Freitag, 15. Februar 2019
Wie funktionieren eigentlich unsere Selbstblockaden?
Der Mensch ist Ego UND Herzensfeld. Wir sind ZWEI. Und diese beiden „ticken“ genau entgegengesetzt. Für unser Herzensfeld ist SEIN die reinste Wonne. Für unser Ego bedeutet „einfach nur zu sein“ pure Langeweile - ja den Tod. Unser Ego muss immer etwas um die Ohren und auf dem Zettel haben. Es verfolgt Ziele und muss immer etwas vorhaben. Schon unsere Kinder fragen uns als Eltern: „Mama, was soll ich tun? Papa, was kann ich machen? Ich langweil mich so!“

Hierüber hinaus sind für unser Ego „haben wollen“, Ziele erreichen, etwas brauchen, Besitz, Hab und Gut, Status, Ruhm und Ehre sehr wichtig im Leben. Für unser Herzensfeld bedeutet all dies nichts, denn es sind nur Formen, die wir eh eines Tages wieder verlieren und loslassen müssen. - Ja …, zum Erfahrungen machen sind diese Formen natürlich gut, klasse, sinnvoll und bestens geeignet. Doch unserem Herzensfeld geht es dabei eben NICHT um die Formen als solche, sondern allein um die Gefühle, die wir HINTER den Formen fühlen.

Nun stehen in unserem Leben immer wieder Entscheidungen an. Wir müssen uns FÜR oder GEGEN „etwas“ entscheiden. Und IMMER, wenn wir uns entscheiden, entscheiden für uns FÜR das eine und zugleich GEGEN das andere. Selbst wenn wir im Wald spazieren gehen und an eine Wegkreuzung mit fünf Wegen kommen, können wir nur EINEN Weg tatsächlich gehen. Die anderen vier Wege gehen wir (jetzt) NICHT!

Und so entscheiden wir uns für EIN Haus in dem wir wohnen, für EINEN Partner, den wir heiraten. Wir haben EINE Arbeit, der wir nachgehen und es ist EINE Tätigkeit, die wir JETZT in diesem Moment ausüben. Ganz gleich FÜR was wir uns entscheiden, wir entscheiden uns immer FÜR EINE Sache und zugleich GEGEN alles andere.

Wie kommt es nun, dass einige Menschen sich partout NICHT entscheiden können? Sie stehen wie der Esel zwischen zwei Heuhaufen und verhungern schier in der Mitte. Sie kriegen nichts gebacken und kommen einfach nicht in die Pötte. Kaum haben sie sich für das eine entschieden, bemerken sie, dass sie sich GEGEN das andere entschieden haben und revidieren ihre Entscheidung. Sie heben das, was sie gerade entschieden haben, selbst wieder auf. Da sind KEIN Fortschritt, KEINE Entwicklung und KEINE Zufriedenheit möglich.

Doch warum ist dies so? Weshalb entsteht dieses Phänomen überhaupt?

Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir noch eine weitere Ebene mit in Betracht ziehen nämlich, nach welchen Kriterien wir uns überhaupt für das eine oder andere entscheiden. Und hierbei ist von zentraler Bedeutung: Entscheiden wir uns aus unserem Ego heraus oder treffen wir unsere Entscheidung aus der Energie und dem Impuls unseres Herzensfeldes?

Unser Ego repräsentiert hierbei alle die in unserer Kindheit erlernten Muster, Prägungen, Glaubenssätze, Konditionierungen, Vorstellungen, Automatismen, Abwehrmechanismen, Moralvorstellungen, Erwartungen, (heiligen) Versprechungen, Regeln und Normen. Dies ist unsere Wahrheit für uns als Ego-Mensch, für uns als „ICH“, als Person, als Körper, als Mensch mit einem Namen, als ICH mit unserer Geschichte und unserer Identifikation, mit dem Bild, das wir (und die anderen) von uns haben. Und diese Ego-Wahrheit (er)kennt ganz klar „richtig“ und „falsch“, denn es ist all das „richtig“, was wir als Kind als „richtig“ gelernt haben und was zu dem von uns Erlernten passt. Richtig ist, so wie wir es seit Kindertagen gewohnt sind.

