, die vorherigen Abzweigungen freiwillig zu gehen. Und so saß ich damals in meiner Schreibstube (und sitze da bis heute) und schreibe und schreibe und schreibe und folge meiner Leidenschaft des Schreibens, der ich mich vorher mein Leben lang nie geöffnet hatte. Und jetzt freue ich mich und ich freue mich und ich freue mich und es macht mir einfach Spaß.

WUT TUT GUT. Wut kann also ein sehr wirkungsvoller und dabei zugleich durchaus sehr liebevoller Wegbegleiter sein, wenn ich meine Wut als Kraftquelle für mich nutze. Wut in Kombination mit Selbstliebe ist eine hervorragende Sache. Wut in Kombination mit meinem Herzensfeld ist der Himmel auf Erden, weil ich dann für mich und für mein Inneres Kind endlich einmal einstehe. Ich kämpfe für mich. Ich stehe für die Wünsche und Bedürfnisse meines Herzensfeldes ein. Ich mache mich gerade für mich, für mein Inneres Kind, für mein Liebe-Sein, für mein Ja zu mir.

Wir müssen lernen und verstehen, dass die Wut eine gute Kraft ist. Dies konnten wir so lange nicht verstehen und begreifen, wie wir selbst mit unserem Ego identifiziert waren. Die Energie von Wut in den Händen des Ego ist Vernichtung pur. Wut in den Händen des Ego führt zu Krieg und Tod. Klar. Und dies sehen wir ja auch überall in der Welt. Wenn Ego Stinkstiefel die Energie von Wut in seine Finger kriegt, dann hat die letzte Stunde geschlagen, dann bleibt kein Auge trocken, dann bleibt kein Grashalm am Leben, dann gibt es verbrannte Erde. Alles wird gnadenlos plattgemacht. Gnadenlos und völlig empathiefrei.

Jetzt, da wir auf der Lichtseite der Brücke angekommen sind, dürfen wir einen neuen Zugang und eine neue Haltung zur Wut im Namen der Neuen Ordnung finden. Wir leben Wut nun auf der Himmelseite. Hier kehren sich alle Vorzeichen um. Was in der irdischen Welt der Egos galt, gilt im Himmel in genau umgekehrter Art und Weise. Alle Vorzeichen verkehren sich ins Gegenteil! Plus wird Minus und Minus wird Plus. Oder vielmehr: Alle Vorzeichen kehren sich wieder zurück in ihren Ursprung.

Es gibt (oder gab) in unserem Leben zahlreiche Situationen, in denen wir uns gerne anders verhalten hätten, und dann haben wir uns doch wieder angepasst und Rücksicht genommen. Unsere inneren Vorstellungen, Muster, Glaubenssätze, Erwartungen an uns selbst und unser eigenes Gewissen hielten uns da ganz schön in Schach. Meistens projizierten wir dann dieses Gefühl von etwas nicht dürfen oder von Steine in den Weg gelegt bekommen auf unseren Partner, unsere Arbeitskollegen, auf unsere Kinder, auf unsere Eltern oder auf weitere Menschen in unserem sozialen Umfeld. Wir waren (damals als unbewusstes Ego) wirklich der festen Überzeugung, die Dinge verhielten sich so, wie wir sie sehen und wahrnehmen würden. Doch in Wirklichkeit war es anders. Und dies erkennen wir erst jetzt. Dies können wir erst jetzt mit etwas Abstand und „aus dem Himmel heraus“ sehen.

Wir waren also letzten Endes Zeit unseres Lebens Gefangene unser selbst. Was für eine Erkenntnis! Und die anderen Menschen um uns herum haben uns immer nur unser eigenes Gefangensein in uns selbst gespiegelt. Heute können wir hierüber schmunzeln. Hätte uns das jemand von fünf Jahren auf den Kopf zu gesagt, so hätten wir uns schwer empört und völlig falsch verstanden gefühlt. - Lustig, wie sich das Leben verändert. Doch eigentlich hat sich überhaupt gar nichts verändert, lediglich unsere Wahrnehmung hat sich gewandelt.

Putzig. Alles bleibt gleich und alles verändert sich – nur indem wir uns innerlich verändern. Wer hätte das gedacht?

Ein jeder von uns hat zeitlebens überlegt, was er/sie mit seiner/ihrer Wut machen könnte. Wir wollten dieses uns bedrängende Gefühl einfach nur loswerden. Mit der Wut etwas zu machen/zu tun, hat sich immer auf das Außen bezogen. Jetzt, auf der Lichtseite der Brücke, hat das Außen an Bedeutung verloren und das Innen ist unser neues Aktionsfeld geworden. Wir brauchen uns keine Gedanken mehr darüber zu machen, was wir im Außen mit der Wut machen, sondern wir können einfach in uns im Innen aktiv werden. Relikte, Restbestände (Restposten, Ladenhüter, Bilder, Vorstellungen, Muster und Glaubenssätze) von Ego-Stinkstiefel-Energie in unserem System (was menschlich und wahrscheinlich ist) können wir mit unserer Wut nun einfach rausschmeißen/transformieren.

Wir haben gecheckt, dass kein Mensch im Außen etwas dafür kann, wie wir uns im Innen fühlen, folglich fasse ich mir nun stets an meine eigene Nase und übernehme selbst in volle Verantwortung für mein Leben und meine Stimmung.

Wie gelingt es mir mit Leichtigkeit und Freude, mir bei Problemen, Sorgen, Nöten und Ärger neue Erlaubnisse im Namen der göttlichen Liebe zu erteilen und die alten Programme/Energien bereitwillig in die Transformationsfabrik gehen und die göttliche Liebe zu mir hereinzulassen? Was brauche ich hierfür? Was braucht es dazu? Wie kann es jetzt noch besser sein? Und ich bitte die Engel und die himmlischen Wesen der Liebe, des Lichts, der Freude und des Friedens um optimale, perfekte und fantastische Hilfe, Unterstützung, Support, Begleitung und Beistand im Namen der göttlichen Liebe. Dies ist mein freier Wille und mein freier Wille geschehe jetzt. Danke. Amen.

Jetzt kann und darf ich endlich meine eigene Wut konstruktiv zu meiner eigenen, persönlichen Entwicklung nutzen. Ich kann und darf offensiv Ja sagen zu den Wünschen und Bedürfnissen meines Herzensfeldes sowie zu den Wünschen und Bedürfnissen meines Inneren Kindes und meiner Seele. Ich kann und darf offensiv Ja sagen zu meinem Ja, zu mir sowie zu meiner Selbstliebe. Ich kann und darf offensiv Ja sagen dazu, dass ich meinen Fokus sicher auf mir (meinem Inneren Kind, meinem Herzensfeld) halte. Sollten die anderen in meinem Ja zu mir doch ein Nein gegen sich verstehen, so bin ich wütend genug, um mir jetzt leicht treu zu bleiben, denn ich habe genügend Energie angestaut, indem ich mich all die vielen Jahre lang schlecht um mich selbst gekümmert habe.

Es reicht. Ich habe die Nase voll. Ich gehe jetzt mit dem Rückhalt meiner eigenen Wut sicher auf dem Weg meines Herzens voran und lasse mich auch von den tausend Ego-Verlockungen/-Erwartungen nicht mehr ablenken. Ich sehe den Weg meines Herzens und meiner Seele sicher vor mir und fühle mit jedem einzelnen Schritt, wo ich bin, ob ich bei mir in meinem Herzensfeld bin. Und sobald von außen eine Ablenkung oder eine Versuchung nach mir greift, nehme ich meinen Joystick selbstbewusst in meine Hand (mein Bewusstsein, meine Aufmerksamkeit) und halte meinen Fokus sicher auf meinem Herzensfeld. Und hierin bin und bleibe ich mir nun treu. Meine Wut und meine Empörung über andere, über das Leben oder über Geschehnisse sind für mich wertvolle Schlüssel, noch weitere tiefer verborgene Seelenanteile meiner selbst ausfindig zu machen.

Das Leben selbst ist mein idealer Therapeut. „Erkenne Dich selbst“, sprach Jesus. Und diese Weisheit will ich gerne beherzigen. Wie gelingt es mir mit Leichtigkeit und Freude und im Namen der göttlichen Liebe, mich selbst in allem zu erkennen? „So wie ich …!“

Was brauche ich hierfür? Was braucht es dazu? Wie kann es jetzt noch besser sein? Und ich bitte die Engel und die himmlischen Wesen der Liebe, des Lichts, der Freude und des Friedens um optimale, perfekte und fantastische Hilfe, Unterstützung, Support, Begleitung und Beistand im Namen der göttlichen Liebe. Dies ist mein freier Wille und mein freier Wille geschehe jetzt. Danke. Amen.

Und ich spreche diese Worte noch einmal ganz bewusst und ganz langsam und ruhig, weil ich ihre große Bedeutsamkeit tief in meinem Herzen erkenne und spüre …

Wie gelingt es mir mit Leichtigkeit und Freude und im Namen der göttlichen Liebe, mich selbst in allem zu erkennen? „So wie ich …!“ Was brauche ich hierfür? Was braucht es dazu? Wie kann es jetzt noch besser sein? Und ich bitte die Engel und die himmlischen Wesen der Liebe, des Lichts, der Freude und des Friedens um optimale, perfekte und fantastische Hilfe, Unterstützung, Support, Begleitung und Beistand im Namen der göttlichen Liebe. Dies ist mein freier Wille und mein freier Wille geschehe jetzt. Danke. Amen.

Und ich atme einmal bewusst tief ein …
und aus …

Und ich atme noch einmal bewusst ein …
und aus …

Wut als Wegweiser zu mir selbst, wer hätte das gedacht? Bisher habe ich mich immer über die anderen aufgeregt. Jetzt erkenne ich die anderen wahrhaftig mit meinem Herzen als ich selbst. Was für ein Quantensprung auf meinem Weg in die Bewusstheit. Ich fühle und spüre und verstehe und sehe: Alles, was ich wahrnehme, bin ich selbst. Und ich fühle dies.

Ich erlaube, dass diese Erkenntnis in mir schwingen darf. Dies ist wunderbar …! Und meine Wut ist mein Motor. Natürlich kann und wird es auch mir als erleuchtetem Menschen passieren, dass ich (auch mal unbewusst etwas) fühle. Meine Gefühle sind mein Motor. Und ich erlaube, dass das Leben selbst mich mit meinem Körper benutzen darf, um auf dieser Erde zu wirken. Und dabei mögen mir meine Gefühle hilfreich und wegweisend sein, denn sie sind so wunderbar authentisch und echt. Und wenn das Leben mit mir, meinem Partner, einem (Arbeits-)Kollegen, einer Freundin, meinen Eltern oder sonst wem etwas vor hat, dann sind meine Gefühle ideale Steuerungsinstrumente, um authentische Wirkungen zu erzielen und damit Entwicklung zu bewirken.

Meine Wut zu integrieren bedeutet, Ja zu sagen zu der Energie, die in mir schwingt, wenn ich wütend bin. Ich gebe mein Einverständnis, dass diese Energie in mir sein darf. Ich öffne ihr meine Tür. Ich empfange sie gerne, bereitwillig und freiwillig in mir, in meinem Körper-Geist-Seele-System. Und sie darf in mir sein und essen und trinken fiderallala. Und die braucht sich nicht zu transformieren, sondern sie darf, so lange ich Mensch bin, mein Leben bereichern und mir dienen und mir helfen und mir zur Seite stehen und mich führen und lenken und leiten im Namen der göttlichen Liebe. Ich nehme die Energie von Wut und all ihren Unterformen an als hilfreiche Wegbegleiter. Und ich stelle mich neu auf, ich nehme eine neue Haltung ein.

Und sollte ich mich doch einmal zu klein oder zu eng fühlen für so viel Wut, für so große Wut oder für so übermäßige Gefühle, dann mache ich mich einfach weiter. Ich mache mich innerlich weiter und größer. Ich dehne mich aus. Ich erweitere mein Inneres, mein inneres Schloss, mein Körper-Geist-Seele-System. Ich weite mein Bewusstsein und dehne es von meinem begrenzten Menschsein aus über die Grenzen meiner Stadt, meines Landes, der Erde, unseres Universums und des Kosmos hinaus aus bis in die ewigen Weiten des galaktischen Multi-Space. Denn ALL das BIN ICH. Und dann passt alles leicht in mich hinein und ich kann alle Energie und alle Emotionen leicht halten.

Ich verabschiede jetzt meine Blockadehaltung. Mit meiner Blockadehaltung habe ich meine Staumauer erbaut. Den Bau meiner inneren Staumauer schließe ich jetzt bewusst und erfolgreich ab. Meine Staumauer ist fertiggestellt. Und jetzt steht sie da und staut.

Das darf sie und das soll sie, denn dazu ist sie da. Ich brauche mich nun nicht mehr um das Gelingen des Baus der Staumauer zu kümmern, sondern ich kann die fertig gebaute Staumauer nun für meine Zwecke im Namen der göttlichen Liebe optimal und perfekt nutzen. (Manchmal ist es so, dass wir „unser Leben lang“ mit dem Bau dieser Staumauer zugebracht haben. Das Bauen war uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir (unbewusst) dachten, wir müssten immer weiter und weiter bauen. Doch dies war ein Irrtum. Es war wichtig, die Staumauer zu bauen, um die Energie für den Quantensprung in die nächste Dimension bereitzustellen. Doch es wäre auch wichtig gewesen, zu bemerken, als unsere Staumauer fertiggestellt war. Möglicherweise sind ungefähr seit dem Zeitpunkt der Fertigstellung (chronische) Krankheitssymptome aufgetreten. Diese Krankheitssymptome sollten uns nur darauf hinweisen, dass der Bau der Staumauer erfolgreich abgeschlossen werden konnte (wir müssen nicht immer noch weiter und weiter bauen).

Und es bricht nun für uns eine neue Zeit an (ohne dass wir dies bemerkt hatten), in der wir nun die Ernte einfahren können (und dürfen). Wir dürfen die Energie, die diese Staumauer uns zur Verfügung stellt, tatsächlich nutzen und soll(t)en dies auch im Namen der göttlichen Liebe tun.) Ich kann, darf und soll nun also die Energie, die die fertig gebaute Staumauer mir zur Verfügung stellt, weise und umsichtig im Namen der göttlichen Liebe optimal und perfekt nutzen. Ich werde hierbei tätig aus den Impulsen meines Herzensfeldes heraus, in meiner Funktion als ein Aspekt des göttlichen Bewusstseins, als einzigartiges Individuum mit meinen mir gegebenen Gaben, Fähigkeiten, Talenten und Qualitäten.

Wie gelingt es mir mit Leichtigkeit und Freude, die mir (als ein individueller Aspekt des göttlichen Bewusstseins) jetzt zur Verfügung stehende Energie optimal und perfekt mit meinen Gaben, Fähigkeiten, Talenten und Qualitäten im Namen der göttlichen Liebe zu leben und in dieser Welt zum Ausdruck zu bringen? Was brauche ich hierfür? Was braucht es dazu? Wie kann es jetzt noch besser sein? Und ich bitte die Engel und die himmlischen Wesen der Liebe, des Lichts, der Freude und des Friedens um optimale, perfekte und fantastische Hilfe, Unterstützung, Support, Begleitung und Beistand im Namen der göttlichen Liebe. Dies ist mein freier Wille und er geschehe jetzt. Danke. Amen.

Und meine Blockadehaltung der Wut gegenüber, mit der ich meine innere Staumauer aufgebaut habe, lasse ich nun frei. Ich gebe sie frei zur Transformation.

Und ich stelle mir vor meinem inneren Auge vor, wie ich zu der Tür meines inneren Schlosses schreite und meine Schlosstür und die Tür meines inneren Kronsaals öffne. Und dann begrüße ich die Energie der Blockadehaltung, mit der ich meine Staumauer erbaut habe: Hallo! Ich begrüße Dich. Und ich heiße Dich herzlich willkommen. Du hast mir gut und ergeben gedient. Tritt ein. Komm in meinen Kronsaal und setz Dich zu den anderen an die lange, reich gedeckte Tafel. Lass es Dir gut gehen in mir mit essen und trinken und tanzen und lachen fiderallala. Und dann, wenn Du meinst, dass Deine Zeit gekommen ist, dann darfst Du dort drüben weitergehen durch die Goldene Tür zu den Bussen zur Transformationsfabrik. Ich danke Dir für Dein Dasein und wünsche Dir eine gute Zeit und eine gute Heimkehr ins Licht. Amen.

Und somit bin ich nun irgendwie neu – noch neuer, als ich ohnehin schon war und bin. Und wahrscheinlich geht es jetzt munter so weiter (mit und ohne Buch lesen). Ich werde jeden Tag neuer und neuer und neuer. Ich werde jeden Tag leichter und lichter und heller und schöner. Wie herrlich. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dies alles geschieht ganz von alleine – und das tut es auch.

So ist der Plan.
So soll es sein.
So ist es.
So geht es weiter.

Und ich glaube sogar, diese „Epidemie“ ist „ansteckend“. Ja, irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin ansteckend. Die neue Energie, die ich jetzt bin, wird sich ausbreiten. Ich werde andere anstecken, ob ich es will oder nicht. Und das ist wohl auch gut so, sonst würde es ja anders sein. Licht ist ansteckend …!

Die göttliche Liebe will sich ausdehnen. Sie will sich zeigen in dem, was sie eigentlich wirklich ist: Liebe in Freiheit, Licht, Bewusstsein und Freude. Eben all das, was formlos ist.

Wir befinden uns also mitten in einer Revolution, in der sich die Formhaftigkeit in das Formlose transformiert. Gigantisch. Und wir, Du und ich, sind da mitten drin. Wir sind live dabei. Wir mischen voll mit (indem wir nichts tun und nur beobachten und uns all dessen, was geschieht, gewahr sind). Was für eine kolossale Veränderung.

Mit der Energie von Wut wurden einst unter der Herrschaft des Ego Machtstrukturen aufgebaut. Gefühle wurden verbannt in das Schattenreich. Und jetzt dient genau die gleiche Energie, jedoch unter einer anderen Herrschaft, nämlich der der reinen, göttlichen Liebe, dazu, alles, was war, auf den Kopf zu stellen und eine Neue Ordnung zu begründen. Diese Energie von Wut ist wichtig für den Umschwung, für den Wechsel, für die Veränderung. Danach, wenn der Transformationsprozess vollständig abgeschlossen ist, darf sich dann auch die Energie der Wut endlich abklopfen und Feierabend machen und durch die Goldene Tür zu den Bussen zur Transformationsfabrik entschwinden. Doch bis dahin dient sie uns mit ihrer starken und kraftvollen Energie ergebenst und hilfreich. Und wir können uns an dieser Stelle verneigen vor der Wut und vor der Schöpfung und vor dem Großen Ganzen. Danke für alles. Amen.



Wem wollen wir dienen …?
WEM WOLLEN WIR DIENEN...?

Wollen wir dem Schmerz dienen?
Oder wollen wir der Liebe (der Freude, der Wonne, dem schönen, unserem Herzen, dem Licht) dienen?

Als Menschen haben wir ein Ego.
Und wir sind mit unserem Ego identifiziert.

Dies ist ganz normal und auch gesund und wichtig, denn auf diese Weise machen wir Erfahrungen.

Wir haben also ein Ego oder wir sind Ego.
Und wir handeln durch und mit unserem Ego.

Unser Ego ist unser Form-Aspekt.
Unser Ego übersetzt die formlose liebe in eine FORM.

Mit unserem Ego bringen wir die formlose, himmlische Liebe hier auf Erden zum Ausdruck.

Und unser Ego WILL UND KANN NUR EINES: DIENEN.

Unser Ego ist nichts eigenes.
Unser Ego ist ein leerer Eimer.
Unser Ego ist NICHTS (und damit der universalen Liebe absolut ebenbürtig).

UNSER EGO IST EIN DIENER!

Und unser Ego FREUT SICH, WENN ES DIENEN DARF (es KANN ja auch nichts anderes)!

Doch meistens DIENT unser Ego unseren Vorstellungen.
Unser Ego dient unseren Gedanken und unserem Verstand.

Unser Ego dient all unseren Konditionierungen, Prägungen, Glaubenssätzen, Mustern, Werten, Normen, Erwartungen, Versprechen, Eiden, Schwüren und Gelübten.

Unser Ego bedient bis heute, was wir als Kind gelernt haben, was FALSCH und RICHTIG ist.

Da kann unser Ego gar nichts für.

Als Kind wurden wir unbewusst geprägt und konditioniert.
Wir haben nicht gemerkt, was wir lernten.
Wir befanden all unsere Lernerfahrungen für richtig.
Und wir befinden all das, was wir als Kind gelernt haben, bis heute für richtig.
Dies ist unsere subjektive Wahrheit.
So läuft die Welt.

Und wenn die Welt sich gerade mal anders darstellt, als wie wir es in unseren Vorstellungen für gut und richtig befinden, dann stellen wir nicht unsere Vorstellungen von der Welt in Frage und ändern sie, sondern wir versuchen, die Welt zu verändern und an unsere Vorstellungen anzupassen. Dies ist normal. So leben und handeln wir alle.

Doch unser Ego KANN IMMER NUR EINEM HERREN (einer DAME) DIENEN.

Es gibt ein Theaterstück: Diener zweier Herren.
Dies führt zu einem sehr unglücklichen Leben.

Wenn wir jetzt einmal bewusst tief einatmen und mit unserem Einatmen sagen ...
Mit einem Aspekt meines Daseins bin ich Ego ...

Dann bekennen wir uns zu dieser Wahrheit, dass unser Ego ein Aspekt von uns ist.
Und mit unserem Ausatmen können wir dann hinzufügen ...
Und mit in meinem SEIN bin ich Herz/Liebe ...

Doch WIE wollen/können wir unser SEIN/unsere Liebe zum Ausdruck bringen OHNE Ego?
Es geht einfach nicht.
Wir BRAUCHEN unser Ego, wenn wir LIEBE zum Ausdruck bringen möchten.
Nur mit unserem Ego KANN das Formlose als Form sichtbar werden.

Wir SIND zwar NICHT unser Ego, sondern wir SIND Liebe/Herz, doch wir sind zugleich DOCH unser Ego, denn wir sind auch das Ausführungsorgan, durch das wir als Liebe zum Ausdruck kommen.

Und dieses Ausführungsorgan Ego möchte nur eines tun: es möchte dienen.
WEM - das ist ihm persönlich egal.

Seit unserer Kindheit kennt unser Ego nichts anderes als die Vorstellungen unserer Eltern, der Gesellschaft und des Außen.

In früheren Zeiten/Kulturen fühlten die Menschen noch eine Verbundenheit mit Mutter Natur. Dies ist heute anders ...

Wir fühlen eine sehr starke Verbundenheit zu unseren Werten, Vorstellungen, Dingen, Sachen, Objekten, Gütern, Waren, Status, Ansehen, Macht/Einfluss und Geld …

Wenn wir nun ganz bewusst IN UNSER EGO HINEIN GEHEN, so können wir uns hier und jetzt und heute die alles entscheidende Frage stellen:

WEM MÖCHTE ICH ALS EGO DIENEN?

ALLES im Außen wird über kurz oder lang SCHMERZ verursachen.
ALLES im Innen kann uns nur erfreuen.

WEM MÖCHTEN WIR ALSO DIENEN?

DEM SCHMERZ?
ODER DEM LICHT?

Unser Ego KANN nur dem Schmerz ODER dem Licht dienen?
Unser Ego KANN NICHT gleichzeitig dem Schmerz und dem Licht dienen.

Wenn unser Ego dies versucht, so zerreißt es unser Ego wie Rumpelstilzchen.

P E N G ! ! !

Und das Ego ist zerrissen, fort und im Erdboden versunken ...

Dort kann es sich nun transformieren im ewigen Feuer der Transformation.

Dies war wohlgemerkt unser "altes" Ego - unser konditioniertes Kindheits-Ego-Ich, mit dem wir uns all die Jahre identifiziert hatten.

Und was KEINER weiß, ist, dass wir noch ein ZWEITES Ego haben - nämlich unser UREIGENES Ego, mit dem wir BEREITWILLIG UND GERNE unserem Herzen dienen.