Die Energie unseres Herzensfeldes hingegen ist NICHTS Gelerntes. Unser Herzensfeld repräsentiert die Energie sowie die Wahrheit der universalen Liebe. In ihm wohnt unser Inneres Kind mit seinen Wünschen und Bedürfnissen. Hier begegnen wir unserer Selbstliebe. Hierbei ist die Wahrheit unseres Herzensfeldes, unserer Seele und unserer Selbstliebe eine vollkommen andere als die Wahrheit unseres Ego. Was für unser Inneres Kind „richtig“ ist, fühlt sich für unser Ego total „falsch“ und völlig daneben an. Und was sich für unser Ego „richtig“ anfühlt, ist häufig für unser Inneres Kind in unserem Herzensfeld einfach verkehrt, unpassend und total daneben.

Und hier können wir jetzt auch schon den Grund erkennen, weshalb sich einige Menschen immerzu NICHT entscheiden können: Wenn sie sich so entscheiden, dass es für ihr Ego „richtig“ ist, dann bemerken sie im nächsten Augenblick, dass es sich für ihr Herz „falsch“ anfühlt. Und wenn sie sich dann anders entscheiden, sodass es sich für ihr Herz „richtig“ anfühlt, dann bemerken sie im nächsten Moment, dass ihr Ego meutert und dass sich die Entscheidung für ihr Ego „falsch“ anfühlt. Und ganz gleich wie sie sich verhalten, es fühlt sich IMMER für den einen „richtig“ und für den anderen „falsch“ an.

Um hier eine Lösung zu finden, müssen wir schauen, was die Ursache für dieses wankelmütige Verhalten ist. Und die Ursache ist, dass diese Menschen ihren Fokus NICHT halten (können). Sie halten ihren Fokus NICHT auf EINEM Energiefeld: Ego ODER Herzensfeld. Ständig wechseln sie mit ihrem Bewusstsein (mit ihrer Aufmerksamkeit, mit ihrem Fokus) hin und her. Sie bleiben sich selbst NICHT treu, sondern sehen ständig BEIDE - und wollen niemanden (Ego oder Herz) enttäuschen (und gucken dabei dann selbst in die Röhre).

Eine Lösung können wir für uns nur dann finden, wenn wir unser Bewusstsein, unsere Aufmerksamkeit (unseren Fokus) auf EINEM Energiefeld sicher halten und das andere Energiefeld lediglich im Gewahrsein haben. Wir müssen uns entscheiden, wer wir SEIN wollen: Ego ODER Herzensfeld. Wir können nur EINE Erfahrung zurzeit machen. Wir können NICHT gleichzeitig Autofahren und am Strand in der Sonne liegen. Wir können NICHT gleichzeitig ein Bild malen und einen Berg besteigen. Wir KÖNNEN nur EINE Erfahrung zurzeit machen.

Hierfür ist die Dimension Erde, unsere Dreidimensionalität mit Raum und Zeit erschaffen worden: Eine Erfahrung nach der anderen …

Dabei ist es egal (ja, es ist WIRKLICH EGAL), WELCHE Erfahrung wir machen, Hauptsache wir machen EINE Erfahrung. Hautsache wir fühlen ETWAS (na gut - auch das „KEINE Erfahrung machen“ ist natürlich eine Erfahrung. Diese Erfahrung ist jedoch NICHT von vitaler, frei fließender Lebensenergie durchdrungen, sondern von innerer Gefühllosigkeit und von Tod-sein. Somit machen wir lebendig die Erfahrung des leblos sein. Ein Leben der Negativität, des „Nein sagens“ und des „weg seins“, ohne dass wir dies bewusst bemerken).

Für uns als Menschen ist es wirklich nur wichtig, „etwas“ zu fühlen, Gefühle zu fühlen, unsere Lebendigkeit zu fühlen. WAS genau, das ist nachrangig. Es ist echt wurscht, ob wir dasjenige erfahren, was unser Ego erfahren möchte oder dasjenige, was unser Herz erfahren möchte. Wichtig ist, DASS wir ETWAS erfahren, DASS wir ETWAS FÜHLEN. WAS, das ist wirklich zweitgangig. DASS wir BEREITWILLIG FÜHLEN steht im Vordergrund.