Mit unserem ALTEN EGO dienten wir den Vorstellungen, Erwartungen, Prägungen, Konditionierungen, Werten und Normen des Außen.
Und mit unserem "neuen" Ego, mit unserem ureigenen, inneren Ego, dienen wir gerne und bereitwillig unserem eigenen Herzen.

Unser eigenes, inneres Ego, das sich bisher NICHT zeigen durfte, freut sich nun sehr, jetzt in Erscheinung treten zu dürfen.

Genau genommen darf jetzt unser Inneres Kind DURCH unser ureigenes "neues" Ego zum Ausdruck kommen.

WEM WOLLEN WIR DIENEN?

Wollen wir mit unserem ALTEN EGO weiterhin den Fremdenergien des Außen dienen?
Oder wollen wir mit unserem NEUEN EGO unserer Selbstliebe dienen?

Diese Entscheidung treffen wir jetzt mit unserem FREIEN WILLEN.
Genau hierfür haben wir nämlich unseren freien Willen.

Und jetzt ermächtigen wir unseren Geist, mit unserem freien Willen eine neue, klare Entscheidung zu treffen:

„ICH DIENE MIT MEINEM "NEUEN" EGO DEM LICHT. Die Zeiten, in denen ich mit meinem alten Ego dem Schmerz diente und den Ego-Schmerzkörper meines alten Ego nährte, sind ein für alle mal vorbei ...!“

Eine klare neue Entscheidung ...
Klar, eindeutig und köhärent ...
In sich stimmig, authentisch, wahrhaftig und echt ...

Unser altes Ego (mein "Fremdenergie-Ego") ist zerplatzt/zerrissen ...
Unser "neues" Ego (mein ureigenes Ego) zieht mit unserem Herzen an einem Strang in dieselbe Richtung ...

L I E B E . . . . .
L I C H T . . . . .
F R E U D E . . . . .
F R I E D E N . . . . .

Und wir können uns diese Entscheidung sogar noch x-mal anschauen ...
Es sind jetzt tatsächlich alle Zweifel aufgehoben.

Wir lassen unser "Verliebtsein in den Schmerz" sowie all unsere "Gewohnheiten von Niederlagen und Scheitern" bereitwillig los ...

Wir entscheiden uns klar, eindeutig und aufrichtig für das Licht, für die Liebe, für unser Herz ...

Z W E I F E L S F R E I . . .

Und wir können diese Entscheidung jetzt noch einmal ganz bewusst tief einatmen ...
und sich in uns ausdehnen lassen bis in alle Zellen unseres Körpers ...

Und mit unserem Ausatmen bekräftigen wir unsere Entscheidung "Ich diene mit meinem Ego dem Licht" mit einem kraftvollen: „JA ...!“

Und dies können wir gleich noch ein zweites Mal machen, indem wir bewusst tief einatmen ... unser JA sich in uns ausdehnen lassen ... und mit unserem Ausatmen bekräftigen wir unsere Entscheidung nochmals selbstsicher vor uns selbst: „JA ...!“

Und weil alle GUTEN DINGE DREI SIND, atmen wir noch ein drittes Mal tief ein ... und erlauben, dass sich unser JA zum "dem Licht dienen" in uns ausdehnt ... und mit unserem Ausatmen spüren wir unsere neue Freude und Klarheit und sagen authentisch und echt: „JA, ich diene dem Licht ...!“

Hiermit kann, darf und wird sich nun so einiges in unserem Leben positiv verändern, neu ordnen, zurechtrücken und uns überraschen ...

Wir haben eine neue Grundsatzentscheidung getroffen und dies MUSS Auswirkungen haben ...

„ICH DIENE DEM LICHT ...!“

Was kann es Schöneres geben?

Hiermit dienen wir uns nun selbst, denn wir als Ego dienen uns als Licht ...

Und Herrlichkeit darf in unser Leben Einzug halten ...



Atlantis
Atlantis

Bist Du bereit für einen Erlebnisbericht einer meiner Exkursionen? – Dann los …

Es ist erstaunlich, was passieren kann, wenn man in die Energiewelten richtig tief eintaucht. Einmal kam ich gerade nach Hause von einem Aufbauseminar zum Thema Quantenheilung mit den Schwerpunkten Atlantis und Geistige Quanten-Chirurgie. Und in meiner mittelprächtigen Verwirrtheit stellen sich mir manche Fragen, wie zum Beispiel …

Wer bin ich?
Wo finde ich mich?
Was fühle ich?
Woher kommen die Gefühle, die mich so aufwühlen?

Ich bin verwirrt.
Ich suche.

Wann werde ich finden?
Was will ich überhaupt finden?
Was erhoffe ich mir davon, wenn ich gefunden habe?

Zeit.
Zeit ist vergangen.
Wieviel Zeit ist vergangen?

Ich sinke ein in die Zeit.
Wie weit, wie tief werde ich sinken?
Werde ich mich verlieren?
Werde ich mich verlieren, wenn ich mich finde?
Werde ich mich verloren haben, wenn ich mich gefunden habe?
Was ist es, das ich vergessen habe?

Gefrorenes Feuer.
Ein verlorenes Kind.
Wann habe ich mich verloren?
Was ist passiert?
Was ist geschehen?
Werde ich mich jemals erinnern?

Wie oft muss ich noch sterben, bis ich anfange zu leben?
Wie lange muss ich noch blind sein, bis ich beginne zu sehen?
Was werde ich sehen, wenn ich mich erinnere?
Will ich das sehen?
Will ich das wirklich sehen?

Ich fahre mit meinem Auto die Landstraße entlang. Schöne Strecke. Die Natur und die Landschaft, in der ich hier im Norden von Schleswig-Holstein lebe, sind einfach wunderschön. Habe ich diese Schönheit für die Natur schon immer so erkennen, genießen und erfassen können? Nein. Nein, irgendetwas hat sich in mir verändert.

Was ist es, was sich in mir verändert hat? Und warum? Schöne grüne Bäume säumen die Straße. Kühe, Pferde, Höfe. Oh, eine Kurve, ich muss mich konzentrieren, damit ich nicht abschweife, nicht vom Weg, nicht von der Straße (des Lebens), abkomme.

Was ist es, was mich so aufwühlt?
Warum fühle ich Schuldgefühle in mir?
Warum habe ich irgendwie ein schlechtes Gewissen?
Was hat das alles zu bedeuten?

Ich versinke in meinen eigenen Gedanken.
Oh man, wie kriege ich all diese vielen Gedanken gestoppt.
Wann werde ich verstehen, damit das ewige Gedanken Denken endlich ein Ende hat?

Ge-danke … – ah, in dem Wort Gedanke steckt das Wort Danke.
Dies ist mir bis bisher noch nie aufgefallen.
Unsere Gedanken dienen also dem Danken.

Nur das, was uns bewusst geworden ist, können wir voll Dankbarkeit anerkennen und wertschätzen.

Ich sinke tiefer und tiefer in meine Gedanken, in meinen Dank, in meine Gefühle, in die Zeit, in die Erinnerungen, in Träume, in Fantasien.

Was sehe ich dort?
Ist es Erinnerung?
Ist es Fantasie?
Ist es Quatsch?
Ist es echt?

War das, was ich heute fühle, irgendwann einmal real, echt, wahrhaftig?
Wie kann das alles sein?
Wie hängt das alles zusammen?

Wann finde ich den Pförtner, der mir meine Tür, mein Tor, meinen Weg zu mir selbst aufschließt, öffnet, aufmacht?

Wer wird mich leiten?
Meine Gefühle?

Wer wird mich behindern?
Meine Gedanken?
Mein Verstand?
Mein kognitives Wissen?
Meine Vorstellungen?

Ich bin ich.
Und ich dachte, Spiritualität sei eine spannende Sache.
Aber jetzt, jetzt, jetzt …

Hinter allen Mythen ist ein Samen zu erkennen, der Same der Wahrheit. Und was ist das für ein Mythos: Der Mythos von Atlantis?

Ist es Wahrheit?
Ist es Lüge?
Gab es Atlantis wahrhaftig?
Existiert Atlantis möglicherweise auch jetzt noch?

Heute, in einem Paralleluniversum ganz real – in der Fantasie auf einer anderen Schwingungsebene?

Was ist heute passiert?
Quantenheilung.
Exkurs in Energiewelten.
Traumreise nach Atlantis.

Warum lieben alle Atlantis und sehnen sich nach diesem Ort?
Warum ich nicht?
Warum bin ich so nüchtern, so kühl, so entfernt?

Und dann plötzlich …
Warum kullern Tränen über meine Wangen?
Warum bin ich gerührt?
Was ergreift mich?

Und ich sinke tiefer und tiefer ein, dem Grund allen Seins entgegen.
Was verbindet mich mit Atlantis?
Woran will ich mich – woran will ich mich nicht erinnern?

Wie ist Atlantis untergegangen?
Was ist damals geschehen?
Wer kennt die Antwort?
Was werde ich als Antwort erfahren, wenn ich mir selbst die Antwort gebe?
Werde ich mir zuhören?
Werde ich die Wahrheit ertragen, vertragen, annehmen, akzeptieren können?

Ich spüre Narben von tausenden Gesichtern.
Was ist mit ihnen geschehen?
Was habe ich damit zu tun?
Was habe ich ihnen angetan?
Was habe ich mir selbst mit dem, was ich tat, angetan?

Wann werde ich beginnen zu verstehen?

Wie oft will und muss ich noch inkarnieren und sterben, bis ich sehe, was es zu sehen gibt?

Schmerz, Schuld, schlechtes Gewissen annehmen.
Vergebung üben, praktizieren, ausüben.
Vergebung gegenüber mir und gegenüber all den vielen Seelen.

Was werde ich unter all den tausend Schichten vorfinden?
Wo war damals mein Inneres Kind?
Wie geht es ihm heute?
Wo und wie werde ich die Lösung finden?

Schuld abtragen?
Wiedergutmachung praktizieren?

Wer?
Wie?
Warum?
Wie lange?
Auf welche Weise?
Wem gegenüber?
Wann?

Nein, das macht alles keinen Sinn.
Es gibt nichts wiedergutzumachen.
Es gilt nur das anzunehmen, was ist – so wie es ist.

Heute gilt es, ins Licht zu schauen, wie eine Pflanze dem Licht entgegen zu wachsen.
Mich heute auf das Licht auszurichten und ihm zuzustreben.

Mehr gibt es nicht zu tun.
Damit ist alles getan.
Es wird keine andere Lösung geben.
Die Lösung finde ich allein im Licht.

Es bringt nichts, es bringt überhaupt gar nichts, wenn ich mich selbst für eine Vergangenheit von vor tausenden von Jahren fertigmache und mich bei den Verfolgten und Getöteten entschuldige. Wo sind sie? Doch, ich will mich entschuldigen! Ich will es, ich muss es, um meine Würde vor mir selbst wieder zu erlangen. Ich kann mich selbst nicht ertragen mit dem, was ich damals tat. Am liebsten würde ich heute mich selbst bestrafen, selbst geißeln, töten, umbringen, abmurksen, anketten, foltern.

Oh, da erkenne ich etwas. Ja, genau so gehe ich mit mir heute um, hier, jetzt. Ich kenne das Gefühl, mir selbst nichts zu gönnen, mich selbst zu geißeln, mir Lebensfreude zu untersagen, auf der Suche, ja, auf der Jagd nach einem Lebensberechtigungsschein zu sein.

Mit dem, was ich damals tat, habe ich vor mir selbst meine Lebensberechtigung eingebüßt, verwirkt. Ich habe mich selbst vor mir selbst zum Tode verurteilt.

Doch warum lebe ich dann noch?
Warum bin ich hier?
Warum bin ich nicht schon längst tot?
Sollte ich hier noch etwas zu erledigen haben?

Sollte ich hier, heute und jetzt in dieser Zeit der Transformation als ehemaliger Schlächter eine Aufgabe haben?

Welche?

Ja, ich spüre …
Der Kreis schließt sich.

Welcher Kreis?
Ich weiß es nicht.
Der Kreis der Geschichte.
Der Kreis des Lebens.
Der Kreis der Weisheit.

Und was habe ich damit zu tun?
Warum sollte ich den Kreis schließen?
Weil ich ihn damals unterbrochen habe.