Und selbst wenn wir Gefühle fühlen und dann mit diesen Gefühlen HADERN, so fühlen wir die Gefühle eben NICHT bereitwillig. Mit unserem Hadern sagen wir innerlich „NEIN“ zu den Gefühlen (die jetzt in uns schwingen). Und schon sind wir (ohne dass wir es bemerkt hätten) wieder innerlich tot, weg, leblos, ausgeschaltet, abgestellt und verdorren und verkümmern emotional. Uns durchdringt ein Gefühl der Gefühllosigkeit (das Basisgefühl einer jeden Depression). Unfreiwilliges Fühlen – ein Fühlen OHNE Bereitwilligkeit, OHNE „JA“, bringt nichts, hilft nichts, blockiert das Leben und verstopft unser System und behindert Entwicklung massiv. Unser „Nein“, unser Hadern (beim Fühlen) blockiert unsere Gesundheit sowie unsere Lebensfreude und manifestiert weitere Probleme, Blockaden, Krankheit, Konflikte und Ärger. Denn wir können nur dasjenige in unser Leben anziehen, wie wir bereits JETZT schwingen. Gleiches zieht Gleiches an. „Nein“-Energie zieht mehr hiervon, mehr Negativität an.

Nur indem wir bereitwillig und „Ja“-sagend FÜHLEN, sind wir lebendig. Wer nicht fühlt ist innerlich leblos und tot. Wer „NEIN“ zum Fühlen sagt, durch den KANN KEINE Lebensenergie fließen. Es findet keine Entwicklung statt. Es geschieht KEIN Wachstum. Wir stoppen unseren eigenen Reifungsprozess. Wir blockieren komplett unser Lebendigsein. Wir verdorren und verkümmern bei „lebendigem“ Leibe.

Unsere Selbstblockade basiert also darauf, dass wir es „allen“ recht machen wollen: Ego UND Herzensfeld, den anderen UND uns selbst. Dies KANN NICHT funktionieren. Einer MUSS in die Röhre gucken, denn JEDE Entscheidung ist ein Scheide-Weg und „etwas scheidet aus“!

Sehr wirksam ist unsere Selbstblockade, indem wir mit unserem Fokus ständig hin und her switchen zwischen uns und den anderen, zwischen unserem Herzensfeld und den Erwartungen der anderen (Egos). JEDES Mal wenn wir uns für „etwas“ entschieden haben verändern wir unsere Wahrnehmung, unseren Fokus, unser Bewusstsein, schauen zu dem anderen Aspekt hinüber (zum Gegenpol) und kommen dann logischerweise zu einer vollkommen anderen Entscheidung. Hiermit ist niemandem geholfen, außer der Blockade.

Wir dürfen nun MUTIG sein und etwas Neues ausprobieren. Wir dürfen mutig sein und für EINEN Standpunkt die Verantwortung übernehmen. DIES dürfen wir nun NEU erfahren! Wie fühlt es sich an, uns selbst treu zu bleiben und den Fokus bei uns zu behalten? Wie kommen wir damit klar, lediglich in unserem Gewahrsein wahrzunehmen, dass der andere mit unserer Entscheidung unzufrieden ist?

Das Leben ist wie eine Waage mit zwei Waagschalen. Eine Waagschale steht für Negativität und die andere für Positives. In JEDER Situation unseres Lebens ist IMMER BEIDES enthalten. Die Waage des Lebens MUSS IMMER gleichzeitig und parallel gleichstark negativ UND positiv befüllt werden, sonst hängt sie schräg. Unsere Aufgabe ist es, HIERZU jetzt „JA“ zu sagen. DANN können wir Negatives leichter annehmen und akzeptieren.

Im Grunde genommen brauchen wir uns niemals FÜR etwas entscheiden, sondern wir brauchen nur zu gucken, welche Negativität wir billigend in Kauf nehmen und bereitwillig akzeptieren. Wir können unser „JA“ zum JA nur dann genießen, wenn wir auch zu unserem „Nein“ aus tiefster Seele (und mit ganzem Herzen) „JA“ sagen können. Es ist einfach so, dass wir unser „JA“ zum JA nur dann genießen können, wenn wir auch mit dem „NEIN“, das ja nunmal gleichzeitig auftaucht, ein GUTES Gewissen haben. Dies wird zum Beispiel deutlich bei unserer Partnerwahl: Da entscheiden wir uns FÜR EINEN Menschen und es ist für uns vollkommen ok, uns gleichzeitig GEGEN alle anderen zu entschieden.