Zeit, Macht, Geld, Gier, Manipulation, die Schatten des Glücks.

Ja, ich spüre mich sowohl mit der Liebe, wie es eigentlich richtig wäre, wie auch mit dem Schatten, wie es Spaß, Freude, Lust bereitet, Leid und Schmerz, Unheil und Elend, Schuld und Gefahr, Angst und Schrecken auszudehnen. Wie mies, wie schlecht, wie gemein, wie niedrig, wie unwürdig, wie grausam.

Und ich erkenne: Ich bin hierbei nicht der einzige Mensch, der so veranlagt ist. Es gibt unter uns Menschen eine breite „Fan-Gemeinde“ für Thriller und Horrorfilme. Grausamkeiten und Schreckgespenster zogen schon immer die Egos der Menschen magnetisch in ihren Bann.

Ja, Erinnerungen, unschöne Erinnerungen. Erinnerungen, die niemand haben und die niemand vor sich selbst wahrhaben will, stellen sich nach und nach ein. Ich sehe, was ich tat oder was im Seelenland getan wurde. Ich sehe es in meiner Fantasie-Traumreise.

Andere Menschen, sehen was sie taten, wenn sie den Fernseher einschalten oder eine DVD einlegen. Es gibt viele Wege, sich zu erinnern – doch niemand hat verstanden, dass wir stets und immerdar unsere eigene Geschichte betrachten.

Wie konnte ich einen edlen, reichen, wohlhabenden, von der reinen Liebe regierten Staat vernichten, ins Dunkel führen, auslöschen? Wie nur konnte ich dabei mitmachen, mitmischen, mitwirken und auch noch Freude empfinden?

Wie schrecklich.
Wie unmenschlich.
Wie irre.
Wie verrückt.
Wie kaputt.

Und doch tat ich es.
Fand mich damals toll.
Habe meine Überheblichkeit nicht bemerkt.
Habe mit meinem gefrorenen Herzen eine Hochkultur ausgelöscht.

Eine Hochkultur mit Namen Atlantis – und heute erkenne ich, dass Atlantis kein fernes Land ist, sondern mein eigenes Herzensfeld. Atlantis ist versunken, meine Herzensfeld-Selbstliebe und meine Intuition sind untergegangen in der Welt des Ego, des Verstandes, des Denkens, des Kopfes, des kognitiven Wissens.

Wer hat mich gelenkt, geführt, geleitet, angestiftet?
War es der Teufel selbst?
Waren es außergalaktische Wesenheiten?

War ich schizophren und habe auf Stimmen, die mich infiltriert haben, gehört und die Menschheit ins Unglück gestürzt, ausgelöscht, vernichtet? – Um die gleiche Menschheit zu retten? Von der depressiven Schizophrenie in die manische Psychose? Was für eine Karriere.

Ich brauche Zeit, um zu verstehen, wer ich bin. Ja, ich will Kontakt aufnehmen zu meinem Inneren Kind und mich heute von ihm im Namen der göttlichen Liebe führen, lenken und leiten lassen. Ja, ich will. Ja, ich tue es. Ja, ich nutze meine Macht, meine Kraft, meinen Willen, meine Liebe, um das zu tun, was jetzt dran ist.

Es gibt nichts zu tun. Ich horche in mich rein, stelle meine inneren Ohren auf und lausche, welche Informationen ich bekomme: „Es gibt nichts zu tun.“ Eine andere Nachricht erhalte ich nicht. Erkennen, anerkennen, beobachten, wahrnehmen, erinnern, annehmen und integrieren. Das reicht. Dabei ist das Anerkennen sowie das Annehmen das Wichtigste, denn beides löst das Hadern ab und initiiert damit den Transformationsprozess und macht Entwicklung möglich.

Ent-wicklung – die Verwicklungen auflösen.
Es gibt nichts wiedergutzumachen.
Nichts zu richten.
Nichts wieder geradezurücken und nichts wiederherzustellen.
Alles ist gut so, wie es ist.

Letzten Endes geht es darum, Atlantis die Erlaubnis zu geben, dass es untergegangen sein darf. Es geht darum, mit dem Hadern zu brechen (im Zusammenhang mit dem Untergang und dem Verlust von Atlantis). Der Abschied, der Schmerz, die Traurigkeit und das Leid wollen angenommen und integriert werden, mehr nicht. In Liebe annehmen heißt die Devise.

Die präzise Analyse der Situation, weshalb Atlantis untergegangen ist, ist unerheblich. Sie wäre höchstens für das Ego interessant. Es würde sich allzu gerne an den Fehlern und Patzern der Menschheit von damals noch heute laben, ergötzen, stärken und damit seinen Schmerzkörper füttern. Die Energie, die Atlantis zu dem machte und aufsteigen ließ, was es war, ist bis heute bei und in uns. Sie ist überall da. Wir brauchen uns ihr lediglich zu öffnen und schon können wir in ihr baden. Ein Vollbad nehmen. Dem steht nichts im Wege. Atlantis ist da, überall, jederzeit an jedem Ort – in mir und in allen Menschen.

Und zugleich ist auch Atlantis lediglich eine Form, ein Anker, ein Synonym für etwas, was jenseits des Fassbaren liegt und von dem wir uns heute Großes versprechen.

Höchst erstaunlich und faszinierend fand ich bei dem Seminar, dass nicht nur ich persönlich schon seit langem, sondern dass auch der Seminarleiter und die Seminarteilnehmer die Auffassung vertraten und ihr folgen konnten, dass beispielsweise die Pyramiden sowie auch manche heilige Tempelanlagen oder Steinkreise nicht von Menschenhand erschaffen beziehungsweise errichtet worden sind, sondern mit mentaler Kraft, also mit der Kraft unseres Geistes oder mithilfe der Beherrschung der Fähigkeit der Fokussierung von Energie. Und diese Art und Weise des Erschaffens oder Materialisierens ist natürlich sehr verlockend (für unser Ego), denn damit bräuchte man nicht mehr mühsam zu rackern und zu schuften, sondern könnte das Leben in seiner Leichtigkeit genießen.

Ein sehr lustiger Beitrag in einem Seitengespräch während des Seminars war, dass eine Teilnehmerin in ihrer Traumreise gesehen hatte, dass es in Atlantis keine Toiletten gab. Warum gab es dort keine Klos? Die Antwort war ebenso überraschend wie einfach: Zum einen gab es in Atlantis keine Scheiße, und zum anderen haben sich die Bewohner von Prana ernährt, also mit Lichtnahrung, und benötigten schlicht und einfach keine Toiletten.

Je weiter wir uns vorwagen/vortasten bis auf die andere Seite der Brücke ins Licht, hinein in die mentalen Realitätswelten, in die Wirklichkeit schaffenden Dimensionen der Fantasie, desto weniger nachvollziehbar werden die geschriebenen Inhalte/Worte für unseren Verstand. Das Geschriebene/Gesagte muss wirr klingen, absurd und seltsam. Doch auch, wenn unser Ego beziehungsweise unser Verstand im Dreieck springt, so freut sich unser Herzensfeld über diese Nachrichten und Botschaften aus unserer energetischen Heimat.

Wir kommen immer häufiger zu der Erkenntnis, dass jedes Wort, jede Geschichte und sogar jedes Ereignis und jede Lebenssituation nur eine Metapher ist, eine Wahrheit hinter den Geschehnissen an der Oberflächliche. Und so geht es auch bei Atlantis um die Symbolik. Atlantis ist ein Synonym, eine Metapher, eine Parabel, ein Gleichnis, eine in eine Bildsprache verpackte tiefe Wahrheit. Ebenso wie JESUS GING ÜBER DAS WASSER oder DIE SPEISUNG DER ZEHNTAUSEND oder DER APFEL FÄLLT NICHT WEIT VOM STAMM. Es geht nicht um die konkreten Worte und Situationen, sondern um den Symbolgehalt dahinter.

Und sogar die Erde selbst gibt es gar nicht wirklich. Auch sie ist lediglich eine symbolische, ausgedachte Geschichte. Doch sie erleichtert es unserem Verstand, das Erfahrungen Machen im Sein zu begreifen.

(Dies ist ein Kapitel aus dem Buch "Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen" Band 5, der im März 2020 erscheint. Band 1, 2, 3 und 4 sind bereits erschienen. Band 6 folgt noch ...)



Freitag, 14. Februar 2020
OSTERFEUER UND BIIKEBRENNEN - FEUER DER TRANSFORMATION
Wir kommen in diesem Beitrag zu einem spannenden Punkt uralten Menschheits-Wissens, das leider schon seit langer Zeit in Vergessenheit geraten ist. Für die Menschen, die sich mit Spiritualität beschäftigen, ist es ganz normal, von früheren Leben, von Geistwesen und von Erscheinungen zu sprechen. In diesem Abschnitt möchte ich auf ein uraltes Wissen eingehen, das wir in unserer heutigen modernen Gesellschaft, wie so vieles, völlig vergessen haben.

Das Osterfeuer ist ein Brauch zu Ostern.
Doch warum?

Ostern ist das Fest, an dem sich der Tod Jesu in neues Leben transformierte – und zwar offensichtlich – auch wenn manche Menschen diese ‚Geschichte‘ bis heute nicht glauben mögen. Ostern ist also das Fest, an dem das Leben und die Liebe den Tod überwinden. Und das feiern wir.

Aber warum mit einem Feuer?

Themawechsel: Bei uns in Schleswig-Holstein werden jedes Jahr entlang der Küste riesige Feuer entzündet. Wir nennen es Biikebrennen. Es ist altes Brauchtum in Gedenken an die Seefahrer. Aber warum machen wir noch heute solch große Feuer?

Und noch ein Gedankensprung: In jeder Kirche steht neben dem Altar ein Gedenktisch mit vielen, vielen brennenden Teelichtern. Wir wollen auf diese Weise der Toten gedenken. Und auch beim Gottesdienst zündet der Pastor die Kerzen an, und sie brennen. Und auch auf dem Friedhof kennen wir die Grablichter. Mit brennenden Kerzen feiern wir auch Weihnachten, das Fest der Liebe.

Im Herbst tragen die Kinder mit ihren Laternen ein Licht in die Dunkelheit. Licht, und besonders Kerzenlicht und Feuerschein, übt auf den Menschen eine ganz besondere Faszination aus.

Und warum das so ist, das haben die meisten vergessen …

In meiner Ausbildung zum Psychokinesiologen habe ich gelernt, dass wir, also unser Körper-Geist-Seele-System, manchmal von Fremdenergien besetzt sind. Man spricht dann davon, dass derjenige eine Besetzung hat. Das ist nicht unbedingt so richtig schön. Derjenige, der besetzt ist, fühlt sich dann so, als ob er nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Er fühlt sich wie fremdgesteuert. Die manifestierte krankhafte Form davon ist das Krankheitsbild der Schizophrenie.

Häufig sind es negative Energien. Manchmal sind es auch ehemalige Angehörige, verstorbene Partner, ein Onkel, eine Tante, ein Großelternteil oder ein schon sehr lange verstorbener Vorfahre. Es können aber auch völlig fremde Seelen oder Energien sein. Man kann sie sich sogar versehentlich beim Einkaufen oder im Bus oder auf der Straße ‚einfangen‘. Diese Fremdenergien oder Schatten haben kein Zuhause. Es gibt Menschen mit hellseherischen Fähigkeiten, die können diese Energien leibhaftig sehen. Sie sind also wirklich da. Und teilweise können diese hellsichtigen Menschen sogar die gesamte Lebensgeschichte inklusive Krieg, Folter und Verbrechen sehen. Das ist nicht besonders schön.

Und wenn diese Fremdenergien dann an Dir anhaften, dann fühlst Du Dich so komisch schwer, melancholisch und depressiv. Dabei bist Du in Wirklichkeit ein lebensfroher Mensch, doch diese negativ schwingenden schweren Energien erdrücken Dich schier. Manche Hellseher können mit diesen Energien oder Seelen sprechen. Und wenn der Hellseher der Seele dann sagt, sie sei tot, sie sei schon gestorben, dann empört sich die Energie maßlos, denn sie sei doch da – und das ist sie ja auch leibhaftig.