Nur wenn es für uns vollkommen OK und in Ordnung ist, woGEGEN wir uns entscheiden, nur dann KÖNNEN wir unser „JA“ auch tatsächlich genießen.

Solange wir mit unserem „NEIN“ (bzw. woGEGEN wir uns entschieden haben) hadern, solange werden wir unser „JA“ (woFÜR wir uns entschieden haben) NICHT in vollen Zügen genießen KÖNNEN. Diesen Schmerz liebt dann wiederum unser Ego, das seinen Ego-Schmerzkörper mit dieser Energie füttern und nähren kann. Und hier sollten wir uns vielleicht nun einmal fragen: Wen wollen wir nähren: Ego oder Herz? Wollen wir weiterhin unseren Ego-Schmerzkörper nähren? Oder wollen wir uns an der Liebe unseres Herzensfeldes ergötzen und erfreuen? Wollen wir erlauben, dass unsere Herzensfeld-Liebe sich weiter ausdehnen darf? Wenn JA, dann sollten wir unseren Fokus bei unseren Entscheidungen auf unserem Herzensfeld ruhen haben und DORT auch sicher belassen.

Wir sollten unser Bewusstsein (unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus) bei unserem Inneren Kind mit seinen Wünschen und Bedürfnissen haben, selbst wenn einige Egos dann lamentieren und zetern. Diesen Schmerz nehmen wir dann leidglich in unserem Gewahrsein wahr und können ihn leicht erlauben. Denn wir selbst fühlen uns in unserer Selbstliebe in/mit unserem Herzensfeld verbunden und pudelwohl …

„Ja, dies darf jetzt so sein …
Ja, ich erlaube mir neue Erfahrungen der Liebe …
Ja, ich treffe meine Entscheidungen jetzt neu und bewusst …“




Björn Geitmann
Buchautor „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
www.datgeitman.de/lichtschule
Schleswig, den 15.02.2019



Wie kann ich mein Leben erleichtern, sodass die universale Lebensenergie leicht fließt?
Viele Menschen suchen händeringend nach einer Lösung, wie sie ihr Leben erleichtern und die universale Lebensenergie leicht fließen lassen können. Hier jetzt die Lösung …

>> Ich erlaube mir, NUR Beobachter zu sein. <<

Ich entscheide mit meinem freien Willen: „Ich bin der Beobachter meines eigenen Lebens. Ich will NICHTS mehr. Ich will nichts mehr tun und nichts mehr haben, nichts mehr machen und nichts mehr erreichen. Das einzige, was ich tue, ist, BEOBACHTEN.

Ich erlaube, dass die universale Lebensenergie meinen Körper zu demjenigen benutzen/verwenden/gebrauchen darf, wozu die reine göttliche Liebe meinen Körper benutzen/verwenden/gebrauchen möchte. Hierzu sage ich: „JA“. Ich gebe mit der Kraft meines freien Willen ausdrücklich meine Zustimmung und meine Erlaubnis.

Und dann begebe ich mich in die Rolle des Beobachters und beobachte achtsam, wachsam, präsent und mit Gegenwärtigkeit, was mein Körper tut, wozu die universale Lebensenergie meinen Körper anleitet, was sie ihn (er)schaffen und verrichten lässt. Ich sage nur „Ja“. Ich erlaube. Ich gebe mein Einverständnis.

Ich identifiziere mich NICHT mit dem, was ich tue (was mein Körper tut), sondern das Leben selbst wirkt durch mich. Ich bin lediglich der wachsame Beobachter als wahrnehmendes Bewusstsein. Auf diese Weise nimmt die Schöpfung sich selbst wahr. Ich bin dieses wahrnehmende Bewusstsein, das wahrnimmt, wie das Leben so spielt. Und ich erlaube ALLES. Ja, ich erlaube alles. Ich mache und tue und fühle ALLES, was mich das Leben machen, tun und fühlen lassen will. Ich gebe mich bereitwillig, freiwillig und gerne dem Leben und der Schöpfung hin. Ich diene dem Göttlichen mit Hingabe.

Das Einzige, was ich aktiv mache und was ich mit meinem Bewusstsein wahrnehme, ist beobachten. All mein Tun und Wirken nehme ich in meinem Gewahrsein wahr - außerhalb von mir. Denn ICH BIN NICHT mein Körper und ICH BIN NICHT mein Tun. Sondern ICH BIN wahrnehmendes Bewusstsein (Beobachter) - dies ist alles.

Und so öffne ich mich einer vollkommen neuen Erfahrungs-Dimension. Ich erfahre mich selbst als Beobachter, als wahrnehmendes Bewusstsein. Ich bin diejenige Energie hier in diesem Kosmos, die wahrnimmt, dokumentiert, protokolliert, niederschreibt, aufnimmt, registriert und aufzeichnet. OHNE Wertung, ohne Kommentierung, ohne Urteil, ohne Bewertung, ohne Beurteilung. Neutral. Alles darf so sein.

Natürlich fühlt mein Körper emotional all die Gefühle, die er fühlt. Und dies ist auch weiterhin ok. Und ich als wahrnehmendes Bewusstsein nehme dies dann bewusst zur Kenntnis. Ich beobachte und nehme zur Kenntnis, wie es meinem Körper mit seinem „Gefühle fühlen“ ergeht.

Und wie funktioniert dies nun im Alltag …?

Ganz einfach: Wir machen alles so wie bisher und schauen uns dabei selbst „von oben“ zu. Dies bedeutet: Wir schauen uns bewusst zu beim Abwaschen (und wie wir uns dabei fühlen). Wir schauen uns bewusst dabei zu, wenn wir auf die Toilette gehen (und wie wir uns dabei fühlen und was wir so denken). Wir schauen uns beim Autofahren, einkaufen kochen, arbeiten, beim Sex, beim Streiten, beim entspannen, beim Fernsehen, beim Meditieren, beim Telefonieren, beim Putzen - bei allen Dingen, die wir so machen und erledigen … wir schauen uns selbst bewusst „von oben“ zu. Wir sind das wahrnehmende Bewusstsein, was achtsam auf einer höheren Bewusstseins-Ebene wahrnimmt, was wir auf der Mensch-Ego-Ebene sinnlich wahrnehmen, fühlen und spüren.

Und indem wir zu allem, was wir als Beobachter wahrnehmen, „JA“ sagen, kann und darf die reine Lebensenergie frei fließen. Sie strömt und fließt und heilt und lässt die Liebe wachsen und gedeihen. Unser „JA“ als Observer erlaubt, dass das Leben so ist, wie es ist. Auf DIESER energetisch „hohen“ Ebene (aus unserem Höheren Selbst heraus), fällt uns das „JA sagen“ leicht und alles verändert sich zum Guten - ganz von allein. Wir brauchen nicht mehr verändern zu WOLLEN. Veränderung und Wandel geschehen ganz von alleine und ganz OHNE unser aktives Handeln/Zutun. Wir selbst beobachten nur und dokumentieren und protokollieren völlig wertungsfrei. Wir erlauben das Leben und die Veränderungen, Entwicklung und Wandel ganz so, wie es sich uns zeigt. Dies ist alles.

Dies bedeutet in letzter Konsequenz auch, dass wir unsere Ego-Gedanken (unsere Ego-Vorstellung) SELBST Schöpfer zu sein, wieder loslassen und verabschieden. Wir erlauben, dass allein das Leben selbst (die universale Lebensenergie) der Schöpfer/die Schöpferkraft ist. Wir affirmieren NICHT mehr, um eigene Ziele zu erreichen oder eigene Absichten zu verfolgen. Wir manifestieren nicht mehr, wir schöpfen nicht mehr (bewusst), wir wollen nichts mehr. Das einzige, was wir tun, ist: beobachten, wahrnehmen/aufzeichnen und erlauben. Wir praktizieren Hingabe an das Jetzt und erlauben es bejahend.