Diese Fremdenergien sind also Seelen, die einst in einem Körper auf der Erde lebten und deren Körper dann irgendwann verstorben ist. Normalerweise geht Deine Seele, wenn Du stirbst, direkt ins LICHT. Der Körper schläft ein. Die Körperfunktionen stellen ihre Arbeit ein. Der Körper stirbt, und die Seele löst sich aus dem Körper-Geist-Seele-System und will aufsteigen zurück ins LICHT, heim zu Gott.

Hat sich der alte Mensch auf seinen Tod vorbereitet und ihn (fast sehnsüchtig) erwartet und als Erlösung willkommen geheißen, so funktioniert das mit dem ins LICHT gehen prima. Wenn der Körper allerdings überraschend verstirbt, wenn der Mensch im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Leben gerissen wird, dann entstehen Ablösungsprobleme. Dies kann bei einem Autounfall, bei einem Suizid, bei schwerer Krankheit aber vor allem immer dann passieren, wenn der Geist mit dem Ableben hadert.

Erstaunlicherweise sprechen wir ja von Geistern – nicht ohne Grund. Diejenige Energie, die da so lustig oder weniger lustig herum spukt, ist nicht irgendein Geist oder Gespenst, nein, es ist ganz real der noch lebendige Geist des Menschen, der einst lebte. Der Geist, also die Gedanken des verstorbenen Menschen, leben also sozusagen ganz real noch als Geist-Gespenst, als wesenhafte Erscheinung ohne Form, weiter. Der Körper ist tot, unter der Erde. Und der Geist hängt zwischen den Stühlen. Er ist nicht mehr im Körper, und er hat leider den Bus zu Gott verpasst. Er hat die Haltestelle nicht gefunden, wo Gottes Bus ihn eingesammelt und abgeholt hätte. Und der Geist findet alleine leider nicht den Weg nach Hause.

Manchmal ist es so, dass dieser Geist noch etwas Wichtiges zu sagen hat. Gerade in der Psychokinesiologie werden dann Fragen gestellt. Es wird zum Beispiel gefragt: Liebe Fremdenergie, bist Du männlich? (Und dann den Armtest.) Bist Du weiblich? Kommst Du aus der Linie des Vaters/der Mutter? Bist Du ein guter Freund? Und schließlich: Liebe Fremdenergie, hast Du noch eine wichtige Botschaft für XY?

Häufig ist es so, gerade wenn es die Geist-Energie von nahen Angehörigen oder nahen Verwandten ist, dass sie den lebenden Nachfahren noch eine wichtige Botschaft übermitteln möchte. Und da sie nicht mit Worten sprechen können, versuchen sie sich irgendwie anders zu behelfen und auszudrücken. Manchmal knackt die Tür. Manchmal geht die Kerzenflamme aus oder wieder an. Manchmal fällt etwas runter. Manchmal hängt ein Bild plötzlich schief.

In der Regel ist die Botschaft dieser nahestehenden Personen wohlwollend und gut, so nach dem Motto: Ich möchte Dir sagen: Du bist auf einem guten Weg. Weiter so! Oder: Ich freue mich, dass Du Deinen Weg gehst. Meine Erlaubnis und meine volle Unterstützung hast Du!

Manchmal mögen diese Geist-Wesen, diese Fremdenergien aber auch einfach nicht so gerne alleine sein. Ich meine – ist ja auch doof, wenn man noch da ist und von niemandem bemerkt wird. Und dann machen sie halt ein kleines bisschen auf sich aufmerksam.


DER LICHTKANAL INS LICHTPORTAL

Letzten Endes geht es aber darum, diesen Fremdenergien und Geist-Wesen den Weg nach Hause zu weisen. Und da gehört es zu einem festen Ritual in der Psychokinesiologie, für diese Energien eine Kerze anzuzünden und ihr mit dieser Kerze einen Lichtkanal ins Lichtportal direkt zu Gott zu öffnen. Und dann kann der Betroffene diese Fremdenergie verabschieden, und die Fremdenergie kann sich von der Person lösen und verabschieden. Und dann kann die Fremdenergie mit Hilfe der Kerzenflamme ganz leicht durch den Lichtkanal ins Lichtportal direkt zu Gott aufsteigen und heimkehren.

Erstaunlicherweise verliert die Fremdenergie beim Aufsteigen ihre Geisthaftigkeit und kehrt als reine Seele heim. Es ist sozusagen der umgekehrte Prozess: Während bei der Inkarnation der Seele in unseren Körper bei beziehungsweise kurz nach der Zeugung die Seele ihr Gott-Sein, ihre Heiligkeit, ihre Reinheit, ihr Liebesein, Ihr Lichtsein vergisst und schließlich als Geist-Seele, als denkendes Bewusstsein in den Körper ‚einzieht‘ (wie in ein Haus), vollzieht sich beim Sterben der umgekehrte Prozess: Der Körper ist tot und wird zurückgelassen. Die Geist-Seele zieht aus dem (Körper-)Haus aus. Und während des Aufsteigens vergisst die aufsteigende Seele ihr Denken, ihre Gedanken und ihr Bewusstsein. Die Seele verliert sozusagen ihre Geisthaftigkeit und gewinnt ihre Reinheit zurück.

Und genau das Gleiche geschieht auch, wenn wir lebendig sterben. Wenn wir lebendig sterben, also wenn wir ERWACHEN, dann ist unser Körper nicht tot, sondern er lebt noch weiter. Und unsere Seele steigt auf. Unsere Geist-Seele steigt in uns selbst auf und lässt das irdische Denken unter sich zurück. Je weiter sie aufsteigt, desto weniger denkt sie. Und je weiter sie aufgestiegen ist und je mehr Denken sie abgestreift und zurückgelassen hat, desto leichter ist sie und desto leichter vollzieht sich das weitere Aufsteigen. Und in Wirklichkeit ist das sich lebendig Fühlen eben nicht das Menschsein mit seinem Körperlichen und seinem Geist und seinem Denken, sondern das wirklich leichte, wahre Leben in Herrlichkeit ist das Leben der reinen Seele, das Leben der reinen vom Denken vollkommen befreiten Seele. Das ist das Paradies. Das ist ERLEUCHTET SEIN. Und zwar nicht erst im Himmel, sondern in und mit unserem Körper – nur eben mit einer reinen Seele.

Die Seele ist dann innerhalb unseres Körper-Geist-Seele-Systems in unseren inneren Himmel aufgestiegen, und wir erleben unsere reine Seele in Stille in uns völlig frei von plappernden und kommentierenden Gedanken. So lässt sich das Leben gut aushalten und leicht genießen.

Und das können wir als Menschen eben auch mit einem Körper erleben und erfahren. Dann sind wir nicht mehr ein Körper-Geist-Seele-System, in dem das Denken dominiert und in dem der Kopf das Leben bestimmt. Sondern dann haben wir uns über das ‚Königreich des Denkens‘, über die Vorherrschaft des Kopfes erhoben, und unser Kopf ist ‚nur‘ noch ein Diener in unserem Körper-Geist-Seele-System, ohne einen Geist, der von sich aus auf Autopilot eigenständig denkt (und Karussell fährt). Sondern der wieder seinen Platz als dienende Instanz einnimmt, als Diener der Impulse, die aus der Tiefe des Seins, aus dem Zentrum des Herzensfeldes und aus Gottes Liebe heraus kommen beziehungsweise aufsteigen.

Und dies ist in unserer Epoche der Menschheitsgeschichte neu und einzigartig. Unsere Herzensimpulse bestimmen zunehmend unser Leben, und unser Geist unterstützt unser Herz und unser LiebeSein in dienender Weise. Genau das ist TRANSFORMATION!

Wir als Egos brauchen uns allerdings nicht einzubilden, dass das nun etwas ganz, ganz Besonderes ist, vielmehr können wir uns sicher sein, dass auch vor uns andere galaktische Völker und sogar auch schon andere Spezies auf der Erde diesen Prozess durchlaufen haben. Jetzt geht es hier um Tod und Sterben, um Auferstehung und Kerzen und Osterfeuer und Biikebrennen. Und für ganz normale Lagerfeuer im Garten gilt das nun Folgende übrigens auch …

Also, bei der Psychokinesiologie erleichtern wir als therapeutisch Tätige es den Klienten, sich von ihren Besetzungen und Fremdenergien zu befreien, indem wir einfach eine Kerze aufstellen und dann freundlich aber bestimmt sagen: Liebe Fremdenergie, XY hat Deine Botschaft erhalten. Sie ist angekommen. Wir danken Dir für Deine Botschaft und bitten Dich nun, Deine Heimreise anzutreten und dich durch den Lichtkanal ins Lichtportal aufzuschwingen und Frieden zu finden. Er steht Dir zu.

Für die Fremdenergie ist dies ein tolles Geschenk, dass da jemand ist, der ihr die Tür aufmacht. Manche Fremdenergien sind ein bisschen schwer von Begriff, ihnen muss man das zwei- oder dreimal deutlich sagen, aber spätestens dann haben auch sie verstanden, wo der Hase langläuft und dass wir es nur gut mit ihnen meinen.

Und genau identisch verhält es sich mit den Gedenk-Kerzen in der Kirche. Wir zünden eine Kerze an und denken an den geliebten Menschen, und falls seine Seele auf dem Weg nach oben irgendwo ‚hängengeblieben‘ oder ‚falsch abgebogen‘ ist, dann erleichtert die Kerzenflamme der lieben Seele, nochmal neu durchzustarten und den Weg durch den Lichtkanal ins Lichtportal heim zu Gott zu finden.


DAS TOR NACH HAUSE ÖFFNEN

Die riesengroßen Feuer des Biikebrennens sind Massen-Abfertigungs-Stationen. Dort geht es nicht um eine Seele, sondern um tausende und mehr. Die Feuer des Biikebrennens gedenken der bei Wind und Sturm verunglückten Seefahrer, deren Seelen noch irgendwo zwischen Hier und Dort festhängen. Wer auf dem großen, weiten Ozean auf tragische Weise ums Leben kommt, der hat es schwer, den Weg heim ins Licht zu finden. Und da sorgen die Familien und Angehörigen für diese Seelen, indem sie diese Biikebrennen-Feuer entzünden.

Es ist allerdings so, dass einfach nur am Feuer stehen und in die Flammen schauen nicht ausreicht, um den verirrten Seelen einen Dienst zu erweisen. Es braucht ein Bewusstsein, das den Lichtkanal ins Lichtportal bewusst öffnet. Und das genau bist Du.

Das heißt, wenn Du das nächste Mal an einem Lagerfeuer, an einem Osterfeuer oder beim Biikebrennen mit dabei stehst, dann gehst Du einmal ganz bewusst aus Deinem Alltags-Ego-Bewusstsein hinauf in Dein höheres Bewusstsein, in Dein Höheres ICH, und aus diesem Höheren ICH heraus nimmst Du Kontakt auf zu allen verirrten Seelen der Gegend und des Umfeldes und sprichst zu ihnen: Liebe Seelen, verirrte Seelen und Energien, die ins Licht wollen, ich öffne für Euch JETZT und HIER und HEUTE den Lichtkanal ins Lichtportal. Ihr dürft ihn nutzen und Euch aufschwingen zu Gott. Ich lade Euch herzlich ein, Euch JETZT und HIER und HEUTE zu transformieren. Der Lichtkanal ins Lichtportal ist geöffnet. Auf geht’s!

Mit dieser guten Tat tust Du viel mehr, als Du denkst. Denn es kreuchen und fleuchen Milliarden und Aber-Milliarden von verirrten Seelen durch diese Welt. Und diese vielen, vielen, vielen Seelen sind so unglücklich und traurig, weil sie hier seit ewigen Zeiten zwischen den Welten festklemmen.

Du kannst erkennen, wie unglücklich und traurig sie sind, indem Du Dir das Ausmaß an Unglück und Trauer in dieser Welt anschaust. Unsere materielle globale Umweltverschmutzung ist ein Spiegel unserer seelischen Umweltverschmutzung auf energetischer Schwingungsebene. Es gibt so viele verirrte Seelen auf diesem Planeten, wie es Plastiktüten, Fischernetze, Papiermüllfetzen, Blechdosen und sonstigen Müll gibt. Jedes Stück Müll repräsentiert eine nicht heimgekehrte, feststeckende Seele.