Wir hören damit auf, SELBST unser Leben gestalten zu wollen, sondern erlauben, dass das Leben (die universale Lebensenergie) unser Leben gestalten darf. Wir bestimmen NICHTS mehr selbst in unserem Leben, sonder wir geben uns hin und erlauben, das die Schöpfung uns zu ihrem Spielball, Werkzeug, Spielzeug, Abenteuer benutzen, verwenden und gebrauchen darf. Und da die universale Lebensenergie LIEBE ist, MUSS es gut - ja besser sein/werden, als wir es uns jemals in unserem Kopf hätten ausdenken könnten …

In diesem Sinne WOLLEN wir nun NICHTS mehr zu Ende bringen, sondern sind in freudiger Erwartung einer „Störung“. Wir horchen stets und immerdar innerlich aufmerksam ins Feld und folgen jedem Impuls, jeder Eingebung, jeder Intuition, unserer inneren Stimme, was jetzt als nächstes dran ist. Und dann beobachten wir uns dabei, wie es uns dabei ergeht, diese „Störung“ (also diesen Impuls aus dem Feld) jetzt zu empfangen und wie wir mit ihm umgehen. Wie breitwillig wir selbst ihm folgen.

Und hierbei spüren wir unsere Gefühle in uns. Und wir spüren insbesondere unsere Ego-Gefühle, die uns einreden (wollen): „Du wolltest das, was Du angefangen hast, doch eigentlich erst noch fertig stellen.“ Doch WER sagt dies? Es ist unser Ego (unser konditionierter Verstand, unsere Gedanken). Und es sind diejenigen Fremdenergien und Glaubenssätze in uns, die unser Ego präg(t)en und die wir JETZT ablösen, auflösen und transformieren dürfen. Genau HIERZU lädt uns das Leben JETZT ein.

Also … - jede „Störung“ ist ein Willkommensgruß unseres Herzensfeldes, wieder in unsere eigentliche, originale Selbstliebe zu finden …

Interessanterweise gibt es also ZWEI Schöpfungsebenen - und logischerweise MUSS dies auch so sein. Denn als Menschen SIND wir Ego UND Herzensfeld. Und so gibt es auch eine Ebene der Herzensfeld-Schöpfung sowie eine Ebene unserer „privaten“ Ego-Schöpfung. Die übergeordnete Herzensfeld-Schöpfung kennt das Timing des Großen Ganzen. Doch nicht immer ist hier „etwas“ zu tun. Es entstehen Ruhepausen, in denen jetzt noch kein neuer Herzensfeldimpuls da ist. Wir können horchen und horchen, da ist JETZT einfach noch nichts. Das Herzensfeld macht Pause. Es gibt nichts Wichtiges zu tun.

In solchen Momenten können und dürfen wir uns gelassen entspannt in die Sonne setzen und die Zeit verstreichen lassen. Und wir könn(t)en in dieser Pauenzeit auch ein Bild malen, Gartenarbeit machen, Schokolade essen oder unser Fahrrad flicken. Uns steht sozusagen eine gewisse Zeitspanne zur Verfügung, während der wir selbst als Mensch (als Ego) frei erschaffen können und dürfen.

Ein Konflikt entsteht erst dann, wenn wir während der „Schöpferpause auf Herzensfeld-Ebene“ (= während unserer freien Ego-Schöpferzeit) ein neues, großes Projekt starten, das wir auch dann noch weiter bedienen/voran bringen wollen, wenn das Leben (unser Herzensfeld) einen neuen Impuls aus seiner universalen Schöpfung heraus initiiert. Dann kollidiert unsere Ego-Schöpfung mit der universalen Schöpfung.

Unser Ego will dann an seinem Projekt/Vorhaben festhalten (weil wir es uns so GEDACHT und vorgestellt haben und weil unser Ego sich mit seinem eigenen Projekt identifiziert), doch das Leben schenkt uns einen Impuls aus dem Feld. Diesen Impuls empfinden wir auf unserer Ego-Ebene dann als Störung, weil er mit unserer privaten Schöpfung kollidiert/zusammenstößt. Unsere private Schöpfung dann stehen/liegen zu lassen, fällt uns meistens schwer. Wir WOLLEN weiter machen. Doch DIESES Festhalten macht uns auf Ego-Ebene krank. Beziehungsweise es „schenkt uns Schmerz“, womit unser Ego-Schmerzkörper endlich wieder frische Nahrung zu sich nehmen kann.

Es lohnt sich also, die eigene Ego-Schöpfung der universalen Schöpfung breitwillig zu unterstellen. Dann können wir „unser Ego-Ding durchziehen“, solange hierfür der Raum und die Zeit da ist. Und sobald das Leben selbst wieder SEINE Bedürfnisse, SEINE Schöpfungsimpulse anmeldet, lassen wir unsere privaten, persönlichen Ego-Projekte liegen und fügen uns unserem Schicksal - und folgen den Impulsen der Liebe.

Auf diese Weise wissen wir immer schon am Anfang, dass das, was wir auf der Ego-Ebene starten, von begrenzter Dauer sein wird. Und hierzu sagen wir nun „JA“ und finden einen guten, neuen, gesegneten Umgang damit …

Auch unsere Angst, „etwas zu verlieren“ (nämlich uns selbst als Ego bzw. Zeit für „mich und mein Ego“) findet hierin ihren Ausdruck. Hier hinter steht die Verlust-Angst „jemanden verlieren zu können“. Doch wir brauchen KEINE Angst mehr davor haben, uns an die Liebe zu verlieren, denn wir WISSEN, dass es „auf jedes Fall“ so sein wird. Wir erkennen diese Gewissheit jetzt an. Und es wird auch auf jeden Fall so sein, dass in der universalen Schöpfung wieder Freiräume auftauchen werden, in denen wir unsere Ego-Projekte weiter bedienen und verwirklichen können.

Uns selbst mit all diesen Gedanken, Gefühlen und Überlegungen zu beobachten und uns hierbei ein „JA“ zufließen zu lassen, eröffnet uns bereits wieder die nächste Tür, die uns weiter führt bis auf die nächste Stufe auf unserem Weg.

Ich bin wahrnehmendes Bewusstsein und erlaube alles. Ich bin wahrnehmendes Bewusstsein und erlaube Störungen ebenso wie Impulse (die ja im Grunde dasselbe sind). Und ich als wahrnehmendes Bewusstsein schaue mir selbst dabei zu, wie es mir mit diesen Störungen, Impulsen sowie mit den dazugehörigen Gedanken, Gefühlen und Aktivitäten ergeht. Ich schaue einfach, was das leben „mich spielen“ lässt. Es kann nur Gutes sein …

Und so schauen wir einfach mal, was nun geschieht …





Björn Geitmann
Buchautor „Eine Neue Ordnung - Praxishandbuch zum spirituellen Erwachen“
und „Faszination menschliche Kommunikation – Liebe Dich selbst, sonst liebt Dich keiner …!
www.datgeitman.de/lichtschule
Schleswig, den 15.02.2019



Lust oder keine Lust, das ist hier die Frage …
Wann haben wir Lust und wann nicht?

Unser Ego ist grundsätzlich der Miesepeter in unserem System. Es ist die Spaßbremse, der Meckerpott, die schlechte Laune sowie „Zickenalarm“ und „Dröhnbüddel“. Warum? - Weil unser Ego einen Schmerzkörper hat und weil dieser Schmerzkörper Futter braucht, damit er leben kann. Unser Ego-Schmerzkörper lebt vom Schmerz. Er ernährt sich von schlechter Laune, mieser Stimmung, Kummer und Leid, Problemen, Ärger, Schicksalsschlägen und Katastrophen. Deswegen sind wir auch so geierig auf Katastrophenmeldungen und ertappen uns und andere als Gaffer und sensationslüsterne Voyeure. Hierbei lebt unser Ego förmlich auf und schwingt sich zu Höchstform auf.

Die größte Lust unseres Ego ist es, „kein Bock“ zu haben. Dann ist für unser Ego die Welt in Ordnung und sein Schmerzkörper fühlt sich pudelwohl.

Nur unser Herz und unsere Seele blicken jedoch in die Röhre … - Denn unser Herzensfeld ist unsere Lust. Herzensfeld und Lust und Freude sind ein und dasselbe. Und je nachdem worauf wir unseren Fokus (unsere Aufmerksamkeit, unser Bewusstsein, unsere Konzentration) lenken, fühlen wir die Lustlosigkeit unseres Ego oder die Lebensfreude und Lust unseres Ego.