Ganz ehrlich: Du brauchst Dich nicht um den Müll auf der Straße zu kümmern!
Kümmere Dich um die Seelen, die zwischen den Welten festklemmen.


FEUER – DER BLICK NACH HAUSE

Wenn Du diesen Seelen hilfst, indem Du eine Kerze anzündest und indem Du bei jedem Lagerfeuer einen Lichtkanal ins Lichtportal bewusst öffnest, dann erübrigt sich das mit der materiellen Umweltverschmutzung von alleine. Sie wird sich einfach wie von Zauberhand in Luft auflösen. Warum? Ganz einfach: Weil jede Seele, die Du befreist und heimführst, Dir so dankbar ist für Deinen Dienst, dass sie aus Dankbarkeit ihren Beitrag zur Beseitigung der Umweltverschmutzung leisten wird. Vielleicht kennt sie eine magische Formel zur Auflösung von einem Stück Papier. Vielleicht verleiht sie Dir magische Kräfte, mit denen Du Papierschnipsel und Plastiktüten ins Nichts aufzulösen vermagst. Die Wege des Herrn sind unergründlich … auf jeden Fall wird es besser sein als zuvor.

Und was für Kerzen und Biikebrennen und Lagerfeuer gilt, gilt natürlich auch und ganz besonders für die Osterfeuer. Und beim Osterfeuer wird es noch einmal sehr, sehr schön deutlich, welch wichtige, reinigende, heilige Kraft ihm innewohnt. Das Osterfeuer ist das Feuer der Transformation. Mit dem Osterfeuer überwindet das SEIN Leben und Tod. Das Osterfeuer ist das Symbol der Transformation. Es ist das gelebte Heimkehren.

Und genau aus diesem Grunde schauen wir so gerne in die Flammen des Oster-, Lager- oder Ofenfeuers. Weil, wenn wir in die Flammen schauen, dann blicken wir NACH HAUSE. Wir sehen unser ZUHAUSE. Natürlich unbewusst. Aber unser tiefes, inneres SEIN sieht es. Unser tiefes inneres Sein sieht in den Flammen Gott, Gottes Liebe, Gottes Licht, Gottes Frieden.


DAS OLYMPISCHE FEUER VERBINDET UNS

Nicht umsonst tragen wir zu den Olympischen Spielen die Olympische Fackel durch die Welt. Dieses Olympische Feuer verbindet uns alle über Grenzen, Rassen, Hautfarben, Nationen und Egos hinweg. Das Olympische Feuer eint uns, lässt uns unser EINSSEIN auch auf Erden spüren. Das ist wunderbar. Dabeisein ist alles. Sich in Frieden begegnen, das ist das, was wir sind. Das ist das, was Dich und mich ausmacht. Das ist das, wo wir ein tiefes inneres Ja spüren. Das ist das, wozu Du und ich eine tiefe innere Verbundenheit und Resonanz verspüren.

Und damit sind wir plötzlich wieder beim RESONANZGESETZ – GLEICHES ZIEHT GLEICHES AN. Ich ziehe Dich an, und Du ziehst mich an (auf der Seins-Ebene), weil wir eins sind. Und genau das zeigt uns der Sport. Und auch die Musik, die eine ganz eigene SEINS-Sprache ist und von der wir sicherlich an anderer Stelle noch mehr erfahren werden …

In diesem Abschnitt ging es um das Element Feuer und um Deine Verantwortung, wie Du JETZT sofort Deinen Beitrag zur ‚Befreiung‘ und Erlösung der Welt (und vor allem der unerlösten Seelen) leicht leisten kannst. Eine Kerze reicht, verbunden mit der bewussten Öffnung des Lichtkanals zum Lichtportal – und dies ist so schön, das kann man gar nicht in Worten beschreiben …!

Ich danke Dir für Deine Unterstützung zur Reinigung der Welt …



Freitag, 7. Februar 2020
Wie schaffe ich es, vor Autoritäten zu bestehen …?
Eigentlich sollten wir selbst unsere eigene Autorität sein. Doch den meisten Menschen gelingt dies nicht so optimal. Doch warum? - Natürlich gibt es gute Gründe hierfür …

Schauen wir zurück in unsere Kindheit, dann können wir leicht erkennen, WER das Sagen hatte. Schenkten uns unsere Eltern, Lehrer und Erzieher den Raum, den wir gebraucht hätten, um uns frei entfalten zu können? Durften und konnten wir uns selbst als eine Autoritätsperson erfahren? Haben unsere Eltern AUF UNS gehört? Haben die Erwachsenen und die Gesellschaft AUF UNSERE Bedürfnisse geachtet und Rücksicht darauf genommen? - Oftmals leider nicht …

Unser Ego ist IMMER außenorientiert. Wir sind so erzogen worden, dass wir DAS AUSSEN WICHTIGER nehmen MÜSSEN als unsere innere Stimme. Tun wir dies nicht, so tut es uns weh. Wir erleiden Strafen, Schmerzen, Kummer und Leid. Es ist also ein ganz normaler Lernvorgang, durch den wir als Kind konditioniert wurden, MEHR auf das Außen und MEHR auf die Autoritätspersonen da draußen zu hören als auf unsere innere Stimme.

Was wir als Kinder gelernt und verinnerlicht haben, ist uns zur Gewohnheit geworden. Und nun leben wir seit vielen Jahren und Jahrzehnten in/mit diesem Muster.

Wenn wir hieran etwas ändern WOLLEN, so gelingt uns dies meistens NICHT. Wir erleiden Rückschläge, Niederlagen und Frustrationen. Dies ist sehr unbefriedigend.

Und auch wenn wir uns im SPIRITUELLEN ERSCHAFFEN versuchen mit positivem Denken, Absichtserklärungen, Affirmationen und Mantren aufsagen, so sind die Erfolge im Vergleich zu unseren Anstrengungen mikrig klein. Es muss also noch einen anderen Weg geben, denn …

… das Leben ist LEICHT …!

Und diesen anderen Weg gibt es zum Glück …

(Er steht in den Büchern „Eine neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“. Band 5 kommt im Frühjahr raus und den Blog zum Buch findest Du unter http://www.datgeitman.de/eno_blog.html …)

Der neue Weg ist: ERLAUBEN UND HINGABE …

NICHTS wollen …
NICHTS planen …
NICHTS anpeilen …
NICHTS regeln …

Sondern GESCHEHEN LASSEN …
und ERLAUBEN …

Erkennen was ist …
Anerkennen wie es ist …
Bejahen, dass es so ist wie es ist …
Annahme …
Und alle dazugehörigen Gefühle bereitwillig fühlen …

Dann die Gefühle durch die Goldene Tür zur Transformationsfabrik DURCHgehen lassen https://www.youtube.com/watch?v=pReLHTlRgmM

Und schließlich Wandel und Veränderungen ERLAUBEN …

NICHT so wie WIR es WOLLEN …
sondern es dem Leben bereitwillig erlauben, dass das Leben unser Leben in positiver Weise gestalten darf …

Was wir JETZT schon tun können, ist, uns innerlich vorstellen, wie wir uns FÜHLEN, wenn wir uns GUT und GLÜCKLICH FÜHLEN. Wie fühlen wir uns schon jetzt, wenn wir uns vorstellen, das GUTE, das SCHÖNE, das HERRLICHE wäre SCHON DA?!

Wie fühlen wir uns, wenn wir uns in/vor uns selbst als „Autoritätsperson der LIEBE“ erfahren/erleben? Wie fühlen wir uns schon JETZT, wenn unser Herzensfeld (unsere Selbstliebe) unsere lebendige Autorität in uns IST? Wie fühlen wir uns, wenn wir mit aller Macht LIEBEN?

NICHT ETWAS …!
Sondern das NICHTS, die LEERE, die Stille, die Fülle des reinen Potenzials …

Lieben OHNE „etwas“ zu lieben …
Liebe und das Lieben selbst als unsere innere Seins-Autorität erkennen, fühlen, spüren und bejahen …

Unsere Autorität IST UNSERE LIEBE …

Schon jetzt leben und zeigen wir unsere Autorität (unsere Liebe), indem wir den anderen Menschen (den Egos) NICHT über den Mund fahren, sie NICHT verletzen, ihnen KEIN Nein geben und immer brav Rücksicht auf sie nehmen.

WIR LIEBEN SCHON …

Wir haben unser Liebe-Sein nur bisher vor uns selbst NICHT anerkannt und NICHT wertgeschätzt. Dies können wir nun nachholen …

Und dann dürfen wir ERLAUBEN, dass sich unsere Lebensumstände GANZ VON ALLEINE so zum Guten hin verändern/wandeln DÜRFEN, dass wir uns WOHL fühlen, dass wir LACHEN und Tanzen. Und dass wir wahre Freude an unserem Liebe-Sein erleben/erfahren …

WIR brauchen uns NICHT zu ändern …
WIR LIEBEN SCHON …
WIR SIND SCHON LIEBE …

Nur die anderen wertschätzen uns als Liebe ebenso wenig wie wir uns selbst …
Die anderen spiegeln uns unsere eigene Geringschätzung gegenüber unserem eigenen Liebe-Sein.

In dem Maße, wie wir uns selbst für unser Liebe-Sein LIEBEN, wertschätzen und anerkennen, MÜSSEN die anderen uns unseren eigenen inneren Wandel spiegeln. Es KANN nach den universalen Gesetzen gar nicht anders sein.

Wir brauchen also auf NICHTS im Außen zu warten.
Wir können JETZT IN UNS anfangen, uns selbst in unserem LIEBEN und Liebe-Sein zu lieben, zu achten und wertzuschätzen.

Alles weitere ergibt sich dann ganz von alleine in genau dem Tempo, wie wir uns selbst ALS LEBENDIGE LIEBE würdigen, anerkennen, hochachten und liebevoll umarmen …



Donnerstag, 30. Januar 2020
DAS ERSCHAFFEN ERSCHAFFEN
Es geht jetzt also darum, zu zeigen, wie wir das Erschaffen erschaffen. Das ist erstens ganz einfach und zweitens können wir es schon. Wir machen es drittens sowieso schon unser Leben lang. Der einzige Unterschied besteht jetzt darin, dass wir bisher unbewusst erschaffen haben und jetzt unsere Fähigkeit aktivieren, BEWUSST zu erschaffen.

Mit unbewusst Erschaffen ist gemeint, dass wir unser Leben so leben, wie wir es eben leben. In unserem Kopf ist die CD eingelegt, und sie spielt automatisch immer wieder das gleiche, alte Lied. Wir haben es schon hunderttausendmal gehört, und es hängt uns zum Hals raus. Deswegen liest Du ja jetzt diese Worte. Unserem Unterbewusstsein gelingt es jedoch mit einer beeindruckenden Zuverlässigkeit, nichts zu verändern. Obwohl wir es, also unsere Lebensumstände, gerne verändern möchten, gibt es etwas in uns, das alle Erfolge verhindert. Und das ist doch großartig. Wir haben in uns also sehr starke Kräfte, die noch viel stärker sind als unser Wille. Und diese Kräfte wirken in uns.

An dieser Stelle sollten wir NICHT beurteilen, wie sie wirken, sondern wir sollten nur erkennen/anerkennen, dass sie wirken und mit welcher Macht, Stärke, Autorität, Kraft und Zuverlässigkeit sie wirken. Wir dürfen erkennen, wertschätzen und achten, dass sie wirken. Sie stehen da wie der Fels in der Brandung und ziehen ihr Ding durch. Was für eine Kraft. Was für eine Power. Was für eine enorme Entschlossenheit. Und diese riesige, große Kraft, Macht und Entschlossenheit, das alles sind WIR!

Nur leider ist derzeit noch unser Negativ-Modus, beziehungsweise unser Gefahren-Abwehrmechanismus-Programm aktiviert. Im Moment ist es so, dass wir mit unseren Wünschen, Hoffnungen, Sehnsüchten und unserem Willen gegen diese Kräfte arbeiten.