Und weil wir IMMER Ego UND Herz sind, deswegen können wir IMMER JEDE Situation bocklos oder lustvoll erleben, gelangweilt oder voll Begeisterung, mit „Null Bock“ oder voll Freude, mit genervt sein oder mit Spaß.

Und nun können wir ein spannendes Phänomen erkennen:

KEINE Lust gibt es gar nicht!!!

Wir haben immer Lust! Unser Herzensfeld hat immer Freude. Doch sobald wir NICHT bei uns selbst sind, sondern bei unserem Gegenüber, bei unserem Partner, in der Welt, im Außen, sind wir in Kontakt mit Ego-Energie und Egos haben grundsätzlich KEINE LUST! Und dann fühlen wir (obwohl wir selbst Lust haben) in uns die Energie von KEINE LUST, weil wir wieder einmal NICHT bei uns selbst sind, weil wir wieder einmal NICHT in unserer Selbstliebe mit uns selbst verbunden sind, sondern weil wir wieder einmal unsere Aufmerksamkeit, unser Bewusstsein nach außen zu den anderen ausgerichtet haben. Es sind die Egos der anderen, die keine Lust haben. Es sind NICHT „die anderen“, denn die Herzensfelder der anderen haben schon auch Lust. Doch die Egos der der anderen haben eben KEINE LUST.

Und wenn mein Gegenüber an MICH denkt, dann wird er/sie auch KEINE LUST haben, weil auch MEIN Ego KEINE Lust hat. Allein mein Herzensfeld hast Lust, mein Ego jedoch NICHT! Weil Egos grundsätzlich kein Bock haben. Sie haben kein Bock auf Leben und kein Bock auf (die wahre) Liebe und kein Bock auf Sein und kein Bock auf die schönen Dinge dieser Welt - es sei denn (natürlich gibt es auch hier ein Ausnahme) … - es sei denn, die Egos können sich mit den Dingen bereichern, ihre Macht und ihren Einfluss vergrößern. Dann haben auch Egos Lust auf mehr, schön, höher schneller, weiter und besser, Status, Ruhm und Ehre, Hab und Gut, Gold und Glitzer …

Warum? - Weil die Egos sich schon jetzt darüber freuen, wenn sie all diese Dinge, diesen Besitz, diese Güter, dieses Ansehen eines Tages wieder verlieren werde - ja verlieren MÜSSEN - denn dann ist der Schmerz um so größer, je größer jetzt der Gewinn war.

Unser Ego hat große Lust auf Erfolg und eine tolle große Firma, viel Geld und große Berühmtheit - weil es all dies eines Tages wieder verlieren wird, verlieren und loslassen MUSS … - spätestens mit unserem Tod. Und dieses Verlieren, dieses Loslassen ist so wundervoll schmerzhaft. Dieser Loslass-Schmerz tut so wundervoll GUT - zumindest unserem Ego mit seinem Schmerzkörper.

In unserer Alltags-Unbewusstheit weiß unser Ego all dies natürlich NICHT. Deswegen kann es diese Erfahrungen ja überhaupt machen. Wüsste es um diese Zusammenhänge, wäre unser Ego schon kein Ego mehr. Unser Ego wäre Geist geworden. Und als Geist sind wir wieder Liebe und würden uns hüten, Dinge und Formen und Attribute anzuhäufen, weil es schon jetzt absehbar ist, welch großer Schmerz mit dem Verlust eines Tages einher gehen wird. Es lohnt sich nicht, viel zu haben und uns auch noch mit diesem Besitz zu identifizieren, denn wir haben und besitzen und SIND es NICHT. Es scheint uns nur so.

In diesem Sinne ist Weisheit die Fähigkeit, zum „Nichts-haben-WOLLEN“ bzw. „Nichts-brauchen“ (keine Dinge, keine Menschen) bewusst und lustvoll „Ja“ zu sagen. Wer weise ist, weiß, dass er/sie außer seinem eigenen Geist, nichts hat, was bleiben wird. Und mehr brauchen wir auch nicht zum Glücklichsein. Wir brauchen lediglich unseren Geist, um Lust und Lebensfreude, Erfülltsein und uns-reich-beschenkt-fühlen genießen zu können …

Manchmal stimmen die alten Sprichwörter eben doch …

Weniger ist mehr …