Es hat irgendwann einmal in diesem oder in früheren Leben eine oder mehrere traumatische, existenziell bedrohliche Situationen gegeben, in denen war die automatische Aktivierung unseres Abwehrprogramms überlebenswichtig. Möglicherweise haben wir damals sogar ein (heiliges) Versprechen abgegeben, das nun in Form eines Glaubenssatzes fortbesteht und uns unbewusst führt, lenkt und leitet. Und zu allem Überfluss hat unser System leider noch nicht bemerkt, dass die Gefahr inzwischen vorüber ist. Unser System, genauer gesagt unser Nervensystem, kämpft immer noch dagegen, gegen den Feind, gegen die Gefahr, gegen die existenzielle Bedrohung. Und es wird Zeit, dass wir unserem Nervensystem mitteilen, dass die Gefahr vorüber ist und dass die Trauma-Aufarbeitung beginnen kann.

Es ist allerhöchste Zeit für ein System-Update.

Also: „Liebes System, ich erkenne jetzt, hier und heute, dass ich in Sicherheit bin. Ich bin jetzt körperlich, geistig und seelisch keiner äußeren Gefahr mehr ausgesetzt. Und ich bin bereit, all meine Kraft für die Aufarbeitung der schlimmen Situation, die jetzt vorbei ist, einzusetzen.“

Was meinst Du: Wie wäre es denn, wenn Du jetzt nicht mehr gegen die im Autopilot-Betrieb laufenden Abwehrmechanismen arbeiten würdest, sondern mit ihnen zusammen an einem Strang ziehst?! Das wäre doch der Kracher! Ihr könntet im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen.

Dein Wille, Deine Wünsche, Deine Hoffnungen und Deine Sehnsüchte sind stark, sehr stark sogar, denn Du hast heftige Lebenssituationen intuitiv souverän bewältigt. Du fühlst in Dir einen großen, starken Wunsch nach Veränderung. Du weißt, was Du willst!

Wir müssen uns nur ehrlicherweise eingestehen, dass da etwas in uns ist, das noch stärker ist als unser starker Wille. Beides zusammen genommen ist dann die absolute Mega-Power. Solange diese Kräfte jedoch gegeneinander arbeiten, kommt unter dem Strich nichts, null, niente dabei heraus. Erst, wenn es uns gelingt, diese beiden Kraftpotenziale in Übereinstimmung miteinander zu bringen, sodass sie kohärent miteinander arbeiten, dann gibt es echt kein Halten mehr. Da wor ganz sicher sein!

Den vorliegenden, offensichtlichen Widerspruch, das offensichtliche Gegeneinander, bringen wir nun auf einen ganz einfachen Nenner:

Unser Denken und unser Fühlen sind entgegengesetzt.
Unser Dein Kopf will das eine.
Und unser Bauch (beziehungsweise unser Herzensfeld) will etwas anderes.

Und – klar – was kann anderes daraus entstehen, als eine Patt-Situation. Eins zu Eins unentschieden. Und nichts geht voran.

Wie kommen wir da nun raus?

Wie kommen wir da nun LEICHT heraus?


Weiter geht es mit dem Beitrag „Denken und Fühlen in Einklang bringen“ …



DENKEN UND FÜHLEN IN EINKLANG BRINGEN (mit drei Achtsamkeitsübungen)
Der erste Schritt ist, dass wir es uns bewusst machen: Unsere Aufmerksamkeit schärfen, unsere Achtsamkeit steigern, nach innen horchen und uns unserer Bewusstheit bewusst sein. Und unsere Position/Haltung verändern: NICHT die Gedanken sein und NICHT die Gefühle sein, sondern die Gedanken und Gefühle von einer höheren Warte aus beobachten. Wir gehen bewusst in unser Über-Ich.

Solange wir uns mit unseren Gedanken identifizieren, SIND WIR unsere Gedanken. Und solange wir uns mit unseren Gefühlen identifizieren, SIND WIR unsere Gefühle.Und dann werden wir krank. Dann erleiden wir eine Entzündung, zum Beispiel Fieber, weil sich in uns ein innerer Konflikt entzündet. In uns ist Kampfgebiet. In uns herrscht ein Kriegszustand. Wir kämpfen gegen uns selbst. Wir als unsere Gedanken kämpfen gegen uns als unsere Gefühle. Und egal, wer gewinnt, wir werden auf jedenfall auch gleichzeitig verlieren, weil wir einer von beiden SIND in unserer bisherigen, alten Identifikation.

Allergien und Autoimmunerkrankungen haben hierin ihren Ursprung. Wir kommen aus diesem Dilemma nur raus, wenn wir unsere Identifikation, unser Empfinden ich-bin-meine-Gefühle und ich-bin-meine-Gedanken auflösen und uns ÜBER diese Identifikation erheben.

Wir sind der Beobachter!
Wir sind der Observer.
Wir sind das Höhere ICH.

Wir sind nicht in den Konflikt verstrickt, sondern wir sind Betrachter und Zuschauer. Wir sitzen auf der Tribüne. Wir sitzen im Theater auf dem Rang und schauen uns das Theaterstück, das unsere Gefühle und unsere Gedanken aufführen, ‚aus der Ferne‘ an.

Dies ist ein sehr leichter Weg, aus unserem Sumpf herauszukommen. Wir ziehen uns quasi wie der Baron von Münchhausen an unseren eigenen Haaren aus dem Sumpf. Und – es geht! Es funktioniert. Es klappt. Es klappt ganz leicht ohne Anstrengung, ohne Übung, ohne hartes Training – einfach jetzt.


ÜBUNG 1: ICH BIN WAHRNEHMENDES BEWUSSTSEIN

Wir machen hierzu jetzt eine Übung. Du liest einfach weiter und gleichzeitig machst Du jetzt eine Übung.

Also … Du gehst jetzt in Dein Höheres ICH.
Wie Du das machst?
Ganz einfach, Du schaust Dir selbst beim Lesen dieser Worte zu.
Und das geht so …

Du nimmst einfach wahr, wie Du hier, wo Du sitzt, sitzt. Du nimmst JETZT einmal bewusst wahr, wie Dein Handy in den Händen hältst (oder wie Du auf den Bildschirm von Deinem Laptop schaust). JETZT nimmst Du wahr, wie Dein Körper auf dem Stuhl oder auf dem Sessel sitzt oder auf der Unterlage oder im Bett liegt. Merkst Du, dass es ganz leicht ist, diese Worte zu lesen und im Hintergrund etwas anderes wahrzunehmen. Es geht gleichzeitig.

Und JETZT satteln wir da noch einen drauf.
Du liest dieseWorte (1).
Du nimmst wahr, wie Du Dein Handy hältst (auf den Bildschirm schaust) (2).
Du spürst Deinen Körper auf der Unterlage (3).
Und Du wirst Dir des Raumes oder der Umgebung um Dich herum gewahr (4)
und zwar mit Hören (4a) und Riechen (4b) und Sehen (4c).

Und JETZT kannst Du, während Du hier liest, zwischen diesen Wahrnehmungen beliebig hin und her springen. Das ist ganz leicht.
Du spielst damit und gehst jetzt ins Hören …
Und jetzt ins Riechen …
Und jetzt ins Sehen …
Und jetzt nimmst Du wahr wie Du liest …
Und jetzt nimmst Du wahr, wie Dein Handy hältst (auf den Bildschirm schaust)…
Und jetzt nimmst Du Deinen Körper auf der Unterlage wahr …
Und jetzt springst Du hin und her zum Hören, Riechen, Sehen, Lesen, Handy halten, Display anschauen, Unterlage spüren, Sehen, Lesen, Hören, Unterlage spüren, Riechen, Buch halten …

Und JETZT denkst Du aus Spaß an Dein Auto und stellst es Dir vor Deinem inneren Auge vor (5).
Und JETZT denkst Du an Dein Fahrrad und stellst es Dir vor Deinem inneren Auge vor (6).
Und JETZT denkst Du an Deine Küche und stellst sie Dir vor Deinem inneren Auge vor (7).
Und JETZT denkst Du an etwas Schönes, zum Beispiel, dass Du draußen bist und das schöne Wetter und die Sonne genießt (8).
Und JETZT denkst Du einfach mal an LICHT. Stell Dir innerlich sonniges, warmes, angenehmes Licht vor (9).
Und JETZT spürst Du einmal ganz bewusst, in welcher Schwingung Dein Körper gerade JETZT schwingt. Leicht, angenehm, warm, zufrieden, friedvoll, liebevoll, freudvoll, wohltuend (10).

Bade und schwelge ein bisschen in diesem Gefühl, in dieser Schwingung.
Lass sie Dir auf der Zunge zergehen und fühle diese angenehme, wohltuende Schwingung mit jeder Zelle Deines Körpers. Verinnerliche und verliebe Dich in diesen schönen Seins-Zustand (11).

Und JETZT switcht Du noch einmal lustig durch alle Programme:
Worte lesen, Handy bewusst halten, Display anschauen, auf der Unterlage bewusst sitzen, sich des Raumes oder der Umgebung gewahr sein mit Sehen, Hören und Riechen, dann Dein Auto, Dein Fahrrad, Deine Küche und schließlich die schöne, warme Sonne und LICHT vor Deinem inneren Auge.

Und jetzt verrate ich Dir etwas Überraschendes: Du bist soeben ins SEIN eingetreten. Ja, so leicht, so einfach ist das! Das ist einer der Schritte des Erwachens. So leicht, so einfach, so schön ist das. Und hier kommt der Beweis: Denn Du hast soeben beim Durchführen dieser Übung alle Sorgen und Probleme, Deine ‚normalen‘ Gedanken, Dein persönliches Gedanken-Karussell und vor allem Raum und Zeit vergessen! Du hast Dich ‚außerhalb der (dinglichen) Welt‘ bewegt. Du bist wahrhaftig eingetreten in den Raum wahrnehmenden Bewusstseins jenseits von Gedanken. Natürlich hattest Du Gedanken, aber Du hast nicht Deine Gedanken gedacht. Du hast sowieso überhaupt nicht gedacht, sondern Du hast einfach nur wahrgenommen.

Du hast also soeben den Zustand bewussten Gewahrseins erlebt und erfahren.
So leicht, so einfach, so simpel ist das!
Und Du kannst es jederzeit wiederholen – mit und ohne Meditationsmusik …

Und es ist ziemlich unspektakulär, wie Du bemerkt hast.
Es ist eigentlich ganz normal.
Ja, und das ist es auch.

Das muss es auch sein, denn Gott hat überhaupt kein Interesse daran, uns ‚schwere Aufgaben‘ zu stellen. Das Leben soll leicht sein, und das ist es auch. Schwer sind lediglich unsere Gedanken über das Leben.


ÜBUNG 2: ATEMÜBUNG 1

Und jetzt kommt auch schon gleich eine zweite Übung, ein zweites kleines Experiment. Der Einstieg ist der gleiche … Weil es so gut geklappt hat, machen wir es nochmal.

Du switcht JETZT noch einmal lustig durch alle Programme: Die Worte weiterlesen, bewusst darauf achten, wie Du das Handy hältst (wie Du auf den Bildschirm schaust), wahrnehmen, wie Du auf der Unterlage sitzt, des Raumes oder der Umgebung um Dich herum gewahr sein mit Sehen, Hören und Riechen, dann stellst Du Dir Dein Auto vor, Dein Fahrrad, Deine Küche und schließlich die schöne, warme Sonne und LICHT vor Deinem inneren Auge.

Und JETZT schwelgst Du noch einmal richtig hingebungsvoll in diesem angenehmen Gefühl … Du spürst, wie Du Dich spürst und Du fühlst, wie gut es sich anfühlt, so gut und so angenehm verbunden und in Kontakt mit Dir zu sein.

Atme einmal ganz in Ruhe schön tief ein, und wenn Du so richtig schön ganz voll Luft und Sauerstoff und Lebensenergie bist, dann atmest Du aus und lässt die Luft wieder aus Dir heraus strömen …

Und dann atmest Du noch einmal ganz in Ruhe schön tief ein, liest dabei weiter, und wenn Du so richtig schön ganz voll Luft und Sauerstoff und Lebensenergie bist, dann atmest Du aus und lässt die Luft wieder aus Dir heraus strömen …

Fühle und spüre mal, wie es Dir JETZT in Diesem Moment, genau JETZT, geht …
Werde und sei Dir Deines emotional-körperlichen JETZT-Zustandes ganz bewusst, sodass Du sagen kannst: Ja, ich bin mir meiner Selbst ganz gewahr, und es fühlt sich genau so an, wie es sich JETZT anfühlt. Das fühle und spüre ich ganz klar, auch ohne dass ich dafür extra Worte bräuchte. Wunderbar …!


ÜBUNG 3: DER SCHMETTERLING

Und nun schließen wir an diesen Zustand das nächste Experiment an. Du liest einfach weiter und die Worte führen Dich durch die Übung.

Von Deinem momentanen Zustand ausgehend führen, lenken und leiten die Worte Dich jetzt durch eine kleine, kurze Traumreise. Du brauchst dafür nicht Deine Augen zu schließen. Du stellst Dir einfach parallel zum Lesen der geschriebenen Worte Deine inneren Bilder vor.

Als Erstes ‚gehen wir‘ auf eine schöne Blumenwiese. Es ist ein schöner Sommertag. Am Himmel ziehen leichte Sommerwolken dahin. Wenn Du Deine Ohren spitzt, kannst Du sogar das Summen der Bienen hören. Auf einem Baum singt ein Vogel sein Lied. Ein anderer Vogel zwitschert lustig, und von irgendwo scheint ein weiterer Vogel zu antworten. Und überhaupt scheint die ganze Luft mit lauter fröhlichem Vogelgezwitscher erfüllt zu sein.

Direkt vor Dir flattert ein bunter Schmetterling vorbei. Du schaust ihm gedankenverloren nach. Er ist so schön. Er ist so farbenfroh. Er ist so leicht. Er ist so anmutig. Er ist ein kleines Wunder der Natur. Du spürst seine Leichtigkeit und Lebensfreude in Dir.

Etwas in Dir flattert auch so leicht und schön durchs Leben. Und dieses Etwas in Dir möchte sehr gerne mehr von dieser Leichtigkeit und Lebensfreude haben und leben. Etwas in Dir möchte auch wie ein Schmetterling über die Blumenwiese flattern und den süßen Nektar des Lebens in sich aufnehmen.

Verträumt stellst Du Dir vor, wie Du ein Schmetterling BIST und die Leichtigkeit des Seins auf der schönen Blumenwiese erfährst.
Der Schmetterling flattert vor Dir hin und her und auf und ab.
Und JETZT flattert er um Dich herum.
Du schaust ihm hinterher.
Dein Blick folgt seiner Bahn durch die warme Sommerluft.

Und wie Du Dich umdrehst und nach hinten schaust, siehst Du plötzlich und völlig überraschend mit einem Male Deine Mutter hinter Dir stehen …


WAS VERÄNDERT SICH?

Verändert sich etwas?
Verändern sich Deine Gefühle?
Nimm diese Veränderung einfach nur ganz bewusst wahr.
Falls es ein Gegensatz sein sollte, nimm diesen Gegensatz klar und deutlich wahr.
Beobachte ihn einfach.

Falls es mit Deiner Mutter noch leichter und noch schöner ist, nimm dies bewusst wahr. Einfach beobachten und wirken lassen …

Wenn Du magst, kannst Du Dir jetzt zu diesem Erlebnis ein paar Notizen aufschreiben. Lege Dein Handy/Laptop für einen Moment zur Seite. Sammle Dich und Deine Gedanken und Gefühle und schreib einfach auf, wie es Dir geht und was Dir so durch den Kopf geht. Nimm Dir ruhig Zeit dafür …


ICH LADE ALLE GEFÜHLE ZU MIR EIN …

Wenn Du magst, kannst Du alle Gefühle und Gedanken, die mit dieser Erfahrung hochgekommen sind, zu Dir in Dein inneres Haus/Schloss einladen und ihnen den Weg zur Transformation eröffnen. Heiße alle Gedanken und Gefühle einfach liebevoll willkommen. Sie sind ja ohnehin jetzt da. Sie sind jetzt in Dir präsent. Also sag ruhig Hallo zu ihnen.

„Hallo, herzlich willkommen! Ihr dürft eintreten. Ihr dürft Euch stärken und essen und trinken und tanzen und lachen fiderallala. Und wenn Ihr satt und zufrieden seid, dann ist dort drüben die Goldene Tür. Dort ist Euer Weg hin zu den Bussen, die dann zur Transformationsfabrik fahren. Es ist die Tür und der Weg für Eure Heimkehr, Eure Befreiung, Eure Erlösung. Ich lade Euch von Herzen ein, dass Ihr Euch selbst dieses Geschenk macht und freue mich mit Euch.“

Und mit dem Lesen dieser Zeilen ist es schon geschehen!
So einfach ist es.
Fertig!

Du brauchst nichts weiter zu tun.
Es ist schon getan.
Es ist soeben geschehen und vollbracht.

. . .

Noch eine kleine Anmerkung von mir.
Falls ich Dich mit Deiner Mutter ‚unangenehm‘ überrascht habe, so bitte ich vielmals und ausdrücklich um Entschuldigung und um Verzeihung. Ich wollte Dich natürlich nicht erschrecken oder schocken, sondern bereichern. In diesem Sinne bitte ich Dich also um Vergebung. Meinen Anteil der Selbstvergebung praktiziere ich parallel hierzu.



DAS RESONANZGESETZ TEIL 2
Warum haben wir uns mit der Transformation unserer Gefühle überhaupt beschäftigt? Warum ist das so wichtig?

Das Resonanzgesetz besagt ja: Gleiches zieht Gleiches an. Das bedeutet, wenn und solange wir niedrig schwingende Gefühle, sprich Energien, in unserem Haus unter dem Teppich gekehrt liegen haben, solange ziehen wir unbewusst gleich schwingende Lebensereignisse an. Es ist uns leider nicht möglich, nur schöne Lebensereignisse anzuziehen allein dadurch, dass wir die negativen Gefühle unter den Teppich kehren und die Augen vor ihnen verschließen. Das universale Schwingungsfeld spürt trotzdem, was da bei uns unter dem Teppich liegt. Und das universale Schwingungsfeld weist uns dann anfangs ganz dezent, und wenn wir nicht hören wollen mit immer drastischeren Maßnahmen bis hin zu Katastrophen, darauf hin, dass wir da noch einen „blinden Passagier“ mitfahren haben.

Warum ist dieses Vorgehen vom Universum nicht nervig, sondern sinnvoll? Weil es das Ziel ist, dass letzten Endes wir selbst als Körper-Geist-Seele-System wieder heimkehren ins LICHT. Davon ist die Rede, wenn Menschen vom Erwachen oder vom Erleuchtet sein sprechen. Und wir können mit unserem Körper-Geist-Seele-System natürlich erst dann ins LICHT heimkehren, wenn wir ‚alle Aufgaben erfüllt‘ haben.


DAS KINDERFEST DES LEBENS

Was bedeutet das, ‚alle Aufgaben erfüllt haben‘? Das ist wie bei einem Kinderfest. Vielleicht kennst Du das noch. Beim Kinderfest (Grundschule oder Stadtteilfest oder Gemeindefest) sind immer viele lustige Spielstationen für die Kinder aufgebaut. Und die Kinder bekommen dann eine Laufkarte. Mit der Laufkarte gehen sie nacheinander zu allen Spielstationen und spielen sie. Wenn sie die Spielstation gespielt haben, gibt der Spielstation-Betreuer auf der Laufkarte einen Stempel oder macht einen Haken. Und genau so ist das auch mit uns. Wir haben, als wir uns als Seele gemeldet haben, dass wir auf die Erde wollen, eine Laufkarte SELBST erstellt, welche Spiele wir spielen und vor allem welche Gefühle wir erleben und fühlen wollen. Und solange wir uns weigern, einzelne Gefühle in Liebe anzunehmen, müssen wir diese Spielstation immer nochmal und nochmal spielen, bis wir JA sagen. Erst wenn wir mit Freude und Dankbarkeit JA sagen, bekommen wir unseren Haken auf unserer Laufkarte.


ERSCHAFFER UND SCHÖPFER SEIN

Beim Studium der umfangreichen Literatur mag sich für den ein oder anderen herauskristallisieren, dass wir selbst Erschaffer und Schöpfer unseres Lebens sind. Doch ist dies wirklich so? Und wie funktioniert dieser Prozess des Erschaffens eigentlich tatsächlich?

Da gibt es sehr unterschiedliche Ansichten, Haltungen, Überzeugungen und Modelle. Die Wahrheit muss sicherlich jeder selbst für sich herausfinden …

Die Anfangsfrage ist natürlich: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Und was bedeutet dies, wenn wir es auf unsere schöpferischen Kräfte übertragen? Was ist zuerst da, die Welt, in der wir leben oder unsere Gefühle oder unsere Gedanken oder noch etwas ganz anderes? Oder anders ausgedrückt: Was ist zuerst da? Verursachen unsere Lebensumstände unsere Gedanken/Gefühle oder verursachen unsere Gedanken und Gefühle unsere Lebensumstände?

Etwas, das immer da ist und da war von Anbeginn der Zeit bis zum Ende der Zeit (wobei ich mir im Klaren darüber bin, dass diese Aussage Quatsch ist, denn es gibt keine Zeit im Sein), das ist die göttliche oder die universale LIEBE, als die alles überdauernde Ur-Energie des Seins. Das bedeutet, alles, was ist und alles, was jemals sein wird, ist aus LIEBE entstanden und wird wieder zu LIEBE und LICHT werden.

In der Quantenphysik geht man davon aus, dass alle Ereignisse bereits existieren. Man kann es sich so vorstellen, dass Gott einen Super-Hyper-Computer besitzt und wahnsinnig viel Spaß am Programmieren hatte. Und als ‚IT-Fachmann‘ erster Güte hat Gott ALLE möglichen und unmöglichen Ereignisse programmiert, also erschaffen, und diese dann auf eine Super-Mega-Maxi-CD gebrannt. Und jeder Mensch bekommt mit seiner Geburt, nein, mit seiner Zeugung, eine solche Super-Mega-Maxi-CD gratis als Willkommensgeschenk frei Haus mit auf seinen Lebensweg gegeben.

Nun sind nicht alle Menschen gleichermaßen Technik begabt und nicht alle Menschen wissen, was sie mit dieser CD machen sollen, wo sie sie einlegen sollen, wie sie sie abspielen und wo die Fernbedienung versteckt ist, beziehungsweise wo denn die Batterien für die Fernbedienung abgeblieben sind. Auf jeden Fall haben wir so eine CD, und es ist unser freier Wille, welchen Track wir heute abspielen. Und wir könnten ganz nach Lust und Laune auch ‚ein anderes Lied hören‘ (oder ein anderes „Computerspiel spielen“), aber dazu müssten wir wissen, wie das mit dem Zappen funktioniert.

Und dann kommt noch ein weiteres Phänomen dazu: Wir kennen es alle. Du sitzen wir abends vor dem Fernseher, und wir wissen, dass das, was wir uns da gerade anschauen, Müll ist. Und wir müssen es trotzdem bis zum Ende anschauen, weil wir es nicht schaffen, vorher auszuschalten oder das Programm zu wechseln.

Genauso ergeht es uns auch mit unserer CD, die wir von Gott geschenkt bekommen haben. Wir schaffen es einfach nicht, mal ein anderes Lied abzuspielen. Erschwerend kommt hinzu, dass, wenn und solange wir uns als Opfer fühlen, wir uns machtlos unseren Lebensumständen ausgeliefert fühlen. Mit dem ‚die Gefühle rein lassen‘ und ‚die Fremdgefühle zur Transformationsfabrik leiten‘ können wir jetzt schon leicht das Gefühl von Opfer sein einfach willkommen heißen. Es darf zu uns reinkommen, sich stärken und essen und trinken fiderallala, und dann geht es durch die Goldene Tür zu den Bussen zur Transformationsfabrik.

Und alle Freunde und Kumpels von dem Gefühl Opfer sein, wie Minderwertigkeit, Kleinheit, Schuldgefühle, Angst, etwas falsch zu machen, Unsicherheit, Traurigkeit, Sorgen, Befürchtungen und so weiter, machen gleich mit. Wir müssen uns also eine Grundkompetenz und Grundbefähigung aneignen, in unserem Leben etwas zu sagen zu haben, sprich, Gefühle bewusst einlassen und willkommen heißen und selbstbewusst und eigenverantwortlich den Track